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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-01-24 · 4 (24.1.1913) · p. Seite 69

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
4 (24.1.1913)
Date
1913-01-24
Page
Seite 69 (sequence 17)
Language
German
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Nr. 4 Dr. Bkochs Wochenschrift. Seite 68 Szene . . . -sine gewisse Sorte mein’ ich, die keine Gelegenheit vorübergehen läßt, sich, in den Schutz der herrschenden Mächte zu begeben . . .« und die neueste Schöpfung der Spezies »Glücklich Getaufter*, die da versichert*.„Wenn sicü einer von meiner Abstammung heutzutage als Deutscher und Christ bekennt, so gehört dazu ein großer Mut, als wenn er das bleibt, als was er auf die Welt gekommen ist . . « — wer kennt die nicht? - Freilich Löwenslein ist ein etwas seltenerer Charakter und Menschen wie Pflugfelder sen., prächtig und gediegen, wie sie einmal waren in Oesterreich, dürfte es auch nur wenige mehr geben. Bemhardi, ein Großer, der nach Recht und Gewissen, unbekümmert um Opportunitäten handelt, zu jüdisch im Sinne des prophetischmessianischen Ideals und daher zu wenig jüdisch für das Leben im allgemeinen und das der Gegenwart im besonderen, ist eine Tragödie. Noch sind die Menschen ein Gesindel und eine »recht mangelhafte Gesellschaft« und damit nicht rechnen zu können und dazu noch Jude zu sein, das muß man immer büßen! Schnitzler nennt sein Werk eine Komödie. Das Buch muß man gelesen haben! Die Rezensionen, mehr oder minder geistreichen Artikel und Artikelchcn, die es hervorgerufen hat, kann man sich größtenteils schenken, ohne etwas dabei zu verlieren, trotzdem sie auch eine Komödie bilden und eine Komödie ganz eigener Art. — Warum wohl die jüdischen Blätter bis jetzt von dem Buche keine Notiz genommen haben? — Versehen? oder Absicht? — Ja, wenn nur Schnitzler nicht zufällig ein Jude wäre! — Nicht wahr, Dr. Löwenstein? Ilona Löwy. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden. Berlin C 2, An der Spandauer Brücke 15. Schriftleitung: Dr. Bruno Blau, Berlin. 9. Jahrgang. Nr. 1. Januar 1913. Inhalt: I. Abhandlungen: Geheimer Sanitätsrat Dr. Louis Maretzki. — Regierungsrat L. K n ö p f e 1, Darmstadt: Der Geburtenrückgang und die Sterblichkeit bei der jüdischen Bevölkerung. — Dr. oec. publ. J. S e g a 11, Berlin: Die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in Berlin von 1811—1910. — Maximilian Paul Schiff, Wien: Austritte aus dem Judentum in Oesterreich. — n. Statistisches Archiv: Armenetat in 57 jüdischen Gemeinden Deutschlands 1887—1911. — Eheschließungen in Amsterdam im Jahre 1911 mit Rückblick bis 1904. — Eheschließungen in Frankfurt a. M. 1911. — Die rechtskräftig verurteilten Personen im Großherzogtum Baden nach der Religion im Jahre 1909. — Eheschließungen in Victoria im Jahre 1910. — III. Literatur. »Jung Jnda*. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIV. Jahrgang. Nr. 2. Prag den 17. Jänner 1913. (9. Schebat5673). Inhalt: Emil Kuh: Eines Dichters Bestattung. — Dr. 8. Jampl: Zum Wochenabschnitte. — Bilder aus Spanien. Illustration. — Dr. H. Gideon: Ein jüdischer Minnesänger. — Moritz An t scher 1: Zum Früchtefest am Chamisch’osor. — H. Rosenbaum: Bestrafter Ungthorsam. — Der Prophet Elijahu. Illustration. — Josef Hart: Das Dreigespann. (Fortsetzung.) — Die Juden in Yemen. (Schluß.) — A. M. Tendlau: Der Alte und die Schlange. — Guck in die Welt. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. Auch diese Nummer, wie die früheren, jeden zweiten Freitag erscheinenden Nummern, bringt im neuen 14. Jahrgang geeigneten poetischen und prosaischen Lf sesloff. der unsere zartere aber auch die studierende Jugend anregt. Dieses gut jüdische Jugendblatt, das einzige in der ganzen Monarchie erscheinende, hat sich einen großen Leserkreis in unserer Jugend, aber auch in unseren Familien, in denen man den Kindern noch etwas Begeisterung für unseren Glauben und unsere Geschichte einflößen möchte, erobert. Ausstattung, Text und Bilder stehen auf der Höhe der Zeit und empfiehlt sich das Blatt — bei seinem minimalen Abonnementsbetrag von K 5.— pro Jahr — selbst aufs beste. Volksschriften über die jüdische Religion. Herausgegeben von Dr. J. Ziegler, Karlsbad. I. Jahrgang. III. und IV. Heft (Doppelheft). Dr. B. Jacob, Dortmund: Die Thora Moses. — I. Das Buch. — Verlag J. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1912/13. Rabbiner Dr. J. Horovitz. Agudath Jissroel. Rede gehalten am zweiten Tage des Sukkothfestes 5673. Der Reinertrag ist für die Israelitische Religionsschule bestimmt. Druck von M. Lehrberger & Co. Frankfurt a. M. 1912. Rabbiner Dr. J. Horovitz. Rede über die Richtlinien. Gehalten am vierten Tage des Chanukkafestes 5673. Herausgegeben vom Vorstand und Besuchern der Unterlindau-Synag'ge. Der Erlös ist für die Israelitische Religionsschule bestimmt. Frankfurt am Main 1912. Verlag J. Kauffmann. Rabb. Dr. Heppners jüd. fit. Abreiss-Kalender für 1913, 14. Jahrgang, illustr. Preis 85 Pfg. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, den Verfasser und durch die Buchhandlung Israel Tuch in Koschmin, Prov. Posen. Kriefkaste«. Dr. Ä. R. Der Orden Bnai Berith dürfte in diesem Monate ein 70jähriges Jubiläum feiern; das - Gründungsjahr des Ordens war 1843. Die 70. Jahresversammlung wurde mit großer Feierlichkeit im Tempel Beth Gl 5. Av. in Newyork abgehalten, Präsident Taft war als Ehrengast anwesend und hak eine begeisterte Rede zu Ehren des Ordens gehalten. Amer. Ed. Jawohl. Die berühmte Sängerin Judith erzählt in ihren Memoiren, daß sie einem berühmten französischen Maler für ein Madonnenbild Modell gestanden, welches Heiligenbild in der Rirche auf dem Berge Karmel zu Jerusalem viel angebetet wird. K. F. Nach den letzten Nachrichten hat in einer Sitzung des Rabbiner-Wahlkomitees der Vereinigten Synagogen von England, die vorige Woche stattfand, beschlossen, Rabbiner Dr. Hertz aus Newyork der Wahlversammlung besonders zu empfehlen. Die Wahlversammlung tritt am 22. Februar zusammen. Infolge der Empfehlung des Wahlkomitees erscheint die Wahl von Dr. Hertz gesichert. Treuer Leser, Linz. Für diese Woche kam die Einsendung verspätet. Notizen. Jüdische Bühne. Direktion: M. S i e g l e r, „Hotel Stefanie", 11., Tadorstraße 12. Freitag den 24., Samstag den 25 und Sonntag den 26. Jänner l. I.: „Ben Jankew", Historische Operette von I. Lateiner. — Sonntag den 26. Jänner, bald 4 Uhc nachmittag«: ..Chochmis Nuschim". — Montag den 27. Jänner: „Der Unbekannte". von I. Gordin. — Dienstag den 28. Jänner: „Der Maschgiach". — Mittwoch den 29. Jänner: Wohltät'gkeilSvoftteUung D. Tirnower, „Schir Haschirim". — Donnerstag den 30. Jänner: Wohltät'gkeitsvo st llnng: „Die weiße Sklavin". — In Vorbrreitung: „Der Schabes Goj _ Nene Verkehrswege. Nach Newyork sowohl wte nach Südamerika kann man jetzt von Triest aus mit den Prachtdampfern der „Austro-Americana" fahren, von denen besonders der „Kaiser Franz Joseph 1." und die „Martha Washington" sich bereits einen internationalen Ruf erworben haben. Die Schiffe sind in jeder Beziehung erstklassig, bieten jeden modernen .Romfort, aber auch die dritte Rlasse kann jetzt in eigenen Kabinen reisen und die Zwischendeckpassagiere haben geräumige Speisesäle, in welchen ihnen das Essen serviert wird und wo sie, an Tischen sitzend, in Ruhe ihre Mahlzeit verzehren können. Der Weg über Triest dauert zwar etwas länger als über die nördlichen Häfen, aber das hängt davon ab, daß man das Adriatische und Mittelländische Meer durchfahren mutz. Diese Reise ist jedoch eine wahre Vergnügungsreise, auf der man schöne und seltsame Länder kennen lernt und die man ganz umsonst macht, weil der Preis für die gesamte Fahrt so billig ist, als sonst für d-e Aebersahrt allein. An unsere geehrten Abonnenten! Wir bitten um rechtzeitige Erneuerung des Abonnements, damit in der Zusendung des Blattes keine Verzögerung eintrete. Die geehrten Abonnenten werden ersucht, bei Einsendung des Abonnementsbetrages den zugesandten Posterlagschein zu benützen. Bezugspreise: Für Oesterreich-Ungarn: Ganzjährig K 16.—, halbjährig K 8.—, vierteljährig K 4.—. Für Deutschland und alle übrigen Länder: Ganzjährig K 20.—, halbjährig K 10.— vierteljährig K 5.—. Die Administration* Jakob Kuffner’sches Stipendium für einen Gymnasiasten. Verliehen wird: Vom Beginn des Studienjahres 1912/13 angefangen ein Stipendium im Betrage von jährlich 250 K an einen Gymnasiasten. Zur Bewerbung sind berufen: Nach Wien zuständige, mittellose, der mosaischen Religion angehörige Vorzugsschüler des Gymnasiums in Ober-Döbling oder eines anderen Wiener Gymnasiums, deren Eltern früher nach Ober-Döbling zuständig waren, oder die im Gebiete der ehemaligen Gemeinde Ober-Döbling oder eventuell im XIX. Bezirke überhaupt geboren sind. Den Gesuchen sind beizulegen: Geburtsschein, Heimatsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Studiennachweise. Einreichstelle: Magistrats-Abteilung XJU. Einreichungsfrist: Bis 31. Jänner 1913.

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