Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 35 (29.8.1913)
- Date
- 1913-08-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 620 Dr. Blochs Wochenschrift l. Nc. 35 mann ungünstig aus. Hierauf betrat Fr. I. Neumann lärs, aber auch die Erwägung, daß „es einer gesunden den Rekursweg und reichte am 8. Dezember d. I. an Staats-Einrichtung ermäßigt, einer hier im Lande gedie Repräsentation eine 36 Seiten zählende Beschwerdeduldeten Secte, ihre benöthigte Bücher, so sie die Heiligschrift ein, in welcher dem Olmützer Professor Gehässigfeit Gottes, die Wahrheit und Würdigkeit der herrkeit und Unwissenheit vorgeworfen werden. Die Zensurschenden Religion nicht verletzen, zuzugeben und sie Lieber kommission beriet nun über diesen Rekurs und kam zur im Lande selber mit Nutzen drucken als selbe von außen Einsicht, daß: „so erachtet man doch wegen der allzu mit Schaden einführen zu lassen". Schon am 28. Februar offenbahr hervorscheinenden abneigung derer hierländigen 1756 entschied Maria Theresia im Sinne des Einrathens Jesuiter gegen dieser Buchdruckerey, und die gantze Censur und erließ folgendes Dekret an die Repräsentationen in mehrentheils eine Bloße interpretation derer wörtheren Brünn: „Es seyend die von dem Buchdrucker Fr. I. enthaltet, nicht Vorträglich zu seyn, daß die Censur dem Neumann aufgelegte, von Euch unterem 24. December P. Milota fernershin aufgetragen werden sollte, mehrervorigen Jahres zur hierortigen Censur eingeschickte, hiewogen erhohlter Neumann Vor der Commission contemit zurückfolgende 6 Stück Hebräische Büchlein ganz unstiret, und es auch auf eine prob ankommen Lassen will, anstößig — folgbahr die dietzfällige Censur des Patris daß erwehnter P. Milota in der Hebräischen Sprache, Milota ungegründet befunden worden.... daß ferner wie es auch aus seiner so undeutlich und confus einge- Neumann künftighin seine zum Druck auflegen wollende langten Correctur hervorleuchtet, eben nicht allzu kundig, Werke zur Censur an die allhiesige in Bücherrevisions- und dahero auch einer Standhafft- und Verläßlichen Sachen Verordnete Commission zu Händen derselbenPrae- Censur nicht gewachsen wäre, sondern findet sich vielmehr sidis des (titl.) Grafen von Schrattenbach, welchem derovon Commissionswegen Bewogen, Einer hohen Landeshalben das erforderliche mitgegeben wird, einzusenden Stelle hiemit ohnmatzgebigst einzurathen, womit Hochhätte, zu bedeutten." (Forts, folgt.) dieselbe, entweder die Censur dieser Bücher dem Herrn _ Dechant auf dem Petersberg Titl. Herrn Baron v. Chormsry, weuen nacy auyag oes meyreryoylien 'oceumann X selber diese Zensur über sich zu nehmen sich erklährt, oder aber dem P. Dominic Cavellan auf dem Petersberg. * welcher ebenfalls in Lingna liebraica sehr Fundirt seyn Konferenz der „Organisation für hebräische Sprache solle, wann sonsten hierunter kein Besonderes Bedenken und Kultur obwaltet, gnädig aufzutragen, oder bey dessen entstehung ' ] diese Hebräische Bücher nacher Wien an den Herrn . Eine alte Sünde, die von keinem Volke der Welt v. Sonnenfelß quä Professoren! Linguam ~Borientalimri je begangen wurde, die Sünde nämlich, seine Sprache aufzur Censurirung einzusenden geruhe". Die Repräsentation zugeben,^ wälzt Israel von sich und es vernimmt die wandte sich nun an die Hofkanzlei und stellte den ganzen Worte Jesajas: „Und dein Vergehen ist gewichen und Fall dar samt Gutachten, Beschwerde und Vorschlag deine Sünde gesühnt." Noch vor einigen Jahren sprach der Kommission zwecks Einholung einer Allerhöchsten Ent- Israel: „Wehe mir.- ich bin stumm und ein Volk unscheidung. In der Sitzung vom 24. Dezember 1755 wurde . xe™e* Lippen, wie kann ich zu den gesitteten Völkern dann dort die Angelegenheit reiflich erwogen und man ü^ählt werden!" Und siehe da, ein Seraph erscheint und kam überein: „Nachdem man aber einer Seiths Von Berührung belebt er das Herz Israels, und nun denen ersteren zweyen Subjcctis: in wie selbte dieser die seit zwei Jahrtausenden tote hebräische Sprache zu Censur gewachsen seyn durfften, keine hinlängliche Wissenneuem Leben erwacht und sendet aus allen Ecken und schaft hat, anderen theils aber doch die Sache Von hier- Enden der Erdkugel Boten nach Wien, um aller Welt aus nicht beurtheilen, mithin nicht wissen kann, ob? ldre Auferstehung zu verkünden. und wie weit diese Buchdrucker Neumannische Beschwerde Diese und ähnliche Eindrücke empfängt man, wenn dennoch gegründet seyn möge. So hat man Euer Mayeman einigen Sitzungen der im Beethovensaale tagenstätt den gantzen Verlaufs der Sache hierdurch allerunterden hebräischen Konferenz beigewohnt hat, die von Herrn thänigst anzeigen, zugleich aber Allerhöchst derselben an- Motzkin am 25. August um 8 Uhr abends eröffnet wurde, heimblassen wollen, ob nicht Eure Mayestätt gegenwärtige Nach der Begrüßung der Erschienenen wurde zur Wahl Neumannische Impressa, oder wenigstens die in Anstand des Präsidiums geschritten. Hierauf erhielt Religionsgezohene stellen daraus, durch den Professorem Linguae lehrer H. Löw-Vogel als Delegierter des Vorstandes 8acrae bey dero Kayserl.-Königl. Universität in Wien, der Wiener israelitischen Kultusgemeinde das Wort zur oder den sonsten daselbst bestellten Censoren Hebräischer Begrüßung der Versammlung. Er sagte in einem leicht Bücher von neuem ehebaldist censuriren zu lassen, geruhen verständlichen Hebräisch u. a.: „Wie der römische Kaiser mechten." — Hierauf erging am 31. Januar 1756 ein Mark Aurel täglich den Göttern für seine guten Eltern Allerhöchster Befehl an die in Bücher-Revisions-Sachen und guten Geschwister dankte, so werde auch ich von nun angeordnete k. k. Kvmmission, die „als Bedenklich und anan unserem Gotte täglich danken, daß mir das hohe stößig angefochtenen Hebräischen Bücher auf das sorg- Glück zuteil wurde, die erste Wiener hebräische Konfältigste zu dem Ende zu untersuchen, daß aus dem hierferenz im Namen des Vorstandes der israelitischen Kulüber an Allerhöchstderselben zu erstattenden Bericht die tusgemeinde begrüßen zu dürfen. Der Präsident Dr. Gültigkeit der dagegen angebrachten Beschwerden könne Alfred Stern, in dessen Namen ich Sie wärmstens bestimmet, und hierauf dem Leidenden und gekränkten begrüße, wird morgen persönlich in Ihrer Mitte er- Theile Recht hergeschafft werden". Der k. k. Custos Bischeinen, um Ihnen zu zeigen, welches hohe und lebbliotlieeae Adam Franciscus Kollar wurde mit dieser haste Interesse er an der Wiederbelebung der hebräischen Untersuchung betraut. Sein bald hierauf lateinisch abge- Sprache nimmt. Darum läßt er heute durch mich der faßtes Gutachten war für Neumann günstig. Schon am heiligen Sache Gedeihen und Erfolg wünschen 12. Februar 1756 trat die Zensurskommission in Wien und Ihnen Schalom sagen." Es folgten dann die zusammen und schlug vor, die sechs Bücher freizugeben und Begrüßungen seitens verschiedener Delegierten, worauf für die Zukunft anzuordnen, daß die in Brünn ver- Herr Isaak Ep st ein vom Vorsitzenden eingeladen wurde, legten Bücher entweder an den Dekan auf dem Peterssein Referat über „Die hebräische Sprachen als Erberg, v. Chorinsky in Brünn, oder an die Hof-Bücherziehungsmittel" zu halten. In einem flotten Hebräisch voll Kommission in Wien geschickt werden sollten. Maßgebend pädagogischer, moderner Gedanken sprach er beinahe zwei für diesen Beschluß war allerdings das Gutachten Kol- Stunden und gelangte zu dem Resultate, daß die Haupt-,