Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 19 (8.5.1914)
- Date
- 1914-05-08
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 338 Dr. Vloch's universellem Gesichtspunkte verteidigt und die eigentlich richtige jüdische Auffassung darlegt. Auf diese Antwort Dr. P a t a i s erwidert S z a b ö in der Mai-Nummer des „Huszadik Szäzad", wo er aufrichtig gesteht, daß ihn die Antwort Dr. Palais tief gerührt habe. „Mit einer solch hohen Auffassung ist mir der Judaismus herzlichst willkommen. Dr. P a t a i möge weiter die jüdischen Werte mit seiner „Mult es Jövö" konservieren, und wie in der Logik sich Gegensätze einander ausschließen, so können sich die Gegensätze der verschiedensten Lebensanschauungen gegenseitig ergänzen. Und jede Richtung ist wahr, wenn sie mit Wahrhaftigkeit vertreten wird, wie es Dr. P a t a i tut." Damit schloß S z a b ö die Debatte, die in jüdischen und christlichen Kreisen zugleich großes Interesse, hervorgerufen hat. A. Sulzbach, Bilder aus' der jüdischen Vergangenheit. Ein Quellenbuch für den Unterricht und zum Selbststudium. Frankfurt a. M. 1914, I. Kauffmann, Mk. 3.30. Dieses Buch füllt eine empfindliche Lücke in unserer pädagogischen Literatur aus. Anstatt über die Dinge zu hören, d i e Dinge s e l b st abzuhorchen, gibt dem Unterricht nicht nur Leben und Farbe, sie dient auch der Vertiefung in den Gegenstand Diese 49 Proben charakterisieren sich durch die lleberschriften als eine vortreffliche Auswahl. Erwähnt seien nur: „Der Hohepriester am Versöhnungstage" (4), „Die Amtseinführung des Erilarchen" (14), „Die vier gefangenen Gelehrten" (18), „Des Maimonides Jggereth Hafchmad" (22), „Aus Petachja von Regensburg" (24), „Die Edelsteine" (Die Fabel von den 3 Ringes), „Die Dokumente über Brunnenoergiftung", „Ritualmord", „Der wirkliche Shylock", sehr treffende Bemerkungen Moses Mendelssohns über Taufe und exaltierte Bibelkritik u. a. m. Das Buch dürfte auch zu häuslicher Lektüre willkommen und somit als Eeschenkwerk wärmstens zu empfehlen sein. Peinlichste Sorgfalt in der Wiedergabe der Terte und gute Ausstattung zeichnen es vor vielen Erscheinungen des gleichen Genres aus. G. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Organ der Alliance Jsraelite Universelle. 14. Jahrgang. Heft 5. Mai 1913. Inhalt: Rabbiner Dr. Perl es: Die altorientalische Geisteskultur. — Karl Schwarz: Mar Westfeld (mit sieben Illustrationen). — Benjamin Disraeli: Tancreds Pilgerfahrt (mit einer Illustration). — Prof. Dr. K. L ö v i n s o n, Rom: Die Juden im öffentlichen Leben Italiens (mit drei Porträts). — Dr. Leopold Hirschenberg: Zwei alttestamentliche Tondichtungen von Giacomo Mayerbeer. Ein Gedenkblatt zu seinem 50. Todestage (2. Mai 1914) (mit einem Porträt).' — Peter Ujvari: Wie Feibisch zum Wunderräbbi ging. Erzählung. — „Des alten Vaters Klage". Noten. — Mitteilungen des Zentral-Komitees der Alliance Jsraelite Universelle in Paris: Erwiderung des Zentral-Komitees auf eine Kritik des Schulwerks. — Die Schulen der Alliance in den Jahren 1913—14. (Aus den Jahresberichten der Schulleiter.) — Notizen. — Dr. N. M. Nathan: Literarische Rundschau., — Verlag „Ost und West",, Leo Winz, Charlottenburg, Knesebeckstr. 32. Volksschriften über die jüdische Religion. Herausgegeben von Dr. I. Ziegler, Karlsbad. 2. Jahrgang, 4. Heft. Der Talmud. Von Dr. Simon- Bernfeld, Charlottenburg. Frankfurt a. M. 1914. I. Kaufmann. Geschichte der Frankfurter Juden im Mittelalter. Von Professor Dr. I. Kracauer. Aus der inneren Geschichte der Juden Frankfurts im 14. Jahrhundert. (Judengasse, Handel und sonstige Berufe.) Mit einem Uebersichtsplan der ältesten Judengasse. Frankfurt a. M. 1914. Verlag von I. Kaufmann. Le Traducteur, The Translator, Jl Traduttore, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Leute, die schon außer der Schule stehen, finden in diesen Blättern Gelegenheit, ihre Kenntnisse der fremden Sprachen zu festigen und zu erweitern, ohne das lästige und zeitraubende Lerikonwälzen anwenden zu müssen, da jedem Artikel eine llebersetzung gegenübersteht oder unbekannte Vokabeln unter dem Terte angegeben sind. Gediegene Aufsätze und Erzählungen klassischer und moderner Autoren wechseln mit Gesprächen' aus dem täglichen Leben ab, die in ausgiebiger Weise der Umgangssprache Rechnung tragen. — Probenummern für Französisch, Englisch oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur" in La Chaur-de-Fonds (Schwetz). __ Die Sagen der Juden. Gesammelt und bearbeitet von Micha Josef bin Gorion. Die Erzväter. Literarische Anstalt Rütten & Loening, Frankfurt a. M. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden. Berlin C. 2, An der Spandauer Brücke 15. Schriftleitung: Dr. Bruno Blau, Wochenschrift . Sir. 19 Berlin. 10. Jahrgang. Heft Nr. 4. April 1914. Inhalt: 1. Abhandlungen : Regierungsrat K n ö p f e l, Darmstadt: Die gegenwärtige Sterblichkeit der jüdischen und christlichen Bevölkerung des Großherzogtums Hessen nach Geschlecht, Alter und Todesursachen. — Dr. Bruno Blau, Berlin: Die Zahl und Verteilung der Juden auf der Erde. — Dr. S. Weißenberg, Elisabethgrad: Die russisch-jüdischen Studenten an den deutschen Universitäten. — Jüdische Sterblichkeitsstatistik in Jerusalem für die Jahre 5654 bis 5658. — 2. Statistisches Archiv: Zahl der im Jahre 1912 zur evangelischen Landeskirche übergetretenen Juden im Großherzogtum Hessen. — Die Auswanderung aus Ungarn und Einwanderung nach Ungarn in den Jahren 1909, 1910 und 1911. — 3. Mitteilung: lOjähriges Bestehen des Bureaus für Statistik der Juden. Kriefkaste«. M. G. Die Rezitation der Selichoth hat zu unterbleiben, wenn niemand fastet. G. Ssjfer, Velovar. Ein Verzeichnis der Kultusgemeinden Oesterreich-Ungarns finden Sie im Kalender der „Oesterr. Jsr. Union". Adresse: Wien, IX., Universitätsstraße 8. David Sch. Der Artikel des Prof. Dr. G. Marinesco im.Maiheft der „Deutschen Revue" über das fast gänzlich unbekannte Sinnesphänomen des „Farbigen Hörens" enthält nur die Aufklärung eines alten Bibelsatzes, II. Buch Mose, 20, 15, wo bei der Schilderung der gewaltigen Naturerscheinungen am Sinaiberge, als Gott sich offenbarte, die Redewendung vorkommt ... und das ganze Volk „sahen die Stimmen und die Flammen und den rauchenden Berg". D. L. Die Bukowinaer Juden scheinen sich um ihre Interessen und um das Ansehen ihres Namens wenig zu kümmern. Vor einiger Zeit erschien in dem Wiener Tagesjournal „Die Zeit" ein Feuilleton voll von unsäglichen Schmähungen der Bukowinaer Juden und die Oefsentlichkeit hat nichts davon erfahren, daß dem Renegatenorgan die gebührende Züchtigung zuteil geworden. Berichtigung. Im Artikel über Eduard S u e ß, s. S. 315 der vorigen Nummer, hat es in der Mitte desselben richtig ,,h u m a i n" anstatt „hnmnia" zu heißen. Anfrage. Wie bekannt, wird die Gebetsordnung an den Feiertagen oft durch den Sabbat alteriert, indem die Pijutim des einen Tages am nächsten und vice. versa gesagt werden, wenn ein Feiertag auf Sabbat fällt. Diese Verschiebung läßt sich meistenteils durch das Ritual erklären. So z. B. die Verschiebung des Pijut .13^321 nn.< vom I. Tag Rosch haschanah auf den 2. wegen des dort erwähnten Schofarblasens, da am Sabbat nicht Schofar geblasen wird. So auch die Verschiebung des vom 1. Sukkotabend auf den 2. wegen der dort erwähnten 22'v nj?2~ss die ani Sabbat nicht gebraucht werden. Unverständlich dagegen ist mir die Verschiebung des Piujt vom 7. Pessachtage auf den 8. und vic6 vers?, wenn der letzte Pessachtag auf Sabbat fällt. Wer von den geehrten Lesern der „Oesterr. Wochenschrift" kann die Ursache dieser Verschiebung angeben? S t o y j, 19. April 1914. Isidor B e r n f e l d. Vergrößerung des Zeilungsbureaus Goldschmiedt. Das seit nahezu 40 Jahren bestehende Zeitungsbureau Hermann Goldschmiedt, welches in eine Gesellschaft m. b. H. umgewandelt wurde, hat, um den Bedürfnissen des Publikums zu entsprechen, seinem Unternehmen eine Sortimentsbuchhandlung angegliedert. Am alten Platze, in der Wollzeile 11, steht nun ein auf das Modernste von der bekannten Geschäftseinrichtungs-Firma Lonker und Lewin, XVI., Fröbelgasse 15, eingerichtetes Ladengeschäft. Die vielen Schaukästen und Fenster enthalten eine reiche Auswahl von Zeitungen,. Zeitschriften,, neu erschienenen Büchern, Reiseführern und Reisekarten, die nur ein kleines Bild von dem großen Lager in- und ausländischer Literatur geben, das sich in dieser Zentrale des Zeitungs- und Buchhandels befindet. Die Firma ist in allen Städten des In- und Auslandes bestens vertreten, wodurch es ihr möglich ist, alle Neuerscheinungen auf dem Buch- und Zeitungsmarkt dem Publikum sofort vorzulegen und zu besorgen.