Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 17 (24.4.1914)
- Date
- 1914-04-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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ff-U- M Dr.. MM WochMchkift. Nr. >7 die Männer, die qn der Spitze des Vereines standen Programm der weiblichen Fürsorge, oder nö'ch heute stehen, persönlich kannte Lzm, kennt und , Da wegen allzu großen Andranges bei der Vor-, hochschätzt und chre edlen Intentionen zu würdigen. Geberatung der Weiblichen Fürsorge die Präsenzliste nicht legenheit hatte. Er wünsche dem Vereme, daß er in vollständig war, sicht sich das vorbereitende Komitee be- Verfolgung dieser Intentionen blühe und gedehie, zum müssigt, ihr Programm, das sie allen Anwesenden über Wohle aller jener, dre seiner Hilfe so sehr bedürfen. Anregung der Frau Baronin Charlotte Königswarter (Großer Beifall.) zusenden sollte, hier der Veröffentlichung zu übergeben. Nun wurde zur Verlesung der eingelangten Be- Wien, April 1914. grüßungell undGlückwünsche geschritten. Solche waren Wir gestatten uns. Ihnen in Ausführung des Neunter anderen eingelangt: vom Präsidenten der Kultusschlusses der Beratung vom 3. April, bei der 178 Pergeyteiude Dr. Alfred Stern, vom Vizepräsidenten Dr. sönlichkeiten anwesend waren, das von uns für die Gustav Kohn, vom Präsidenten der Chewra-Kadischa „Weibliche.Fürsorge" geschaffene Programm zur Begut- Salo Cohn, von dem Humanitätsverein „Wien" und achtung vorzulegen, und werden dankbar sein, wenn Sie „Eintracht" der B'nai B'rith, von den Reichsratsabgeals unsere zukünftigen Mitarbeiter durch Ihre bewährten ordneten Hofrat Kur and a und Dr. Ofner, von Herrn Ratschläge dasselbe ergänzen und erweitern wollten. Max Rttter v. Gutmann, Frau Hofrat Sigmund- Die „Weibliche Fürsorge" bezweckt: Tau ssig, Richard Wiener u. m. a. . ' 1, Durch Zusammenschluß von Verbänden, Ver- Hiernach wurden verschiedentliche Aenderungen der einen und Stiftungen eine H i l f s st e l l e zu schaffen, Statuten, welche hauptsächlich einen weiteren Ausbau der die allen Vereinen zur Verfügung steht und eine rasche Vereinstätigleit bezwecken, zum Beschlüsse erhoben. Unter Vermittlung zwischen den Petenten und Vereinen ernerarrderem wurde auch beschlossen, daß der Verein nunseits, zwischen den einzelnen Vereinen andererseits bildet, mehr den Namen „Baurat Wilhelm Stiaßny-Verein zur die in paralleler Richtung! 'getrennt von einander arbeiten. Unterstützung israelitischer Handwerker und Kleingewerbe- 2. Dies können wio nur durch gemeinsame Arbeit treibender" zu führen habe. Herr Dr. Rudolf Fürth, erzielen. Wir schlagen Ihnen daher die Bildung von der das Referat über die Statutenänderung erstattete, Sektionen vor, zu denen sich die Vereine gleicher Tendenz machte im Anschlüsse an dasselbe die Mitteilung, daß vereinigen sollen. Sie werden gebeten, in die Ihnen zuder Vorstand die Absicht hatte, seine zwei, verdienstvollen sagende Sektion (z. B. Kinder-, Mutter-, Altersschutz, Ar- Mitglieder Dr.' Bela Tau ssig und Gustav Frankl, beiterinnenfürsorge, Bildungswesen rc.) je eine oder zwei welche chre wertvolle Tätigkeit dem Vereine seit dessen Delegierte zu entsenden. Die Sektionen wählen ihren Bestände widmen, zu Ehrenmitgliedern vorzuschlagen, Vorstand selbständig, entwerfen ihr Arbeitsfeld selbstdoch hätten die Genannten mit der Begründung, daß sie bändig, gestalten es aus, ohne die Arbeit der einzelnen nicht über ihre Kollegen im Vorstände erhoben sein Vereine zu beeinflussen/'geschweige denn zu verändern möchten, gebeten, von dieser Auszeichnung abzustehen, oder zu vermehren. Die Geschäftsstelle wird den be- Dr. Bela Taufsig dankte für die ihm zugedachte treffenden Sektionen die geeigneten Fälle überweisen; Ehrung und versicherte, daß es , ihm zur aufrichtig^ diese werden sie gemeinsam beraten, bearbeiten un.d^ inneren Befriedigung und Ehre gereiche, als 'Nachfolgers sanieren und ^hierbbn 'der GesHäftsle'iiüng 'Mitteilüstß" größer Männer für die Humanitären Zwecke des Vermachend Jedem angeschloss enen V e r e i n st e h t eine^ tätig zu sein. es frei, die ihm vorliegenden und geeignet Bei der hieraus vorgestommenen Wahl in den Vorscheinenden^ .Fälle an die „Fürsorge" zu stand wurden die ausscheidenden Mitglieder Karl leiten und/hiermit für den Einzelfall die Freund, Dr. RudolfFürLH, Direktor Heinrich G ücks- Mithilfe aäler angeschlossenen Vereine zu tal, Adolf Haag,Ernst Simon, Ignaz Scharmann erreichen; ,.dadurch kann das Uebel von und 'Dr. Bela T a u s s i g wiedergewählt und die Herren Grund au ^saniert, der Fall dauernd der A rkais. Rat Josef Freudenberg, kais. Rat Max m.enpflege, also auch der Hilfeleistung S ch w witz e r und Beinhärd W erber neugewählt. Ihres Vereines en-t z o:g e n werde n. Dem Pe- - Hiermit war die Tagesordnung der Generalversammtenten werden dadurch unnötige, zeitraubende, das Ehrlung erschöpft und der Vorsitzende schloß dieselbe mit gefühl abstumpfende und zum Pro-essionsbettel erziehende nochmaligem Dank an die Erschienenen. Im Anschlüsse Wege, den Vereinen aber vielfach gleichzeitig von voran die Generalversammlung hielt der als Gast anwesende schiedener Seite gepflogene Recherchen und Arbeits- Dr> M. Chael Feith, Stadtrat in Brünn, einen Vorleistungen erspart. Dem Armen bedeutet Zeitersparnis trag über „Die Mission der privaten Wohlfahrtspflege", oft die Rettung vom Untergang, den Vereinen aber die Stadtrat Dr. Feith erwies sich in diesem überaus Möglichkeit, sich intensiver auch der Samm.el- und Proinstruktiven und eine Fülle von Anregungen enthaltenpagandatätigkeit zu widmen, ohne daß die Armenpflege den: Bortrage als ein gediegener Kenner aller auf dem darunter leidet. Gebhete der öffentlichen Wohlfahrtspflege sich ergebenden 3/ Die „Weibliche Fürsorge" eröffnet eine Melde- Probleme: Wir.werden in einer der nächsten Nummern stelle in den von Frl. Röschen Schur, I., Schotunseres Blattes diesen ausgezeichneten Vortrag in seinem tengasse 10. gütig zur Verfügung gestellten Räumen. Wortlaute veröffentlichen. Heute beschränken wir uns 4. Die „Fürsorge" wird als erste Ausgabe betrachten, darauf,/feftzuftellen, daß die zahlreichen Zuhörer, unter durch Propaganda, praktische und theoretische Ausbildung, denen viele genaue-Kenner der Forderungen moderner durch Vorträge einen Stab neuer Recherchentinnen heran- Wohlfahrtspslege ' sich; befanden, wen geistvolleriü Auszubilden, die s'e den einzelnen Vereinen im Bedarfsfall führungen.des Referenten.mit Aufmerksamkeit und Inzur Verfügung stellen wird,'wie unentgeltliche Kräfte teresfe, folgten und dieselben am Schlüsse mit langanzu Schreib- und anderer Arbeit in Zeiten erhöhter Ber- HMeuden Beifallskundgebungen honorierten. Präsident einstätigkeit der einzelnen Verbände. Dr. Tau ss ig entsprach denn auch deüß Wunsche der 5. Hervorragende, im Armenwesen versierte Da'üier?'' Versammlung, als erdem Stadjrat Dr.' Feit'h für und Herren haben sich der „Fürsorge" als'Beiräte zur seinen^ gediegenen Vortrag namens des Vereines und aller Verfügung gestellt. Da die Präsidenten; resp. ^Hräsi- Anwesmlden den'wohlverdienten Dank anssprach. Zu dentinnen derangeschlossenen Vereine gleichfalls dem Ehren 'des Referenten versammelten sich die Anwesenden; Beirät angehören werden, stehen dem einzelnen Verein, und ihre.Damen 'nach' Schluß' der- Versammlung zu gefalls er- Ratz braucht, eine große Anzahl erfahrener Permeinfamem Mahle: im Restaurant Tvnello. : sönlichkeiten zur Seite.