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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-01-17 · 3 (17.1.1913) · p. Seite 49

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
3 (17.1.1913)
Date
1913-01-17
Page
Seite 49 (sequence 17)
Language
German
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Nr. 3 Dr. Bloch» Wochenschrift Seite 4ft Druckfehlerberichtigung. In dem in unserer letzten Nummer veröffentlichtem Artikel des Herrn Dr. Emil M e r w i n „Der .„fortschrittliche" Antisemitismus in Polen" hai es statt „mit einem zum Aussterben zur Verzweiflung gebrachten Volke . . ." richtig zu lauten: „mit einem zum Aoußersten zur Verzweiflung gebrachten Volke . . ." Brünn, II. Jänner HM 3. Sehr geehrter Herr Redakteur! Mit dem besten Danke für die freundliche Veröffentlichung der „‘Randglossen" folgt die Korrektur gleichzeitig zurück. "Wollen »Sie ge fl. in der nächsten Nummer Ihres gesell. Blattes den Druckfehler S. 29, Spalte 1, Schnabel durch das richtige Stachel wiedergeben. Der Skorpion hat ja bekanntlich die Giftdrüsen und den Stachel am Ende des Hinterleibes. ^Seltsam genug ist auch im Feuilleton der gestrigen „X. F. P.“ von einem Skorpion b i ß (statt Stich) die Rede. Sollte an dem mystischen Gesetze von einer „Duplizität der Fälle", woran sogar voraussetzungslose Naturforscher glauben, denn doch etwas wahres sein? Auf S. 26 soll es nach „umwandeln" heißen: ..Ex oceidente lux". Hochachtungsvoll ergeben P I a e z e k. Notizen. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. „Hotel Stefanie", II., Taborstiaße >2. Freitag den 17, Samstag den 18 und Sonntag den in. Jänner 1913: Neu! Zum ersten Male! „Der Maschgiach", komische Operette v. S. Mogulesen, L'bretto v. N. M. Scheikewltz, tägliches Auftreten des Herrn A Rosensteiu Sonntag den 19. Jänner, Kalb 4 Uhr nachmittags: „Tochter Jerusalems". Operette von Ch. Woifstbal. Montag den *0. Jänner 1913: „Der Gemeiuderat" von M. Richter. Dienstag den 2i. Jänner 1913: „Der Jeschiwe Bücher" von N. R a k a w Mittwoch den 23. und Tonnerstag den 33. Jänner 1913: „Blümale", Ooerette von S. Mogu lesen. In Vorbereitung: „Der Szabes Goj". Eine unentgeltliche Lnstrelse durch das gesamte Mittelländische und Adr.atische Meer kann jeder machen, der nach Nord- oder Südamerika fahren will. Die Schiffe der Austro-Americana fahren von Triest über Dalmatien, Griechenland. Sizilien, Algerien; -Nordafrika und Spani n. Man hält in jedem Hafen so lange, daß man sich Land und Leute besehen kann, und fährt dann nach 6 bis 8 Sunden weiter. Das ruhige Meer hilft einem, sich» an die Seereise rasch zu gewöhnen. Seekrankheiten sind fast ausgeschlossen und da auf dieser südlichen Linie weder Eisberge Vorkommen, noch gefährliche Stürme entstehen, ist die Fahrt nach Amerika über Triest besonders zu empfehlen. An unsere geehrten Abonnenten! Wir bitten um rechtzeitige Erneuerung des Abonnements, damit in der Zusendung d.s Blattes keine Verzögerung eintrete. Die geehrten Aoonnenten werden ersucht, bei Einsendung des Abonnementsbetrages den zugesandten Posterlagschein zu benützen. Bezugspreise r Für Oesterreich-Ungarn: Ganzjährig K 16.—, halbjährig K 8.—, vierteljährig K 4.—. Für Deutschland und alle übrigen Länder: Ganzjährig K 29.—, halbjährig K 10.— vierteljährig K 5.—. Die Administration. Sigmund und Agnes Beer-Stiftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen K. 280. Bewerbungsberechtigt sind: "Würdige, unverschuldet in Not geratene jüdische Familien. Bevorzugt sind: Kompetenzbereehtigte Einschreiter, welche nachzuweisen vermögen, daß sie mit Herrn Sigmund Beer (gestorben 7. Mai 1905 in Wien) bezw. mit Frau Agnes Beer geb. Hofmann (gestorben am 27. Juli 1909 in Wien) nicht über den 6. Grad hinaus verwandt sind. Verleihungstag: 2. Ijar — 9. Mai 1913. Gesnchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, gegebenenfalls Totenschein bezw. Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1913. Einreichstelle: Wien, IJ, Seitenstettengasse 4, TI. Stock (Einreichungsprotokoll). Sophie Barasch-Witwen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt in dem Mindest betrage von 100 K„ zusammen 980 K. Bewerbungsberechtigt sind: In Wien wohnhafte, unterst üt zungs würdige Witwen israelitischer Konfession. Von der Verleihung sind Witwen ausgeschlossen, welche die Stiftung zwei aufeinanderfolgende Jahre erhalten haben. Auszahlungstag: 16. April 1913. Gesnchsbeilagen: Geburtsschein, Trauungszeugnis. Totenschein des Gatten, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1913. Einreichstelle: I.. »Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Ignaz Theumann-Heiratsaus-taitungs-Stiftunr. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von 2000 K. Bewerbungsberechtigt sind: Mit dem Stifter Herrn Ignaz Theumann s. A. verwandte arme israelitische Mädchen. Gesnchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sittenzeugnis, Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jeden Anspruches an dieselbe verlustig. Adolf und Therese Stern-Wohltätigkeits-Stiftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen 2420 K. Bewerbnngsberechtigt sind: Würdige bedürftige Personen jüdischer Konfession ohne Unterschied des Geschlechtes und ohne Rücksicht auf die Staats- und Gemeinde-Angehörigkeit. - Bevorzugt sind: Vor allen anderen Bewerbern solche der Unterstützung bedürftige und würdige Einschreiter, welche die Verwandtschaft oder Schwägerschaft mit dem am 14. April 1899 verstorbenen Stifter, Herrn Adolf Sterne oder dessen Göttin, Frau Therese Sterns geb. Kanitz, nachzuweisen vermögen. Verleihungstag: 14. April 1913. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, bezw. Trauungsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Baurat Max Fleischer’*che Wohltätigkeits-Stiftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Gesamtbeträge von 150 K. Bewerbnngsberechtigt sind: Mittellose, würdige israelitische handeis- oder gewerbetreibende Bewohner der Wiener Gemeindebezirke Mariahilf und Neubau; in Ermanglung solcher auch sonstige Gemeindeangehörige der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Bevorzugt sind: Ehemalige Mitglieder des Tempelvereines für die beiden Gemeindebezirke Mariahilf und Neubau, sowie Angehörige von Angestellten dieses Tempelvereines. Auszahlungstag: 29. März 1913. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Gewerbeschein, Erwerbssteuervorschreibung, eventuell die auf die oben angeführten Vorzugsberechtigungen bezughabenden Nachweise. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungspro tokoll). Stiftung des Herrn Samuel Kolisch zum Andenken an seinem Bruder Ignatz Freiherrn von Koibch. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen K. 790. Bewerbnngsberechtigt sind: a) In erster Reihe' arme Verwandte des Stifters, und zwar: 1. Deszendenten desselben ohne Einschränkung auf einen bestimmten Grad. 2. Abstämmlinge der Großeltern des Stifters bis zum sechsten Grade der Seitenlinie von dem Stifter ab gerechnet. b) In Ermangelung solcher, arme israelitische Familien in Wien. Verleihungstag: 6. Mai 1913 (29. Nissan). Gesuchsbeilagen: Sämtliche Bewerber haben Zeugnisse über ihre Armut und Würdigkeit, mit dem Stifter verwandte Personen überdies den legalen Nachweis über diese Verwandtschaft zu erbringen. Von den mit den Stiftern nicht verwandten Bewerbern ist die Zugehörigkeit zum Judentum« auszuweisen. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1913. Einreichstelle: I„ Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll).

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