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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-11-14 · 46 (14.11.1913) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
46 (14.11.1913)
Date
1913-11-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 844 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 46 Jakob Kann, Ignaz Klein, Leop. Otto, S. Simon, der Delegierte Rosenberg, dann sämtliche Rabbiner der Kultusgemeinde mit dem Rabbinatskollegium, der Erste Sekretär kais. Rat Dr. Theodor Lieben, der Zweite Sekretär Dr. Emil Adler und Sekretär-Stelloertreter Emil Engel, die Aintsleiter Julius Braun und Wilhelm Freistadt, sämtliche Bethausvorstände und die Obmänner der israelitischen Tempelvercine Wiens mit Abordnungen, die israelitischen Religionslehrer der Wiener Mittel-, Bürger- und Volksschulen, ferner: Reichsratsabgeordneter Ministerialrat Dr. Kuranda, Hofrat Dr. Schlag, Hofrat Professor Dr. Pollitzer, der Vizedirektor der Universitätsbibliothek Regierungsrat Dr. Frankfurter, der Obmann der Bezirkskommission für den II. und XX. Bezirk, Dr. Josef Winternitz, der Obmann der Bezirkskommission für den XVI. und XVII. Bezirk, Dr. Jakob Deutsch, und die Vorstandsmitglieder, der Präsident des Bethau-vereines im IX. Bezirk, Gottlieb Bettelheim, und die Vorstandsmitglieder Dr. M. Schnepp, Dr. Wilhelm Knöpjelmacher, Josef Quittncr. Von der Ehewra-Kadischa und dem Bethausvorstand Fünfhaus die Herren Jacob Duschänsky, Josef Löwy, Hermann Weinberger, Alexander Simon, Moritz Weiß, Alois Crubrr, Ignatz Löffler und Jacob Goldsand, ferner Obmann der Bezirkskommission Samuel 'Mohr, kais. Rat Salomon Beer, die Herren S. Bernhardt und Emanuel Kohn. Von der Ehewra-Kadischa für den XVI. und XVII. Bezirk Präsident Sigmund Weiler, die Vorsteher Eduard Politzer, Mor. Pick, Philipp Blau, Sigmund Schickler, Wilhelm Mandl, S. Weitzmann. Vom Tempelverein VIII., Josefstadt, Rabbiner Dr. M. Bauer und die Herren Hermann Stern, Ignaz BärLny, Hermann Pollal und Adolf Getreuer. Vom Bethausoorstand im III. Bezirk der Präsident Dr. Josef Auerbach, die Vorstandsmitglieder Josef Bast und Sigmund Freund, die Vorsteher des Tempelvereinss II., Pazmanitengasse, S. Adlcr und Architekt Ignaz Reiser. In Vertretung des „Ferienheimes" Frau Präsidentin Sophie Grünfeld und Vorstandsdame Oberrabbiner Dr. Jda Güdemann, für das Seehospiz Frau Dr. Zins, Frau Adele Friedmann. Vom Kaiserin Elisabeth Lehrmädchen- und Arbeiterinnenheim der Präsident kais. Rat Dr. Krüger, die Vizepräsidentinnen Frau Bruckner und Frau Frankl, die Schriftführerin Frau Dr. We^st, die Kassaverwalterin Frau Dr. Stein und die Vorstandsmitglieder Frau Dr. Krüger, Frau Dr. Winternitz und Frau Kisch, sowie die Herren Dr. Weist und Dr. Winternitz, eine Deputation der Schützlinge des Heimes unter Führung der Oberin. Vom Tempelverein für die Bezirke Wieden und Margarethen der Obmann Herr Adolf Hofmann, der Obmann- Stellvertreter Herr Ignaz Taussik, der Schriftführer Herr Franz Frankl. Der Tempelverein Brigittenau war vertreten durch die Herren Dr. Ernst Rosenthal und Dr. Mar Weißenstein, in Vertretung des Jüdischen Schulvereins im IX. Bezirk die Herren Dr. Siegfried Hakberstam und Mar Pappenheim, in Vertretung des Vereines „Adath Jeschurun" der Obmann Herr Dr. Siegfried Halberstam. Vom Bethausverein „Tefiäth Jeschurun" die Herren Obmann Moritz Altmann, Obmann - Stellvertreter Sigmund Stark, Bethausvorstand M. L. Bondi und Vorstandsmitglied Weißkopf. Vom „Israelitischen Frauenvereine für die Bezirke Wieden und Margarethen", die Vorstandsdame Frau Karoline Hofmann. Schulrat Professor Dr. Tschiastny, der Rektor der Israelitisch-theologischen Lehranstalt Dr. Schwarz mit dem Lehrkörper, der Direktor des israelitischen Blindeninstitutes auf der Hohen Warte, kais. Rat Heller, Re'.igionsschulinspektor Kanitz, namens der Religionslehrer der Kultusgemeinde, der Rabbiner der türkischisraelitischen Gemeinde, Chacham Papo, mit dem Präses dieser Gemeinde, Licco Adutt, dem Vorstandsmitglied Farchy und Oberkantor Bauer, weiters Bezirksvorsteherstcllvertreter Ernst Klebin'oer, die Gemeinderäte Ignaz Fischer und Neustadtl, königl. Rat Dr. Albert Mittler, Oberbibliothekar der Universitätsbibliothek Dr. Holzmann, Kommerzialrat Schwarz, Bezirksschulrat Josef Fuchs, Finanzier o. Löbl, kais. Rat Jacques Mayer mit einer Abordnung der israel. Kultusgemeinde in Protznitz, der neue Präsident der Brünner Kultusgemeinde, Fabrikant Leop. Bauer, eine Abordnung des Kaiserin Elisabeth-Pflegerinneninstitutes und zahlreicher anderer Wohltätigkeitsoereine rc. Lautlose Stille herrschte, als die Trauerfeier mit dem Vortrage der Sterbegesänge durch den Oberkantor Morgenstern,, den die gesamten Ehöre der beiden großen Tempel begleiteten, begann. i Dann trat Oderrabbiner Dr. Güdemann an die schwargumflorte Kanzel, um seinem verblichenen Amtskollegen den Scheidegrutz der Gemeinde zu sagen. Als Oberrabbiner Dr. Güdemann seine Trauerrede beendigt hatte, wurde wieder ein Trauerpsalm angestimmt, und unter seinen Klängen hob man den Sarg aus den vierspännigen Leichenwagen, der die irdischen Ueberreste Dr. Schmied!s auf den Zentralfriedhof brachte. In der Zeremonienhalle der israelitischen Abteilung wurde der Sarg auf eine Estrade gestellt. Nachdem die Sterbegesängt gesungen waren, ergriff der Gemeinderabbiner Dr. Mar Erunwald das Wort, um als uninittelbarer Nachfolger Schmiedls die Persönlichkeit. das literarische und rabbinische Wirken seines Vorgängers zu zeichnen. Dann sprachen noch die Gemeinderabbiner Dr. Rosenmann, Dr. Bajch und Dr. Feuchtwang. Für die Gemeinde selbst, sowie für die Israelitische Allianz und das Kuratorium des Rabbiner- Seminars nahm in schmerzbewegten Worten der Präsident, Dr. Alfred Stern, Abschied von dem Toten. Für die Israelitisch-theologische Lehranstalt widmete Rektor Dr. Schwarz Abschiedsworte, und für die Chewra Kadischa der Präsident Salo Cohn. Dann wurde der Sarg zur letzten Ruhestätte getragen und dort beigesetzt. Anläßlich des Ablebens Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners Dr. Abraham Adolf Schmied! sind an den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien nachstehende Kondolenzen eingelangt: Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinden, in denen der Verewigte wirkte: Prötznitz, Eibenschitz, Teschen, Gewitsch, ferner von den israelitischen Kultusgemeinden: Budapest, Triest, Brünn, Lemberg, Krakau, Troppau, Graz, Czernowitz, Linz a. D., Prehburg, Nikolsburg, Pohrlitz, Witkowitz, Baden, St. Pölten Eöding, Kostel, Holleschau, Steyr, Mödling, Virovitica. Vom Vorstand der Vereine „Israelitische Kinderbewahranstalt", „Verein zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten in Wien", Verein zur Unterstützung jüdischer Kurbedürftiger „Kurfürsorge", Synagogenverein „Beth-Jsrael". Weiters kondolierten: k. k. Reg.-Rat Joh. d. M. Wastk, k. k. Min.-Rat.Camill Kuranda, Bergrat Mar Ritter v. Gutmann, Frau Mathilde v. (Sutmann, der Vrzedirektor der k. k. Universitätsbibliothek, Regierungsrat Dr. Frankfurter, Oberbibliothekar Dr. Michael Holzmann, Kommerzialrat Julius Angel, Oberrabbiner Rofenfcl>, Czernowitz, Rabbiner Dr. Goldschmied, Protznitz, Rabbiner Dr. Johann Stößlrr, Trebitsch, Rabbiner Dr. I. Diamant, Marienbad, Rabbiner Friedmann, Linz a. D., Rabbiner Dr. M. Lewin, Nikolsburg, Oberkantor Professor Kartschmaroff. Beim Leichenbegängnisse waren anwesend u. a.: In Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde Protznitz der Präsident, Herr kais. Rat Jacques Mayer, in Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde Brünn Herr Leopold Bauer, in Vertretung der Kultusgemeinde Krems bei Horn, Herr Rabbiner Dr. Mehrer. Rede des Präsidenten der Wiener isr. Kuiiusgemeinde Dr. Alfred Stern, gehalten an der Bahre des Rabbiners Dr. Abraham Adolf Schmied!, am 9. November 1913. Für unsere Gemeinde, für deren Vorstand liegt es mir ob, ein letztes Abschiedstvort dem Dahingeschiedenen zu sagen, und nicht allein für den Kultusvorstand, auch für den Bethausvorstand, für die „Israelitische Allianz", für unser Bet-Ha-Midrasch, für das Kuratorium der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt und noch für eine Reihe anderer Anstalten, ihrer Vorstände und Kuratorien, sowie für die Vorstände auswärtiger Kultusgemeinden, welche auf telegraphischem Wege mich darum ersuchten, soll ich sprechen. Schon diese Aufzählung zeigt, wie umfassend und tiefgreifend in unserer Gemeinde die Tätigkeit und die Einflußnahme des Dahingeschiedenen war, wie weithin, weit über unsere Gemeinde hinaus, sein Ruf, der Ruhm seines Namens leuchtete. Von berufenster, fachkundiger Seite ist dort an der Stätte seiner vieljährigen Tätigkeit und ist auch hier in diesen Räumen so viel Rühmenswertes über seine Bedeutung als Kanzelredner, über seine wissenschaftliche Bedeutung, gesagt worden, daß ich mich diesfalls an das von dem letzten eben gehörten Redner zitierte Bibelwort: „Ihr habt nichts hinzuzufügen und ihr habt nichts davonzunehmen" anschlietzen möchte, und wie oft war ich, ein fleißiger Tempelbesucher, Zeuge der andachtsvollen Stille, mit welcher eine tausendköpfige Zuhörerschaft den aus der Tiefe des Herzens quellenden Worten des Dahingeschiedenen lauschte. Mehr als vier Dezennien seines 67iährigen segensvollen Wirkens in seinem heiligen Berufe waren der Wiener Gemeinde geweiht. Aus der Fülle seines Wissens, aus der Tiefe eines edlen Herzens schöpfte er die Kraft einer Beredsamkeit, die Ungezählten Erhebung und Belehrung, Trost und Herzensfreude bot. Die grenzenlose Hingabe an seinen Beruf, die Liebe zu seiner Gemeinde, seine Lebensführung und eine ungewöhnliche, tiefinnerliche Bescheidenheit schufen zwischen ihm und der Gemeinde ein unzerstörbares Band. Wie schmerzlich war mir die Wahrnehmung, wie in den letzten Jahren er endlich den schweren Kampf mit seinen Stimmmitteln, mit denen er das gewaltige Gotteshaus zu beherrschen nicht mehr vermochte, endlich aufgeben mutzte, seine ihm fo unendlich teuere, lijebgewordene Kanzel nicht mehr betrat, und wie schwer wurde es ihm, als er auch das Gotteshaus nicht mehr zu besuchen vermochte. Da, nach dem sabbathlichen und feiertäglichen Gottesdienste hielt ich es für meine Pflicht, der ich auch von Herzen gerne nachkam, ihn in seiner im selben Gebäude gelegenen Wohnung aufzusuchen und ihn —. ich traf ihn immer lesend und beschäftigt mit dem soeben im Tempel vernommenen Gottesworte — hierüber sprechen und seine neuen Erklärungen und Ausführungen zu hören. Ein kaum mehr erkennbarer, entschwundener, fast wesenloser Körper, eine verklärte, wie aus Himmelshöhen sprechende Seele! So war es auch' in den letzten Wochen, als er am Schabbos Bereschith über die wunderbare Geschichte der Schöpfung und am folgenden Sabbath .über die Sintflut mit mir sprach, bis eben die Besuche aufhörten, als an ihn der an unseren alten Stammvater ergangene Ruf erging: Zieh' hin ~b“ b ' Ein herzliches persönliches Abschieds- und Dankeswort zu dem vielen, vielen Danke, welchen ich namens unserer Gemeinde, unseres Vorstandes und all der vielen Korporationen zu sprechen habe, nma1? pnat -ot

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