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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-12-26 · 52 (26.12.1913) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
52 (26.12.1913)
Date
1913-12-26
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 52 Br. Brach« Wochenschrift. «ett»S« ,ru Wie«. Der Verband der israelitischen Religionslehreanden österreichischen Mittelschen hält Montag den 29. Der zember 1913, vormittags 10 Uhr, , im Sitzungssaale, Wien, I., Seitenstettengaffe 2—5, einen Verbandstag ab mit folgender Tagesordnung: 1. Bericht des Obmannes über die abgelaufene Funktionsperiode. 2. Bericht des Kassiers und der Kaffarevisoren. 3. Wahl des Obmannes und des Schriftführers. 4. Wahl der übrigen Ausschutzmitglieder und der Revisoren. 5. Vortrag des Herrn Professors Dr. L. Goldhammer (Wien): „Die Ethik im jüdischer Religionsunterrichte". 6. Standesfragen und eventuelle Anträge. Wien. (Trauung) Sonntag den 28. Dezember 1913 um 3 Uhr nachmittags findet im Tempel XVI., Hubergaffe Nr. 8 die Trauung des Fräulein Niunia Heller, Tochter des Herrn Kantor Leo H e l l e r mit Herrn Dr. Georg Daniel statt. Wiener Jnbilärrrns Frauenverein zur Bekleidung «nd Unterstützung armer alter Frauen Wien, II., Fischergaff-. Wie seit mehreren Jahren wird auch heuer von dem Wiener JubilanmS-Frauen.B-reine zur Bekleidung und Unterstützung armer alter Frauen am 31. Dezember d. I. eine große Silvesterfeier- Akademie mit Tanz in den Mustkoereinssälen veranstaltet. N bst dnn Wiener Tonkünstlerorchester urter Leitung des Musikdirektors Herrn Toni Konratb wi'k n mit: Mizzi Zw-renz, M lla Ma'S, B ktoria Pob'-Meistr, Klara Paroli, Tr. Adolf Brecher, Joief König, Brla Laszky. Richard Waldemar und Fritz Werner. Anfang präzise 9 Uhr. Krrten sind erhält! ch an der Tagee- und Abndkaffa d s Vereines der Musikfreunde, I.. G selagaff- 12, bei Karl Kehlendorfer, I., Krugerstraße 3. Frau Dr. Adele B i x. II., Komödiengaffe 6 und bei sämtlichen Vorstandsdcmen. Näheres Plakate. Der rächste Jour des Vereines findet am 25. d. M. und zwar wegen d^S FnertageS 'im Festsaale deS Hotels Continental II., Taborstraße 6, statt und hat nebst anderen hervorragenden Kunstkräften die Violinvirtuofin Fräulein Desy Kennedy ihre frenrdliche Mitwirkung zugesagt. Wien. (Tempelvorsteher I. M. Belf.) Nach längerem Leiden v^lch ed am vorigen © nntag der bestbekannte Buckhä. dler HerrJ.,M. ,B e ls, ipr Wer apn.66 Jahsen und fan$ die Beerdigung am D'i'enStag unter'höchst' ^dhlreicherBeteiligung vom Bekdanse deS Vereines „Beth Israel" in der LeopoldSgaffe aus statt, deff-n Vorstands-Mitglied der Verblichene volle 36 Jahre in Ehren und voll Pflichteifer war Daselbü und in der Zeremonienhalle würdigte Ehrwürden Herr Rabbiner Mayersohn die vielen Vorzüge und Btrdienste des Verewigten in gebührender Weise, ebenso sprach Herr I. I ö l l e s namenS deS Gesamtvorstandes Worte der Ane> kennua. In ergreifender Weise trug Kantor F e u e r die liturgischen Gebete kor. Austritte aus dem Judentum. Vom 14. Dezember bis inklusive 24. Dezember 1913. Bauer Dr. Felix praktischer Arzt, geb. 15. Februar 1880, Wien, IV., Waaggasse 1. Bill Friedrich Jurist, geb. 8. Jänner 1894, Wien, VII., Neustiftg. 71. Birnbaum Budolf Cheuffeur, geb. 25. November 1889, in Stockerau, XIV., Braunhirschengasse 50. Blum Victor Schauspieler, geb. 15. September 1888, in Brünn. Faith Hagarelhe Kontoristin, geb. 31. Jänner 1890 in Kt.lod Ung. IX., Nußörferstraße 68. Finger Dorothea geb. Fischer geb. 5. Juni 1883, Wien, VII,, Scbottenfeldgasse 71. Finger Kurt geb. 4. September 190?, Wien, VII., Sckottenfeldg. 71. Hofier Olga geb. 26. September 1875, Wien. Kaempf Arthur Kaufmann, geb. 31. August 1855, Postok Böhmen, I., Werderthorgasse 12. Koch Rudolf Privatbeamter, geb. 5. Juni 1878, Hohenmarkt, IX., Grundigasse 2. Langfelder Bisa Private, geb. 3. April 1895, Wien, II., Praterst. 21. Lastner Flora Handlungsgehilfe, geb. 31. August 1882, Wien, Olmütz. Sichsl Ottilie Hochschülerin, geb. 15. Juli 1883, Wien, VI., Wallg. In. Sohlegl Irma Bankbeamtin, geb. 2. Jänner 1887. in Wr.-Neustadt IX., D’Orseygasse 1. Schroheim Bruno Privatbeam'er, 18. Februar 1880, Wien, VI.r Esterbazigasse 22. Tlntner Erwin geh. 28. Dezember 1855, Maler, Prag. kgl. Weinberge VI . Köstlergassf* 6 Wolf Paula Private, geb. 31. Mai 1880, Wien, Exnergasse 9. - Baden. Der- Eröffnüngsvorlrag des neuzegrundeten jE Literakurvereines „Maimonides"^ den Sr. Ehrro. Herr Rabbiner W. Reich hielt, nahm in jeder' Hinsicht einen glänzenden Verlauf. Alle Kreise der hiesigen jüdischen Bevölkerung unkr zahlreiche Damen aus der Gesell-; schuft mären erschienen, erfreulicherweise auch Gäste aus Vöslau. Besonders genannt se'.en Hultuspräsident Direktor Moriz Lettner an der Spitze des in jeder Hinsicht die Vereinsinteressen fordernden Kultusvorstandes, ferner Oberstabsarzt Dr. Fischer, Dr. Alfred Berger» Professor David Hohn, Frau Rabbiner Reich, Dr. 1traus und Gemahlin, Dr. Julius Eisler und Frau David Daniel. Mit gespannter Aufmerksamkeit und . reichlichem Beifall folgte alles den geistvollen Ausführungen Rabbiner Reichs. Im Namen des Komitees dankte Dr. Samuel Deutsch dem Vortragenden für seine schöne Leistung, die trotz, des ernsten Themas auch seinem jüdischen Humor Raum bot. Der nächste Vortrag findet am Sonntag den 28. d. M um 6 Uhr im Sitzungssaals der Kultusgemeinde Grabengasse 14 statt. Vortragender Se. Ehrw. Rabb. Dr. D. Feuchtwang. Thema: Ein Gang durch die jüdische Geschichte. Knltnsvorsteher Baruch Koh». Koste!. Am Montag den 15. Derember starb in Wien im Alter von 73 Jahren der Großökonom Baruch Kohr». Mt »hm ist ein Mann dahingegangen, desftn Name nicht nur in seiner HeimatSgemünde Koste!, um die er sich als langjähriger Kultusvorsteher große Verdienste erworben hatte, sondern auch weit über die Grenzen seines Hrimatsortes hinaus bekannt ist. Als grober und tüchtiger Landwirt wußte er sich durch seine außerordentliche Fachkenntnis» durch die Erfolge. die seinen rastlosen Fleiß krönten und durch sein ehrliches und offenes Wesen die Achtung aller Kreise zu erwerben, mit denen er in Berührun« kam. Nicht minder verdankte er diese Wertschätzung seinem ganzen Charakter. Einfachheit und Herzensgüte gepaart mit tiefer Re- Ug»ost ät waren die Grundzüge seines W-ienS. In »hm lebt noch em Stück jener echten, altjüdifchen heiteren Gutmütigkeit, die je seltener sie wird, um so wohltuender auf die Unge düng wirkt. Im großen und im kleinen übte er seine Woh tä'igkeit. Unzählbar find die Ramtn derer, die bei ihm H lfe suchten und fanden. Und dabei blieb er immitt der einfache, gemütliche Mann, der für jeden Hijfsbedürstigeu ein. , freundliches Trostwort fand, von seiner Güte nie viel Aufhebens wachte und am-liebsten im Sillen Gutes tat Wre beliebt B a ruch Ko hm war. konnte man auch bei seinem Leichendegängniffe sehen, dach ain 17. d. M. in Wien stattfand. Aus weiter Ferne waren Verwandte, Freunde und Bekannte gekommen, um den angesehenen Manne die letzte Ehre zu erweisen. Die KaltuSgemeinde Koste! und die Kostetet Chewra-Kadischa waren durch Deputationen vertreten. Die Trouerge« sänge brachte in wirkungsvoller Weise Herr Oberkantor Morgenstern», 'um Bortrage. Sr. Ebrwürden Rabbiner Dr. Max Grrmwalb hreli. dem Toten einen tiefergreifenden Nachruf uud entwarf in packenden Worten ein Lebensbild dieses ausgezeichneten Menschen, der auch auf der Höhe des menschlichen Glückes von echter, wirklicher Religiosität d rrchdrungen blieb und es als fein Lebensziel ansah, daß auch im. Kreise seiner Kinder und Enkel, welche den Stolz und die Freude, seines Lebens bildrten, die von ihm gepflegten Traditionen weiter lebten. Feuilleton. Indisch soziale Frarrerrarbrit. Vortrag, gehalten über Einladuna der A ntralstelle für das jüdische Armenwesen in Wien am »0. Dezember 1913 im Festsaalr des Ingenieur- und ArchitektenvereineS ' ■ von Frau €t?f nie Forchheimer-Fialla aus 3r.n ff Tt am Ma n. (^ch'list) Die unentgeltliche „S t e l l e nverm ittlung" für Frauen und Mädchen und die Berufsberatungsstelle wirken darauf hin, gar manche Existenzmöglichkeit durch Arbeitszuweisung zu schaffen, und durch individuelle Behandlung helfend und fördernd bei der Berufswahl mitzuraten. Diese vielfältige Fürsorgearbeit wird zum großen Teil an ausländischen Familien geübt, die aus dem Osten nach Deutschland zuwandern, in-der Hoffnung hier bessere Existenzmöglichkeiteu zu findem Aber der Segen unserer Kultur ist ihnen? beinahe uoS^

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