Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 22 (30.5.1913)
- Date
- 1913-05-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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4Lfi b!jrS Seite S94 ür-4 .Krrjih'i} V nt-n .f!'i Ii-s?K.«G-2W De. Mochs WocheUchrift. Nr. SS das ÄÜgemeind ztz M^chMi üMMr O^vNl-jplWl: - PrMyten (das GM MNch^^^-ÄM«Weo,'von Ederens doppelte Bo tf MW^K^MPv?ßGieE,HÄWWU W, jdasi Herz zu. M^dAMh: iM-.M;L rPMflAchs,Wwöxb^. Me'. -ärEetifc: .Me Ger envähnU PMun^- ufto? hejtzt auf Seifte 963 : „Zuerst mutz eM'AimGU MüMng IPW (WhjefLe Wrg^'nommen weif N"DAr'. ..ÄWchiM uud Bef Aeng g«r ü:lldie /Mr Konversion . .;; Wenn unlautere Wsichchu ^Md OeMeggründe Zugrunde liegen, so sind tzDe M enHMeLMd' "der' i f n zr^e d u t e Bisweggründ, Uj^d^zM.WpMMrt und zum ewrgjen H-eLlM Wecken Lnd zu besestigen/! Seite 905: „Sind We.'WEHMLn!G)^pM-t - la'ir te r, so sage e^^sdU, j, MDMA DE dffey,' daß er' vor allem u m enH^eAes roillen den wahren GkaübM:Ggehwtt.Müsse/und Urß jene Gründe (zum Beispßsl HpffiMEMf AlniöseU auf gute Zeugnisse und weitere WUrfWjingen, WkWe: BWbmdllngen, Erbschaften u. dM.) .p!^pW<Lk.f ti-ch seiem Sind, die Absichten des Konvertiten lauter, dann erteile der Seelsorger ihm den nötigen Unterricht." Bei demselben „ist die. g a n z e christliche Glaubens- und Sittenleh're ausführlich, gründlich i$8fä%$k aKAi s ch^vorzuiMgen. Ist der Unterricht vyllendeh so wird über den Entschluß die BdvD^ruüd^/'.und''das Hersprech en des Katechumen, tyjimt-%trrst )U leden und zu stetbett; janH ro t v kr> l l .abgefaßt, mit Bericht an das beschöf- WL^NMnMlLd MyM uich SugleW die Bitte um die MollMHh MMt,'den 'BetrAfeüden durch, die Taufe -Mje A ü f dWH^Ml H‘,'staMndeU Mtz der Auszünehmendein o^rHrrHe i'ü GeMpUürt vd n zwei selb stg e- ÄLHÜtW ' 'Aeügen- 'd or /,'p'eksammelter / Gemeinde das Glaubensbekenümis IMl ddlegt, worauf Wit^Aach-l^^FLoUnMioÄ- Priesters uuch das aller- HiMM SÄraUent geveichtwird/f Vön dem kompli- Aiertek^ TaüfaÜselbst - fei1: nur 7 erwähnt ein dreimaliger ErorzrUnus^'E heißt dreimaliges- Austreiben des Teufels/ l M£‘'Von ■ welchVm &efef[eh jeder Ungetaufte gilt: MiU Schlüsse desselben ^,UW' der Täufling seihst feiier- E ^aöst^en" MWl- ReWe- (h e. -des Teufels), seinem WrjM Wh fätoe#5 Merkest' und 'nmtz lebenslänglich einen Käntpf^Mgegeff gielobeU" 7(S.' 631.) Das wichtigste WkoMn^ PW' Taufaktes ist - daslaute Sprechen des oben ^MHMn' GMbenMMnGisses, welches am 20. Juli M59 hon' der S. Errngr. f. LM approbiert worden ist. DaWber'heißt W Äf 907 : „Der Priester, -qj^aK'Mit^GHÄtrvck und^violettÄ Stola, fitzt und vor M^MEE'-Mn!oertit?'Vch, mit der Rechten das Buch HW^VöWgelWrs 'berührend^ folgendes Glauhensbekenntiife ■: y : ^Aagesiqnts rder KenigenVEvahgeiieb, die icli mit meiner NAnä'^derüw-eU i^eiÄe^ uM' in’ der Üeberzeugung, NkLVMSHwädÄsöL>we den' G1 Lüben;seiig.werden n;ftt/jw e i lsUssA,st i e;, -ii e i -ljijg b, kia:t li o 1 i s c.h e, a p o- .f£ä ^jjs. Kir.ah.e he wali r.t, glaubt W fl* e h rh,; und ‘gegen‘ .weichenich —was ich jetzt rncr 8rn 6 Mügefetitt^katieP:.:;.;’i)1ekenhe' ich -‘ft. -N. jetzt ,at0idscihiöffe r L )U-L-d DSU s-' Lire r m ein'e f r üh e r e n % t AM e rj; -jdaß j, ipsti g^a u b e, die heilige, katholische, jj^§tej$äch^ rp^üsche' Lrchy^sei die einzige und wahre fö|che, die Christü4 auf Erden" gestiftet -hat; ü n d ihr ~tm r^te^ i'HP^ w'i c Ü-'N-tt? - g:& hr-edn Her ze n. Ich gl{fetrfhrdfiälidte7 A;r;diffc.hj;'j Welchesie' zu,;glaUben vorstellt, iMtzAHAVer<Cß\ KK-chfre r chs.rn-rne^,a^IIe s >d a s, was siB .v^r^whrh^ up-st.^'e rH-H-mmt, uhd^ ich. bin bereit, alles zu 'hEssL was sie 'ihir befiehlt’,''Ich glaube an einen .einzigen ^Gatt-lm d-r ei g od tlrehe-n Pe wOne n, -die von emand.er ilinfehsÖÜedfiöiunihfdoch; eines Mosens-sind, nämlich:? a n'd e n MjarßeTMa^^oÄO hn.Azndi.Ke ni‘;hei;l ige.p G eis t. Eer- .riftf gh^auh,ed,ie k'afhpIi8c.h6 I,ehre .von, d er "m 6m s c h w ie’r'nn d g; d e n LCi d e h/ ‘H t e rtie n ii ii d d e r Auferstehung uns'eresHerrn Jesu Christi;; . . die göttliche Mutterschaft der heilige nÜ'il'h g^ fr-äii "M är'i ansd-w i e i<h' r«i:.-m aik-atl-^C® gifüäu- 1 iChk e i t.; Di e w ah r e;' wi r kld chie u nfd:-]w e;s«m:t- 1 ic h e?G e g e n w air t d e s L e i b e s und B l;u t-e's .il'wse-- r es He fr n <T e s u G h' r i s ti^am-ts ein er y-eel e ia-n'd.- Gottheit im ^allef heiligstem ^akramnern te -des; Altars. . . . lieh glaube an -das":;Pegefieu>ef . vi:- an den Primat (Vorrang) des römischen! P ap> 8 16 s:'. . . endlich' glaube i c h. a M e sr; was •'■.durch die heiligen Cariones, durch die allgemeinen Eirchenversammlungen . . ■. namentlich über den Primat und d a-s u.n f e hlb a r e- L e h r a m t des .römischen iPapstes gelehrt, entschieden- und erklärt worden ist. Mit aufrichtigem Herzen und ungeheucheltem Glauben verabscheue ich daher und sch wöre ab j eg 11chem Irrtum, jeglicher Hetzerei und 8ekte; welche, der besagten, heiligen, katholischen: und apostolisch-römischen Kirche entgegen sind. Das verspreche, gelobe und schwöre ich N. N. So wahr mir Gott helfe u n d dieses heilige :Era n g e 1 i um Gottes.“ Nach diesem Bekenntnis empfängt nler Bekehrte die Absolution und wird in die Kirche auf genommen. Der Fall A«stschi«»ki Bon Professor Dr. Albert E n l e n b u r g. Geheimer Medizinalrat. Ja wirtlich-: Rußland — oder wenigstens das südrüssifche, hochschulberühmte Kiew — hat seit zwei Jahren seinen regelrechten RitualmordsaU: den Fall Instschinsti. Gewißtraurig und befremdlich genug; aber wir haben unsererseits kaum Anlaß, deswegen in stolzer Selbstgerechtigkeit hochmütig auf das zurückgebliebene Rußland herabzusehen. Auch, wir hatten unsere Ritualmorde und Rituälmordprozesse, vor wenig über 20 und sogar noch vor 10 Jahren: den Tantener und den Konitzer. Das vergißt sich nur allzu leicht und allzu gern;- und es ist. vielleicht nicht so - unangebracht, daran wieder, einmal bei dieser Gelegenheit .zu erinnern. In Tanten verfiel der israelitische , Metzger, und Viehhändler Adolf Buschhoss dem Verdacht, einen fünfjährigen- Christennaben zu Ritualztvecken iy eigentümlicher Weise (durch Verblutung mittelst eines Schächtschnittes am Halse) umgebracht zu haben. Außer anderen Sachverständigen , mußte : sich auch da^ MesriziMh kottegium ^M Koblenz rwit:.!.dieser F«rge, ,heschMigen^. und gab ein' Gutachten ab,; wonach die bei demermo.rd^en Knabe^- yörgesundene Halswunde mit einem „Schächtschnitt" nichts zu tun gehabte habe. Die Sache wurde vor dem Schwurgericht zu Cleve vom 4. bis 14.. Juli 1892 verhandelt und endete,- wie jeder denkende. Mensch hätte vorhersehen können, mit Freisprechung des Buschhoss; ich habe mir den stenographischen Bericht über diese Verhandlungender nicht weniger als 508 Druckseiten füllt, noch als wertvolles „document humain" ausgehoben. Dann kam, neun Jahre darauf, der fast noch schlimmere Konitzer . Fall, die bis jetzt unaufgeklärt gebliebene Ermordung des Gymnasiasten Ernst Winter, die unter einer maßlosen und wüsten Hetzägitation antisemitischer Vereinigungen und Preßorgane zu einer wahren psychischen Epidemie in Form falscher und unzuverlässiger. Zeugenaussagen und zu einer Flut nochmals sich anschließender Meineidsprozesse (Maßloff uswZ Veranlassung gab. Ich habe in einem in der Wochenschrift „Ration" damals erschienenen. Artikel nachzuweisen versucht, wie bei derartigen, einen sensationellen und aufregenden Charakter tragenden Prozeßverhandlungen unter den daran als Zeugen usw. beteiligten Personen. Autosuggestionen von verhängnisvoller Wirkung entstehen; wie namentlich die .Mindergebildeten nur allzu sehr der Gefahr.ausgesetzt sind, das von ihnen tatsächlich Wahrgenymmene mit dem nur Gehörten: oder Gelesenen, oder was bei lebhaftem Debattieren ihre Phantasie befruchtet hat, auszuschmücken oder zu vermischen. Daß dies gerade bei den Konitzer Schwurgerichtsverhandlungen in ganz ungewöhnlichem Maße der Fall war, ist aus den Prozeßberichten und der weiter daran geknüpften Zeitungspolemik unschwer -zu ersehen, - und wird wohl auch jetzt nach längst, eingetretener Beruhigung det- ,.Gemüter und Abflauen der damaligen skrupellos betriebenen Agitation kaum noch von einer Seite bestritten. - ... ... Ganz ähnliche Mächte waren und sind also .jetzt, wiederin Kiew bei dem „Fall Justschinski" am Werke, und ihre. Ünterlafsungsschuld wird es wahrlich-nicht fein, wenn auch dieser bereits feit mehr als zwei Jahren „schwebende" Fall, wenn auch hier wieder die gegen Juden erhobenen Ritualmorbeschuldigungen sich, schließlich doch ebenso haltlos verflüchtigen--. > wie. es in. ollen - früheren derartigen - Fällen bei .genauerem Zusehen ausnahmslos das Ende sein mußte. Aber bis dahin kann freilich die Geduld,und., dys Eerechtigkeitsgesühl-der,.ganzen gebildeten. Welt noch :ans .ziemlich harte .Moden gestM ioerden,. weiin^dje Sache"Zn:chMMheh,.He^- schleppüngstempo und mit Anwendung derselben TÄtif wie!oisher weitergeführt wird, lieber dieses Wie nun gibt unsl eine von Dr:' R a t h a n —" der schon' d em Könitzer .Prözeh seine aufmerksamste Teilnahme widmete — in sehr verdienstvoller" -Weife - zusammengestellte (als Manuskript gedruckte) Sammlung offizieller liniTiriillTiTiiTiriT mir