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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-02-13 · 7 (13.2.1914) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
7 (13.2.1914)
Date
1914-02-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 7 Dr. Blocks Wochenschrift. Sritc 105 mü'ter in den westlichen Bezirken erregt, die Nachfolge nach Dr. Grunwald, erörtert und fand in einer einstimmig gefaßten Resolution Ausdruck. Herrn Rabbiner Tag licht zum Rabbiner der Bezirke XII XV zu befürworten. Vor den Wahlen daMe Herr kais. Rat Beer unter dem allgemeinen Beifall der Anwesenden und unter Erheben von den Sitzen dem Obmanne Herrn D oktori Kronberger für die unentwegte und zielbewußte Führung. Dieser wiederum dankte herzlichst den Kollegen im Vorstand, wo volle Harmonie und Begeisterung die Quelle aller Taten sei, dann insbesondere den Tempels- Verwesern Kuner, Goldner und Huppert wie Frau B i r m a n n. Die Wahlen ergaben die Wiederwahl der al-ten Herren und die Neuwahl der Herren kais. Rat Beer, Buchmacher Karl Edelstein, Direktor Feldbauer und Juwelier Steinberger als Vorsteher- Sjlellvertreter und des Herrn Arnold Fischer als Revisor. H- Die 40. Generalversammlung des israelitischen Tempelvereines Wieden Margarethen. des israelitischen Tempel der eines Wieden-Margaretben in Wien fand Sonntag den 8. Februar d. F. im Sitznngsfaale -des Vereines 5. Bez- Siebenbrnnnengasse 1a in besonders festlicher Weite in Anwesenheit zab!reicher Mitglieder und Gäste gleichzeitig als -Uljährige Fnbilänmsfejer des Vereines statt. Unter den Anwesenden sab inan: Elirw. Rabb. Pros. H. Reich-, die Herren: Direktor Dr. S. Krenberger und Goldner für den Teinpelverein V\ Bez.' Fakad S- Straßberg für die Bezirksko'nnnission des st. Bez.: Schidrowib für den Teinpelverein 10. Bez.: I. Rnßbanm und S. Schwarz für den Bethansberein 1. Bez.: Simon Spider für den Krankenverein V Bez- und Fr an Karoline Hofinann tür den isral. Frauenverein -l. und st- Bezirk. Von der Knltnsgeineinde war kein Delegierter des Vorstandes wegen der gleichzeitig dort ftattgefundenen Plenarsitzung erschienen, dagegen ein herzliches Begrüßungstelegraniin vom Präsidenten Dr. Alfred Stern namens des Vorstandes und ein Gratulationsichreiben vom Vorstände des Tempelvereines Mariahil'-Nenbau. Obmann Hofmann e.röffnete die Vertaniinlun-g in-it einem Rückblicke auf die abgelanfenen -10 Vereins-Fähre, seit deren Beginne er selbst u. das Vorstandsmitglied Herr Israel Braun, noch derzeit aktive Mitglieder des Vereines, also ebenfalls Iubilare des Vereines sind. Redner schildere den Werdegang des Vereines von dem Beginn in einer kleinen Betstnbe, bis zur Erbauung und Vollendung des monninentalen Kaiser Franz Fosef Regierung» Fnbilänms-Tenipels. dessen Einweihung in Anwesenheit des k. k. Statthalters als Vertreter des Kaisers im Fahre 1910 stattiand. Redner brachte um Schlüsse ein Hoch auf den Monarchen ans, in welches die Versammlung begeistert miteinstimmte. Der vom Schriftführer Franz Frankl verlestne Fahresberkcht widmet einen warmen Nachruf den Verstorbenen des abgelanfenen Fahres, Rabb. Dr- Adolf Schmidt, Tempelvereinspräses Hermann Beck des 8. Bez., Großindustriellen Adolf Löwy. Stifter des Tempels und den versto rb e n eu Ve r ei ns in i t g l i e d er n. An besonderen Spenden erhielt der Verein: .St 1000— von den Familien Hacker-Ascher anläßlich der Trauung ihrer Kinder, K. nOO.-- von Herrn Wilhelm Ritter v. Gntinann anläßlich des abgehaltenen Regniems rrach Herrn David Ritter von Gntmann lind K. 150.— von Herrn Fnlins Kleiil anläßlich des Ablebens seiner Gattin Frau Adele Klein sel. And. An Votivipenden: Zwei kunstvoll gearbeitete Straßenlaternen fiir d:e Aiißenbeleuchtnng des Tempels, von Herrn und Frau Deiider Wollner. Das nötige Holz zur Errichtung einer Sukkw welche nach den kostelllos gelieferten Plänen des Pereinsmitgliedes Herrn Architekten Siegfried Lölvp im Tempelhote erbaut wurde, spendete Herr Josef Fabry, Chef der Firma D. Bloch. Ferner eine Rahmenverschallung für die Chorgallerie von Hermann Weiß: die Knnstverglainng hiezu ein (öeichenk des Herrn Hermann Denes. Herr Vorsteher Fakod Herlinger ipeildete 2 wertvolle Rnndsesscl, Herr David Gei ringer eine Schnlchaik-Decke. fiir welche die Konfirmandinnen Steffi Lölvy und State Weiß die Goldstickerei besorgten. Der Vorlesung des Jahresberichtes folgte die Festrede tes Vereins-Rabbiners Prof. H. Reich, welcher das Verhältnis der Tempelvereine als- Kind zur Mutter, der .srultusgemeinde, erlälitert. Redner feuert dann in beredten Worten die Verdienste des Vereins-Dbmannes Herrn Adolf Hofnlann' der es durch die langen Fahre seiner Fübrnng verstandden Frieden im Vereine stets zu lvahren und dessen Fnteressen und All'eben zu fördern. Es sprachen die Herren S. Straßberg, Dir. Dr. S. Krenberger, Mar Spitzer. S. Krauß, Schidrowitz, Steinhardch Sodann wurde eine von Herrn Mar Spitzer verlesene und von ihm begründete Resolution an die Kultusgemeinde von der Versammlung einstimmig beschlossen. Diese Reststutiolr lautet: Resolution: a. In Erwägung, daß die Funktionäre der Tempelvereine die gleichen Funktionen ausüben, wie die Funktionäre der Kultustempel; die Tempeloereine aber mit der Erhaltung des regelmäßigen Gottesdienstes in ihren Bezirken eine Verpflichtung der Rultusgemeinde gleichsam im übertragenen Wirkungskreise erfüllen, erachtet es die Versammlung für die Pflicht der Rultusgemeinde. für die Pensionsansprüche dieser Funktionäre in gleicher Werse vorzusorgen, wie für die Funktionäre ihrer Gemeindetempel, da die beschränkten Mittel der Vereine eine Pensions- oder Alters- Versorgung nicht zulassen. i b. Aus den gleichen, eingang erwähnten Gründen beschließt die Generalversammlung an die Kultusgemeinde die Bitte zu ^richten: es mögen zu Klafsenbegräbnissen in den Sprengeln der Tempelvereine stets die Funktionäre des betreffenden Vereinstempels herangezogen werden, da diese in den meisten Füllen den Verstorbenen bekannt, oder doch über seine Charaktereigenschaften genauer informiert sind, als die fernstehenden Funktionäre der Kultustempel; überdies aber bilden die Funktionsgedühren eine ersehnte und vollberechtigte ,Verbesserung der, in der Regel bescheidenen firen Bezüge der Ve rein Stempel funk t i o n ä r e, auf welche diese gewiß d erechtigtere Ansprüche haben, als die fernstehenden, besser besoldeten Funktionäre der Kultusgemeinde. Die Generalversammlung beschließt: diese Resolution unverzüglich an den Vorstand der israel. Kultusgemeinde zu leiten, eine Abschrift davon der Bezirkskommission für den vierten, fünften und zehnten Berzirk behufs eindringlicher Befürwortung zu übersenden, und die baldmöglichste Erreichung der erbetenen Angelegenheiten anzustreben. Svdann umrN.' zur Wahl neutritten; ms gewählt erscheinen die Herren: Josef B e rg e r. Dt. Ernst F r i edjung. Joachim Gukt mann. Rudolf Lichtenstein und Friedrich Wiener. Legate des Präsidenten Karl von Morawitz Der vor kurzem verstorbene Präsident der Anglvösterreichischen Bank Karl Ritter von Morawitz hat in seinem Testament eine Reihe von Verfügungen zugunsten wohltätiger Zwecke getroffen. Zunächst wird ein Betrag von 2.~>0,u00 ,S{. der Israelitischen .Srultusgemeinde in Wien zur Errichtung einer Stiftung gewidmet. Das Stiftnngsvermögen soll dazu dienen, uw aus den Erträgnissen bedürftige und nnterstütznngswürdige Personen indischen Glaubens, insbesondere ans dem .sranönaiiiis-.

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