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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-04-10 · 15 (10.4.1914) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
15 (10.4.1914)
Date
1914-04-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 15 Dr. Bkochs Wochenschrift. Seite 347 jjorfhnb der ifrael. Kultuayemriude |Uim Zn hl 210, ex tui4 Wien, 31. März 1914. Euer Ehrwürden! Hochgeehrter Herr Oberrabbiner! Ihr sehr geschätztes Schreiben vom 10. März l. J. und der darin ausgesprochene Entschluß hat den Vorstand der Kultusgemeinde auf das Tiefste bewegt. Er fühlt mit Ihnen die Schwere des Geschickes, das Ihnen einen .Entschluß abringen konnte, der so wenig Ihrer stets bewährten Willenskraft entspricht; in ebensolchem Maße ist er sich aber der Verantwortung gegenüber der Gemeinde “bewußt, die es ihm verbietet, Bande, wenn auch nur äußerlich zu lösen, durch welche Sie, hochverehrter Herr Oberrabbiner, seit nahezu einem halben Jahrhundert mit der Gemeinde auf das innigste verknüpft sind. Her Vorstand hat deshalb in seiner Plenarsitzung vom 29. März d. J. einhellig den 'Beschluß gefaßt, Ihrem Ansuchen um Versetzung in den Ruhestand keine Folge zu geben, indem er Sie gleichzeitig, insolange Sie es wünschen sollten, voll allen Verpflichtungen Ihres Predigeramtes enthebt; es geschieht dies schweren Herzens und mit der Hoffnung, daß es der Gemeinde bei besonderen Anlässen doch noch gegönnt sein wird, sich Ihrer Meisterschaft auch auf diesem Gebiete zu erfreuen; Ihrer kraftvollen, richtunggebenden Tätigkeit in den anderen Zweigen Ihres Amtes kann und will der Vorstand aber auch nicht zeitweise eutraten, und er bittet Sie deshalb, sich dieser Tätigkeit zu widmen, soweit e< in Ihren Kräften steht. ich kann diese Mitteilung nicht schließen, ohne auch persönlich einem aus tiefstem Herzen quellenden Wunsche Ausdruck zu geben, in dem ich mich eins weiß mit dem gesamten Vorstande und der ganzen Gemeinde; daß es 1 h n e n u n d u n s b e schi e den sei n m ö g e. Sie, hochverehrter Herr Oberrabbiner, in nicht allzu ferner Zeit in wiedererlangter Kraft und Frische Ihres hehren Amtes walten zu sehen. . In ausgezeichneter Sekretär: Dr. Emil Adler m. Hochachtung ergebenst Der Präsident: Dr. Alfred Stern in. p. 1'. Wien, 3. April 1911. Hochgeehrter Herr Präsident! Die Entscheidung, die der geehrte Vorstand über mein Pensionsgesuch gefällt hat, ist in höchstem Grade ehrenvoll für mich und bildet einen Lichtstrahl in meiner Trauer. Die Ehrung wird noch erhöht durch die Einhelligkeit der Entscheidung und durch die warme und anerkennende Sprache der an mich ddo. 31. März 1. J. gerichteten Zuschrift. Es tlriing 1 mich, nicht bloß dem Vorstande in seiner Gesamtheit. sondern jedem einzelnen Mitgliede desselben für das bezeigte Wohlwollen zu danken, und ich darf w<ml, cm diesen Zweck zu erreichen, nicht vergebens die Bitte stellen, diese Zuschrift in einer Sitzung des Gesamtvorstandes zur Verlesung zu bringen. Ganz besonders aber fühle ich mich Ihnen gegenüber, hochgeehrter Herr Präsident, zu tiefstem Danke verpflichtet für das außerordentliche Wohlwollen, das Sie mir immer bewiesen haben und auch in dieser Zuschrift bekunden. Einer derartigen, aus tiefstem Herzen quel'endeu Ehrung seitens des Gemeinde Vorstandes können sich gewiß nur wenige Rabbiner rühmen. Für mich ist sie ein verklärender Abendsonnenschein und der höchste Lohn, den nichts überbieten, ja dem nichts gleichkommen kann. Ich nehme dankbar davon Kenntnis, daß Sie mich vom Predigen entbinden. Gleichwohl werde ich, sollten Stimmung und Kraft es zulassen, nicht z.iriickstehen, gelegentlich an die Gemeinde das Wort richten. Jedenfalls bin ich bestrebt, .der Gemeinde, so lange es mir vergönnt sein wird, innerhalb des umfangreichen Rahmens meines rabbinischen Berufes nach Kräfte p zu dienen. Mit außerordentlicher Dankbarkeit in Hochachtung Ihr ergebenster Dr. G ü d e m a n n m. p. Aus dem „Jüdischen Museum", II., Malzgasse 16. Dem „Jüdischen Museum" sind in letzter Zeit folgende Spenden zuteil geworden: A. Gemälde, Zeichnungen Stiche Porträts re. S z e n e 'n n s Samuel III., 8. Waldau lith. Gescheut des Herrn Hofrates Pros. Dr. A. Politzer, Präsident des „Jüdischen Museums". Die Institutionen der Wiener Kultusgem e i n d e. Lichtdruck von Prof. F. T e w e l e. Geschenk des Herrn Dr. I. S ch w a r z m a n n, Wien. Ignaz Brüll. Phot, nach dem Oelgemälde von Lenbach. Geschenk der Witwe Frau Ignaz Brüll. Rabbiner L a z a r H o r w i tz. Handzeichnung. Geschenk des Herrn S. Horwitz, Wien. Ludwig W e i s h u t. Phot. Porträt. Geschenk der Witwe, Frau H e r m i n e Weishut, Wien. R o h l i n g's Flucht. Karikatur zum Bloch-Rohling- Prozeß von I. Graetz. Geschenk des Herrn Dr. Josef S. B l o ch, Wien. Die A l t - N e u - S y n a g o g e in Prag. Färb. Reproduktion nach dem Aquarell von I. M a n e s. Geschenk des Herrn Dr. Sigmund Stiaßny, Kurator des „Jüd. Museums". I». Objekte in Metall Holz Stein re. M o h e l z e u g. Silber. Geschenk des Herrn Direktors A n t o n 2 t e i n, Wien. G ü r t e l für den Kittel. Messing. Beginn des 19. Jahrhunderts. Geschenk des Herrn Klein, Wien. Chan ukahlampe. Messing. Beginn des 19. Jahrhunderts. Geschenk der Frau Anna Fromme r, Wien. Gürtelspange. Silber. 17. Jahrhundert. Geschenk des Herrn Bankdirektors Ernst Lemberger, Kurator des „Jüdischen Museums". Ch renpokal des Sberkantors Joses Goldstein. Silber. Geschenk des Herrn Kultusvorstandes Karl Lemberger, Wien. 2 hebräisch e Grab st eine aus dem 14. Jahrhundert. Geschenk Seiner Durchlaucht des regierenden Fürsten Johann von und zu Liechtenst e i n. f'. Objekte der Textilkunst u. dergl S e d e r - H a n d t u ch. Leinen mit Seidenstickereien. 18. Jahrhundert. Geschenk des Herrn Nathan Klein in Wall.-Meseritsch durch Herrn Rabbiner Dr. S. M a u d l, Konservator des „Jüdischen Museums" in Neutitschein. „B r ü st l" lBrustlatz). Applikation von Goldposamentrie aus Seide. 17. Jahrhundert. Geschenk des Herrn Dr. Sigmund S t i a ß n y. Wien. Sederdecke. Goldstickerei aus blauem Taft. Cnde des 18. Jahrhunderts. Geschenk des Herrn Dr. Jsae R o b i n s o h n, Wien. I>> Mniinsk rpte, alte Drucke. Falstmile re B e s ch n e i d u n g s- und G e b u r t s z e u g n i s aus dem Jahre 1815. Geschenk des Herrn Direktors Anton S t e i n, Wien. Samuel Sppe u h e i m e r: Facti Spezi e s. Hs 17. Jh. Geschenk des Herrn Dr. I. Schwarz, Kurator des „Jüdischen Museums". Gesuch der Janowitzer Juden gemeinde um Aufnahme des fremden Familianten Abraham Sichre. Hs. aus dem Jahre 1822. Geschenk des Borigen. Antwort aus obiges Gesuch. K et Hub ah. Pergament. Hs. aus dem Jahre 5615. Geschenk des Herrn Lehrers Adolf Fried, Wien. K. k. mährisch-jüdische Verzehrungsaufschlagsb o l 1 e t e für Koscherwein aus dem Jahre 1835. Geschenk des Herrn Julius Sonnenschein, Wien. Brief des Predigers Dr. Adolf Jellinek an seinen Vater. Dat. Karlsbad, 1. August 1852. Geschenk des Herrn Dr. I o s e f S. Bloch, Wien. 4 Briefe der Familie Frankl (Ung.-Brod) von 1832 bis 1848. Geschenk des Herrn Jakob Frankl, Wien. H a g a d a h. Amsterdamer Druck. 5543. Geschenk des Herrn S. Weiß, Wien. Größere Anzahl von Faksimile von Hs. aus Geschichte der Juden in Wien Bezug nehmend. Geschenk des Herrn Dr. I. Schwarz, Wien.

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