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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-05-22 · 21 (22.5.1914) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
21 (22.5.1914)
Date
1914-05-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 362 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 21 scheint das Amt eines pn im Lehrhause zu Jamnia nicht zu den angenehmsten gehört zu haben. R. Zenon stand auch noch in einem anderen Verhältnisse zum Patriarchen R. Gamaliel II., er war dessen Hausverwalter. (w'öö). Als solcher genoß er das volle Vertrauen des Patriarchen und galt allgemein als dessen zuverlässiges ausführendes Organ. Anordnungen des R. Zenon im Patriarchenhause wurden als vom Patriarchen selbst ausgehend betrachtet und von den Gelehrten für die religiöse Praxis als maßgebende Norm angenommen.^) mep^pn pn? Jochanan Ehakokaah. Nach einigen Erklärer» hat die Bezeichnung PKp-pn die Bedeutung von ■'öid, Schreiber, Lehrer, wie ppino Deuteron. 33, 21. Andere leiten das Wort von ppn. dem Namen einer Stadt, Jos. 19, 34, ab und lassen Jochanan von dort stammend) rsirpn •jnr lebte in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts in Palästina und stand mit R. Jehuda Hanassi und R. Chia dem Großen in Verkehr. 2) Von seiner Tätigkeit als Schullehrer wird uns nichts berichtet. (Fortsetzung folgt.) b2 *22-V -tp v6n bp ntrp PV1N* *211 V1111 2V1* 2»1 rvm pnn sv-r '21b 110K cpn pk ivai f&mn&n rraatm *2ib 110K1 apn bp *2 iiöki on*b2i bp invpi cpn ba lbtim -asm b»nnn tök . .Tan injn m2p sb *0 Der Bericht in Babli Berachoth 27 b lautet: b2 1222V NP Nb22 bp “IÖ'P pvl.1* '211 V1111 2»1* 2*1 N'N ♦löpi töp jö2iinn n-LLinb iiöki cpn Man sieht also auf den ersten Blick, daß die Berichte aus einer Quelle stammen und beachte weiters die in beiden Berichten lautlich ähnlichen, nur in der Schreibung verschiedenen Worte iiöK 2öpi — Niep. löKv Höchstwahrscheinlich liegt im Babli eine Verschreibung des K in p vor und die Aufforderung IiöK „sprich" wäre demgemäß nicht an Zenon, sondern an den jö2iin R. Chuzplth gerichtet worden. Nehmen wir nun im Jeruschalmi einen Wechsel der Personen vor und lesen bei dem nunmehr an R. Chuzplth gerichteten Befehl anstatt des Plurals iiöki den Singular iöKi so ergibt sich eine natürliche und klare Situation. Aus der einen Seite das Volk, welches DPI pk itoan von dem pn fordert, auf der anderen Seite der Patriarch R. Gamaliel, der seinem Meturgeman die Ordre erteilt „tök" svergl. ktöK Sprecher) „sprich", d. h. setze die Verdolmetschung des Vortrages fort und kümmere dich nicht um den Ruf des Volkes. Als jedoch der Meturgeman weitersprechen will, will ihn das Volk nicht anhören und erhebt sich. Auf diese Weise löst sich die Hauptschwierigkeit, welche darin lag, daß nicht gesagt wird, was der Aufgeforderte sprechen soll, (i*ök) von selbst. Da der Aufgeforderte der Meturgeman ist und die Aufforderung von dem Patriarchen ausgeht, so ist es ohne weiteres klar, daß es sich um die Verdolmetschung des Vortrages handelt. Auch erscheint es wahrscheinlicher, daß das Verlangen cp.2 pk iaen an den Chazan R. Zenon gerichtet wurde, dessen Aufgabe es sonst war, über Auftrag des Patriarchen das Zeichen zum Ausbruche zu geben. Bergl. PVD22 tbbö Cholin 51a und Rasi daselbst; zu KPV22 VT bemerkt Rasi (Sabbath 29 b): tbbö OT’öbn K»2tiöi 0*220.1 pi*C22 Bergl. ferner Rasi Sabbath 118 b zu: V11ÖN P-2 *2*Viö und VilöN P'2 *1'öpö 9) Tofefta Pesachim ll, 11 (159,9) und b. Pesachim 49 a wird J12*7 als N2112V bezeichnet. Bergl. auch Jer. Sukka V. 1, wo N21ÖÖN für das vorherstehende pn gebraucht wird, mit Tosesta Sukka IV, 6 (198, 24). Schwerlich dürfte unser pjyj »n auch mit dem Aboda Zarah 55 a erwähnten identisch sein. (Bacher, Ag. der Tannaiten I* 294, Goldfahn, Rahmers jüd. Literaturblatt 1891 (20), S. 124). Es ist kaum anzunehmen, daß der des Lehrhauses und Synhedrions zu Jabneh eine Frage, wie die dort erwähnte, gestellt haben soll. S. Samuel Edels zur Stelle. *) Pesachim 3b; S. TosafoH das., Aruch s. v. pn und Juchassin, Filipowski, vergl. Jer. Schebiith IX, 1. ni.i V'pb 22 VT ^1p'N2. 9 Pesachim 13 a, Jer. Pesachim I, 4, Jer. b. mezia III, 4. An den letztgenannten Stellen K'pw'N |2m* und nplpn |3nv 9\ Korrespondenzen. Eine englische Stimme über die Drangsalierung der bulgarischen Bevölkerung in den neurumänischen Gebieten. Der „Daily Grap h i c" g reift die rumänische Regierung heftig an wegen der schlechten Behandlung der neugewonnenen Untertanen jenes Gebietes, das den Rumänen durch den Frieden von Bukarest zugefallen ist. Die von der rumänischen Kammer angenonunenen neuen Gesetze seien bestimmt, die friedliche Ausr 0 ttung jener Bevölkerung in kurzer Frist durchzuführen. Unter Bulgarien gehörten diese Distrikte zu den am meisten fortgeschrittenen und prosperierenden Gemeinwesen in Europa; sie waren in der Sobranjc zu Sofia würdig vertreten und verwalteten ihre lokalen Angelegenheiten mit bemerkenswerter Intelligenz, erhielten ihre Schulen und machten ihren Boden zum reichsten auf dem Balkan. All dies sei nun anders. Die Rumänisierung ist auf der Tagesordnung und hiedurch wird die 'bulgarische Bevölkerung dem Verfall und der Verarmung ausgesetzt. Parlamentarische Vertretung, lokale Selbftregierung, das Recht öffentlicher Versammlungen, die Freiheit der Presse, alles das wird ihnen versagt; die Kinder dürfen nicht mehr in den Schulen in ihrer Sprache unterrichtet werden, der Kirchendienst darf nicht in bulgarischer Sprache verrichtet werden. Die Großmächte sollten über diese grausamen und gänzlich überflüssigen Maßregeln mit der Bukarester Regierung ein offenes Wort redeil. Es sei schlimm genug, daß Rumänien 35 Jahre lang sich geweigert habe, die Verpflichtungen bezüglich der jüdischen Untertanen zu erfüllen. Europa könne nicht zugeben, daß die rumänische Regierung ihre V erfolgungstätigkeit auch auß die C h m i st em der'D oli r u d s ch a ansdehne, bloß deshalb, lveil diese nicht dem rumänischen Stamme angehören. Wien. Der Verein „Francnhort" versendet soeben seinen Jahresbericht, dem wir entnehmen, daß dieser Verein nahezu 47.000 Kronen für seine mannigsacheli Agenden, als Greisinnen-, Wöchnerinnenfürsorge, Kinder- Osterbeteilung und Kuraktion, ansgegeben hat. Der „Frauenhort" erhält bekanntlich ganz aus seinen Mitteln das Kaiser Franz Josefs-Arbeiterinnen- Erholungsheim in Seebenstein an derAspangbahn, in dem jährlich 170 Mädchen, die unter Entbehrungen und Opfern 'für die Jhrigecn in jllngen Jahreil angestrengt der Arbeit obliegen müssen, ein reizendes Heim, einen Waldgarten, romantische Umgebung, gute Kost und liebevolle Behandlung finden. Von Seiten von Industriellen, Vereinen und Privaten rverden dern „Frauenhort" so viele Schützlinge überwiesen, daß schon ün März die Sommeraufnahmen geschlosseil werden müssen und auf jedes aufgenommenc zehll abgewiesene Mädchen konrmen. Dies beweist, lvie notwendig das Heim ist. Schön und rührend ist der Kinderschutz; aber notwendiger noch, daß das erwachsene Mädchen, das in den der Tuberkulose zugänglichsten Jahren schon hart arbeiten muß. und falls seine Arbeitskraft es verläßt, beit häßlichsten Gefahren ausgesetzt ist, von glücklicheren Altersgenossinnen und Müttern unterstützt wird. Den Anmeldungetl halten die Spenden llicht gleichen Schritt, sonst hätte der „Frauenhort" längst an eine Erweiterung seines Hauses schreiten können. So wünschen wir dem Vorstande, dem die Damen Köpfte in, Bettelheim und von Doctor als Präsidentinnen, Frau kais. Rat Hirsch, kais. Rat S ch e f f t e l, Martha Stiaßny, Dr. Gustav Kohn, Geisenheimer und viele andere werktätige Frauen angehören, daß er die

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