Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-11-28 · 48 (28.11.1913) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
48 (28.11.1913)
Date
1913-11-28
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3020846-3022035-3022084--22686-3047844
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 48 Dr. Machs Wochenschrift. Seite 883 der Rektor der tierärztlichen Hochschule Professor Dr. Panzer, Primarius Universitätsprofessor Dr. S. Ehrmann, der Obmann des i.-ö. D. K. Ludwig Baka, Oberst Wilhelm Husserl, Kommerzialrat Sigmund Epler, Notar Berrnann, Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Bermann, Kultuspräsident kais. Rat Knöpflmacher, Industrieller S. Eruber, Hof- und Gerichtsadvokat Dr. StrgUtz, die Wiener Alten Herren der Verbindung und ein zahlreiches distinguiertes Publikum. Die Rektoren der Universität und der technischen Hochschule Hosräte Prof. Wettslein und Prof. Sahulka hatten ihr Fernbleiben schriftlich entschuldigt und übermittelten der Verbindung in herzlicher Weise ihre Glückwünsche. Außerdem waren Begrüßungstelegramme zahlreicher gg. akad. Korporationen des In- und Auslandes und aller auswärtiger Alter Herren eingelaufen. Nach der Begrüßung durch den Präses der Verbindung I. U. C. Kurt Epler hielt A. H. Dr. Ernst Skutetzky eine beifällig aufgenommene Festrede, in welcher er die Aufgabe der Verbindung besprach. Prof. Panzer, Rektor der tierärztlichen Hochschule, beglückwünschte im Flamen des Professorenkollegiums der tierärztlichen Hochschule die Verbindung „Unitas", betonte, daß er das Erwachen des nationalen Gedankens, frei von jedem Chauvinismus, getragen von den hohen Zielen der Kultur, wie bei allen Nationen, so auch bei den Juden begrüße. Prof. Ehrmann führte in einer Ansprache die große Bedeutung des jüdischen Volkes für die menschliche Kultur aus, in deren Mosaikbild das jüdische Element ein wertvolles Moment bilde. Es sprachen ferner Dr. Stern im Flamen des Kartells Prager zionistischer Verbindungen, Dr. Stiglitz, erp.-acad. Richard Annäsj auf die „Alten Herren" und M. kl. C. Ernst Hirsch auf die Damen. Im inoffiziellen Teil wurde ein von den Verbindungs- Mitgliedern verfaßtes musikalisch-humoristisches ^-tück: „Der Bauernschreck" aufgeführt, das lebhafte Heiterkeit und reichen Beifall exweckte. Hierauf wutde dem Tanzvergnügen bis in die späte Stunde gehuldigt. Wien. (R e q u i e m). Montag, den 17. b., abends 47a Uhr, fand int Tempel, Turmrgasse 22, ein Trauergottcsdienst für den verstorbenen Vethausvorsteher und Obmann der Fnnfh User Chewra-Kadtscha. Heinrich N e u f e l d, statt. Nach den vom I. Kantor Schleifer und Chor vorgetragenen Trauergesäugen hielt Se. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Max Grunwald eine ergreifende Gedächtnisrede, in der er den Verdiensten des Betrauerten, besonders um die ChewrrnKadischa, gerecht wurde. Unter den Anwesenden bemerkte man die Vorstände sämtlicher Bethäuser und Vereine der westlichen Bezirke. Vom Kultusvorstande delegiert war Herr Sekretär Dr. Emil Adler, von der Ehewra-Kadifcha der inneren Stadt Herr Amtsleiter W'lhclm F r e i st a d t. Wien. (C h e w r a - K a d i s ch a F ü n f h a u s.) Durch das Ableben des langjährigen Präses, Herrn Heinrich Nsufeid s. A., und Rücktritt des verdienstvollen Präses-Stellvertreter, Herrn Jakob Dnfchinsky, ergab sich eine Neuwahl des Präsidiums. Am 24. d. M. hielt der Vereinsvorstand eine Sitzung ab. Bevor zur Tagesordnung geschritten wurde, hielt der Präses-Stellvertreter, Herr Jakob Dufchinsky, dem verewigten unvergeßlichen Dr. Abr. Sch-nisdl s. A., der auch Rabbiner in Fünfhaus war, einen überaus warnten und tiefempfundenen Nachruf, welcher stehend angehört wurde. Bei der Neuwahl wurden die Herren: Hermann Weinbergrr als Präses, /Alexander Simon als Präses-Stellvertreter, Moritz Weiß als Schriftführer und Julius Fritz als Kontrollor per Akklamation neugewählt. Wien. Der humanitäre G e s e l! i g k e i t s v e r e i g der Pohrlitzer in Wien hielt Sonntag, den 23. November 1913, seine diesjährige Generalversammlung ab. "Nach dem vom Obmanne, Herrn Dr. Karl Steiner, erstatteten Rechenschaftsberichte und nach Erstattung des Kassaberichtes durch den Kassier, Herrn G. Frankl, wurde der Vereinsleitung das Absolutorium erteilt. In die Vereinsleitung wurden über Antrag des Herrn Arthur Brunner gewählt die Herren: Dr. Karl Steiner, Dr. 3. Frei, Siegmund Frankl, Wilhelm Haas, Gabriel Frankl, Wilhelm Ellinger, Siegmund Bondi, Julius Stagl, Hugo Brunner, Louis Donnebaum, David Donnebaum und Hermann Singer. Wien. (Jüdischer H a n d l u> n g s g e h i l f e n v e r b a n d Ortsgruppe Wien, II., umborstraße 11 b.) Samstag, den 29. d. M, findet im Verbandslokal ein Vortrag des Herrn Fachlehrers Georg Schmied! statt. Thema: „Soziale Arbeit". Beginn S1/* Uhr abends. Gäste willkommen. - Anmeldungen für den in Bildung begriffenen Englischen Konoersationsklub des I. H. V. sind an obige Adresse zu richten. Austritte aus dem Judentum. Vom 16. bis inklusive 22. November 1918. Beck Oskar Jakob, k. k. Assistent, geb. 28. September 1882, Brünn, Pfarre St. Thomas Brünn, VII., Neubaugasse 59. BorOS Dr. med., geb. 1. August 1863, Lapispatak Ungarn, V. Bez., Brauhausgasse 84. Drüblowicz Judith, Sprachlehrerin, geb. 11. August 1877, Genf, VII., Stollgasse 3. Hammerschlng Margarethe, Kontoristin, XIII., Weidlichgasse 7. Huppert Arnold, k. k. Briefträger, geb. 3. Dezember 1889, Wien, XIII., Zehetnergasse 14. Kohn Erna, geb. 10. November 1889, Nikolsburg, II., Robertgasse 1. Krauth Louise, Modistenarrangeurin, geb. 24. Oktober 1889, Wien, II., Taborstrasse 40. Redlich Kari, Reisender, 8. November 1859, Schönberg Mähren, VII., Siebensterngasse 56. Saborsky Hans (früher Epstein), Ingenieur, geb. 20. August 1889, Warschau, I., Römergasse 11. Stern Alfred, geb. 2. November 1879, Buchlowitz, XXI., Konstanziagasse 8. Baden. Hier hat sich ein jüdischer Literaturverein „Maimonides“ gebildet. Es linden allwöchentlich kleinere Vorträge im engeren Kreise und häulig größere Vorträge statt, zu denen Sa. Ehrwürden unser allseits verehrter Herr Rabbiner W. Reich und andere namhifte Gelehrte und Rabbiner aus Wien bereits ihre Mitwirkung zugesagt haben. Am Sonntag, den 30. d. M., eröffnet Se. Ehrwürden Rabbiner W. Reich den Verein mit seinem Vortrage: »Israel, das Wunder der Geschichte« im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, Grabengasse 14. Damen und Herren als Gäste herzlich willkommen. Linz a. D. Am 23. ds. fand in Linz die feierliche Enthüllung des vom Verein für Luftschisfahrt auf den luftigen Hohen des Freinberges errichteten Fliegerdenkmales in Anwesenheit Ihrer kais. Hoheiten Erzherzog Josef Ferdinand, Erzherzog Heinrich Ferdinand und Höchstderen Mutter und Schwestern, den Erzherzoginnen von Toscana, statt, bei weicher Gelegenheit der Schöpfer dieses Kunstwerkes, der Bildhauer Bernhard Schwarz, der Mittelpunkt der allgemeinen Anerkennung war. Herr Bernhard Schwarz, ein vielversprechender Küuster, ist Mitglied unserer Kultusgemeinde und bringt deren Einrichtungen stets lebhaftes Interesse entgegen. B. S. Stratzenbenenmmg. Der Gemeinderat von Tarnotv in Galizien hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, eine Straße nach dem verstorbenen jüdischen Vizebürgermeister Dr. Elias Boldhammer „Goldhammerstratze" zu benennen. Gleiwrtz. Die seit 1890 bestehende israelitische Kinderheilstätte im Solbad Königsdorff-Jastrzemb (Verwaltung zu Gleiwitz) hat in der vergangenen Saison (1913) 164 Pfleglingen, und zwar 75 Knaben und 89 Mädchen, Aufnahme gewährt. Bei allen Kindern war ein günstiger Kurerfolg zu verzeichnen. Als geheilt wurden entlassen 70, als sehr gut gebessert 36, als gut gebessert 40, als gebessert 18. Die durchschnittliche Gewichtszunahme betrug 4^7 Pfund. — Insgesamt hat die Anstalt seit ihrem Bestände 2354 Pfleglinge beherbergt. Infolge dieser ausgedehnten Humanitären und sozialen Wirksamkeit ist die Kinderheilstätte in weiten Kreisen als eine wahre Wohltat empfunden worden. — Die Erhaltung des segensreichen Werkes geschieht durch Stiftungen und milde Beiträge. Vorsitzender der Kinderheilstätte ist Rabbiner D r. Wilhelm Münz in Gleiwich. Eger. Die hiesige isr. Kultusgemeinde hat einen schweren Verlust erlitten durch das plötzliche Hinscheiden des Herrn Michael K o h o r n, welcher Donnerstag den 13. November nach kurzem schweren Leiden in seinem 64. Lebensjahre verschieden ist. Der Heimgegangene war ein treuer Jude, ein Mann edlen Herzens, dem alle, die ihn kannten, ein treues Gedenken bewahren. Installierung des neuen Precauer Rabbiners. Sonntag, den 16. d. M.. um 3 Uhr nachmittags, wurde der zum Rabbiner der israelitischen Gemeinde in Prerau neugewühlle Dr. Oskar Karpelis feierlich in sein Amt eingesührt. Dr. KarpeldS wurde auf dem Prerauer Babnhofe von Herrn Kultusbeirat Grünwald und von den Teinpelvorstehern Herren Donath und Marmorftein empfangen und in den festlich geschmückten Tempel geleitet. Hier empfing ihn Herr Kultusvorsteher Mayer mit einer schönen Begrüßungsansprache. Darauf ergriff der Holleschauer Rabbiner Dr. Jak. Freimann, dem hier nach dem in den Ruhestand getretenen Dr. Jakob Tauber provisorisch die Seelsorge oblag, das Wort, um dem neuen Rabbiner die Kanzel zu übergeben. 'Jutn hielt Dr. Karpelis eine formvollendete ergreifende Antrittsrede, in der er sich die schweren Pflichten des Seelsorgers vor Augen führte, und gelobte, sich mit allen Kräften nur diesen Pflichten zu widmen. Der junge Gelehrte, der, aus Auspitz i. M. gebürtig, in Prag den Grad eines Doktors der Philosophie erreicht und in

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.