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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-10-18 · 42 (18.10.1912) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
42 (18.10.1912)
Date
1912-10-18
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 716 Dr. Bloch- Wochenschrift Nr. 42 Nach Haag zurückgekehrt, fragte ich einen Rabbiner nach der Ursache dieses lärmenden Durcheinander im Tempel, das Gott die Ohren zerreißen muh. Das kommt daher, erwiderte er, weil jedex sein Buch und seinen Vers singt und jedes Buch seine eigene Weise hat, die übrigens sehr melodiös ist, was er mir sofort bewies. Ich fragte ihn, weshalb dieses unanständige Gebaren nach dem Gebete im Hause des Herrn. Weil die Synagoge nur ein Wohnzimmer ist, wo man, wie bei euch, nach dem Gebete iht, trinkt, schwätzt und schläft. Wir anerkennen als heiligen Ort bloh den Tempel zu Jerusalem. der nicht mehr besteht, und wir werden keine rechte Synagoge haben, bis dieser wieder ausgebaut ist. was früher oder später geschehen wird. Ich vesichere Ihnen, der Messias wird bestimmt kommen; man muh ihm nur Zeit lassen. Literat«?. Abigt, E. .1., Das Eigenheim des Mittelstandes. "Westdeutsche Verlagsgesellschaft, Wiesbaden Kilo. M. 3. Es sind Häuser, die für die hier angegebenen Preise wirklich hergestellt worden sind, weshalb das Buch als zuverlässiger Ratgeber gelten darf. Oie Wunder der Natur. Lieferungen 9—11. Deutsches Verlagshaus B o n g u. C o., Berlin. (Die Lieferung zu GO PL; Dieses "Werk scheint bestimmt., Brehm und ähnliche Werke zu ersetzen. Die neuen Lieferungen handeln u. a. vom Nashornvogel, der — in einer indischen Art das Vorbild für den „nützlichen Vogel Choenix geliefert hat". Köstlich schildert France, gewiß ein Berufener, die Beherrschung der Pflanzenwelt durch den Menschen. Allo Aufsätze sind meisterhaft geschrieben und glänzend Must rieri. II. Willy Speyer. Der Ii e r z o g, d i e K o k o ( I e u n d <1 e r K e 11 n er. Erzählungen. Emschlagzeiehnung von L. Kainer. Geheftet 2 Mark 50 PL, gebunden 3 Mark 50 PL Verlag von Albert Langen, München. Nach der schönen Novelle „Wie wir einst so glücklich waren" und dem viel versprechenden Schauspiel „Gnade“ veröffentlicht Wi ly Speyer diesen Band kleiner Erzählungen. Das neue Buch macht seinem Autor alle Ehre und wird seinen Lesern Freude und feine Unterhaltung bringen. Alader Pollak, Radala. Frülilingsblüten — Frühlingsreif. Verlagsanstalt „Reform“, Wien. In der Vorrede schreibt der „.Dichter“: „Ein Jahr lang trug ich mich mit dem Gedanken, diese Gedichte zu veröffentlichen, doch immer wieder glaubte ich warten zu müssen, — nicht zuletzt deshalb, um nicht die Wunden aufzureißen, auf die ich doch selbst Balsam träufeln wollte mit diesen dichterischen Bekenntnissen. Nun aber dünkt es mich, daß die Wunden völlig vernarbt sind, und nun könne a sie auch nicht wieder aufeorissen werden durch die vorliegenden Wahrheiten und Erdichtungen im metrischen Gewände.“ Er muß aber auch viel gelitten haben, dieser Dichter im Frühlingsreif, wenn er verzweifelt ausruft (S. 53): „Du bist eine giftige Schlange, Weib, du bist ein Nimmersatt, O wie wohl ist jedem Manne, Der dich nicht gesehen hat! Weib, du bist eine Hyäne, Hättest längst vernichtet mich, Hätt’ ich mich nicht dir entwunden Und allein gelassen dich.“ Allein auch für das nationale Leid hat der Dichter kräftige Töne und seinem Volke ruft er zu (S. 69): „Harre nicht des „weißen Esels", Raff’ dich auf, erschlaffe nicht; Theodor wies einst den Weg dir, Der dich führt aus Nacht zum Licht.“ Meier Aaron Goldschmidt, Ein Jude. Axel Juncker, Berlin W. 15. 2. Auflage. Preis Mark 4.—. Dieses einst epochemachende und für die bürgerliche Emanzipation der Juden, speziell in Dänemark, so wirksame, prächtige Buch ist noch heut von aktuellstem Interesse und verdient den weitesten Leserkreis. L. S. Scliaelmowitz. Luftmenschen. Roman aus der Gegenwart. Frankfurt am Main 5672—1912. Verlag des „Israelit“ G. rn. b. H. Dr. J. Ziegler, Karlsbad. Volksschriften über die jüdische Religion. I. Jahrgang, 1. Heft. Dr. Max Wiener, Stettin: Die Religion der Propheten. — Verlag J. K a u ffman n, Frankfurt am Main, 1912. Der Ladenpreis der einfachen Nummer 80 Pfg. — 1 K„ der Doppelnummer Mk. 1.50 Iv. 1.80. Die Jugendschriftenkommission des Vereines israelitischer Lehrer in Württemberg, welches die Herausgabe eines Jugendbuches plant, richtete dieser Tage an den Rabbiner der Wiener Kultusgemeinde, Dr. Rosenmann, das ehrenvolle Ersuchen, den Wiederabdruck eines Teiles seines Mannheimer-Essays in jenem für die Jugend bestimmten Werke zu gestatten. — Dr. Rosenmanns Mannheimer-Essay erschien 1910 in Wien bei R. L ö w i t. Nord und Sud. Eine deutsche Monatsschrift, herausgegeben von Ludwig S t, e i n. Oktoberheft 1912. 37. Jahrgang. Preis 2 Mark. Aus dem Inhalt: Bildnis: W. E. Goschen, Botschafter von Großbritannien und Irland in Berlin. — Sir Rufus D. Isaacs, Attorney-General: Engl.-deutsche Beziehungen. — Charles Trevelyan, M. P., Staatssekretär des Unterrichtsministeriums: Offener Brief an den Herausgeber. — llt. Hon. Herbert Samuel, M. P., Post-Minister des verein. Königreiches England: Offener Brief an den Herausgeber. — Norman A n g e 11: Das Fazit der englischdeutschen Verständigungshefte von „Nord und Süd“. — J. E. Geschof f, Ministerpräsident, Sofia: Bulgarische Kultur einst und jetzt. — Dr. Hans Wehberg: Völkerorganisätion. — Max R o 1 o f f: Die Zukunft des Islam. —. 1. 01 d e k o p, Vizeadmiral z. D.: Die Beziehungen Englands zu Deutschland. — Justizrat Dr. Baumert: Was bringen die Beschlüsse der Kommission des Abgeordnetenhauses zum preußischen Wassergesetzentwurf neues? — Geheimrat Prof. Dr. Ludwig Geiger: Handschriftenjagden. Aus meinem Skizzenbuch. — Friedrich v. Oppeln-Bronikowski: Zu Maeterlincks 50. Geburtstag. — Friedrich Stock: Ein Brief Rumohrs an Christian Carl Josias von Bimsen. — Arno Nadel: Der Toten erster Geburtstag. — Karl Larsen: Chr. F. Holm. Novelle (Schluß). — Hans Land: Alfred von Ingelheims Lebensdrama. Roman (Fortsetzung). — Rundschauen. — Verlag der Schlesischen Buchdruckerei von S. Schottländer, A.-G., Breslau III. „Jung-Juda“. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIII. Jahrgang, Nr. 19. Prag, den 11. Oktober 1912. (30. Tischri 5673.) Inhalt: Ed. Lädier: Jüdischer Herbst. —; Filipp Lebenhart: Jaroslav Vrchlicky. — Josef Har t: Mamas Rosen (Schluß). — Die Marannen (Schluß). — Salomo und sein Feldherr Benaja. — Abraham de Castro.'-— Guck in die Welt. — Uebersetzungsaufgabe und Briefkasten. — Rätsel. — Redaktion und Administration: Prag: II., Stefansgasse 629. „Ost und West“'. Illustrierte Monatsschrift für däs gesamte Judentum. Organ der Alliance Israelite Universelle. XII. Jahrgang, Heft 10, Oktober 1912. Inhalt: Dr. A. Kutzinski: Ueber nervöse Entartung bei den Juden. — Karl Schwarz: E. van Beever. Mit 8 Illustrationen. — Felix Halle: Ueber die Notwendigkeit einer Genealogie jüdischer Familien (II). — Benjamin Segel: Die Prophetenj — Karl Bayer: Die neue Synagoge in Charlottenburg (mit 9 Illustrationen). — Sch. Gorelik: Der erloschene Stern. — Literarische Rundschau.;— ^Mitteilungen des Central-; Comites der Alliance Israelite Universelle: Expose betr. Stellungnahme des Central-Comites der Alliance Israelite Universelle zu einer neuen deutschen Sonderorganisation. — Auszüge aus den Satzungen des sogenannten Deutschen Komitees der Alliance Israelite Universelle. — Kommerzienrat Jakob Gallinger (mit Porträt). —Aus den Allianceschulen. — Notizen. — Bernhard Traubenberg: Noch einmal: Aron Horwitz. — Literarische Rundschau. — Dir. Emanuel Lasker: Schach. — Verlag Ost und West, Leo Winz, Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstraße 32. In aller Kürze wird Ein neuer reichhaltiger u. interessanter Katalog über Erzeugnisse des Jerusalemer u. Palästinensischen Kunstgewerbes erscheinen. — Schreiben Sie, sofern es nicht schon geschehen, um Zusendung desselben sofort an den Herausgeber: Phil. Kieferndorf, Prediger a. D., Doc. in Jerusalem.

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