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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-05-10 · 19 (10.5.1912) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
19 (10.5.1912)
Date
1912-05-10
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 322 Nr. 19 Dr. BWHs WochMschrift ein wertvolles Gegenstück hierzu ist der Artikel Hans^ Rottmann’s anzuselien, der die Gesichtspunkte, die „Kuropatkin“ für die auswärtige Politik Kußlands im 20. Jahrhundert aufstellt, auf Grund dessen neuester Schrift kurz skizziert. — In friedlichem Sinne zu wirken ist auch die Mahnung Richard Eickhoffs an die „italienische Gruppe der Interparlamentarischen Union“ bestimmt. — Daß es gleichwohl in der äußeren wie in der inneren Politik nicht immer so friedlich zugehen kann, wie es erstrebenswert wäre, das wird von dem norwegischen Staatsminister a. I). Sigurd Ibsen, dessen Bildnis dem „Nord und Süd“-Heft beigefügt ist, in dem Aufsätze „Machtpolitik und Kulturpolitik“ in geistvollen und klar-überzeugenden Ausführungen dargetan. Die Machtpolitik, die Rücksicht auf die Machtverhältnisse herrscht heutzutage wie früher und dürfte zunächst noch weiterhin herrschen. — Dr. Franz Lipp veröffentlicht eine interessante kriminal-psychiatrische Studie über die fünf ^italienischen Königsmörder“: Passanante, Aceiarito, Bresci, Cesario und Luccheni. — Während Otto Corbach’s Artikel „Soziale Note in freien Berufsarten“ von den Bemühungen der Rechtsanwälte, Aerzte und Architekten, einen größeren staatlichen Schutz ihrer Standesinteressen, eine gewisse Geschlossenheit dieser Stände zu erlangen, handelt, werden von Justizrat Dr. Baumert im Anschluß an den „2. Internationalen Hausbesitzerkongreß“, der am 5. Mai in Berlin eröffnet wird, die „Bestrebungen der Haus- und Grundhesitzervereine Deutschlands“ entwickelt. — Hohes aktuelles Interesse auf dem Gebiete der Strafrechtspflege kann Dr. M. Ernst’s Essay: „Pathologisch oder Kriminell?“ beanspruchen. — Wilhelm Bloem erörtert die Bedeutung der „Kinematographie und des Grammophons im Dienste der Naturwissenschaft“. — Einem öfter behandelten, aber immer fesselnden Thema geht Geheimrat Prof. Eduard König in seinem Beitrage: „Sage und Mythus in bezug auf den ewigen Juden“, nach, der eine Reihe anregender Gedanken zur Lösung der hieran sich anknüpfenden Fragen und Rätsel beisteuert. — Zu den üblichen Rundschauen: Politische Rundschau (Dr. C. Mühling), Sozialpolitische (Senatspräsident am Reichsversicherungsamt Dr. Flügge), Koloniale (Otto Jöhlinger), Theologisch-kirchliche (Theodor Kappstein), Literarische (Friedrich Stein-Berlin), Musikalische (Walter Dahms) und Wirtschaftliche (Horatio), ist diesmal noch eine Oesterreichische Rundschau (von Dr. J. Sinnreich, Wien) hinzugekommen. „Jung Juda“. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIII. Jahrgang, Nr. 9. Prag, den Z. Mai 1912. (16. Ljar 5672.) Inhalt: Sabbathruh. — Ben Jehuda: Die Sephira. — Die treuen Verwalter. — Der Hofmeister und sein Zögling. — Josef Hart: Die Zwillinge (Fortsetzung). — Der Turm des Schweigens in Kalkutta. — Das jüdische Museum in Prag. — Der Frühling. — Alexander der Große. — Aus der Zeichenmappe. — Rätsel. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. Dr. oec. publ. Jakob Segall. Die beruflichen und sozialen Verhältnisse der Juden in Deutschland. Veröffentlichungen des Bureaus für Statistik der Juden. Heft 9. 1912. Verlag von Max Schildberger (Inhaber Arthur Schlesinger), Berlin W. 62. Tlie Jewish Quarterly Review. New Series. Edited by Cyrus Adler and 8. Schlechter. Vol. II., Nr. 3. January 1912. Contents: Prof. Israel Davidson: Hebrew and Yiddish. — Harry Wolfson: Maimonides and Halevi. — Doktor Samuel Krauss: A Moses Legend. — Dr. W. St. Clair Tisdall: The Aryan Words in the old Testament III. — Prof. W. Bacher: More about the Poetry of the Jews of Temen. — Prof. Max L. Margolis: The Elephantine Doeuments. — Critical Notices: Dr. 8. Poznanski: Recent Karaite Publications. — Published Quarterly by the Dropsie College. For Hebrew and Cognate Learning. — Broad and York Streets, Philadelphia, Penna. — London: Macmillan & Co., Ltd. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden. Berlin C 2, An der Spandauerbrücke 15. Begründet von Doktor Arthur Ruppin. Redigiert von Dr. Bruno Blau. 8. Jahrgang. Heft Nr. 4. April 1912. Inhalt: I. Abhandlungen. 1. Dr. oec. publ. Jacob Segall, Berlin: Der Anteil der Juden in Deutschland an dem Beamtenstande und den freien Berufen. — 2. Dr. 8. Weissenberg, Elisabethgrad: Die Juden in der russischen Armee. — II. Statistisches Archiv. Cholera und Juden. — Passah und Mortalität. — Literatur. — Mitteilung. „Die Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Dr. Friedlich Naumann. Nummer 18. 2. Mai 1912. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Militärziffern. — Georg Gothein, M. d. R.: Der deutsch-englische Gegensatz ein Kulturhemmnis. — R. Ernst May: Die Völkerwanderung in den bürgerlichen Parteien der Linken. II. — Gottfried Traub: Dichtung. — Leopold Kätscher: Stead, der Priesterliche. — Otto Weidenmüller: Robert Browning. — Friedrich Naumann: Aus London. III. — Alfons Paquet: Kamerad Fleming. Roman. — Politische Notizen. — Verlag: Fortschritt (Buchverlag der „Hilfe“), G. m. b. II., Berlin-Schöneberg. Dr. Sigmund Jampel. Vom Kriegsschauplatz der israelitischen Religionswissenschaft. Eine gemeinverständliche Schilderung der Kämpfe auf dem Gebiete der modernen Bibelwissenschaft. Teil II. Inhalt: 1. Die neuesten Aufstellungen über Moses und sein Werk. 2. Neueste exegetische Methoden. 3. Die neuen Papyrusfunde in Elephantine. Verlag von J. Kauffmann, Frankfurt am Main, 1912. Dr. Ludwig Berliner. Die Staatskirchenrechtüche Stellung der israelitischen Religionsgemeinden und sonstigen israelitischen Religionsverbände Süddeutschlands. Verlag J. K a u f f m a n n, Frankfurt am Main, 1912. f"' Briefkasten. Löwenfeld. Der 4. Juli 1881 war der 11. THamus 5644; der 8. Juni 1858 war am 26. Siwan 5618; der 27. Oktober 1905 war am 28. Tischri 5666; der 8. Mai 1893 war am 22. Jjar 5653; der 7. März 1895 war am 11. Adar 5655; der 7. März 1907 war am 21. Adar 5667. L. P., Budapest. In Szatmar ist ein Kindergarten mit hebräischer Unterrichtssprache eröffnet worden, wohl die einzige derartige Anstalt in Mitteleuropa. Der Kindergarten wird von einer in Palästina ausgebildeten Lehrerin geleitet. K. F. Der im Alter von 91 Jahren verstorbene Rabbi Chajim Elias Meise! wurde in Horodek Gouv. Minsk geboren. M. T. In Angelegenheit der Ermordung des Knaben Justschinsky in Kiew sind neue Momente zutage getreten, die den Verdacht gegen die vom Journalisten Brasul-Bruschkowsky bezeichneten Personen noch dringender erscheinen lassen. Es handelt sich um eine Gesellschaft von Dieben und Hehlern, an deren Spitze der französische Staatsangehörige Mifle stand und der auch Justschinsky's Stiefvater angehörte. Der ermordete Knabe hatte der Polizei Mitteilung von dem verbrecherischen Treiben der Bande gemacht und deren Mitglieder haben ihn hierauf anscheinend beseitigt. Infolge überraschender neuer Einzelheiten, die in den letzten Tagen zur Kenntnis des Gerichtshofs gelangt sind, nimmt man an, daß bereits in nächster Zeit eine entscheidende Wendung in der Affaire Justschinsky eintreten wird. Ad. Stößel, Kaufmann in O. Besten Dank für die freundl. Zeilen und die liebenswürdige Anerkennung. Jedoch können wir derlei Zuschriften leider in unserem Blatte aus begreiflichen Gründen nicht publizieren. Bad Gastein. Das neuerbaute Hotel und Restaurant im Zentrum des Kurortes, des Herrn Max K o k i s ch, wird demnächst eröffnet. Salomon Altmann-Waisen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 65.—. Bewerbungsberechtigt sind: Elternlose arme Israel. Schüler ohne Unterschied des Geschlechtes, welche das 15. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und a) mit der Familie des Stifters Herrn Salomon Altmann verwandt sind, oder b) aus Oesterreischisch-Sclilesien stammen, oder c) von Mitgliedern der Wiener israel. Kultusgemeinde abstammen. Bevorzugt sind: Bei gleicher Würdigkeit die unter Kategorie a) und b) angeführten Bewerber. Verleihungstag: 4. August 1912 (21. Ab.). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Totenscheine, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, letztes Schulzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Juni 1912. Ei nreiclis teile: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Benedikt Karplus-Stiftung für Gewerbeschulen Anzahl der Plätze: 3. im Betrage von je Iv 50.—. Bewerbungsberechtigt sind: israelitische junge Leute, welche die Gewerbeschule mit vorzüglichem Erfolge besuchen oder besucht haben. Verleihungstag: 20. Juli 1912. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, letztes Studienzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1912. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll).

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