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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-10-03 · 40 (3.10.1913) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
40 (3.10.1913)
Date
1913-10-03
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 40 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 725 Vorsteher, der Schiffschul durch die Vorstände Doktor R e i n i n g e r, Stern und Frommer, des Bethausvereines Moutkstore durch den Obmann Alois Theumann und zwei Vorstände, des Bethausvereines im Prater durch den Obmann Moritz A l t m a n n und den Vorstand Moritz Leo B o n d i, des Tempelvereins für den XI. Bezirk durch den Obmann kais. Rat Sigmund Kanders, des Tempelvereins für den XIII. Bezirk durch den Obmann Direktor Dr. K r e n b e r g e r mit zwei Vorständen, des Tempelvereines der Weißgärber durch drei Vorstände, des Tempelvereines für den IV. und V. Bezirk durch drei Vorstände, des Bethausvereins „Marpe Lanefesch" durch zwei Vorstände, dcs Tempelvereins des X. Bezirkes durch drei Vorstände, des Bethausvereins in der Rembrandtstraße durch zwei Vorstände, des Bethausvereins „Achwa wreuth" Taborstraße durch zwei Vorstände, Bethausverein „Talmud Thora" durch zwei Vorstände, des Tempelvereines „Beth Israel" Leopoldsgaffe durch drei Vorstände, Tempelverein im IX. Bezirke durch Dr. Wilhelm Knöpf wacher mit zwei Vorständen, Verein „Meichisch Jeschuah" Jostfinengaffe durch zwei Vorstände, des Bethausvereins in der Storchengasse durch drei Vorstände, Schönlatern-Bethausverein durch zwei Vorstände; aus den Wohltätigkeitsvereinen: der Kranken- Unterstützungsverein „Menschenliebe" durch drei Vorstände, der Brigittenauer israelitische Unterstützungsverein durch zwei Vorstände, der Verein zur Unterstützung jüdischer Kurbedürftiger durch Obmann Dr. I. L. Braun, Verein zur Bekleidung alter Männer durch Präsident Schwarz und Planer, der Krankenunterstützungsverein „Der Wiener Dienstmann" durch zwei Vorstände, der Verein „Kinderheim" durch drei Vorstände, der Krankenunterstützungsverein „Selbsthilfe" durch drei Vorstände, der Leopoldstädter Krankenunterstützungsverein „Nächstenliebe", Große Stadtgutgasie, durch drei Vorstandsmitglieder, der Allgemeine Krankenunterstützungsverein „Nächstenliebe' Praterstraße, durch drei Vorstandsmitglieder, der Verein „Die Brüder" durch drei Vorstandsmitglieder, der Geselligkeitsverein , Rudolfsbund" durch zwei Vorstandsmitglieder, der Unterstützungsverein „Elysium" durch zwei Vorstandsmitglieder, Verein zur Hebung des Gewerbes; die Frauen vereine: „Frauenhort", Brigittenauer Frauen- Wohltätigkeitsverein und die Frauen-Wohltätigkeitsvereine für den I., XI, XVIII. und XIX. Bezirk, der Jubiläums- Fraueuverein zur Bekleidung alter Frauen durch die Vizepräsiöentin Bertha W e i u w u r m und die Schriftführerinnen Marie Steiner und Erna P i o w a t i. Die auswärtigen Kultusgemeinden: Baden vertreten durch den Obmann Moritz Leitner, Beirat Anton Schneider, Tempelvorsteher Adolf Raab und Vorstandsmitglied Jakob K o h n, die Kultusgemeinde Leipnik durch die Vorsteher David Spitzer und N. Ritter. Präzise 11 Uhr kam Statthalter Freiherr von B i e n e r t h in Vertretung des Kaisers in Begleitung des Statthalterei-Konzipisten Dr. H a l l a m a. Der Statthalter wurde beim Eingänge der Tempelvorhalle vom Obmanne des Tempelvereines Adolf S ch r a m e k, sowie den Vorstandsmitgliedern Samuel Adler und kais. Rat Adolf W e n g e r und mehreren Vorständen erwartet und begüßt. Unter den Klängen der Volkshymne, von dem Organisten M. Menzer und der Harfinistin Fräulein G o l d n e r angestimmt, wurde der Statthalter von dem Schriftführer des Vereines Dr. Moritz K o h n, dem das Festarrangement oblag, zu dem reservierten Platz geleitet, nachdem er in der Vorhalle die Schlußsteinurkunde unterschrieben hatte. Hiebei besichtigte er die im Vestibüle angebrachte große Kaisertafel,. deren Inschrift in großen goldenen Lettern lautet: Zur Verherrlichung Gottes errichtet unter der glorreichen Regierung Seiner kaiserlichen und königlichen Apostolischen Majestät Kaiser Franz Joseph I. zur Erinnerung am den achtzigsten Geburtstag. 5672— 5673. Hierauf begann programmäßig die Feier mit dem Präludium unter Harfenbegleitung, weiters mit Chor des Sulzerffchen „Matowu", das vom Oberkantor Josef G i b l i ch m a n n mit schöner hellklingender Stimme vorgetragen wurde. Nachdem Obmann Adolf Schramek den Vertreterdes Kaisers willkommen hieß und auch die übrigen Festgäste begrüßte, verlas der Erbauer des Tempels Architekt Ignatz Reiser die Schlußsteinurkunde und führte die üblichen drei Hammerschläge auf den Schlußstein. Sodann reichte das Töchterchen' des Architekten Reiser auf einem reich gestickten weißen Polster dem Statthalter Freiherrn von Biene*rth den Hammer, der sodann als Erster die Hammerschläge fortsetzte - mit den Worten: „Möge der Segen Gottes stets auf diesem herrlichen Tempel ruhen! Diesen Wunsch spreche ich als Vertreter Seiner Majestät unseres Allergnädigsten Kaisers und Königs aus". Stürmische Hochrufe auf den Kaiser wurden allgemein laut. Nachdem dann die anderen hervorragenden Festgäste die zeremoniellen Hammerschläge vorgenommen hatten, überreichte der Obmann-Stellvertreter S. Adler Herrn Oberrabbiner Dr. Güdemann die brennende Fackel und Herr Oberrabbiuer zündete sodann das Ewige Licht an, indem er die Bedeutung des Ewigen Lichtes in zündenden, zum Herzen dringenden Worten hervorgehoben hatte. Nach Einholung der Thorarollen durch den Gesamtvorstand, Eröffnung der Bundeslade und dem Vortrage dcs „Schema Jisrael" durch Oberkantor G i b l i ch m a n u, dem Rundzange mit den Thorarollen seitens der beiden Obmann-Stellvertreter Herm. Ehrenfeld und Elkan Bauer, und nach Einstellung der Thorarollen hielt Vereinsrabbiner I. L. A b e l e s die Weihepredigt. Dann hielt der Präsident der Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern nachstehende Ansprache: Nach den begrüßenden Worten der sehr geehrten Vertreter des Staates und der Stadt Wien folgt die intimere Begrüßung der Glaubensbrüder der großen Kultus gemeinde Wien, in deren Namen, als deren Repräsentant ich hier stehe. Dieser Tempel ist der elfte in Wien, welcher einer freiwilligen Vereinigung, einem Bethaus- und Tempelvereine seine Schöpfung verdankt, durch freiwillige Beiträge und Leistungen von Gemeindemitgliedern, wenn auch immerhin unter namhaften Unterstützungen der Gemeinde, wofür ich dem Vereine, seinem Vorstande und in allererster Linie dem Obmanne dieses Vorstandes, Herrn Adolf Schramek, dessen aufopfernde, unermüdliche Tätigkeit hervorgehoben und gerühmt werden muß. den Dank abstatte. Ich möchte sogar sagen, daß ich nicht ohne Neid auf diesen Erfolg blicke, wenn ich mir gegenwärtig halte, daß es mir trotz viel, sehr vieljähriger Bestrebungen noch immer nicht gelungen ist, in der Inneren Stadt den unserer Gemeinde würdigen Zentraltempel zu schaffen. Allerdings gebe ich infolge neuerlich durchgeführter Transaktionen der Hoffnung Raum, daß mir mit Gottes Beistand dieses Werk noch gelingen werde. Durch die Gnade Seiner Majestät wird über die untertänigste Bitte des Vereines, welche auch von dem Kultusvorstande wärmstens unterstützt wurde, dieses Gotteshaus für alle Zeiten als „Kaiser- Jrtbiläumstempel" genannt. Dem Bestreben, der gemeinsamen Bitte des Vereines und der Gemeinde liegt die Tendenz zugrunde, das Erhabenste, das Heiligste, das Gotteshaus, mit dem Namen unseres edlen, gütigen, weisen Monarchen zu verknüpfen. Ehrfürchte Gott, mein Soh.r und den König! -jbai -32 TT DK KV so lautet einer der Weisheitssprüche Salomons, dem in diesem steinernen Denkmal Ausdruck gegeben wird, in dem Baue dieses Gotteshauses, welcher mit dem denkwürdigen Ereignisse des Jubiläums unseres erhabenen Monarchen verknüpft und dies für ewig^Znten festhalten wird. O möge denn dieses Haus eine Stätte der wahren Gottesverehrung, eine Stätte des Friedens sein für alle Zeiten, möge in diesem Hause gepflegt werden die unwandelbare, durch keinerlei Verlockungen zu erschütternde Treue an unserem Glauben, die Treue zu unserem Vaterlande. »Es möge in meinem Hause", wie es gestern in allen unseren Gotteshäusern gebetet wurde, »gebetet werden für alle Völker!" Es möge gepflegt werden die Treue zu unserem edlen, weisen, gütigen, heißgeliebten Kaiser. Mein Sohn ehrfürchtige Gott und den König! Mit diesem Weihespruche schließe ich. n*örn bab mp’ ri an n'2 rs Sodann wurde vom Oberkantor Josef G i b l i ch m a n n mit dem verstärkten Chore unter Leitung des Chordirigenten H i r s ch m a n n das „Leu scheorim roschechem“ in weihevoller Weise zur allgemeinen Bewunderung aller Tempel-

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