Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 8 (20.2.1914)
- Date
- 1914-02-20
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 126 £)t. Blochs Wochenschrift. Nr. 8 Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration Konfirmanden-Unterricht. Der Vorstand bringt zur Kenntnis, daß der alljährlich in den Gemeindetempeln stattfindenden Konfirmation der israelitischen Mädchen ein Konfirmanden-Unterricht vorausgeht. Die Teilnahme an diesem Unterrichte steht solchen Mädchen frei, welche das 14. Lebensjahr bereits erreicht haben oder dasselbe bis September 1914 erreichen. Die P. T. Ellern oder Vormünder werden demgemäß eingcladen, ihre Töchter, bezw. Mündel zu veranlassen, sich bei ihrem Religionslehrer wegen Teilnahme am Konfirmanden-Unterrichte zu nielden. Mädchen, die leinen öffentlichen Unterricht genießen und über Wunsch der Eltern oder Vormünder konfirmiert werden sollen, sind im Sekretariate der israel. Kultusgemeinde (Abteilung für Schulangelegenheiten) bis spätestens 10. März d. I. anzumelden. Der Unterricht ist unentgeltlich. Wien, im Februar 1914.' Der Vorstand der israelitischen Kuliusgemeinde Wien. Ignaz und Rosalie Wolf Kranken-Unterstützungs- Stiftung, Anzahl der Platze: Unbestimmt im Betrage von zusammen IC 200/ -, jedoch nicht unter K 50.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, hilfsbedürftige Kranke der israel. Kultusgemende Wien. Bevorzugt sind: Unter gleichen Verhältnissen jene Bewerber, welche ihre Verwandtschaft mit den Stiftern nachzuweisen vermögen. Verleihungstag: 28. April 1914. (2. Jjar). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Krankhritszeugnis, gegebenenfalls Verwandtschaftsnachweis durch legale Dokumente: Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1914. EinreichsteUe: I., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll.) Josef und Cäcilie Adler-Stiftung für Wohnungsmietebeiträge. Anzahl der Plätze: Unbestimmt in Beträgen von IC 40.,—. bis K 60.—, zusammen IC 240.—. Bewerbungsberechtigt finit: Arme Personen israel. Religion. Boorzugt sind: Arme Verwandte der Stifterin, Frau Cäcilie Adler, Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, sowie dem Lehrfache ungehörige Personen. Verleihungstag: 28. April 1914. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, bei Witwen Bestätigung über den Tod des Gatten. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1914. EinreichsteUe: I., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll.) Jakob Löwy’sche für den israelitischen Tempel in der Inneren Stadt in Wien. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 50.—, je für ein halbes Jahr. Bewerbungsberechtigt sind: Arme israel. Männer, welche sich über ihre .Armut und einen religiös-sittlichen Lebenswandel auszuweisen vermögen und die Verpflichtung übernehmen, das ganze Jahr hindurch an jedem Wochentage morgens und abends zur bestimmten Stunde dem Gottesdienste im israel. Tempel in der Inneren Stadt in Wien vom Anfänge bis zum Ende beizuwohnen, sowie am Sterbegedächtnistage des Stifters, Jakob Löwy, das ist jeweils am 1. Jjar und an jenem seiner Gattin Babette Löwy, das ist jeweils am 12. Schebat, das Kadifchgebet zu verrichten. Bevorzugt find: Verwandte des am 7. Mai 1664 zu Wien verstorbenen Stifters, wobei unter mehreren konkurrierenden Verwandten die Nähe des Grades, die. größere Bedürftigkeit und schließlich das höhere Alter den Ausschlag geben lösten. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Bestätigung des Rabbinates über den religiösen sittlichen Lebenswandel des Bewerbers eventuell Nachweis der Verwandtschaft mit dem Stifter. Letzter Tag der Gnreichungssrist: 28. Feber 1914. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll.) Milde Stiftung des Herrn Cohen da Silva für Handwerker. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von IC 800.—. Bewerbungsberechtigt sind: Junge israelitische Handwerker, welche sich als Meister zu etablieren im Begriffe stehen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatschein, Armutszeugnis Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatschein, Armutszeugnis, Nachweise über die Lehr- und Gesellenzeit (Lehrbrief, Arbeitsbuch, Zeugnisse cr.) Auszahlung des Betrages: Mach stattgefundener Niederlassung als Meister. \ Letzter Tag der Einreichungsfrist: 26. Februar 1914. Einreichste le: I., Seitenstettengässe 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll.) Nanette Edle von Wertheimstein’sc he Ausstattungs- Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 240.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme israelitische Mädchen, zunächst aus der Verwandtschaft der Frau Nanette Edlen von Wertheimstein, bei deren Abgang aus der Verwandtschaft des Stifters, Herrn Sigmund Edlen von Wertheimstein, sowie endlich in Ermanglung auch solcher, arme israelitische Mädchen aus der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Verleihungstag: 27. April 1914. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sittenzeugnis, gegebenenfalls Verwandtschaftsnachweis durch legale Dokumente. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1914. Einreichsteste: I., Seitenstettengässe 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll.) Albert Baum’sche Stiftung für Handwerker. Anzahl der Plätze: Vierzehn, im Betrage von je K 200,—. Bewerbungsberechtigt sind: Junge Leute (Lehrlinge oder Gehilfen) jüdischer Religion, die sich dem Handwerke widmen (Meister ausgeschlossen). Bevorzugt sind: Die Söhne des Simon Baum, Bruders des Stifters,' dieselben haben statt 200 Kronen 600 Kronen zu erhalten. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis und Nachweis darüber, daß der Bewerber sich dem Handwerke widmet. (Lehrbrief, Arbeitsbuch, Zeugnisse, Lehrlingsaufnahmebestätigung cr.) Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1914. . Einreichsteste: I., Seitenstettengässe 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll.) Ignaz Theumann’sche Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von IC 1000.—. Bewerbungsberechtigt sind: Die nächsten armen määnlichen, dem mosaischen Glauben ungehörigen Verwandten des am 22. Oktober 1866 verstorbenen Stifters, Herrn Ignaz Theumann, welche nachzuweisen in der Lage sind, daß sie die Mittel dieser Stiftung zur Errichtung eines Gewerbes oder Geschäftes oder zur Erlangung des Doktorgrades benötigen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein,Armutszeugnis, ,Verwandtschaftsnachweis, Berufsbeziehuntgsweise Studienausweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1914. Einreichstelle: I., Seitenstettengässe 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll.) Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Eitel Goldschmidt Fromme Stiftung für Handwerker. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 200..—. Bewerbungsberechtigt sind: Israelitische Meister, welche sich selbständig niederlassen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatschrin, Armutszeugnis, aNchweise über die vollbrachte Lehr- und Gesellenzeit (Lehrbrief, Arbeitsbuch, Zeugnisse cr.), sowie über die Berechtigung, sich als Meister selbständig niederzulassen. Auszahlung des Betrages: Nach stattgefundener Niederlassung als Meister. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1914. Klara Krasnopolsky Gebet- und Wohltätigkeits- Stiftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, im Betrage von zusammen IC 108.i—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme Israeliten, in erster Linie Verwandle der Stifterin. Verleihungstag: 1. Mai 1914. (5. Jjar). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschastsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsftist: 28. Februar 1914. EinreichsteUe: I., Seitenstettengässe 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll.)