Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 13 (28.3.1913)
- Date
- 1913-03-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3020846-3022035-3022049--21989-3047112- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. IS Dr. Btochs Wochenschrift Seite 921 Telegramm. P r a g Alt. Ehrwiirden wurden anläßlich Ihrer jüngsten Reichsrats - rede in gestriger Vorstaudssitzung zum Ehrenmitgliede der Prager israelitischen Beerdigungs - Bruderschaft ernannt. Diplom folgt. Mitteilung des hebräischen Namens erbeten. David Lieben, Obmann. P r a g, den 8. November 1891. Euer Ehrwürden! Hochgeschätzter Herr ltabbiner! ln der ersten, nach Abhaltung Ihrer glanzvollen Hede vom 20. d. M. stattgehabten Vorstandssitzung hat der gefertigte Vorstand mit besonderem Vergnügen Anlaß genommen, Ihr unermüdliches Einsteheu für unsere Glaubensgenossen und Ihre unerschrockene meisterhafte Abwehr antisemitischer Anwürfe und Beschuldigungen einer anerkennenden Würdigung zu unterziehen. Um dem insbesondere durch Ihre, selbst dem verbitterten Gegner rückhaltslose Verehrung abgewinnende Schilderung der Cliewra-Kadiseha-Institutionen lebhaft angelegten Dankgefühle Ausdruck zu verleihen, wurden Euer Ehrwürden zum Ehrenmitgliede der durch ihren vielhundertjährigen Bestand berühmt gewordenen Prager Chewra-Ivadischa (israelitische Beerdigungs-Brüderschaft) ernannt, wovon Sie sogleich telegraphisch verständigt wurden. Hocherfreut über Ihre sehr schmeichelhafte Rückdepesche beehrt sich der gefertigte Vorstand, Ihnen anbei das betreffende Diplom zu überschicken, zugleich mit dem innigen aufrichtigen Wunsche, daß es Euer Ehrwürden vergönnt sein möge, noch recht lange Jahre hindurch mit ungeschwächter Kraft und infolgedessen auch mit dem gleichen Feuereifer und derselben Energie wie bisher im Interesse unserer heiligen Religion und deren Bekenneru segensreich zu wirken. Genehmigen Euer Ehrwürden die Versicherung besonderer Wertschätzung, mit welcher zeichnet Israelitische Beerdigungs-Brüderschafts-Vorstand. Prag, den 6. Mai 1891. Euer Wohlgeboren! Sehr geehrter Herr Doktor! Der ..Deutsche Verein Merkur“, als nichtpolitischer Verein in Prag, begrüßt die von Euer Wohlgeboren in der am 29. April 1891 abgehaltenen Sitzung des österreichischen Reichsrates in der Session des Jahres 1891 gemachten Aeußerungen den antiliberalen Abgeordneten gegenüber als gerechte Handlungsweise und erblickt hierin nur den Schutz für die große nationale Sache im allgemeinen. Möge es Euer Wohlgeboren vergönnt sein, noch lange zum Schutze unserer heiligen Sache tätig zu bleiben, damit das im fortwährenden weiteren Umsichgreifen ätzende Gift des Rückschrittes aus dem Parlamente ausgemerzt werde. Mit aller Hochachtung Der Vorstand des deutschen -Vereines Merkur in Prag Carl Fische r, dz. Schriftführer. Hugo F r i e d m a n n, dz. Obmann. T e I e g r a m in. Prag Alt, 21. Oktober 1891. Dem wackern, mutigen und geistvollen Kämpfer für Recht und Wahrheit gegen Rohheit und Fälschung ein donnerndes Jacher Koah I)r. Bendiener. Prag, 12. Feber 1890. Hochgeehrter Herr Doktor! Ich schreibe Ihnen unter dem Eindrücke Ihrer herrlichen, zündenden Rede, die ich soeben in dem heutigen „Tagblatt" gelesen und die weitaus zu den besten parlamentarischen Leistungen zählt. Sie vereinigt alle Vorzüge: Kraft, Energie, Geist, Witz, Schlagfertigkeit, alle einzelnen Teile sind harmonisch zu einem Meisterwerke verbunden, das mit der Wucht elementarer Mächtigkeit das verruchte Antisemitengesindel zerschmettert, vernichtet hat. Ich kann es nicht unterlassen, Ihnen für diese klassische Leistung meinen innigsten Dank und den aufrichtigen Wunsch auszusprechen, es möge Ihnen noch recht lange vergönnt sein, zur Ehre des Judentums, der Judenheit und, zu Ihrer eigenen Ehre erfolgreich für die gute Sache zu kämpfen. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener Teingasse 17. S. Kohn, Schriftsteller. Sr. Hochwohlgeboren Herrn Dr. J. 8. Bloch, Reichsra tsabgeordneter in Wien. Innigsten Dank für die erfolgreiche, auf gründliche« Wissenschaftlichkeit basierende Verteidigung unseres heiligen Glaubens gegen die maßlosen Angriffe der Antisemiten. Ich gebe mich der sicheren Hoffnung hin, daß Euer Hochwohlgeboren berufen sind, durch die seltene parlamentarische Begabung wesentlich zum gänzlichen Niedergange des Antisemitismus beizutragen, so wie Rohling durch Ihre wuchtigen Argumente zum Rückzug genötigt wurde. Genehmigen Euer Hoch wohlgeboren die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung, in der ich zeitlebens verharre Iv a r o 1 i n e n t h a 1, den 21. Februar 1890. ergebenster Jakob Halle r, Kreisrabbiner. Israelitische Kultusgemeinde in Karolinenthal. Euer Ehrwürden! Sehr geehrter Herr Doktor! Die geringsten Veranlassungen genügen den Gegnern des Judentums zu neuen Angriffen und Schmähungen. Mit bewunderungswürdiger Schlagfertigkeit und mit die. Gegner vernichtender Kritik haben Euer Ehr würden anläßlich der Debatte, betreffend die Errichtung der Aerztekaminern, die bodenlosen Verdächtigungen und die unbegründeten Ausfälle der jeglicher sittlicher Grundlage entbehrenden Antisemiten erfolgreich zurückgewiesen. Diese offene, das Judentum stärkende männliche Sprache verpflichtet jede Gemeinde zum tiefsten Danke gegen Euer Ehrwürden, und erfülle ich angenehm die mir gewordene Aufgabe, Euer Ehrwürden, sehr geehrter Herr Doktor, in Kenntnis zu setzen, daß der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Karolinenthal in seiner Vorstandssitzung einstimmig beschlossen. Ihnen, ehrwürdiger Herr, für dieses erfolgreiche Eintreten gegen das maßlose Ausschreiten unserer gemeinschaftlichen Gegner den innigsten und ergebensten Dank der hiesigen Kultusgemeinde auszudrücken. Gerne nehme ich Veranlassung zum Ausdrucke, meiner unbegrenzten Hochachtung, in der ich verharre als Euer Ehrwürden ergebener lg. Weinmann, für den Kultusvorstand. Karolinenthal, J. November 1891. P r a g - 8 m i c h o w, 29. Dezember 189Ö. 8r. Wolilgeboren Herrn Dr. J. 8. Bloch, Redakteur der „Oesterreichischeu Wochenschrift" Wien. Gestatten Sie, daß ich Ihnen anläßlich Ihrer zehnjährigen, für das Judentum so erfolgreichen redaktionellen Tätigkeit meine herzlichsten Glückwünsche zum Ausdruck bringe. 8ie können auf diese Tätigkeit stolz sein, und wir können stolz sein auf einen solch unerschrockenen, mit den schärfsten Geisteswaffeu ausgerüsteten Kämpfer. Wenn man die Namen: Jechiel von Paris, Nachmanides, Josef Albo, Abraham Fnrtndo and Gabriel Riesser nennen wird, wird auch Ihr Name genannt werden. Wohl ist es ein betrübendes Zusammentreffen, daß gerade der berufenste Apologet des Judentums auf der Kanzel, Adolf Jellinek, als Leiehe auf dem Boden liegt. Doch anderseits erblicken wir darin die Fürsorge der göttlichen Vorsehung, die eine neue 8onne aufgehen ließ, bevor sie die alte untergehen ließ. Dies soll uns Trost und Beruhigung für die Ankunft gewähren. Und so rufe ich ihnen an diesem ehrenvolle Jubeltage ermutigend zu die Psalmworte: 45, 4—5. Genehmigen 8ie den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung Rabbiner Dr. Samuel Back. Der Vorstand der israelitischen Kultusgeiueinde in Budweis an Dr. Bloch: Ihre glänzende Rede am 11. Februar a. c. im Reichsrate, mit welcher Sie für die Moralität und Humanität unserer Religion so mannhaft eintraten und das Lügengewebe unserer Feinde bloßlegten, hat alle Bekenner des Judentums mit hoher Freude erfüllt, denn das war ein wahrer und nachhaltiger C'l’O COT! OTTp Gesatten Sie, hochgeehrter Herr, daß wir Enterzeichneten, Kreisrabbinat und Mitglieder der Kultusgemeinde ßudweis, unsern innigsten Dank, unsere freudige Anerkennung aussprechen. Möge Sie Gott segnen und Sie noch recht lange in der Fülle der Gesundheit zum Heile unserer Religion und deren Bekenner erhalten! Für den Vorstand der Kultusgemeinde Dr. Bullaty, Kreisrabbiner Synagogenvorstand, Ad. Wunder. (folgen weitere 57 Unterschriften). B u d w e i s, 11. März 1890.