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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-03-07 · 10 (7.3.1913) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
10 (7.3.1913)
Date
1913-03-07
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 10 Dr. Blochs Wochenschrift Seite 173 Lin Bild zeigt, wie die armen Blinden in dem von Frankl begründeten Biinden-Institute auf der »Hohen Warte* zu Wien, mit Korbflecht er-Arbeiten beschäftigt sind. Einige der Gedichte Frankls, so z. B. »Das Grab«, wurden von Alfred Fuchs mit grosser Kunst ins Tschechische übersetzt. Von demselben Uebersetzer stammen auch Uebettragungen der Gedichte des unsterblichen Jehuda Halevi, darunter die ewige »Zionide«. Andere Febersetzungen enthält das Lesebuch von J. v. Slädek. Er bietet eine Szene aus Shakespeares »Kaufmann von Venedig« dar. Dieser reiht sich die von Otakar Smrßka veranstaltete Uebertragung aus Lessings »Nathan der We;se« an. Dr. Gustav Sicher schreibt über »Ghanuka«, diesem Lesestücke reihen sich zwei schöne Gedichte über »die Ghanuka- Lichter« von Dr. B. Kuttner und das ergreifende der Samos« (»Schammes«) von E. Kulka an, beide übersetzt von 0. L. S t a s t n y. Auch Lord Byron ist mit einigen Gedichten aus seinen »Hebräischen Gesängen« vertreten. Das herrliche Gedicht »Saul« des gewaltigen Dichters wurde von dem allzufrüh verstorbenen Meister der Gehersetzungskunst Jaroslav V r c h 1 i c k y übertragen. Das Buch enthält ferner »Alt-Prager Geschichten« von Dr. Otakar Guth, »eine Legende nach dem Midrasch« und ein altes Gedicht: »Der Prophet Elias« von Martin Friedmann,, ein Bild aus der Zeit des jüdischen Cheders: »Jede Sünde straft sich« von Jakob Goldstein und unterhaltende jüdische Anekdoten neben manchem Belehrenden. Im ganzen: Ein fleissig bearbeitetes Lesebuch das, seinen Zweck sicher erreichen wird, der tschechisch-jüdischen Jugend zur Belehrung und Unterhaltung zu dienen. Unsere deutsche Jugend, der die Kenntnis des Tschechischen zu einer Notwendigkeit wurde, wird durch solche Lektüre die fremde Sprache spielend erlernen. Wir sehen deshalb dem Erscheinen weiterer derartiger Bücher, die Dr. Richard Feder herauszugeben versprach, n it berechtigtem Interesse entgegen und rufen dem Herausgeber ein jüdisches »Jejascher Koach« zu. Dr. M. G r ü n f e 1 d, Brünn. Dr. Eugen Tilubler. Mitteilungen des Gesamtarchivs der deutschen Juden. Dritter Jahrgang. Zweites Heft. Dr. M. Weinberg: Die auf Juden bezüglichen Akten des kgl. bayrischen Kreisarchivs der Oberpfalz in Amberg. — Leipzig 1912. Buchhandlung Gustav Fock, G. m. b. H. The Jewisli Review. Eclited by Norman Bentwich and Dr. Joseph Hochman. Vol. III. Nr. 18, March 1913. Contents: Editorial Notes: The Chief Rabbinate; The Training of Jewish Teacliers; Ycnienites in Falestine. — Dr. Bernard Drachman: Abstract and Philosopliical Concepts in Biblical Hebrew. — Rev. Dr. J. Abelson: Bilde Problems and .Modern Knowledge. — M. Kaizer, M. Sc.: The Dcmand for a Jewish Training College for Teachers. — F. 8. Spiers, Ji. Sc.: Disputations between Jews and Christians in the Middle Ages. — Rev. Dr. D. cle Sola Pool: The Palestine Land Company of 1854. — Reviews of Books: Light from Ithe Ancient East — The Very Rev. Dr. M. Gaster: The Immanence of God in Rabbinic Literature — H. Sperling: The Philiosophy of Change — Dr. A. Wolf. — Geo. Routledge & Sons, London. Aus meiner' Jugend. Autobiographie von M. Lazarus. Vorwort und Anhang, herausgegeben von Nahida Lazarus. Zu Moritz Lazarus zehntem Todestage, 13. April 1913. Verlag von J. Kauffmann, Frankfurt a. M. Die „Stimme“, Zentralblatt für Stimm- und Tonbildung, Gesangunterricht und Stimmhygiene, herausgegeben von Prof. Dr. F1 a t a u uncl Rektor Karl Gast. Halbjährlich 3 M. Probenummer kostenlos vom Verlag: „Die Stimme“, Berlin SW. 48, Wilhelmstraße 29. Jung-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIV. Jahrgang. Nr. 5. Prag, den 28. Feber 1913. (24. Adar Rischon 5673.) Inhalt: M. Scher lag: Fragment. — Ben Jehuda. — Dr. 8. Werner: Jüdische Sagen und Legenden. — Eine Verordnung Kaiser Joseph II. — Landung einer Truppe yemenitischer Juden in Palästina (Illustr.). — Josef Hart: Das Dreigespann. — Fray Diogo de la Aszen- Sion. — Dr. Otto Gotthilf: Natürliche Erholung und Kräftigung unserer Augen. — J. Bronner: Ins Land der Väter (Forts.). — Guck in die Welt. — Uebersetzungs-Aufgabe. — Rätsel. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. Kriefkasten. Juden und Polen. Trotz der doppelten Verfolgungen, der die Juden in Russisch-Polen einerseits seitens der Russen, andererseits seitens der Polen ausgesetzt sind, Haben sie ihre Anhänglichkeit an die polnische Sache selbst unter den größten Opfern stets bekundet. So haben die Juden erst jüngst, als die russischen Behörden in Minsk eine energische Unterdrückungskampagne gegenüber der polnischen Sprache in Angriff nahmen und ein Verbot der Benützung politischer Firmatafeln erließen, gegen diesen Erlaß remonstriert, und eine Beschwerde an den Senat und die Reichsduma gerichtet. Ihre polnischen Firmatafeln haben sie aber nicht entfernt. Hingegen haben die polnischen Christen sich dem Verbote sofort gefügt und ihre Geschäftstafeln sofort in russische vertauscht. Während die Juden in Minsk sich so polentreu benahmen, haben die polnischen Studenten von Dwinsk, als sie aufgefordert wurden, an einer Wohltätigkeitsveranstaltung zu gunsten armer Studenten teilzunehmen, erllärt, an einer solchen Veranstaltung deshalb nicht mittun zu können, weil in dem Exekutivkomitee sich auch Juden befinden. Das ist polnische Dankbarkeit. B. F. in L. In europäischen allgemeinen und auch jüdischen Blättern wurde wohl vor einiger Zeit die Nachricht gemeldet, daß der durch seinen glänzenden Flug von Berlin nach Petersburg berühmt gewordene Aviatiker Abramowitfch gestorben sei, doch haben die russischen Blätter dieses Gerücht aufs entschiedenste dementiert und festgeste.lt, daß es sich hierbei um einen anderen Mann namens Abramowitfch handle, der sich erst seit kurzem der Flugtechnik zugewendet habe. Der berühmte Abramowitsch lebt und erfreut sich der besten Gesundheit. Dr. R. F. Dem' von Ihnen besprochenen Mangel dürfte jetzt bald abgehclfen werden. Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften hat nämlich eine Jahressudvention von Mk. 3000.- zur Inangriffnahme eines großen babylonisch-assyrischen Wörterbuches, unter Leitung des Prof. C. Petzold, bewilligt. Das Werk, das durch internationale Arbeit geschaffen wird, soll zunächst im orientalischen Seminar der Heidelberger Akademie aufgestellt werden. Russe in Wien. Ter H rcu^eber der „Sonn- und Montags- Zeitung" Herr Edmund Matpr ift kein Jude. Ec ist Arier und als Katholik geboten. K. k. 63. B. K K ist aus dem Judentum ausgetreten. Notizen. Jüdische Bühne. Hot.l Stefanie, II., Taborstratze 12. Direktion: M. Sie ater. Freua.» den 7., Samstag den 8. und Sonntag den 9. März: Neu! „Der Gett", Operette in 4 Aufzüaen von Rumichinsky; Sonntag den 9. Mini. halb 4 Uhr nachmittags: „Josef in Aegypten"; Mo dag den 10. März: „Schubse Goilom"; Dienstag den II. März: Benefice des Herrn I. Deutich. „Esra". Ooerette von Latainer; Mittwoch den I*. März: „Judith und Holofern", Operette von A. Goldfaden; Donnerstag den 13. Marz: Eh en-Abend des Herrn Oberkantors I. Halpern, „Das fremde Kind", Operette von Obeikantor Holpern. In Vorbereitung Jakob und Esow. Wiener Bank-Verein. Die dreiundvierzigste ordentliche General-Versammlung findet am 4. April 1913, um 11 Uhr vormittags, in Wien, I., Schottenring 2, statt. V e r h a n d 1 u n g s - G e g e n s t ä n d e: 1. Jahresbericht des Administrationsrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß pro 1912 und Beschlußfassung über denselben. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reinerträgnisses des Jahres 1912 (§ 59, lit. c der Statuten). 4. Beschlußfassung über die Aenderung der §§ 17, 31 'und 36 der Statuten. 5. Wahlen in den Administrationsrat. 6. Wahlen in das Zensoren-Kollegium und den Aufsichtsrat für die Filialen. Nach § 47 der Statuten sind zur Stimmführung in der Generalversammlung nur jene Aktionäre berechtigt, welche seit wenigstens 14 Tagen vor dem Zusammentreten derselben mindestens fünfundzwanzig Aktien nebst Coupons bei der Gesellschaftskasse oder den sonst hierzu vom Administrationsrate bestimmten Stellen erlegt haben. Je fünfundzwanzig Aktien geben das Recht auf eine Stimme (§ 48 der Statuten). Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden daher eingeladen, ihre Aktien samt Coupons bis spätestens 21. März d. J. in Wien bei der Liquidatur des Wiener Bank-Verein (I., Schottengasse 6-8) zu deponieren. Die Aktien smd, von arithmetisch geordneten und vom Einreicher eigenhändig Unterzeichneten Konsignationen (und zwar bei der Liquidatur in Wien in zwei, bei den sonstigen Deponierungsstellen in drei Exemplaren) begleitet, einzureichen. Ein Exemplar der Konsignationen erhält der Deponent mit der Empfangsbestätigung versehen zurück und gleichzeitig wird gemäß § 55 der Statuten die Legitimationskarte für die Teilnahme an der Generalversammlung erfolgt, welche, auf den Namen des Deponenten lautet und nur für die bezeichnete Person oder deren gehörig legitimierten Bevollmächtigten Geltung hat. W i e n, den 4. März 1913. Wiener Bank- Verein,.

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