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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-07-25 · 30 (25.7.1913) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
30 (25.7.1913)
Date
1913-07-25
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette 546 Dr. Vlochs Wochenschrift bällen in die Wiener Opern-Intendanz, vem Wiener Neustädler Flugfeld in das Börsenkontor eines Wiener Groß-Spekulanten. »Greift nur hinein ins volle Wiener Leben, und wo ihr’s anpackt, da ist's interessant.« Die Welt des Sports und Salons der oberen Zehntausend und die Welt, die gerne dazu gehören möchte, wird mit Vergnügen zu dem Bändchen greifen. Namentlich »Lachendes Leben«, eine Novelle, zu der wohl ein tragischer Selbstmord in der Diplomatie den Anstoss gegeben und das im modernen High- Life einen ähnlichen Stoff wie Conrad Ferdinand Meyer am Hofe Ezzelin’s von Verona und die Pagliacci aus den niederen Schichten der Gegenwart darstellt, verrät in seiner durchaus originellen Fassung eine so starke dramatische Begabung, dass wir uns gar nicht wundern sollten, dem geschätzten Autor demnächst mit einer Tragikomödie aus dem ihm so bekannten Wiener Leben auf den Brettern zu begegnen. C. Benedikt. Neue Blätter, dritte Folge Nr. 1 und 2, Buberheft, Preis M. 1.50. Verlag der „Neuen Blätter“, Hellerau bei Dresden. Das vorzüglich ausgestattete Buberheft enthält folgende Aufsätze des tiefsinnigen .jüdischen Mystikers: Das Beden des Ekstatikers, Von der Lehre, Das verborgene Leben, Das Judentum und die Menschheit, Der Sinn der chassidischen Lehre, Kultur und Beligiosität, Buddha, Drei Legenden vom Baalschem 1. die Himmelswanderung, 2. der Widersacher, 3. das Kufen. Ein feinfühliger und umfassender Aufsatz des jüdischen Schriftstellers Gustav Landauer über Martin Buber schließt das überaus feinsinnige Heft. XX. Jahresbericht der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt in Wien. Für das Schuljahr 1912/1913. Voran gellt: Die liermeneutisclie Antinomie in der talmudisclien Literatur von Bektor Prof. Dr. Adolf Schwarz. Wien 1913. Verlag der Israel.-Theol. Lehranstalt, II., Tempelgasse 3. Nr. 30 Gesetze und Verfügungen da oder dort „aus Wunsch der Juden" geschaffen worden seien. Jacques U. Das Thema Rudolf Hans Bartsch ist in der „Neuen Freien Presse" ausführlich genup behaudelt worden. CH. Laffen Sie sich den Leh'plan eines Lehrerseminars zusenden, so werden Sie das Nähere erfahren. Dr. Gin L. In Londoner jüdischen Kreisen erregt in der Tat das unbegreifliche Vorgehen des jüdischen Parlamentsmitgliedes Sir Philipp Saffoon und einer dem Vorstande der Anglo-Jewish Association angehörenden Dame, Mrs. Brscheffsheim, die der Einladung des russischen Botschafters Graf Benkeudoiff zu einem Diner in der Botschaft Folge geleistet haben, das größte Aergernis. Während der Oberrabbiner von England erst vor kurzem auf dem Kongreß zur Bekämpfung des Mädchenhandels eine heftige Anklagerede gegen die russische Regierung wegen ihrer barbarischen judenfeindlichen Politik gerichtet hat, während die englische Presse tagtäglich über neue grausame Judenverfolgungen im Zarenreiche berichtet und das vereinigte Komitee der jüdischen Gemeinde- und Wohltätigkcitsverbände wegen der Zurücksetzung englischer Juden in Rußland wiederholt bei der Regierung vorstellig geworden ist, scheuten sich diese gesellschaftlich hochgestellten Vertreter des Judentums nicht, als Gäste des russischen Botschafters an seiner Tafel zu speisen! Der »lewish Chronicle« und andere englisch-jüdische Zeitungen wenden sich in schäifster Weise gegen diese empörende Takt- und Würdelosigkeit, die geeignet sei, das Ansehen der jüdischen Gesamtheit aufs schwerste zu schädigen und dem Rechtskampf um die Gleichstellung der Juden in Rußland alle Sympathien aufrechter Christen zu entziehen. K. M. Nach einer Depesche des Großrabbiners von Bulgarien. Dr. Ehrenpreis, die dieser Tage hier eintraf, sind mehrere tausend jüdische Familien Bulgariens infolge der neuen Mobilisierung dem größten Elend preisgegeben. Der Gioßrabbiner appelliert an die jüdischen Hilfsgesellschaften Westeuropas, die begonnene Hilfsaktion fortzusetzen. vr. Lax Granwald. Die Feldzüge Napoleons nach Aufzeichnungen jüdischer Teilnehmer und Augenzeugen. Wien und Leipzig. Wilhelm Braumüller, k. u. k. Hof- und Universitätbuchhändler. 1913. Preis K 4.59. Jnng-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIV. Jahrgang, Nr. 14, Prag, den ll) Juli 1913. Inhalt : B ö r r i e s, Freiherr von Münchhausen: Rabbi Manasse Koben. — Ben Jehuda: I. B. Samuel 12 K. — G. König: Der Bürgermeister von New-York. — Josef Hart: Ferien. — Abendkurs in Potok zloty in Galizien. (Illustration.) — Bilder aus Eisenstadt. (Zwei Illustrationen.) — Dr. Werner: Ein Jahrestag. — Abraham Ihn Esra. (Schluß.) — Die Balkanjuden. — Uebersetzungs-Aufgale. — Rätsel. — Frage und Antwort. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. <' Krirfkaste«. Jüdischer Staatsbeamter. Dr. Theodor F. gehört dem Judentum an. S. B. in Freiwaldau. Es ist selbstverständlich, daß derjenige, welcher öffentlich die Speisegesetze Übertritt, das Vertrauen verwirkt hat, eine Roscher-Restauration zu halten. Ä. F. Houston Stewart Chamberlains Buch: „Grundlagen des 19. Jahrhunderts" ist gewiß nicht judenfreundlich. Von dem antisemitischen Gesindel schreibt es: „Ich mag auch sie nicht, diese neuesten Spekulanten in Idealismus, die Antisemiten, welche heute ihre Augen christlich-arisch-biedermännisch verdrehen und durch einen, jede Geduld erschöpfenden Mißbrauch des wohlfeilsten Agitationsmittels, der moralischen Attitüde, alle Hornviehelemente des Volkes aufzuregen suchen." Konvertit. Die Dame muß zunächst jüdischen Religionsunterricht erhalten, über die Lehren und religiösen Pflichten des Judentums unterrichtet werden, nach einer entsprechenden Mahnung ein rituelles Tauchbad nehmen, wödann ihre Aufnahme in das Judentum beim Rabbinat offiziell erfolgt. Dr. Groß, Wien. Es ist wahr, daß anläßlich der letzten Verschärfungen des englischen Einwanderungsgesctzes einige jüdische Stimmen laut wurden, die solche Verschärfungen angeblich im Interesse der euglischen Judenschaft für wünschenswert hielten. Es ist ebenso richtig, daß die Gegner der freien Einwanderung in England sich gerne auf diese jüdischen Sttmmen berufen. Sie haben auch darin recht, daß maßgebende französisch-jüdische Persönlichkeiten gleichfalls angeblich mit Rücksicht auf die französischen Juden eine Einschränkung der Einwanderung aus Rußland gerne sehen möchten. Sowohl in England als auch iu Frankreich waren es aber ausschließlich einige Chauvinisten und Hyperkluge, welche der Beschräukung der freien Einwanderung das Wort redeten. Die einflußreichen jüdischen Körperschaften hingegen haben hüben und drüben mit aller Energie gegen folche Verschärfungen der Einwanderungsgesetze Stellung genommen, so daß es ihnen auch gelungen ist, manche geplante Verschärfung hintanzuhalten. Es kann also füglich nicht behauptet werden, daß die einwanderungsgegnerischen KONKURS. Bei der Israel. Kultusgemeinde in Lobositz gelangt die Stelle eines , Rabbiners der zugleich Religionslehrer, Kantor und Kor eh ist, zur sofortigen Besetzung. Mit dieser Stellung ist ein Jahresgehält von 2400-• Iv nebst der staatlichen Remuneration für die Erteilung des Religionsunterrichtes an den hiesigen Volks- und Bürgerschulen, und dem Ertrage aus der Matrikenführung, Stiftungen, sowie auch freie Wohnung verbunden. Die Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. ‘Bewerber, welche österreichische Staatsbürger und nicht über 45 Jahre alt sind, wollen ihre Anbote bis 31. Juli 1913 unter Beischluß der Zeugnisse, des Geburts-, Familien- und Bildungsnachweises einbringen. Der Kultusgemeinde-Vorsteher: Max Wilhelm S c li i 11 e r. KONKURS. Der israel. Handwerkerverein „Jad Charuzim" veranstaltet zu den hohen Feiertagen im eigenen Hause einen Gottesdienst und sucht einen gediegenen Vorbeter (Kantor). Bewerber wollen ihre Offerte unter Angabe der Ansprüche an den Ausschuss des Vereines „lad Charuzim" in Lemberg, Bernsteingasse 12, bis längstens 10. August 1913 einbringen. Nichlberücksichtigte Offerte bleiben unbeantwortet. Für den Ausschuss des Vereines „Jad Charuzim": Der Obmann: Michael Ulam, Baumeister. Bei kleiner, sehr streng jüdischer Familie ist ein schönes? helles Gassenzimmer eventuell mit ganzer Pension für 2 Herren, sofort zu vermieten. — M. P., II., Rembrandtstrasse 16. G. Stellengesuch. Kaufmann, welcher gezwungen ist das Geschäft aufzugeben, sucht Lebensstellung als Aufsichtsorgan, Magazineur oder auch andere Stelle, welche für ihn geeignet wäre. — Adresse in der Administr. 1 ä 'S-, -g* 1 -g M-M gy für Schuhoberteilerzeugung gegen Be- Zahlung aufgenommen. Samstag frei. Schwartz, Wien, IV., Schönbrunners'rasse 4.

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