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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-12-13 · 50 (13.12.1912) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
50 (13.12.1912)
Date
1912-12-13
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 50 Dr. Blochs Wochenschrift Lene 857 Die Vermutungen und Annahmen, dah der Achikar- Roman ein Produkt des jüdischen Volkes ist, scheinen nun durch die Ausgrabungen in Elephantine ihre Bestätigung zu finden, und diese Tatsache liefert einen Beweis mehr dafür, dah durch das Hinwegschaffen der Trümmer, die die alte Welt yergraben hallen, das Judentum nur gewinnen kann. Mähr.-Weihkirchen. Professor Dr. I. Rabbi nowicz. Die „Geschichten vom Hockewanzel“. dieses mit seinem trefflichen Humor wahrhaft herzerfreuende Buch ist soeben in 19. Auflage erschienen, das deutlichste Zeichen, daß immer weitere Kreise in Oesterreich und Deutschland den hohen 'Wert des Werkes richtig einschätzen. Die begeisterten Worte, die kein Geringerer als Kosegger und viele andere bekannte deutsche Schriftsteller diesem echten Volksbuch widmeten, haben unzählige Freunde eines gesunden Humors auf „Hockewanzel“ aufmerksam gemacht. Schon manchem sind die köstlichen, vortrefflich illustrierten „Geschichten vom Hockewanzel“ zu einer Art Sorgenbrecher geworden. Möge auch die neue Auflage die günstigste Aufnahme finden, die sie in vollem Maße verdient! — Das Buch kostet für Oesterreich-Ungarn broschiert postfrei 1 Iv 70 h, für Deutschland 2 Mark, beide Ausgaben auch gebunden lieferbar und durch alle Buchhandlungen und vom Verleger Ed. Straches Verlag, Warnsdorf (Deutschböhmen), beziehbar. (Nachnahmespesen separat.) Goldene Klassiker-Bibliothek. Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin. Nestroys Werke, herausgegeben von O. Bommel. Raimunds Werke, herausgegeben von Rudolf Fürst. Alle Ansprüche, die selbst eine strenge Kritik an Inhalt und Ausstattung stellen kann, sind hier erfüllt. Die beiden lieben Gesellen kommen einem, so im Staatskleid unter die Klassiker erhoben, ein wenig fremd vor. Sorgfältige Einleitungen, ausführliche Anmerkungen und Worterklärungen erhöhen den Wert der mit aller philologischen Gewissenhaftigkeit revidierten Texte. Wie uns Raimund in das Reich der Träume entführt, macht Nestroy uns immer noch so herzlich lachen, daß wir ihm selbst die Mauscheleien in „Judith und Holofernes“ nicht gar so verübeln können. 31. Schalom Asch, „Im Lande der V ä t e r“. Bilder und Dichtungen aus Palästina. Brosch. Mark 2.—, gebunden Mark 3.—. (Jüdischer Verlag G. m. b. H„ Berlin W. 15, Sächsischestraße 8.) Schalom Asch hat Palästina weder als Nationalökonom, noch als Politiker, noch auch als frommer Pilgersmann bereist. Als schlichter Jude, der zur Heimat zurückkehrt, wie ein Kind zur Mutter, ist er ins Land gekommen, und das Jüdische in seinem Herzen hat der Anblick der Heimat ausgelöst. Die drei biblischen Erzählungen, die das Büchlein abschließen, lassen erkennen, wo die Wurzeln der jüdischen Schaffenskraft zu finden sind. Welche Möglichkeiten hätte nicht der jüdische Genius, der seinen Nährboden wiederfände, Sch'. Gorelik, „Die liebe Provinz“. (Aus der russischjüdischen Kleinstadt.) Brosch. Mark 2.—, gebd. Mk. 3.—. (Jüdischer Verlag G. m. b. H., Berlin.) Es gibt nichts Natürlicheres, als eine Goreliksehe Erzählung: keine Wortkunst, keine ausgeklügelte Psychologie. Aus dem Milieu (meist Kreise der Intelligenz und Halbintelligenz, Studenten und Studentinnen, Lehrer, gebildete Arbeiter), aus den Charaktern ergeben sich die Schicksale, Einige der Skizzen sind elegisch oder melancholisch, andere durchzittert ein leiser Humor. Sinn für das Dingliche, Zuständliche und eine tiefe Freude am Land- und Naturleben geben dem Büchlein vollends seinen Stil. Alexander Schueler, „Der Rassenadel der J u - d e n“. (Der Schlüssel zur Judenfrage.) Preis 80 Pf. (J ü - discher Verlag G. m. b. H„ Berlin.) Moritz Goldstein, „Begriff und Programm einer jüdischen Nationalliter atu r“. Preis 50 Pfennig. (Jüdischer Verlag (i. m. b. H„ Berlin.) „Nord und Süd“. Dezemberheft. (Herausgeber und Chefredakteur: Professor Dr. Ludwig Stein, Berlin W., Lützowufer 5 a. — Verlag: Schlesische Buchdruckerei, Kunst- und Verlagsanstalt von 8. Schottlaender, A.-G., Breslau.) .An der Spitze des Heftes, das ein Bildnis des russischen Ministers des Aeußeren Sasonow bringt, steht ein Artikel des russischen Ministerpräsidenten W. Kokovtzoff: „Der wirtschaftliche Optimismus." — Speziell „die Entwicklung des Geldverkehrs und des Kredits in Rußland während der letzten 6 Jahre (1900—1912)" betrachtet der Direktor der Kreditkanzlei L. F. Dawydof. — Der frühere Landwirtschaftsminister A. Jermoloff gibt einen „Umriß des gegenwärtigen Zustandes der Landwirtschaft in Rußland“. — Der Ueberblick über „das Typische im russischen Schulwesen“ von Eugraph v. Kowalewsky (Mitglied der Ilf. und IV. Staatsduma) zeichnet das Eigenartige der russischen Schule. — Unter dem Titel: „Die Logik der Geschichte" werden Ausführungen des Grafen Witte über die politischen Verhältnisse Rußlands wiedergegeben. — Staatsrat Prof. Maxim Kowalewsky schreibt über „die Entwicklung des soziologischen Gedankens in Rußland“, während ein Aufsatz von Prof. W. v. Bechterew ganz im allgemeinen „die soziale Auslese und ihre biologische Bedeutung" behandelt. — Auch die russische Literatur findet Berücksichtigung in Georg Adams Beitrag: „Das Jahr 1812 im Volksliede der Russen“, in dem eine Anzahl russischer Volkslieder mitgeteilt werden. :— Mit den jüngsten politischen Vorgängen beschäftigt sich Dr. C. Mühling, der an der Ansicht festhält, daß trotz der österreichisch-serbischen Differenz der Balkankrieg nicht zu einem europäischen Krieg führen dürfte. — In seinem Artikel „Ueber Forscher und Organisation der Forschung“ schlägt Oskar Vogt die Errichtung international gestalteter Spezialinstitute vor. — Das wahre Wesen „freimaurerischer Lebensauffassung“ beleuchtet Dr. J. C. Schwabe, zur Aufklärung der vielfach noch hierüber herrschenden Irrtümer. „Jung Juda“. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIII. Jahrgang. Nr. 23. Prag, den 6. Dezember 1912. (26. Kislew 5673). Inhalt: El. Lädier: Chanuka. — Ben Jehuda: Leitartikel. — J. L.: Die Hasmonäer. — Ida Bock: Gustl und Lea. — Moritz Antscherl: Zwei Kriegslieder. — Der Niagara-Fall. (Illustration.) — Dr. Fritz Weiß: Das Kind. — A. M. Tendlau: Die treuen Verwalter. — Uebersetzungs-Aufgabe. — Rätsel. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. KrirfKaste«. <5. F. in P. Berichte über Bar-Mizwafeierlichfeiten lehnen wir grundsätzlich ab. Jsr. L., Lemberg. Der Dichter Hieronymus Lorm (eigentlich Dr. Heinrich Landesmann) wurde am 9. August 1821 zu Rikolsburg in Mähren geboren. Trotz vollständiger Taubheit und Blindheit hat er sich eine umfassende Bildung angeeignet und einen ruhmvollen Platz unter den modernen Dichtern erworben. Lorm war ein Schwager V. Auerbachs. Er starb am 3. Dezember 1901. G. in W. Das Schauspiel, das Sie meinen, ist vermutlich „Die Rampe" von Henri de Rothschild. Dieser ist von Beruf Arzt und hat speziell als Kinderarzt einen bedeutenden Namen. Er besitzt ein eigenes Krankenhaus, das vor allem den armen Schichten der Arbeiterbevölkerung zur Verfügung steht. B. Es ist so gut wie sicher, daß Dr. Bernhard Drachman-Newyork Oberrabbiner von England wird. Eifrig.r Leser. Der Lesesaal oer Bibliothek der israelitischen Kultusgemeinde befindet sich Wien, 11., Ferdinandstraße 23. Notizen. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. „Hotel Stefanie" II., Taborstraße 12. Freitag den 13. Samstag den 14. und Sonntag den 15. Dezember 19 »2: Neu! Z >m ersten Male! Neu! „Chnsen Kale", Operette in 4 Aufzügen von I. Lateiner. — Sonntag den 15. Dezember. 7,4 Ubr nachmittags: „Dus Tojrale". — Montag den 16. Dezember: „Kol Nidre", Operette in 4 Aufzügen von Scharkanski. — D enstaa d?n 17. und Donnerstaq den Pb Dezember : „Gott, Mensch und Teufel". Drama in 4 Aufzügen von I. G o r d i n. Auftreten des Fräulein G o r s k a j a. — Mittwoch den 18. Dezember: Einmaliges Gastspiel des Herrn A. Rosenstein: „Opferung Jsaks", Overette in 4 Aufzügen von Goldfaden. — In Lordereuung: „Chochmes Rnschim". — Im Studium: „Lchimschen Hagibor". XXIX. Staatswohltätigkeitslotterie. Die k. k. Lottogefälls-Direktion veranstaltet die XXIX. Staatslotterie für gemeinsame Militär-'Wohltätigkeitszwecke, deren Ziehung am 19. Dezember 1. J. stattfindet. Der Spielplan dieser populären Lotterie ist außerordentlich reich ausgestattet und weist 21.146 Gewinste im Gesamtbeträge von 625.000 K auf, darunter einen Haupttreffer von 200.000 K, ferner Treffer zu 50.000 K, 30.000 K, 20.000 K usw. Sämtliche Gewinste werden in barem Gelde aus bezahlt. Lose ä 4 K sind, soweit der Vorrat reicht, in Tabaktrafiken, Lottokollekturen, Wechselstuben, bei Postämtern, Steuerämtern, Bahnämtern usw. erhältlich.

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