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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-06-19 · 25 (19.6.1914) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
25 (19.6.1914)
Date
1914-06-19
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 26 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 441 Literatur. Braun, Dr. M., Geschichte der Juden und ihrer Literatur. 3. Teil. Von der Vertreibung der Juden aus der pyrenäischen Halbinsel bis zur Gegenwart. Dritte vermehrte und verbesserte Auslage. Eroßoktav, S. S. 198. Breslau 1913. Verlag M. u. H. M a r k u s. Preis 2 Mk. Der rühmlichst bekannte Verfasser entrollt uns in diesem Bande seiner jüdischen Geschichte die Ereignisse von 1498 bis auf die Jetztzeit. Sprache und Ausdrucksweise sind fesselnd, Personen und Geschehnisse, die einer jeden Zeit ihren Stempel ausdrücken, sind eingehend und getreu geschildert, es herrscht in diesem Werre der volkstümliche Ton und ist der Autor bemüht, dem Gebildeten wie auch dem Laien das von unserer Geschichte zu übermitteln, was er unbedingt wissen Wutz. Welche Seite auch immer der witzbegierige Leser hier aufschlägt, er liest' mit steigendem Interesse unsere Ruhmes- und Leidensgeschichte. Es geht uns das Leid und Weh unserer Vorfahren um so mehr zu Gemüte, da wir leider doch selbst Zeugen der Pogrome und der sonstigen Verheerungen gewesen sind, die das Gift des Antisemitismus angerichtet hat und leider noch immer anrichtet. Das B rann',che Geschichtswerk soll in keiner jüdischen Familie fehlen. Beim Lesen desselben wächst unser Interesse fürs Judentum, dessen Geschichte unser Autor objektiv und spannend wiederzugeben sich bemüht. Das neu erwachende jüdische Erfühl macht unsere junge Generation empfänglich für alles, was jüdisch ist, und gerne wird unsere junge gebildete Welt sich nach dem Thoraworte: „Gedenke der vergangenen Jahre!" hier Rat und Belehrung holen. Eines Möchten wir uns erlauben auf einer der. letzten Seiten richtig zu stellen, was das Wirken der Israelitischen Allianz zu Wien betrifft, die der unvergetzliche Joses Ritter von Wertheimer, unterstützt von seinen Gesinnungsgenossen, im Jahre 1873 begründet hat und die würdig als Schwesterverein der großen Pariser israelitischen Allianz an die Seite gestellt zu werden verdient. Für unsere unglücklichen, verjagten und verarmten Glaubensgenossen, namentlich aus Rußland und Rumänien, aber auch für unsere armen Brüder in Galizien wirkt sie durch ihren Einfluß uud mit großen Geldmitteln durch 41 Jahre unermüdlich und ungemein segensreich. So möge denn die besonders schön ausgestattete Neuausgabe unseres Eeschichtswerkes, an dessen Vervollkommnung und Verbesserung unser Autor unausgesetzt arbeitet, die verdiente Verbreitung auch finden. Mor. A n t s ch e r l. Le Traducteur, The Translator, Jl Traduttore, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Der literarische Teil dieser Unterhaltungsschriften bietet in anregender Form in kleinen Novellen, Abhandlungen, Anekdoten, Gedichten usrg., die teils einsprachig mit Anmerkungen, teils zweisprachig erscheinen, Kenntnis des fremden Landes, seiner Literatur, seiner Sitten und Gebräuche, seiner Handels- und Verkehrseinrichtungen. Uebersetzungsübungen spornen den Leser zu eifriger Arbeit an. Stets finden sich Adressen junger Leute, die geneigt sind, mit anderen Lesern in schriftlichen Verkehr zu treten behufs gegenseitiger Förderung der Kenntnisse in der fremden Sprache und zum Austausch von Zeitungen, Ansichtskarten usw. — Probenummern für Französisch, Englisch oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur" in La Chaur-de-Fonds (Schweiz). Die Petichott des Midrasch rabba zu Genesis, von Drj David K ü n st l i n g e r, Krakau 1914. Verlag des Verfassers. Harfe und Posaune. Festreden, gehalten im Eotteshause der Jüdischen Reformgemeinde in Berlin von Dr. M. Lev in, Prediger der Gemeinde. Berlin 1914. Verlag von M. Po pp e l a u e r. Krieflrasten. I. T. in P. Für Aussätze rein theoretischen Inhaltes haben wir leider keinen Raum. Prof. Dr. O. B. in B. Der 15. September 1851 war der 18. Elul 5611. Der 3. Juli 1913 war der 28. Siwan 5673. K. F. Der Versuch, für die Grausamkeiten Neros gegen die alten Christen Juden verantwortlich zu machen, ist nichts als eine Prostitution der deutschen Wissenschaft. Tacitus (Annalen- XV, 44), der sehr gut zwischen Christen und Juden zu unterscheiden wußte, schweigt bei dem Brande und der Christenverfolgung aber völlig von den Juden. Das Bestreben, hier die Juden hineinzuzerren, ist ein alter judenfeindlicher Trich (O. Hirschseld, Kleine Schriften, S. 409 ff., vorher vorgetragen in der Akademie der Wissenschaften am 22. Februar 1910.) «5. B. Der italienische Journalist Cäsar A l g r a n a t i ist ein getaufte.' Jude, welcher in Bologna ein klerikales Witzblatt redigiert und auf die Juden nach der Methode aller Renegaten wütend schimpft. Einer seiner Genossen, ebenfalls ein getaufter Jude, kandidierte bei den letzten Parlamentswahlen auf ein klerikales Programm; er f.el durch und die Juden agitierten für den liberalen Katholiken, der auch gewählt wurde. Das Renegatentum aller Länder ist sich wahlverwandt. „Kol T’hilloh“ n^nn Sp IT. Teil v )n Ob jrkantor und Chordipektor Josef Heilerin Brünn. Ein svnagogales Musikwerk für die hohen Festtage. Das Werk enthält auf Grundlage des alten und echten Chasonus in größter Vollständigkeit die gottesdienstlichen Vorträge für “115D DTl IT3^il welche sowohl dem modernen als auch dem konservativen Gottesdienste angepaßt sind *uber 800 Nummern, darunter lOOviepuad mshrstimmige Chöre mit und ohne Orgelbegleitung, zirka 25 Sologesänge mit Orgelbegleitung sowie fünf Anhänge, und zwar sämtliche rYFF^D* weiters rar 'Hsxb) hrb yiyai. ferner nrao schließlich mehrere Chöre und Gesänge für den Freitagabend-Gottesdienst.) — Bezugspreis für Gemeinden K 60.—, für Kantoren K 45.—. Das Werk ist gegen Voreinsendung des Betrages oder mittelst Nachnahme vom Autor oder vom Verlage Carl Winiker, k. k. Hofmusikalienhandlung in Brünn, zu beziehen. Max Ritter von Pfeiffer-Stiftung für Juriften des zweiten oder eines höheren Jahrganges. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kr. 398.—. Bewerbungsberechtigt find: Mittellose israelitische Hörer des zweiten oder eines höheren Jahrganges der juridischen Fakultät in Wien. Bevorzugt sind: Nach Wien zuständige Bewerber. Verleihungstag: 16. Oktober 1914. Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Inder, Studienzeugnifse, eventuell Heimatschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Juli 1914. Einreichstelle: I., Ssitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Adolf Skrainkafche Wohltättgteiis Stiftung, Holleschan. Am 22. Elul (Iki September 1914), als dem Sterbetage des sel. Herrn Skrainka, gelangen aus obiger Stiftung zwei Stipendien ä 200 Kr., abzüglich der Jnsertionskosten, an zwei würdige und bedürftige Hochschüier der Universität oder der technischen Hochschule aus Holleschau zur Verleihung. Verwandte der Familie Skrainka werden in erster Linie berücksichtigt. Bewerber um diese Stipendien haben ihre mit den Nachweisen der Verwandtschaft, besiehungsweise der Zuständigkeit nach Holleschau, -.er Würdigke.t, Bedürftigkeit und der ordnungsmäßig zurückgelegten Kolloquien oder Prüfungen belegten Gesuche bis 15. Juli 1914 beim gefertigten Kultusvorstande zu überreichen. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Hollefchau, im Juni 1914. „ Der Kultusoorsteher: Carl Beer.

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