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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-05-16 · 20 (16.5.1913) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
20 (16.5.1913)
Date
1913-05-16
Page
– (sequence 16)
Language
German
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■mww mjAuaMuamaiBB Seite 368 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 20 großer Beteiligung des Publikums statt. Unter den erschienenen Trauergästen bemerkte man: Stanislaus Grafen Hoyos, Gustav Edlen v. Schiumberger, Hofrat Baron Gautsch, Präsidenten Dr. Brettauer, Vizepräsidenten Stögermaycr mit den Direktoren Popper, Kuranda, Markus, Ichenhäuser, Heinsheimer und Alexander Weiner nebst den Direktoren-Stellvertretern und deren Beamten, sowie ferner den Präsidenten des „Merkur" und die Bankdirektoren: Bloch, Kohn, Kur, Löwy, Neurath, Schwarz, Graf, Brüll, Regierungsrat Wismayer, Baukdircktor Ludw. Weiner, Schriftsteller Siegfried Löwy u. a. Die Unioersitätsprofessoren Dr. Ehrmann, Dr. Hajek, Dr. Josef Pollak, Regierungsrat Dr. Frankfurter, Dr. Nobel, Dr. Pins. Von Seite der Wiener Kultusgemeinde erschienen die Vorstände Salo Cohn und S. Steiner, Rabbiner Dr. Kaminka als Sekretär der „Ifr. Allianz" und zahlreiche Vertreter der übrigen Bezirkstempel. In Vertretung des Wiener Iubilaums-Frauen-Vereines zur Bekleidung armer alter Frauen die Präsidentin Frau Ernestine Gerber, die Vizepräsidentin Frau Berta Weinwurm, die Schriftführerin Frau Marie Steiner und Frau Erna Piowati, die Vorstandsdamen Frau Dr. Bir und Frau Pisk, und der Beirat Herr Leopold Weinwurm. Der Vizepräsident kaiserl. Rat Weil, Direktor Dr. Mautner, Direktor Seisfert, Direktor kaiserl. Rat Prager, Präsident Löwy aus Sarajevo; tue Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Bloch, Dr. Kuh, Dr. Kuranda, Dr. Pfeifer, Dr. Goldmann, Dr. Tezner und eine Menge persönlicher Freunde und Verehrer des Dahingeschiedenen. Nach Absingung der Trauerpsalmen durch Ober-Kantor Don Fuchs mit dem Tempelchor wurde der Sarg in den Leichenwagen getragen, den ein Blumenwagen begleitet hatte, und obgleich Kranzspenden im Sinne des Verstorbenen ausdrücklich verbeten worden waren, so war doch die Zahl der sichtbaren Zeichen der dem Toten bezeugten allgemeinen Verehrung eine sehr große. In der Zeremonienhalle hielt Rabbiner Dr. Vach die Funktion, worauf ein Neffe des Verstorbenen, Rabbiner Dr. Emanuel Schwarz aus Prag, einen von warm empfundener Innigkeit eingeflößten Nachruf hielt, worin er das ausgebreitete Wissen, die lautere Gesinnung, die wahre Menschenliebe und die einzigartige Wohltätigkeit des Heimgegangenen Mannes in Worten pries, die auf die Herzen der Versammelten einen nachhaltigen Eindruck machten. — Es sprachen noch im Namen des Wiener Bankvereins Herr Direktor Bernh. Popper, Herr Prokurist Schier im Namen der Beamtenkörperschaft und Herr Dr. Knöpfmacher namens der V'nei B'rith-Loge. Unter nochmaliger Rezitation eines Trauerchorals erfolgte die Beisetzung eines Mannes, der — alles in allem gesagt — dem Judentum, zu dessen besten Kennern und Bekennern er zählte, leider viel zu früh entrissen wurde. —z. Eine AuerkMNlltlg für dm Verein „Einheit". Die Leistungen des Vereines „Einheit" zur Erhaltung von jüdischen Speisehallen Werden immer mehr und mehr unerkannt und fmiden in immer winteren Kreisen berechtigte Förderung. Eine der schönsten Anerkennungen Wurde der rührigen Vereinsleitung Während des letzten PeMMestes zuteil, indem 7150 Personen während dieses Feststs die Speisehalle des Vereines, II., Malzgaffe 12, in Anspruch nahmen und daselbst das 'Fest der Ueberschreitung feierten. Diese Frequenz- Mer weist gegenülbser dem Peffachfeste im Vorjahre (5800) eine Zunahme von 1350 Personen aus. Besonders feierlich, gestalteten sich die Sederabende. Da hat der Vereinsvorstand, insbesondere der Obmann Herr Bernhard Hofbauer und der Oekonom Herr Adolf Fischer, der seine hervorragenden Fachkenntnisse auf wirtschaftlichem Gebiete selbstlos in den Dienst des Vereines gestellt, tatsächlichdie Volksspeisehalle zu einem wahren Heim glestaltet, das die vielen Besucher ihre traurige Lage vergessen ließ. Militär und Zivil, Arbeiter, Händler und Handelsangiestellter, sich selbst überlassene Mädchen, alleinstehende Greise, Mittelschüler und Hochschüler, oder auch ganze Familien, alle stimmten an der festlich geschmückten Tafel frohgemut die trauten, alten Melodien an, die ihnen aus ihrer Kindheit unvergeßlich blieben. Am 1. Sederabende erschien auch der Präsident der Wiener isr. Kultusgemeinde, Dr. Alfred Stern, in der Speisehalle und nahm an d-rm Seder teil. Er durchschritt alle Säte, besichtigte die Küche und die übrigen Räume, verweilte längere Zeit in dem Saale, in welchem die Schützlinge dies Elternvereines „Pestalozzi" den Seher feierten, und sprach sich, über das Gesehene in lobender Weise aus. Das herannahende Wochenfest findet den Vereinsvorstand Wieder gerüstet, um der großen Aufgabe gewachsen zu sein. Die bisherigen großen Erfolge des Vereines und seine zielbewubte Tätigkeit berechtigen zur Hoffnung, daß das milde jüdische Herz anläßlich des Schowuausfestes dieses Vereines und seiner großen Aufgaben gedenken wird. Wien. (V e r e i n j ü d i s ch e r P o r t i e r e.) In der jüngst stattgehabten Generalversammlung war der Obmann des Vereines Herr Karl Zerkowitz in der Lage, festzustellen, daß die Intentionen des Vereines in den Kreisen der jüdischen Hausbesitzer immer mehr Anklang finden. Viel zu diesem günstigen Umschwung hat die Tatsache beigetragen, daß die Mitglieder im abgelaufenen Winter einen Fachknrs absolviert haben, in welchem sie in allen für einen modernen Portier und Hausbesorger notwendigen Kenntnissen unterwiesen wurden. Dank dieser energischen 'und zielbewußten Tätigkeit des Vereinsvorstandes ist es gelungen, bereits nahezu hundert Portier- und Hausbesorgerposten mit Juden zu besetzen. Die Besetzung des 100. Postens wird dem Vereinsvorstand den Anlaß bieten, dieses wichtige Ereignis entsprechend zu feiern. Eine Berechtigung hiezu liegt umso mehr vor, als es sich nicht um eine interne Angelegenheit des Vereines, sondern u n die ersten Erfolge einer stillen, aber praktischen sozialen Arbeit limdelt, die für die jüdische Gesamtheit von weittragender Bedeutung ist und die weitestgehende Förderung aller in Betracht kommenden K c se verdient. Jüdischer Schulverein für den IX. Bezirk. Die stetig wachsende Zahl der Schüler (derzeit 330) unserer Lehranstalt dürfte zu Beginn des nächsten Schuljahres die Errichtung weiterer Parallelklassen notwendig machen. Um über den Umfang dieser Erweiterung einen Ueberblick zu gewinnen und selbe rechtzeitig vorzubereiten, richten wir an die p. t. Eltern die Bitte, die Einschreibungen für die mit Beginn des Schuljahres zu eröffnenden Kurse schon derzeit bis 15. Juni vorzunehnien. An Wochentagen von 1jA bis an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr. Verein zur Beförderung der Handwerker unter den inländischen Israeliten. Am 18. Juni l. I., als am Sterbetage des Herrn Siegmund Edlen von Wertheimstein gelangen die Interessen dieser Stiftung als Prämien an die sittlichsten und tüchtigsten Gesellen zur Verteilung. Bewerber um diese Prämie haben ihre stempelfreien, mit Arbeitsnachweis belegten Gesuche bis 10. Juni l. I. dem Verein zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten, Wien, IX., Grünethorgasse 26, einzusenden. Wien. Dr. Siegfried Frankl übt wieder seine kurärztliche Praxis im Bad Luhatschowitz aus. Er ist dort der einzige jüdische Knrarzt. Spenden im Leopold st ädter Tempel: Von den Herren Robert Bellak Kronen 20.—, Baruch Kohn 130.—, Friedrich Karbach 200.—, Rabbiner Dr. M. I. Bach 10.—, kais. Rat Leopold Sachs Edler von Sachsenhall 200.—, Hermann Witrofsky 100.—, Julius Wolf 300.—, Rektor Dr. Adolf Schwarz .20.—, Jakob Kann 150.—, Julius Grübet 110.—, Bernhard Engel 60.—, Gustav Leichter 30.—, Moriz Ascher 10.—, Alois Theumann 200.—, Simon Horwitz 10.-, Rabbiner Dr. D. Feuchtwang 10.—, Salomon Stein 200.—, Mathias Rosenberg 60.—, Samuel Pisk 30.—, Isidor Schneider 50.—, Ignaz Steiner 80.—, Ignaz Bruckner 190.—, Moriz Schwarz, Auscha 50.—, Philipp Kohn 100.—, Adolf Schreiber 150.—, Samuel Goldmann 100.—, Dr. A. Kapralik 60.--, Dr. Alexander Hirsch 100.—, 3 u | a in nt e ii von 28 Personen Kronen 2720.—. Wien. (Akad. Verein jüdischer Mediziner, Wien.) 1. Ab 12. Mai 1913 befindet sich unser Vereinslokal IX., Earnisonsgasie 22. 2. Mittwoch den 21. Mai I. I. veranstaltet der Verein eine Exkursion in die Hammerbrotwerke. Auskünfte und Anmeldungen zur Teilnahme im Vereinslokale, IX., Garnisonsgasie 22. (Amtsstunden täglich 2—3 Uhr.) Gäste herzlichst willkommen. - II. Spendenverzeichnis für die Rabbinerwaisen in Tyrnau. Wien: Simon Braun 10, Rudolf Fuchs, Schriftstcller 4, Josef May 5, Spielertrag Lustkandlgasse 6, Rudolf Weinwurm 10, kais. Rat Wilhelm 10, David Wolf 2. (In Nr. 16 soll es heißen: S. Goldmann 30, PH. Hofbauer, Sammlung 15.) Berlin: Sally Guggenheim 10, M. Frankl 2, Aron Hirsch 20. Borghorst: 7.06. Breslau: Familie A. M. Perle 12, Berthold Danzig 10. Brünn: Leopold Fischhof 10. Burg Haslach: M. Massenbacher 7. Burgpreppach: 6. Köln: Firma Martha Weil 6. Er eg-

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