Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 18 (2.5.1913)
- Date
- 1913-05-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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St.. 18 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 323 An Spenden sind eingelaufen: Von Herrn H. A. Covo durch Herrn Dr. Libitzky für Arme.K 500.— „ Herrn Dr. Alfred Grlinbaum für einen chmitativen Zweck . ... 200.— „ Herrn Gustav Gliicksmann für Woyltätigkeitszwecke „ 30.— „ Herrn L. Minlos, Waschpulverfabrik, für das Armenhaus der Fanni Jeiteles-Stiflung.„ 25.— Sammelergebnis des Herrn Leopold Klein für die Erbauung und E Haltung von israel. Knabenwaisenhäusensi in Wien.K 1405.— Bon Anoi h nus, durch Herrn Jakob Bock, für wohltätige Zwecke.... 20.— „ A. M Wien VII. für Arme.. 6.- „ Frau Alice Berger anläßlich des Ablebens ihres Gatten Herrn Otto Berger zur Verteilung an Arme „ 1000.— „ Herrn Autor Winter anläßlich des Todestages seiner Mutter für Arme .„ K’O — „ Herrn Ludwig Meyer für das Kindrrspital. ... „ 50.— „ Julius Weinberger durch das Gemeinde- Vermittlungs-Amt Floridsdorf für Arme.. 10.— „ Frau Rosa H. I o s e f für den Talmud-Thora-Verein .... X 2.~ „ die Kinderbewahr-Anstalt . . . „ 2.— „ den Verein zur unentgeltlichen Verpflegung Brustleidender auf d. Lande „ 2.— „ 6.— „ Herrn Otto B e st e r für das Kinderspital.„ 3.— Tempelspenden: II., Tempelgasse: Von Herren: Baruch Kohu K 100.—, Rudolf Lampl 150.—, Johann Kohu 50.—, Wilhelm Schallinger 150.—, Georg Schallinger 50—, Alfred Landcsberger 90.—, Samuel Pisk 10.—, Sandor Spiegel 60.—, Victor Karpfen 20.—, Salomo» Cnc owicka 500.—, Andre Stern 100.— . Von 11 Personen zusammen Iv 1280.—. Den Bericht über den Rechnungsabschluß, betreffend die Einnahmen und Ausgaben des letzten Verwaltungsjahres, erstattet an Stelle und im Aufträge des durch Unwohlsein verhinderten Referenten, Kultusvertreters Dr. Leopold Kohn, der erste Sekretär kais. Rat Tr. Theodor Lieben: Ich erlaube mir Ihnen hiemit den Rechnungsabschluß über die Finanzgebaruag unserer Kultus gemeinde im Jahre 1912 vorzulegen. Sie entnehmen demselben, daß in dem abgelaufenen Jahre die Finanzgebarung sich um X 256.952.98 günstig erstellte, als dies im Präliminare angenommen wurde. Das angeführte Plus geht aus folgender Aufstellung hervor: Pro 1912 wurden an Einnahmen präliminiert.X 3,221.179.— die wirklichen Einnahmen betrugen . . . . „ 3,496.863 85 daher um.K 275.684.85 mehr als präliminiert wurde. An Ausgaben wurden f. das Jahr 1912 präliminiert.Iv 3,288.310.07 die wirklichen Gesamtausgaben betrugen . „ 3,307.012.03 es ergibt sich sonach ein Mehr an Ausgaben um. . ..K 18.701.96 Zieht man nun von den Gesamteinnahmen per.K 3,496.863.85 die Gesamtausgaben per. „ 3,307 012.03 ab, so verbleibt ein Ueberschuß von . . . X 189.851.82 Nachdem jedoch das Präliminare pro 1912 einen Fehlbetrag von ..K 67.131.07 answeist, so ist das Ergebnis gegenüber dem Präliminare um ... ..K 256.982.89 günstiger. Dieses günstige Ergebnis ist hauptsächlich herbeigeführt durch einen Refundierungsbetrag von mehr als X 44 394.—. Im Abschnitte B, Kapitel XIII, Mehreinnahmen im Beerdigungswesen um X 51,149.38, Mehreinnahmen im Kapitel Zentralfriedhof um X 43,175.71, Mehreinnahmen X 104.211 34 Kultussteuern und um zirka X 75.000.— geringere Inanspruchnahme der allgemeinen Reserve per X 100.000.—, denen wiederum eine Anzahl von größeren, das Präliminare überschreitenden, beziehungsweise nicht prälimini.rten Ausgabe- Posten gegenüberstehen, darunter insbesondere die im Budget nicht vorhergesehene Subvention von X 100.000.— zum Tempelbau am Volkert, erhöhte Ausgaben im Kapitel Unterstützungen und besondere Ausgaben für Reparaturen, ein Minus im Kapitel Fleischregie um mehr als X 15.000.— gegenüber dem Präliminare. Wenn wir auch alle Ursache haben, mit diesem finanziellen Ergebnisse des Jahres 1912 zufrieden zu sein und wenn wir weiters auch aus demselben entnehmen, daß die Budgetierung mit strengster Gewissenhaftigkeit und Berücksichtigung aller Verhältnisse vorgenommeu wird, so erlaube ich mir dennoch die Aufmerksamkeit des geehrten Vorstandes auf mehrere schon früher und auch bei dieser Gelegenheit zutage tretende Umstände zu lenken. Bei der Post Fleischregie machen wir die Wahrnehmung, daß die Ausgaben ständig wachsen und die Einnahmen, welche wir gerade auf diesem Gebiete mit Recht zu erwarten Hütten, stä dig zurückgehen. Es entzieht sich meiner Beurteilung, ob und inwieweit diesfalls eine Aenderuug in dem betreffenden Personal-Status vorzunehmen wäre, ob etwas in der Kontrolle nicht stimmt. Allein, daß so bedeutende Rückgänge in den Einnahmen mit einemmale eingetreten sind, das kann nicht bloß auf den Umstand der Fleischteuerung n'w. zurückzuführen sein. Da dürften meiner unmaßgeblichen Meinung nach noch andere Momente Mitwirken, und es würbe sich daher empfehlen, diesfalls die Angelegenheit einer eingehenden Prüfung und Untersuchung zu unterziehen. Nicht ohne weiteres möchte ich an dem Abschnitte I), Spital, vorübergehen. Es ist nicht genügend aufgeklärt, daß bei dem Umstande, daß im Verwaltungsjahre 1912 die Abt.ilung des Herrn Prvf. Braun wegen der im Zuge brfindiichen Herstellungen durch längere Zeit nicht belegt wurde, nur ein so geringfügiges Minderergebnis in einzelnen Posten vorkommt, daß trotzdem die Post Medikamente mit einem höheren Ansätze, als präliminiert wurde, ausgewiesen erscheint. Auch diesfalls dürfte sich eine eingehende Behandlung empfehlen und wären Aufklärungen bei der Verwaltung, resp. Direktion einzuholen. Die Gebahrung in dem Versorgungshanse erweist sich auch in dem Rechnungsabschlüsse als eine durchaus befriedigende, und es können diesbezüglich nicht genug die Verdienste unseres hochgeehrten Vizepräsidenten Herrn Doktor Rappaport und des Damenkomitees anerkannt werden. Es würde zu weit führen, wenn ich Ihnen noch weitere Details vortragen wollte. Allein ich kann nicht umhin, hier wiederholt mit größtem Nachdrucke zu betonen, daß wir trotz des günstigen Ergebnisses aus dem Jahre 1912 bemüsiigt sein werden und bemüht sein wollen, uns in den Ausgaben soweit als möglich Beschränkungen aufzuerlegen. Die Ausgaben wachsen naturgemäß, sie wachsen mit der Zunahme der jüdischen Bevölkerung, welche nicht in dem Verhältnisse die Einnahmen vermehrt, als sie die Lasten und Ausgaben erhöht, und wenn wir auch annehmen können und wollen, daß in der Folge die Steuereinnahmen wenigstens in der gleichen Höhe wie im Jahre 1912 einlaufen werden, so dürfen wir es nicht übersehen, daß die bisherigen Haapteinnahmeu Resonrcen, Steuern und Friedhof- und Beerdigungswesen sind. Wir dürfen nicht übersehen, daß wir Heuer besondere Einnahmen, wie zum Beispiel Refundierung des Schulbeitrages geringere Inanspruchnahme der allgemeinen Reserven hatten, mit denen wir nicht regelmäßig rechnen können und daß wir mit größeren Ausgaben in den nächsten Jahren zu rechnen haben werden. Ich komme bei diesem Thema wieder auf einen Umstand zurück, den ich wiederholt in Anregung gebracht habe und den ich, wenn er nicht demnächst in Angriff genommen wird und ich in der Lage sein werde, vor Sie hinzutreten, immer wieder in Anregung bringen werde und das ist der Betrieb der Gräberausschmückung in eigener Regie. Wie Sie aus dem Rechnungsabschlüsse entnehmen, hat der uns von dem derzeitigen Unter-