Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 15 (11.4.1913)
- Date
- 1913-04-11
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite L7L Nr. 1b Dr. Vlvchs Wochenschrift. einem nach dein Leben gezeichneten Familiengemälde in treffender Realistik und meisterhafter psychologischer Begründung. Schade, daß der Verfasser den Fehler beging, «seine jüdischen Typen — ganz unnötigerweise — hie und da „jüdisch“ sprechen zu lassen. Die Kenntnisse des „Jüdischen“ fehlen aber dem Autor. Der Jargon, der hier angewendet wird, existiert weder bei den westlichen, noch bei den östlichen Juden, ist lediglich Produkt der Phantasie. Natürlich kommen komische Verwechslungen vor. So Reißt es 8. 74 beim Abschiednehmen zweier Personen: „Schließlich entließ er Heinrich mit einem herzlichen Masseltoff”. (1!) Nicht besser bestellt ist es mit den anderen Einstneuungen der Jargonsprache, wodurch die Schönheit des Buches geradezu verunstaltet wird. Eine Ausmerzung dieser Barbarei wäre für eine zweite Auflage dringend zu empfehlen., Das Buch ist gut und verdient eine Säuberung von verunstaltenden Schlacken. Judäus. Eine ungekannte AVelt. Zweiter Band: Zwischen Rhein und Wolga. Erzählungen aus dem jüdischen Familienleben. Preis Mk. 2.50 bröseln, Mk. 3.50 geh. Frankfurt a. M. 5673. Verlag von Sänger u. Friedberg. Prof. Dr. Samuel Krauß, Wien. Die Ehe zwischen Onkel und Nichte. Sonderabdruck aus Studies in Jewish Literature. Issued in Honor of Professor Kaufmann Kohle;-, Pli. D. President Hebrew Union College, Cincinnati, Ohio. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Organ der .Alliance Israelite Universelle. XIII. Jahrgang. Heft 4. April 1913. Inhalt: Bin jamin Segel: Geld und Gott. — Karl Bayer: Zu den Bildern von Regine Mundlack (mit 12 Illustrationen). — Felix Halle: Die Emanzipation der Juden in Preußen (Schluß). — Thekla Skorra: Noemi und der Ritter. — Dr. Simon Bernfeld: Franz (Delitzsch (mit Porträt). — Dr. Leopold Hirschberg: Lord Byrons hebräische Gesänge und die Tondichter der romantischen Schule. — Musikdirektor A. Friedmann: Professor William Wolf (mit Porträt). — Literarische Rundschau. — Mitteilungen des Zentral-Komitees der Alliance Israelite Universelle: Das Lehrlingswerk der Alliance in Tunis. — Notizen. — Inserate. — Verlag Ost und West Leo Winz, Berlin- Charlottenburg, Knesebeckstraße 32. Jung-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIV. Jahrgang Nr. 7. Prag, den 28. März 1913. (19. Weadar 5673.) Inhalt: El. Lädier: Meines Sohnes Wiegenlied. — Dr. Adolf Schmidl: Aus Sansinniin. — Hans Gideon: Der Engel des Todes. —, M. Scherlag: Judenlied. — Sieg. Werner: Heimkehr. (Mit Illustration.) — Josef Hart: Das Dreigespann. (Fortsetzung.) — Dr. Adolf Heller: Rabbi Chiskia. (Schluß.) :— J. Brenner: Ins Land der Väter. (Schluß. Mit Illustration.) — Guck in die Welt. — Uebersetzungs- Aufgabe. — Rätsel. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. Kriefkaste«. Wilhelm Riegelhaupt, Krakau. Am 11. April. Herrn Dr. Artur Landesberger in Berlin. lieber Ihren Wunsch notieren mir hiermit Ihre Mitteilung, das; ein Schreiben des Herrn Leo Winz an Sie den Wortlaut hat: „Sehr geehrter Herr Doktor! Obgleich Ihre Rechtfertigung nicht ganz ausreichend ist, werde ich sie aufnehmen, allerdings unter Hin Weglassung der von mir durch st richenen Stelle n." Salo Ettinger, Kantor, Lomnitz bei Brünn. Teplitz-Schönau. A. F., Mähren. Das ist verschieden. Wiener Tempelvereine bestellen ihre Beamten desinitv. Notiz. Jüdische Bühne. Direklion M. S i e g l e r, „Hotel Stefanie", II., Tadoruratze 1z. Donnerstaa den 10. und Freitag den 11. April: Neu! Zum ersten Male: „Die gebrochenen Herzen", von S. Liubin. — Samstag den 12. Aprll: „Sulamith". Operette von A. Goldfaden. — Sonntag den 13. Aprtt, Uhr nachmittags zu halben Preisen: «Jojm Hachipe", von L a t e i n e r. — Sonntag den 13.. April, 8 Uhr abends: „Mensch soll men sein", Operette von M. S ch o r r. — Mittwoch den 16. April: Große Festvorstellung zu Einen der Frau Rosa Siegler. Zur Aufführung gelangt: „Das lnstige Weib'l". _ Wiener Versicherungs-Gesellschaft. Unter 'dem Vorsitze des Verwaltungsrats-Präsidenten Herrn Paul Ritter von Schneller hat diese Gesellschaft am 1. April a. c. ihre XXXII. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Dem Jahresberichte ist zu entnehmen, daß die Entwicklung des Geschäftes, namentlich in der Feuerversicherung, neuerdings erfreuliche Fortschritte gemacht hat, so - daß die Gesellschaft in der Lage ist, eine erhebliche Steigerung der Prämie nein n ahme zu verzeichnen und die Prämienreserve in diesem Versicherungszweige mit dem Betrage von K 153.491 62 für eigene Rechnung zu dotieren. In der Feuerversicherungsbranche wurden Werte im Belaufe von K 2.732,809.808'— versichert und eine Prämieneinnahme von K 14,195.936 96 erzielt, von welcher nach Kürzung der abgegebenen Rückversicherungen für eigene Rechnung Iv 7,183.239 68 verblieben. Zuzüglich der im Jahre 1912 vereinnahmten Polizzengebühren bezifferte sich die Prämieneinnahme für eigene Rechnung insgesamt auf Iv 7,330.643 35. Dagegen betrugen nach Kürzung der vereinnahmten Schadenanteile von den Rückversicherern die für eigene Rechnung bezahlten Schäden K 4,685.650 33. In der Tiymsportversiclierungsbranche wurden nach einem Versicherungswerte von K 30,249.825'— zuzüglich der Polizzengebühren Kronen 58.7.901'65 vereinnahmt, dagegen beliefen sich die bezahlten Schäden nach Abzug der Rückversicherungsanteile und unter Berücksichtigung der pendenten Schäden auf Kronen 93,554'53. Die Versicherungssumme in der Hagelversicherungsbranche betrug Iv 47,270.463'—, die Prämieneinnahme Iv 2,277.710'84. Nach Kürzung der abgegebenen Rückversicherung verblieb eine Netto- Prämieneinnahme von Kronen 1,565,657'74, welche zuzüglich der vereinnahmten Polizzengebühren eine Einnahme für eigene Rechnung von Kronen 1,603.424'46 ergab. Dagegen war für bezahlte und reservierte Schäden ein Betrag von Iv 1,496,075'— für eigene Rechnung erforderlich. Das Portefeuille der in späteren Jahren fälligen Prämienscheine beziffert sich am Ende des Jahres 1912 auf Iv 34,670.418 93. Die Fonds der Gesellschaft betrugen laut Bilanz-Konto Iv 10,235.314 50 und erscheinen durchwegs in erstklassigen Werten plaziert. Nach Erteilung des Absolutoriums wurde beschlossen, von dem Reingewinne per Iv 632.334 20 nach Kürzung der statutenmäßigen Tantiemen an den Verwaltungsrat und Vorstand a) dem allgemeinen Kapitals-Reservefonds Iv 100.000'— zuzuwenden, wodurch derselbe die Höhe K 1,450.817 70 erreicht; bj dem Pensionsinstitute der Beamten und Diener der Gesellschaft Iv 80.000'— zuzuweisen, wodurch sich das Vermögen dieses Institutes auf K 1,268.951 45 erhöht; c) K 300.000'— als Dividende zu verteilen, mithin den Coupon Nr. XXXII. ab 2. April a. c. gleichwie im .Vorjahre mit K 30'—, d. i. 71 /2 Prozent, zur Einlösung zu bringen und den Rest von Iv 95.702'26 auf Rechnung des Jahres 1913 vorzutragen. Schließlich wurde die beantragte Abänderung der Gesellschaftsstatuten genehmigt. Wiener Lebens- und Renten-Versicherungs-Anstalt. Die XXXI. ordentliche Generalversammlung dieser Anstalt wurde ajm 1. dieses Monates unter dem Vorsitze des Verwaltungsrats-Präsidenten Herrn Paul Ritter v. Schneller abgehalten. Laut des vom Vorstande erstatteten Berichtes betrugen die Neueinreichungen im Jahre 1912 über 19 Millionen Kronen und die auf Grund derselben ausgefertigten neuen Polizzen rund 17 Millionen Kronen an versichertem Kapital und K 50.000'— jährlicher Rente. Mit Ende 1912 hat der Versicherungsbestand rund 148 Millionen versicherter Kapitalien und Iv 400.000'—- versicherter Jahresrente erreicht. Die Gewährleistungsfonds der Anstalt, welche auch im Berichtsjahre eine weitere erhebliche Steigerung erfahren haben, betragen mit Ende 1912 rund 46 Millionen Kronen. Aus dem Gewinnfonds der Versicherten per Iv 425.590 20 gelangt ab 15. Juli a. c. ein Gewinnanteil in der Höhe von 40 Prozent der Jahresprämie an die bezugsberechtigten Parteien zur Verteilung. Die seitens der Anstalt bisher geleisteten Auszahlungen beziffern sich auf zirka 47 Millionen Kronen. Nach Erteilung des Absolutoriums wurden die Vorschläge bezüglich der Verwendung des Reingewinnes per lv 361.595'72 genehmigt und wird der Coupon Nr. ßl ab 2. April a. c. mit K 30'— eingelöst. Von den nach Abzug der 7l/»pi,ozentigen Dividende per Iv 225.000'— und der statutarischen Dotationen per Iv 19.813 24 verbleibenden Iv 116.782 48 werden Iv 50.000'— dem Fonds der mit Gewinnanteil Versicherten überwiesen und Iv 30.000'— dem F'ensionsiustifute der Beamten und Diener der Anstalt zugeführt, während der verbleibende Restbetrag von Kronen 36-782'48 auf Rechnung des nächsten Jahres vorgetragen wird. ' 1 ’ \ ■ K. k. priv. Assicurazioni Generali. Aus dem am 26. März der Generalversammlung erstatteten Bericht der Zentraldirektion der k. k. priv. Assicurazioni Generali zu den Rechnungsabschlüssen pro 1912, dem 81. Betriebsjahre geht hervor, daß die Garantiemittel der Gesellschaft im abgelaufencn Jahre um K 17,526.766 gewachsen sind und am Jahresschlüsse die Höhe von Iv 434,367.388 erreicht haben. Auch im Jahre 1912 hat sich der Lebensversicherungszweig der Anstalt in sehr erfreulicher Weise erweitert; ebenso war in allen Elementarbranchen die Geschäftsentwicklung eine anhaltend günstige. Den Rechnungsabschlüssen sind im wesentlichen folgende Daten zu entnehmen: Die Prämien-