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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-05-29 · 22 (29.5.1914) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
22 (29.5.1914)
Date
1914-05-29
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 22 Dr. Bloch's Wochenschrift Seile 2£9 98 Jahren. Als sie in ihrer letzten Krankheit den Arzt rufen lietz, fand dieser, datz bei der Greisin das Lebensflämmchen im Verlöschen und jede Hilfe ausgeschlossen sei. Aber die geistesstarke Frau wollte noch nicht sterben und bat den Arzt auf das Eindringlichste, ihr noch irgend etwas zu verschreiben. „Lieber Doktor", rief sie, „versuchen Sie's doch wenigstens, ob Sie nicht noch etwas für mich tun können!" „Madame," erwiderte der Arzt, „was soll ich für Sie tun? Ich kann Sie doch unmöglich wieder jung machen!" Da glitt ein Lächeln über das Gesicht der Sterbenden. „Aber, lieber Doktor," ries sie, „ich will ja auch gar nicht wieder jung werden! Im Gegenteil, ich wünsche nur, datz Sie mich noch älter werden Netzen!" Das war ihr letzter Witz. Wenige Stunden darauf schlief sie schmerzlos ein. KriefKaste«. C L. Der Satz „Besser Unrecht leiden als Unrecht tun" findet sich tat Ta laut d S .nhedrin 49: (ts»ö j'-rruo) Kerb -nn Ski KtsiS vtn K. F., Berlin. Der im Alter von 79 Jahren verstorbene kgl. bayrische Hofbanrier Angela v. Wassermann aus Bamberg, Mitbegründer und Mitinhaber des Bankhauses A. F. Wassermann, Bamberg-Berlin, war strenggläubiger Jude, hat sich durch reiche wohltätige Stiftungen verdient gemacht, ist der Vater des Direktors des Kaiser Wilhelm-Instituts, des Geh. Medizinalrats von Wassermann, und des Berliner Kommerzienrats Mar von Wassermann. Politisch gehörte er zur Zentrumspartei. I. K. Wenden Sie sich an das „Jüdische Museum", Wien, II./3, Malzgasse 16. Religion in W. Wir raten dringend davon ab, den Schüler darum mit einer Sittennote oder sonstwie zu bestrafen, weil er über Weisung seiner Eltern am Sabbat nach Schulschiutz mit der Eisenbahn nach Hause fährt. Das wäre so, als ob man diesen Schüler mit aller Gewalt zur Taufe zwingen wollte. Der Religionslehrer hat lediglich die Pflicht, den Schüler auf das Unstatthafte des Fahrens am Sabbat aufinertsam zu machen. Weiler geht seine Pflicht nicht, und was er darüber hinaus unternimmt und üble Folgen haben kann, betastet ihn mit schweren Verantwortlichkeiten. Berichtigung. In Nr 21, 1914, dieses Blattes muß im Absatz ö meines Referates über das ..Jahrbuch für jüdische Geschichte anb Literatur" anstatt des keinen Sinn ergebenden: „Leceun im Judentum , richtig: „B a n n im Judentum" gelesett werden. Dr. Simon M a u d l. Notiz. Jüdische Bühne. Hotel „Stefanie", 2. Bez., Taborstraße 12. Sonntag den 31. Mai, Montag den 1. Juni 1914: Gastspiel des bekannten Schauspielers Adolf R e m e s und Auftreten der Herren L. Rosenstein und I. I. Weingold. Zur Aufführung gelangt: „Der Millionär als Bettler", Schauspiel in 4 Akten von A. Sch lieferst ein. Näheres Tagesplakate. — Anfang halb 9 Uhr. Galizische Anleihe. Die Subskription auf Nominale Kronen 80,000.000---Mark 68,000.000 D. R. W.--Ftc. 64,000.000 -- Pfd. St. 3,333.333, 6, 8. 4d/,prozentlges steuer- und abzugsfreies, innerhalb 50 Jahren rückzahlbares pupillarsicheres Landesarlehen des Königreiches Galizien und Lodomerien samt dem Großherzogtum Krakau, welche Mittwoch den 20. Mai 1914 stattfand, hatte einen vollen Etfolg, indem namentlich die Sperrstücke fast ganz gezeichntt wurden. Auf zur Kenesijo gedaulo! Gesinnungsgenossen! Der Ruf, der vor zwei Jahren von IC a 11 o w i t z aus an alle treuen Söhne des jüdischen Volkes erging, hat mächtigen Widerhall gefunden. In allen Ländern der Diaspora, wie im heiligen Lande, unter den jüdischen Massen des Ostens und jenseits des Ozeans, in den Zentren der Kultur und in den stillen Räumen des Bes-ha-midrasch — überall hat der Gedanke, den „Agudas Jisroel“ verkündet, die Wiederaufriclitnng der vom Thoragcist belebten jüdischen Einheit wie ein zündender Funke gewirkt. Ortsgruppen, Gruppenverbände, Jugendgruppen — die Zellen, aus denen der neue Organismus zum Leben erstehen soll, haben sich in großer Zahl gebildet und es gilt nun, aus diesen Zellen den lebendigen Körper der Agudas Jisroel zu gestalten. D e n^n: n'DJ3 ist elntoerttfen! Am Elul-Neumond, in den Tagen vom 23. bis 31. August, sollen sich in Frankfurt a. M. die von dem Vertrauen der Gesamtheit getragenen Delegierten der Ortsgruppen zur Hauptversammlung zusammenfinden, um unter Führung der Großen, der Fürsten des Thorageistes in Israel, zu vollenden, was in Homburg und ICattowitz begonnen ward. Brüder! Bedenket die Größe des Augenblickes! Zum erstenmale in der jüdischen Geschichte, zum erstenmal seitdem das jüdische Volk in alle Weltteile zersprengt ward, werden sich seine Söhne zusammenfinden, um der thoratreuen Judenheit, die Tribüne eines einheitlichen Willensausdruckes zu schaffen, um gemeinsame Arbeit für Gott und sein Gesetz, für die Thora und das Volk der Thora zu leisten. Sorget, daß alle-;, was wir an geistigen, sittlichen, wirtschaftlichen Werten unser Eigen nenuen, in diesem Parlament der thoratreuen Judenheit in gesammelter Kraft zum Ausdruck gelange. Sendet die besten Männer zur^--* ,-p 3» — Männer, die das geistige Erbe der Vergangenheit in sich tragen, Männer, die mit jüdischem Auge das Leben erkennen und seine Not, und die gewillt und befähigt sind, schöpferische Arbeit fürs Leben zu leisten. Nutzet die kurzen Wochen, die zur 7,^ -jj n*lT33 führen! Tretet in den Ortsgruppen Woche für Woche zur Vorbereitung der Gesamt-Aidiegen zusammen, belebet den Geist der Zusammengehörigkeit, der gegenseitigen Verantwortung, der Opferfreude. Spornet jeden Einzelnen zur Werbearbeit an und rufet die noch abseits Steilenden, die Gleichgültigen und Kleinmütigen zu den Fahnen. Unter Scholärklüngen wird die Kenesijo gedaulo zusammentreten. In Eurer Hand, in Eurem unbesiegbaren Willen liegt es, daß diese Klänge sich als Nachhall des Sinai-Sehofars bewähren, daß schon die erste Kenesijo gedaulo der Aguda Jisroel die Wiedergeburt der jüdischen Gesamtheit aus dem Geiste der Thora sichert. Frankl' u r t a. M., am 18. Ijar 5674. Das provisorische Komitee der Agudas Jisroel. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebuhr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Posteu ft rage gefälligst honorieren zu wollen. Zur tust. Seschkung. Da in den nächsten Tagen mit der Drucklegung der Adresschleifen begonnen wird, ersuchen wir unsere geschätzten Abonnenten uns alle gewünschten Aeudernngen oder Richtigstellungen in Namen, Titeln oder Adressen gefälligst umgehend bekanntgeben zu wollen. Die Administration der „Oesterr. Wochenschrift" 11/1, Praterstraße v. MIETWAGEN¬ UNTERNEHMUNG Telephon 1431 9K. UN GERL Telephon 1431 Wien, X., Götzgasse 14 und Hasengasse 17 Monats-, Tages- und Hochzeitsfahrten etc. mit eleganten Gummiwagen, Landauern sowie Automobilen mit und ohne Taxameter zu allen Gelegenheiten.

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