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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-07-05 · 27 (5.7.1912) · page 18

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Seite 462 SSochOMM Nr. 27 Dr. Schillings Selbstmord. Wir wüßten dem Dichter Dank, wenn ei' kür Hanna Elias einen anderen Namen erfunden hätte. L. Alfred Pollak. Bücher der „Quelle“. Novellen eines Greises. Band 2. Preis Mark 2.50. Verlag der „Quelle“ Georg Grote, Hannover, Körtingstr. 9. Rabl». Dr. Wolf, Cölu. Bibliothek des Jüdischen Volksfreundes. Der denkende Jude. III. Die Speisegesteze. Vom Herausgeber. Erster Teil. Preis 50 Pfg. Cöln 5672. Verlag der Bibliothek des Jüdischen Volksfreundes. ,.Jung-Juda“. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIII. Jahrgang, Nr. 13. Prag, den 28. Juni 1912. (13. Tamus 5672.) Inhalt: Rudolf Gottschall: Jerusalem. — A. M. Tendlau: Aus dem Midrasch. — Gottlieb König: Das Geld. — Heinrich Loewe: Der junge König. — Josef Hart: Die Zwillinge. (Fortsetzung.) — Der Hofmeister und sein Zögling. — Uebersetzungs-Aufgabe und Rätsel. — Briefkasten. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. Internationale Verständigung. Heft 2/3. Rudolf Goldseheid: Friedensbewegung und Menschenökonomie. — Heft 4. Alfred H. Fried: Kurzgefaßte Darstellung der pan-amerikanischen Bewegung. Vortrag, gehalten in der Wiener soziologischen Gesellschaft. — Heft 5. David Starr Jordan, Präsident der Leland-Stanford-Universität, Kalifornien: Krieg und Mannheit. — Heft 6. Bertha von Suttner: Die Barbarisierung der Luft. — Verlag der „Friedens-Warte“, Berlin W„ Bülowstr. 66 und Leipzig. 1912. . . Die Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Dr. Friedrich Naumann. Nummer 26. 27. Juni 1912. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Der Gesellschafts vertrag. — Paul Nathan: Balfour und die Pläne deutscher Hegemonie. — Wilhelm Heile: Die deutschen Reiclisfinanzen. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Gottfried Traub: Wohin gehört man? — Ferdinand Tönnies: Rousseau, und wir. — Otto Bollnow: Rousseau und Voltaire. — Paul Zschorlich: Eine Reise in Algerien. III. — Alfons Paquet: Kamerad Fleming. Roman. — Politische Notizen. — Fortschritt (Buchhandlung der „Hilfe“) G. m. b. H., Berlin-Schöneberg. Le Traducteur, The Translator, H Traduttore, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Diese Publikationen sind vorzügliche Hülfsmittel für Deutsche zum Weiterstudium der französischen, englischen und italienischen Sprache, sowie auch für Franzosen, Italiener oder Engländer zur Erlernung des Deutschen. Der sorgfältig gewählte Lese -und Uebungsstoff macht sie zu einem ausgezeichneten Förderungsmittel im Sprachstudium für den einzelnen sowohl als auch im Familienkreise. — Probenummern für Französisch. Englisch oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur“ in La Ohauxde-Fonds (Schweiz). Teh Jewisfa Review. Edired by Norman B ent wich and Dr. Joseph Hochmann. Vol. III. Nr. 14. July, 1912. Contents: Editorial Notes: The Chief Rabbinate — Appointment or Dissapointment? The Rising Tide against Russia; The Conference at Kattowifz; The I. T. 0. Conference. — L. P. Rastorgoueff: Disabilities of the Jews in Russia. — H. Sperling: Jewish Sectaries, III: The Chassidim. — J. A. J. de Villiers: Holland — and some of Her Jews. — Dr. M. Bran'n: Hewry on the Eve of the XXlh Century (translated from the German by Bella Löwy). — L. Goetz: The Rituel Murder Charge. — Reviews of Looks. — London, Geo. Routledge & Sons. Wilhelm Börner. Freidenkertum und österreichische Justiz. Wien — Leipzig, 1912. Anzengruber-Verlag Brüder Suscliitzky, X., Favoritenstraße 57. Wilhelm Ostwald. Schriften des Monistenbundes in Oesterreich. Heft 2: Der Monismus als Kultui’ziel. Vorgetragen im Oesterreichisclien Monistenbund in Wien (Großer Sofiensaal) am 29. März 1912. Preis: 50 Heller (50 Pfg.); Das Reinerträgnis aus dem Verkauf dieser Schriften fließt dem Monistenbund in Oesterreich zu. Wien — Leipzig. Anzengruber-Verlag Brüder Suscliitzky, X„ Favoritensir. 57. KrhfKasteu. (£. K. itt V. Es ist richtig, daß der ungarische Reichstagsabgeordnete Julius Kovars, der das Attentat auf den Präsidenten Tisza verübte, jüdischer Abstammung ist; er heißt vom Hause aus Paul Straffer. Kovars hat übrigens -schon wiederholt Spuren von Geisteskrankheit gezeigt und auch deswegen im Sanatorium verweilt. Wenn daraus die Antisemiten Kapital zu schlagen suchen, so widerlegt sie die Tatsache, daß die 30 jüdischen Mitglieder deS ungarischen Parlaments zum größten Teil auf den Regierungsbanken sitzen. Ter LandeSverteidigungsminister, Feldmarscholleutnant H a z a y, war noch vor kurzem Jude, und der Ministerpräsident Ladislaus von Luka cs wird hauptsächlich darum angefeindet, weil er, obwohl er Katholik ist und seine von ihm geschiedene erste Frau noch lebt, doch eine zweite (Zivil-)Ehe mit einer Jüdin, der Witwe eines Budapester Bankiers, geschlossen hat- Es entbehrt auch nicht des pikanten Beigeschmacks, daß der Papst dem Ministerpräsidenten von Lukacs seine Photographie mit eigenhändiger Widmung geschickt hat. Die von einem ungarischen Korrespondenten verbreitete Nachricht, daß der Abg. Kovacs mit dem Berliner Großkaüfmann James Simon verschwägert sei, ist unrichtig. Herr James Simon hat allerdings einen Schwager, der ein Herr v. Kovacs ist und einer alten ungarischen Adelsfamilie entstammt. Dieser Herr v. Kovacs ist jedoch mit dem ungarischen Reichsratsabgeordneten Kovacs keineswegs identisch. K. F. Auf derlei Schmähungen antwortet -man nicht, die richten sich selber. Diderot sagte einmal: „Es würde mich demütigen nndi beleidigen, wenn Leute, die so vielen tüchtigen und^braven Männern Böses nachsagen, gerade von mir Gutes sagen wollten." Autoheil. Ein heiteres Qui proquo ergab sich bei der Rückkehr der Automobitisten von der Alpenfahrt. Bemerkt muß werden, daß der Wiener Bürgermeister in seiner Empfangsrede von olympischen Spielen der Äu>omobilisten sprach, was dis zum Nordpol hinauf stürmische Heiterkeit erweckte. Vielleicht hat der Bürgermeister diesen Ausdruck in der Verlegenheit über das Schicksal gewählt, das der Ehrenpreis der Stadt Wien gefunden hat. Bei der Auslosung unter den vielen gleichberechtigten Bewerbern um die Ehrenpreise fiel nämlich just der von Wien an einen Juden, Herrn Willy v. Gutmann. Dr. D. Aussichtsreiche Kandidaten für den Posten des Chief- Rabbi von England sind jetzt noch immer der Dayan Dr. Hyamson, Dr. Herz aus New-Zjork, Professor Gollauz und Prof. Daiches, Jakob S. Wilner, Lemberg. Ueher „Ajen Hora" und „Tybek" kann Ihnen Näheres Rabbiner Dr. Max G r u n w a l d, Herausgeber der „Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde", Wien, XV., Mariahilferstcaße 167, nähere Auskunft erteilen. Wollen Sie sich an diesen wenden. C. F. Sie sind entrüstet, daß ein Mann, wie Israel Zangwill, von allerlei Preßgelichter beschimpft wird. Wir haben es nicht anders erwartet und sind auch darum nicht erstaunt. Entrüsteter Abonnent in Sanerbrunn. Das geistreichseinfollende Geschreibsel, das in jeder Zeile nach „Cherchez la femme!" förmlich schreit, ist ja die Aufregung gar nicht wert. Das Wortspiel von „Fashionable" und Mationable^ ist eben so billig, wie witzlos, es würde sich aber empfehlen, die "Nase „radikal“ in den M ... zu stecken, der vor det eigenen Tür liegt. Im übrigen hat es den Anschein, als ob dem sonst so freisinnigen und vorurteilslosen Herausgeber dieses Blattes ein Rukuksei gelegt worden wäre. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der lausenden Abonnementsgebühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man lick des in der letzten Nummer beigelegten PosterBagscheines bedienen. Die Administration. Danksagung. Für die mir aus Anlass meines 70jährigen Geburtstages zugekommenen, vielen Glückwünsche meiner Kollegen, Freunde und Bekannten spreche ich hiermit meinen wärmsten Dank aus. Wien, im Juli 1912. Emanuel Hoffmann. Ignaz Klepetasch-Heirats-Auss!attungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von K 200.— per Platz. Bewerbungsberechtigt sind: Arme verwaiste Mädchen jüdischer Konfession, welche sich zu -verehelichen im Begriffe stellen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Brautstand-Nachweis, Totenschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1912. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll).. . . Bewerberinnen, welche, sich vor Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jedes Anspruches an dieselbe verlustig.

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