Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 29 (1912)
- Issue
- 20 (17.5.1912)
- Date
- 1912-05-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 20 Dr. Blochs Wochenschrift Seite 329 Gewltsch, Dr. Krüper und Adolf Neumann, die Kommerzialräte Robert Kern, Siepmund Epler und Gottlieb Kantor, der Sekretär der Kaiser Franz Josef Jubiläumsstiftung für Volkswobnungen kaiserlicher Rat Moritz Spiegel, Inspektor Metaxa vom Eisenbabnministerium Ritter v. Goldschmidt, die Brüder Ritter v. Taussig. Professor Landesberger. Notar Dr. Bermann, die Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Moritz Ascher» Dr. Adolf Stein, Dr. Edmund Kohn, Dr. Emil Frisckauer und Dr. Ignaz Stiedny, Rabbiner Dr. Grunwald, Rabbiner Dr. Funk (Preßburg), die Industriellen v. Huze, Baron Gutmann v. Gelse. Julius Wolf, kais. Rat Alexander Engel v. Jauosi, Valentin Austerlitz, Heinrich Eger, Theodor Schur, Matthias Löbl. Adolf Duldner, Schein, Mar Zirner, Generaldirektor Tennenbaum von der Neusiedler Aktienaesellschaft, außerdem Dr. Skrein als Vertreter des Vereines der Fortschrittsfreunde, Präsident Dr. Josef Nilius und Kontrollor Richard Schellbach vom Zentralkrippenverein, als Abordnung des Bethausvereines im 9. Bezirk Präses Gottlieb Bettelheim und Vizeprases Bezirksrat Dr. Schnepv, als Abordnungen des Bethausvereines für den 4. und 6. Bezirk Präses Hoffmann. des Bethausv?reines für den 8. Bezirk Präses Hermann Beck, die Obmännin des Damenkomitees des israelitischen Versorgungshauses Frau Jda Diamant, Direktrice Strakosch mit den Aufsichtsdamen des Mädchenwaisenhauses. Dr. Ro ter als Vertreter der „Jca". Direktor Dr. Erben, der Präsident der Suppen» und Teeanstalt kais. Rat Lichtenstadt, Oberkantor Bauer, Religionsinspektor Kanitz, der Präsident des Verbandes der Wiener Zeitungskorrespondenzen Alfred Pappenheim, vom Kaiser. Franz Josef-Ferienheim Präsidentin Frau Sophie Grünfeld, Frau Dr. Zins und Dr. Quittner, . Generaldirektor Porges vom Seehospiz, die Präsidentin des Wohltätigkeitsvereines in Rudolfsheim Frau Landeis, die Präsidentin des Frauen-Wohltätiakeitsvereines „Kaiser. Franz Josef-Kinderhort" Frau Dr. Eduard Frischauer, vom Vereiu „Osten" die Herren Philipp Kahane, Diamant und Ratbansohn; vom Verein „Providentia" die Vizepräsidentin Frau Mathilde Herzl, die Vorsteherin?Frau? Pauline Stranskh, in Vertretung des Vereines „Frauenhort", dessen Ehrenmitglied der Verblichene war, Frau Kopstein, Frau Olga v. Doctor und Frau Stiaßny mit dem Vorstand, der Verein zur Unterstützung mittelloser jüdischer Hochschüler, Dr. Maurice Bribram als Vertreter der Stadtgemeinde Jaworzno. in Vertretung des Vereines „Heilanstalt Alland" Regierungsrat Dr. Svetlin, Dr. Taussig, Dr. Ast und Kontrollor Schellbach, als Abordnung der Jsraelitengemeinde Leipnik. der Vaterstadt,des Verblichenen, Bürgermeister Moritz Ritter, Rabbiner Dr. Hillel, Vorstand Dr. Spitzer und Kultusrat Markus Tauber, der Bürgermeister der politischen Gemeinde Leipnik, der Gesamtvorstand des Rekonvaleszenten- und Erholungsheimes „Philanthropia", eine Abordnung des Vereines zur Unterstützung israelitischer Handwerker und Gewerbetreibender, dann der Kurator des Baron Springer'schen Waisenhauses Dr. Adolf Bäck mit dem -Rechtskonsulenten Dr. Wachsberg, eine Abordnung der Jsraelitengemeinde Baden bei Wien, bestehend aus dem Rabbiner Dr. Wilhelm Reich. Präses Moritz Leithner und Vorstandsmitgliedern Anton Schneider. Simon Mandel, Adolf Raab und Alexander Braun, die Schriftsteller Dr. Josef S. Bloch, Dr. Sigmund Münz und Dr. M. Löwy, die akademischen Maler Isidor Kaufmann und Professor Vaith, Bildhauer Taglang. Kammervirtuose Alfred Grünfeld. Professor Sulzer, Architekt Modern, Schauspieler Karl Blasel, Oberpostkommissär Simon, Garderittmeister Gustav Budiner, Abordnungen des Philanthropischen Vereines, des Vereines „Heim für obdachlose Familien", der Verein zur Unterstützung und Bekleidung armer alter Männer, von der Baron Hirsch-Stiftung kaiserlicher Rat Dr. Ärnold Ascher, zahlreiche Vertreter anderer humanitärer Vereine, die Beamten der israelitischen Armenanstalt, die Beamten des Welthauses Ritter von Gutmann, Bürgermeister von Mährisch-Ostrau Dr. Fiedler, der ehemalige Erzieher der Söhne Dr. Kapralik rc. rc. Mit dem Vortrage der ritualen Gesäuge durch den Oberkantor Don Fuchs, der von den beiden Kantoren Jurberger und Matyrs und dem gesamten Chorpersonal begleitet wurde, nahm die Trauerfeier ihren Anfang. Kaiserlicher Rat Fürst nahm dann namens der Beamten des Hauses Ritter von Gutmann von dem Verblichenen Abschied. Er pries Gutmann als guten Chef voll Einsicht und Herz. Dann.wurde der schwarze Metallsarg gehoben und vor das Trauerhaus zu dem zweispännigen Trauerfurgon getragen. Der Kondukt setzte sich nach der israelitischen Abteilung des Zentralfriedhofes in Bewegung. In der Zeremonienhalle wurden die Trauergebete verrichtet. Hierauf hielt Oberrabbiner Dr. Güdeman» dem Toten einen Nachruf. Er sagte unter anderm: «Sein größter Vorzug bestand darin, daß er auf dem Gipfel nie den Aufstieg, die Schwierigkeiten des Anfangs vergaß und noch weniger verleugnete. Der Besitz von Millionen pflegt die Erinnerung an die Vergangenheit einzuschläfern. Bei ihm übte dieser Besitz die entgegengesetzte Wirkung, seine Erinnerung zu schärfen. Dadurch ist er immer derselbe, ist sein Herz sich stets gleich geblieben." Als zweiter Redner nahm für den Kultusvorstand der Präsident der Kultusgemeinde Dr. Stern von dem Toten Abschied. Dann sprach Dr. Arthur Kuranda für die Israelitische Allianz, als letzter für die Heimatgemeinde Leipnik Rabbiner Dr. Hillel. Oberkantor Morgenstern rezitierte das EI mole rachmim. Um s/4l Uhr schloß die Trauerfeier. Unter den der Familie und dem Hause. noch zugekommenen Kondolenzen seien erwähnt: Statthalter Dr. Freiherr v. Bienerth, Hofrat Professor König, tzofrat v. Eger, Landtagsabgeordneter Dr. Philipp v.' Gomperz, Baron Felix Oppenheimer, die Generaldirektoren Kestranek, Philipp Porges und Franz v. Heltai, Zmtraldirektor Czech, Kommerzialrat Oskar Berl, Julius v. Blaas und fast alle Bank- und Verkehrsinstitute. Ans dem Jahresberichte der Wiener Israelitischen Allianz. Der soeben im Drucke erschienene Jahresbericht der Wiener Jsr. Allianz zeigt das erfreuliche Bild einer vielseitigen Hilfstätigkeit auf erziehlichem Gebiete, besonders in Galizien, ferner einer mit — in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage in Oesterreich — ziemlich bedeutenden Mitteln geleiteten Hilfsaktion zugunsten der verfolgten Juden in Rußland und Rumänien und einer umfassenden rationellen Emigrantenfürsorge, die vielen tausenden armer jüdischer Auswanderer aus Rußland und Rumänien zugute kommt. Auf letztem Gebiete ist die Wiener Allianz als eine der drei kontinentalen europäischen Hauptorganisationen, welche sich seit vielen Jahren mit der Regelung der Auswanderung befassen, neben der „Jca" und dem Hilfsverein der deutschen Juden mit großem Erfolge tätig. Der Bericht erinnert in der Einleitung daran, daß der Verein in das 40. Jahr seines Bestehens eintritt. Cs sei zwar entmutigend, daß der schwere Kampf gegen die Unduldsamkeit und die Brutalität der Judenverfolgungen genau so wie vor 4 Jahrzehnten geführt werben muß und die Lage sich in Rußland sogar wesentlich verschlimmert habe, es dürfe aber nicht verkannt werden, daß sich vieles während dieser Zeit auch zum Guten geändert hat und es bestehe die feste Zuversicht, daß. so gering auch der Fortschritt ist, nach Jahren und Jahrzehnten gerechnet, die Tätigkeit des Vereines, bei der er mit den verwandten westeuropäischen und amerikanischen Organisationen Hand in Hand geht, sich doch nicht als eine vergebliche erweisen wird. Ueber die vom Vereine in den letzten Jahren begründeten Schulen in Galizien enthält der Bericht unter anderem folgendes: Budzanow. (Gegründet 1909.) Aus dem Jahresberichte des Schulleiters. Herrn Jakob Fink, ergibt sich, daß von 'den 73 eingeschriebenen Schülern 28 in der I. (im Alter zwischen 6 und 8 Jahren, jedoch auch ein Schüler von 10 und einer von 13 Jahren) und 45 in der II. Klasse (im Alter zwischen 7 und 14 Jahren) sich befanden. Die Ortsgemeinde Budzanow hat der Schule eine Subvention von 100 Kr„. die Kultusgemeinde einen Beitrag von 150 Kr. bewilligt. Ferner hat der Reichsrats¬ und Landtagsabgeordnete Graf Georg Bawdrowsky, der Gelegenheit gehabt hat, sich von den Leistungen der Schule zu überzeugen, zu Gunsten derselben einen Betrag von 50 Kr. gespendet. Nachträglich hat auch der Kreditverein auf seiner Generalversammlung der Schule einen Beitrag von 40 Kr. votiert. So klein diese Beiträge sind, so beweisen sie doch die ungeteilten Sympathien, deren sich die Anstalt in allen Kreisen der Bevölkerung erfreut. N i e m i r o w. (Gegründet 1910.) Die Schule in Niemirow hat der Herr Kreisschulinspektor W. Engländer am 19. Juni 1911. ferner am 6. Jänner 1912 visitiert und gab seiner Befriedigung über die erzielten Unterrichtserfolge Ausdruck. Der Schluß des Schuljahres 1910/11 fand am 10. Juli v. I. in einer feierlichen Veranstaltung in Gegenwart der Eltern der Kinder statt. Als Prämien wurden gleichfalls den Wünschen der orthodoren Bevölkerung entsprechend, Gebetbücher verteilt. Von den neunzehn die Schule besuchenden Kindern wurden siebzehn zum Aufsteigen in die zweite Klasse für reif befunden. Den ärmsten Schulkindern wurden auch in diesem Jahre Wintermäntel und Beiträge zur Anschaffung von Schuhen bewilligt.