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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-05-03 · 18 (3.5.1912) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
18 (3.5.1912)
Date
1912-05-03
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 18 Dr. Blochs Wochenschrift Seite 303 In der Sammlung Göschen (G. J. Göschensche Verlagshandlung in Leipzig, Preis des Bandes SO Pfennige) sind erschienen: Talmudproben von Dr. 8. Funk in Boskowitz. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. 56. Jahrgang. Heft 1/2. Begründet von Z. Frankel. Organ der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Herausgegeben von Dr. M. Brann. Neue Folge, 20. Jahrgang. Januar-Februar 1912. Inhaltsverzeichnis: Josef Bass: Ludwig Philippson. — Louis Ginzberg: Eine unbekannte jüdische Sekte (Forts.). — M. Freimann: Die Wortführer des Judentums in den ältesten Kontroversen zwischen Juden und Christen (Fortsetzung). — David Bau s. A.: Die Ethik B. Saadjas (Fortsetzung). — Simon Eppenstein: Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter (Schluß). — Besprechungen. — Bibliographische liebersicht über die im Jahre 1910 erschienenen Schriften von M. Brann. — Koebernsche Verlagsbuchhandlung (Barasch und Biesenfeld), Breslau, Schmiedebrücke 17/18. „Die Hilfe". Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Dr. Friedrich Naumann. Nummer 17. 25. April 1912. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Der Zwang zum Frieden. — Justus Hashagen: Zur Krisis in der nationalliberalen Partei. — Erich Schlaikjer: Unser herrliches Volksheer. — B. Ernst May: Die Völkerwanderung in den bürgerlichen Parteien der Linken. I. — Soziale Bewegung. — Hermann Kienzl: Der standesgemäße Student. — Johannes Schlaf: Die geozentrische Tatsache. — Friedrich Naumann: Aus London. II. — Alfons Paquet: Kamerad Fleming. Roman. — Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. Le Traducteur, The Translator. II Traduttoro, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Wer die Anfangsgründe im Französischen, Englischen und Italienischen besitzt und sich in der betreffenden Sprache zu üben und leicht zu fördern wünscht, dem seien diese drei Blätter warm empfohlen. Sie bringen mannigfaltigen Lese- und Lehrstoff und berücksichtigen besonders die Unterhaltungssprache. Bald belehrend, bald unterhaltend oder belustigend, können sie unbedenklich der Jugend vorgelegt werden. — Probenummern für Französisch, Englisch und Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur“ in La Chaux-de-Fonds (Schweiz). Briefkasten. Rabb. I. G. in K- Der Irrtum entspricht dem spaniolischen Minhag; es ist jedenfalls kein Vergehen. Alfred. I. Die Hinterbliebenen der am ersten Pesachtage verstorbenen Frau haben nach Beendigung der Feiertage Schiwe zu sitzen. II. Kidusch Levana verstoßt absolut nicht gegen das Thoragebot; es ist keine Anbetung des Mondes, sondern ein Dankgebet an den Schöpfer, welcher die Bahnen der Himmelskörper nach festen Gesetzen unabärderlich eingeordnet hat K. F. Einsendung betreffend Kantorenverein in nächster Nummer. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postauf träge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Tretet zahlreich bei zum Ersten Israel. Wohlfahrtsverein ^Fortuna“ in Prag. Derzeitiger Stand der Mitglieder 2901, derzeitiger Stand der Mädchen 3701, derzeitige Höhe des auszuzahlenden Aussteuerbeitrages K 6000.—, derzeitige Höhe des auszuzahlenden Unterstützungsbeitrages im Sterbefall K 2901.—. Seit dem 51/, jährigen Bestände des Vereines wurden ausbezahlt K 618.053’—. Jahresbeitrag derzeit K 6.—. Höchstalter für die aufzunehmenden Mitglieder 50 Jahre und für die begünstigten Mädchen 12 Jahre. Beitrittsgebühr nach dem Alter der Mädchen von K 10.— bis K 40.—. Monatliche Zahlungen nach dem Alter der Mädchen von K 6.— bis K 10.—. Nähere Auskünfte erteilen aus Gefälligkeit der Wiener Vertrauensmann des Vereines Herr i. U. Dr. Ludwig Breuer, I., Goldschmiedgasse 2, und Herr Siegfried Wehle, Wien, lli., Fasangasse 28. Jüdischer Han dien gsgehilien-V erband Wien, II. Bezirk, Taborstrasse Nr. 20. Jüdische Handelsand Privatangestellte! Kollegen und Kolleginnen! Immer offener und schärfer, immer gefährlicher und verderblicher wird das Wüten des Antisemitismus. Es gibt keinen unter Euch, der das nicht täglich sieht, keinen, der es nicht irgendwie zu fühlen bekommt. Die jüdischen Angestellten sind es, die physisch und seelisch dem Judenhasse am meisten preisgegeben sind. Nicht ihre jüdische, ihre Menschenehre, ihr Stück Brot müssen sie dem Antisemitismus gegenüber verteidigen. Die jüdischen Angestellten stösst der jüdische und nichtjüdische Unternehmer nur allzu oft zurück, den jüdischen Angestellten verweigert man den Bosten. Nicht das Fach, nicht die Arbeit, der Jude wird boykottiert. Nun denn, ihr jüdischen Angestellten, wenn ihr als Juden zurückgesetzt, wenn ihr als Juden getroffen werdet, so verteidigt Euch auch als Juden! Nichts ist logischer, nichts ehrenvoller, nichts klüger. Heraus aus Eurer Lethargie, heraus aus Vereinen, die Euch fremd sind, die von der speziellen Notlage der jüdischen Angestellten nichts wissen wollen! Als jüdische Angestellte schliesset Euch zusammen zur Abwehr der wirtschaftlichen und antisemitischen Gefahr! Es nützt nichts, über die traurigen Zeiten zu klagen und müssig dreinzuschauen. Ebensowenig nützt es Euch, fremdnationalen Vereinen nachzulaufen und sie um ihre Hilfe anzuwinseln. Wer sich uns nicht anschliesst, begeht ein Unrecht an sich selbst, eine Sünde an seinen Berufsgenossen, ein Verbrechen an seinem Volke. Da wir in allen wirtschaftlichen Fragen gemeinsam mit den anderen gewerkschaftlichen Organisationen Vorgehen wollen, so kann von einer Schädibung der Angestellten-Interessen durch unsere Vereinigung keine Rede sein. Nur aus Dummheit oder Böswilligkeit kann eine solche Behauptung aufgestellt werden. Die Verhältnisse unter den Angestellten sind eben derart, daß sich jeder nach seiner Art organisieren muß. Die Anstrengungen, die gewisse Vereine gemacht haben, um eine »internationale« Handlungsgehilfenorganisation zu schallen, waren nicht von Erfolg gekrönt, denn 99° 0 der Mitglieder dieser »internationalen« Vereine sind Juden, an vielen Orten sogar 10O°/0. Diejenigen jüdischen Angestellten, welche die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Oesterreich mit klarem Auge betrachten, die sich ihr Selbstbewußtsein ihre, Ehre erhalten möchten und im schweren Kampfe als wirtschaftlich Schwächere und als Juden zugleich brüderliche Unterstützung und Kräftigung suchen, müssen und werden sich unserer Organisation anschließen. Jüdischer Handlnngsgehilfen-Verhand, Sitz Wien. Unserer Organisation kann jeder jüdische Angestellte männlichen oder weiblichen Geschlechtes beitreten. Der Verband erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich und wird die geistigen und materiellen Interessen der Mitglieder jederzeit mit Entschiedenheit wahren. Insbesondere will er dem Boykott, der vielfach durch prinzipiellen Anschluß von Juden bei vielen Unternehmungen besteht, entgegenwirken, sowie eine gut funktionierende Stellenvermittlung und Stellenlosenunterstützung seinen Mitgliedern bieten. Zuschriften und Beitrittserklärungen sind zu richten an das Büro des Jüdischen Handlungsgehilfen-Verbandes, Wien, II. Bezirk Taborstraße Nr. 20. Kuratorium der L. D. KöniqsberQ’schen Stiftung. Kundmachung. Im L. D. Köuigsberg’schen Mädcheu-Erziehnngs-Institute ia Wien gelangen 5 Stiftplätze zur Besetzung. Aufnahme finden mittellose israelitische Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren. Gesuche, belegt mit Geburtsschein, Impfschein, Gesundheitszeugnis, Mittellosigkeitszeugnis und insbesondere auch mit den Nachweisen über gute Unterrichtserfolge (Schalzeugnisse) sind bis 24. Mai 1912 im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 4, 3 Stock, einzubringen. Auf verspätet eingelangte Gesuche wird keine Rücksicht S^ommen. vas Kuratorium der L. D. Königsberg’schen Stiftung.

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