Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 20 (16.5.1913)
- Date
- 1913-05-16
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Sette 370 Dk. Blvchs Während einer der 70 er Jahre gestorben, was Einsender in einem dfir 90 er Jahre auch vom Sohne Dänemarks, von Markus erfuhr, welcher damals in Budapest, in der Dob-utcza einen Trödlerladen halte, dann nach Ajpest Werfiedelte, woer sich, während der R-Monate aufhielt, da er schon damals während der Kursaison eine Koscher-Restauration in Roznau inne hätte. Wie kommt es, daß sein Vater erst 1912 plötzlich verschollen? Hubertus. Kiteratur. Psalm 21. „Königspalm“, für eine Singstimme mit Begleitung der Orgel oder des Piano. Komponiert von Aron Friedmann, Kgl. Musikdirektor, Hauptkantor der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Dieser ausgezeichnete Kollege Aron Friedmann, dem wir bislang ais Meister des traditionellen Stils begegneten, hat uns diesmal mit einem Produkt seiner freien Gestaltungsgabe überrascht. Es ist eine Festesgabe, bestimmt, den Monarchen im Liede zu feiern. Der Komponist hat sich des deutsch übersetzten Psalm 21 bemächtigt, der unter dem Kamen Königspsalm schon im 1. Teil Schir Zion einen hervorragenden Platz, jedoch als Chorpiece, einnimmt. Wenn Friedmann diesen Psalm als Solostück veröffentlicht — und er pflegt diese mit Orgel begleitete Gattung von Einzelstimmen mit Vorliebe — so sieht er auch in der Schönheit eines solchen homophonen Gesanges, zumal die Stimme von dem Kaliber ist, welche die Konstruktur des Stückes erfordert, einen ebenso nachhaltigen Effekt, als in der Ausführung eines Gesamtchores. — Das Stück ist in C-dur gehalten, der richtigen Tonart für einen Hymnus, der kraftstrotzend, und doch des natürlichen, fast möchte ich sagen naiven Charakters nicht entbehren darf, wo sich Heiterkeit mit tiefem Ernst zu festem Bunde die Hand reichen. Unsere Herren Fachgenossen, welche über eine markante Tenorstimme -verfügen — der Umfang der Melodie geht nicht über das eingestrichene „G“ hinaus — werden gern da hinzugreifen, wenn es gilt, ihr Lieblingsrepertoir um eine Prachtpiece zu bereichern, deren Exekutierung am Geburtstage des Landesfürsten so recht am Platze ist. Daher sei sie allen dynastisch treuen Sangesbrüdern, welche Liebe zu Kaiser und Vaterland im Herzen tragen und der Muse unseres genialen Kollegen sympathisch gegenüberstehen, wärmstens empfohlen. Jungbunzlau, im Mai 1913. B. Singer, Oberkantor. Dr. M. Grunwald, Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde. 16. Jahrgang, 2. Heft. (Der ganzen Reihe 46. Heft.) Wien 1913. — Diese Mitteilungen erscheinen zugleich als Organ der Gesellschaft für jüdische Volkskunde in Hamburg. Inhalt: Grunwald: Die Fürther Megilla. — 8. Beilin-Grimwald: Scherzfragen der jüdischen Schuljugend in Rußland. ■— L. Klein-Grunwald: Sprichwörtliche hebräische Zitate. —Grunwald: Zur jüdischen Kulturgeschichte im österreichischen Vormärz. — Grunwald: Altjüdisches Gemeindeleben. — Bücherschau. — Alle Sendungen werden erbeten an die Adresse des Herausgebers: Wien, XV., Mariahilferstr. 167. The Jewisk Review. Edited by Norman Be nt wich and Dr. Joseph Hochmann. Contents: Editorial Notes: Jewish Political Impotence; The Preservation of Jewish Monuments in Palestine; „The Jewish Review“, Vol. IV. — Dr. W. H. Bennett: Permanent Contributions of Post — Exilic Jews to the Advance of Religion. — Mrs. M. A. Spielmann: Woman’s Place in the Synagogue. — M. E. Lange: The Ruined Synagogues of Galileo. — Rabbi H. M. Lazarus: The Gaon of Wilna. — Rev. A. Cohen: The Problem of the Pentateuch: A New Phase. — Reviews of Books: Cuneiform Parallels to the Old Testament. — Dr. Samuel Daiches: David Einhorn Memorial Volume. — Rev. G. Friedlander: Encyclopaedia of Religion and Ethics. Vol V. •—, Vol. IV. No. 19, May 1913. Geo. Routledge & Sons, London. Genealogische Studien über die alten jüdischen Familien Hannovers. Im Aufträge der Direktion des Wohltätigkeitsvereines (Chewra Kadischa) der Synagogengemeinde Hannover an der Hand der Inschriften des alten Friedhofes, bearbeitet von Dr. 8. Gronemann, Landrabbiner zu Hannover. Erste Abteilung: Genealogie der Familien. Zweite Abteilung: Grabschriften und Gedächtnisworte. — Preis M. 6.—, geh. 7.—. Verlag Louis Lamm, Berlin C. 2. Wochenschrift. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift -für das gesamte Judentum. Organ der Alliance Israelite Universelle. XIII. Jahrgang. Heft 5. Mai 1913. Inhalt: A. Benesra: Das Lebensrecht der Wenigen. — Karl Schwarz: Zwei junge Graphiker (mit 10 Illustrationen). — N. M. Gelber: Dow Ber Meiseis (Ein Beitrag zur Geschichte der polnischen Juden in den Jahren 1861 bis 1863). — Arthur Silbergleit: Die Rothschilds (mit 7 Illustrationen). — A. Warszawski: Die Lehrerin. — Prof. Dr. Ermanno Loevinson: Die Juden Italiens (IV) (mit 9 Illustrationen). — Literarische Rundschau. — Mitteilungen des Zentralkomitees der Alliance Israelite Universelle: Die Konstituierungsversammlung der Freien Organisation der A. I. U. — Die Israeliten Rumäniens. — Spenden für die orientalischen Juden. — Notizen. — Dr. Emanuel Lasker: Schach. — Inserate. — Verlag Ost und West Leo Winz, Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstraße 32. Briefkasten. 33. D. in W. Die Angabe, daß Herr Prof. Burg der erste Jude ist, der in Preußen zum Direktor einer höheren Lehranstalt berufen wurde, ist durchaus zutreffend. Denn die in der Statistik aufgeführten zwei Direktoren der Nichtvollanstalten in Hessen-Nassau find vermutlich die Leiter der beiden Frankierter höheren .spezifisch jüdischen Lehranstalten, kommen also für die allgemeine Statistik der königlichen und städtischen, wie der anderweitigen konfessionellen bezw. paritätischen Anstalten nicht in Frage. Jüdische Oberlehrer waren nach dem bekannten Kunze-Kalender im Jahre 1912 94 angestellt, darunter 8 an königlichen und 86 an städtischen Anstalten. Von den letzteren entfallen nicht weniger wie 56 aus die Provinz Brandenburg, d. h. Berlin, und 23 auf Hessen-Nassau, d. h. Frankfurt a. M. In Hannover, Ostpreußen, Pommern, Posen, der Nheinprovinz, Schleswig-Holstein, Westfalen ist kein einziger Jude an höheren Lehranstalten angestellt. Zephirah, Cernowitz. Die Entwicklungsgeschichte der österreichischen Kultusgemeinden ist ein sehr weites Gebiet und die Quellen sind außerordentlich zerstreut, so daß die Zusammenstellung und Aufzählung der letzteren ein eingehendes längeres Studium erfordert. L. P. An der Erforschung der Polargegenden hatten seyvn seit Jahrhunderten Inden, den regsten Anteil. Fast an allen amerikanischen Nordpolexpeditionen der Neuzeit haben Juden teilgenomnien, so 1853 die Juden Gary und Becker, die zu den Begleitern Elissah Keilt Kahnes gehörten, 1860 August Sonntag und Dr. Isaak Israel Hayes. Der Astronom Ed. Israel verlor aus der Lady Franklin Bax-Expedition 1881—1884 sein Leben. Jsr. Bessels unternahm, von Petermann in Gotha eriilutigt, 1869 die erste Reise in den arktischen Ozean. Cook und Peary hätten ihre Expedition kaum antreken können, wenn der jüdische Forscher Dr. Boas, Professor an der Clark- Universität in Worcester, nicht drei Jahre lang unter den Eskimo- Stämmen des nördlichen Amerika die Vorarbeiten geleistet hätte. Den größten Anteil an der Expedition Pearys hat der Professor der Geologie in Philadelphia, Angelo Heilprien, der im Jahre 1892 die Expedition -Nr Rettung Pearys in das Eisgebiet über Grönland hinaus organisierte lind cs auch gelang, Peary samt seinen Teilnehmern, inklusive Cook heil heim zu bringen. Näheres darüber hat Rabbiner Dr. Max Grunwald in seinen Vorträgen: „Juden als Forschungsreiscnde" gebracht. M. H. in K., Galizien. Die Verordnungen über die Sonntagsruhe in Gauzien gestatten einem jüdischen Bäcker die Sonntagsarbeit nur mit jüdischen Gesellen, nicht aber auch mit christlichen Gehilfen. Notiz. Haupttreffer. 400.000 Francs in Gold hat eine Frau auf ein in Brünn gegen Ratenzahlungen gekauftes türkisches Staatslos No. 395.428 schon nach Bezahlung der dritten Rate gewonnen, wovon sich jeder überzeugen kann. Es ist bekannt, daß der Zufall das Glück regiert und wird es niemand versäumen, sich bei der wieder aufgeklärten politischen Situation uni einen veihältnismäßig kleinen Betrag ein Los zu kaufen um dadurch d:e Möglichkeit eines Haupttreffers zu gewinnen. Am 1. Juni wird abermals eine Ziehung der Türkenlose statttinden und machen wir bei dieser Gelegenheit auf den unlängst unserer Zeitschrift beigelegenen Prospekt aufmerksam. Wer diesen noch nicht besitzen sollte, wende sich an das Institut »Glücksrad« in Brünn, Rudolfsgasse 12, welches jederman beim Loskaufe kulantest bedient. Es versäume daher niemand, auch sein Glück zu versuchen, und bestellen ein Los bei genanntem Institute. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise inniger, tröstlicher Anteilnahme anlässlich des jähen Ablebens ihres teuren Familienoberhauptes Kantor Abraham Pekarnik dankt allen ihren Freunden und Bekannten auf diesem Wege Familie Df. Alexander Pekarnik.