Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 9 (27.2.1914)
- Date
- 1914-02-27
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 142 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 9 Goldwater ist nicht nur als medizinischer Fachmann, sondern auch als Organisator eine hervorragende Kraft, was schon daraus hervorgeht, daß als Ersatz für seine Tätigkeit im Mount Sinai-Hospital, in welchem im vergangenen Jahre 5326 Patienten in Behandlung und Pflege standen, zwei Kräfte, und zwar eine für die medizinische und eine für die kaufmännisch-organisatorische Tätigkeit bestellt werden mußten. Bei dieser Gelegenheit wird es interessieren, zu erfahren, daß die Auslagen des erwähnten jüdischen Spitales im Jahre 1913 nicht weniger als 469.892 Dollar, d. h. also über 2,300.000 Kronen, betrügen. Vermischtes. Sammlung zu Gunsten der Familie Beilis (3. Liste). Lei der Israelitischen Allianz zu Wien sind bis zum 24. Februar 1914 folgende Spenden eingegangen: Gebrüder Eutmann in Wien 1000 Kronen, Dr. Alfred Stern, Präsident der Jsraeliti'chen Kultusgemeinde in Wien, 200? Kronen/ Viktor von E p h r u s s i 100 Kronen, Ernst Hirsch 100 Kronen, Dr. Paul Hammerschlag 50 Kronen, Johann Kremenetzki 30 Kronen, nebst den bereits in den früheren Listen ausgewiesenen Beträgen zusammen 10.305.— Kronen. — Weitere Spenden werden im Bureau der Israelitischen Allianz zu Wien, II., Untere Donaustratze 33, täglich zwischen 9—1 Uhr vormittags, (außer Samstag) oder durch die Postsparkassa (Scheckkonto Nr. 8153/ dankend in Empfang genommen und einzeln bestätigt. Chcwra Kadischa Wien I. Das alljährliche Requiem für die im abgelaufenen Jahre verstorbenen Mitglieder der Cheivra Kadischa findet diesmal am M i t t w o ch, den 4. März 1914, u m 7 Uh r abends im Stadttempel, I., Seitenftettengafse, statt. Wien. (Chcwra Kadischa Fünfhaus.) Der Vorstand der Chewra Kadischa Fünshaus veranstaltet wie alljährlich — am Vorabende des 7. Adar, d. i. Mittwoch, den 4. März l. I., 6 Uhr abends, im Tempel XV. Turnergassc eine Traucrandacht für seine verstorbenen Mitglieder. Es sind hiezu sämtliche Vcreinsmitglieder sowie Angehörige der Verstorbenen, Kultusvorsteher, Bet- Haus- und Vereinsvorstände höflichst eingeladen. Chewra Kadischa Fünfhaus. Aus Anlaß des 50jährigen Pereinsjubiläuins findet in S t r a s s e r s Saallokalitäten, Eingang Sechshauserstraße 56, am 4. März, 7 Uhr abends, eine C h c w r a - Sude statt. Requiem. Der Verein für Krankenpflege und Unterstützung Handlungsangehöriger Israeliten veranstaltet Donnerstag, den 5. März er., 7 Uhr abends, im Stadt- Tempel für die verstorbenen Vereinsmitglieder eine Gedächtnisfeier. Um halb 8 Uhr abends findet im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, 3. Stock, die Generalversammlung des Vereines statt. Wien. („Marpe Lanefesch", II. Glockeng. 4.) Anläßlich der siebenten Adar findet Donnerstag, den 5. März, abends um 5 Uhr, eine Trauerrede statt für die im Laufe des Jahres verstorbenen Mitglieder. Wien. Der Beihausvorstand Adaß Jeschurun, IX., Pfluggasse 5, hat in seiner am 12. Feber d. I. stattgehabten konstituierenden Vorstandssitzung die Herren Dr. Siegfried Halb er st am zum Obmann, Dr. Ludwig Hofbauer zum Obmann-Stellvertreter, Mar Pappe n h e i m zum Schriftführer, Siegmund W i n d h o l z zum Kasseverwalter, Isidor Rosen zum Kontrollor und Mar Husserl und Isidor Gold schm ie dt. zu Vethausvorstehern nrit Stimmeneinhellitzkeit gewählt. Wien. Anmeldungen für das „Ferienheim" und das „Oesterreichische Seehospiz" finden ab 1. März d. I. nicht wie bisher IX., Türkenstraße 17, sondern VIII-, Josefgasse 12, im Lehrerhausverein an jedem Monfag und Freitag von 4—6 und an jedem Mittwoch von 6—8 statt. Hiezu haben sich Vater, Mutier oder Vormund des anzumeldenden Kindes mit dem Kinde und möglichst unter Mitbringung eines Armutszeugnisses einzufinden. Auch Auskünfte werden an den angeführten Tagen und Stunden VIII., Josefsgasse 12, erteilt, dagegen sind schriftliche Anfragen und Gesuche nach wie vor an das Bureau, IX., Türkenstraße 17, für Ferienheim, und IX., Porzellangasse 4, für Seehospiz zu richten. Vereins-Jubiläum. Still und lautlos wie der Verein zur Errichtung von Volksküchen nach israelitischem Ritus seine segensreiche Tätigkeit ausübt, feiert er sein 40jähriges Jubiläum. Seit seinem Bestände hat er Quantität und Qualität der Portionen nicht vermindert und trotz der enormen Steigerung aller Lebensmittel die Preise für die Portionen nicht erhöht. Diese enorm wichtige Institution, die bescheiden bisher noch niemals an die Oeffentlichkeit getreten ist und, emsig ihres mühevollen Amtes wallend, in all den langen Jahren den an sie gestellten Anforderungen in vollstem Maße gerecht wurde, ist eine Zufluchtsstätte der Aermsten der Armen und jener, die einst bessere Tage gesehen Haben; kein Hilfsbedürftiger ohne Unterschied der Konfession verläßt unbeschenkt die Lokale des Vereines. Neu gestärkt und getröstet, nach kurzer Rast müssen die Armen wieder hinaus in Frost und Kälte, in den Kampf ums Brot. Mit stolzer Befriedigung kann diese vielseitige Institution aus ihre Leistungen zurückblicken. Möge sie anläßlich ihres Jubiläums neue Freunde und Gönner finden zur tatkräftigen Unterstützung ihres humanen Wirkens. Wien. (Tempelbauv erein des VIII. B ezirks der Stadt Wien.) Im Nachhange über die Generalversammlung dieses Vereines erwähnen wir, daß ein Vereinsmitglied den Antrag stellte, die Generalversammlung möge eine Resolution bezüglich der Altersversorgung der Vereinsrabbiner annehmen, in gleichem Sinne, wie sie der Tempelverein für Mariahilf-Neubau bereits beschlossen hat. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen und der Ausschuß ersucht, diese Resolution dem Kultusvorstande zu unterbreiten. Verein zur Hebung der Gewerbe in Wien. Sonntag, den 1. März 1914, präzise 7 Uhr abends, findet im Festsaale des Nieder-Oesterr. Gewerbe-Vereines, I. Eschenbachgasse 11, ein Vortragsabend mit Lichtbildern statt. Thema: „Wiener Spaziergänge." Autochromaufnahmen von verschiedenen Wiener Typen und Straßenbildern vom k. k. Kommerzialrat Herrn Alfred Mayer, Text von Edm. Skurawy, am Vortragstisch Herr Carl S ch m i d h u b e r. Wien. (Verein jüdischer H o ch s ch ü l e r, „Mensa academica Judaica", IX. Liechtensteinstraße 23.) Der Vortragszyklus der Mensa wird am 3. März, V»8 Uhr abends, durch einen Vortrag ihres Kuratoriumsmitgliedes Herrn Schriftsteller Dr. Adolf K a p r a l i k unter dem Titel „Gibt es in Europa Arier?" eröffnet. Gäste willkommen! Wien. (Lese- und Redehalle Jüdischer Hochschüler in Wien.) Die Ausschuhwahlen für das lausende Sommersemester ergaben folgendes Resultat: Präses: cand. chein. Akiwa Büch n e r. Vizepräses: ing. Fritz E i n s b e r g. Erster Schriftführer: cand. jur. David Lecker., Zweiter Schriftführer: med. Josef Weidenseld. Kassier: cand. jur. Erwin Samstag. Bibliothekar: med. Markus Lande. Haus- und Zeitujngsverweser: cand. jur. Otto I.. W e r t h e i m e r.