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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-04-12 · 15 (12.4.1912) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
15 (12.4.1912)
Date
1912-04-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Gelte 244 Dr. Blochs WochenfchM Nr. 15 VI, 11) hervorgehoben. Weiters dürfte zur Bestimmung der Lage des Landstriches Win '2 die Erzählung in Bab. Kam. 104 b nicht wenig beitragen: „Als R. Papa 12.000 Denare nach '«rin’3 „hiuaufbrachte* (p'Dö), um sie an R. Samuel b. Abba, in Garina (ibid. 88 a) abzuliefern, ging ihm letzterer bis Tank (-pn), südlich d s Wansees, entgegen*, was genau die geograph sche Lage skizziert Noch entschiedener beweisen die Namen jener Personen, die das Epitheton wm führten, die Lage dieser Gegend, soferne sich der Ort ihres Aufenthaltes auch aus anderen Angaben ermitteln läßt. So wird z. B. R. Tachlifa aus pivp (Bez. 160) .1128 Win J32*n» und R. Beroka aus Balabitene (Taanith 22 a) bb*? '3 (arm. Balahovit) nördlich vom Arsanias, gleichfalls ,i87in genannt. Desgleichen heißt Abima ans Garina (Bab. Bathr. 174 b) in Nid. 5 b ww und R. Chanan aus Trapezunt (Chulin 54 b ,i8iinB xpara^a &) in Git. 85 b (?ed. Had. aus Colchis). Dieses Wort bedeutet „a u s h a u e n, e i nschneiden und dient als Bezeichnung sowohl für Jberia als auch Colchis (pnn und bin) auch in der Form nnra (s. w. u.) gebraucht. — In -ota 10 a. 'NNV *n8n r."bp 8dh "NNV 7181 ... i»8 8bb "1 V121 Kpum '182 21 W'ni j'Z2 nrr 83'J werden zweifellos diese an dem Südostgestade des Schwarzen Meeres gelegenen Hafenorte in Colchis üopSaveg kjhi keßog (was im Griechischen Paß heißt wie hier 182) Retter, Erdkunde XVIII, p. 920, 934, gemeint. Zur Erik ärung dieser obigen Stellen diene, daß hier am Mceresufer der Boden ein flaches Vorland zu dem hinteren Bergland bildet, weshalb man von N-oris zum Schwarzen Meere her ab st ei gen, von d n Orten am Mee esufer dagegen nach Jberien aufwärts steigen muß. Taß der O .t sna im Talmud dieses Neoris ist, geht daraus hervor, daß R. Jda, der dort lebte, vergl. Nid. 67 b vl» 'T8*i ppn8 in einer anderen Stell,. (Bab. Mez. 107) nunivv, Moschier (aus Moscht) und in Bez. 2i d XBD'8 12 aus Cor.xci, genannt wird, während er in Synh. 92 .c. '83*nip und *8*itDin aus dem Bocklande (wie Colchis und Zberia hießen) und in Bez. b d ausdrücklich ri-n^'2 '22 818 aus Colchis heißt. Sonst bedeutet ’12 und '182 Jberia und wird dieses nördliche Land schon in Hiob 87, ii, mit '12 bezeichnet: '-,2^8 dp mD' d. h. „Der stürmische Nordwind ('12 Bopeag) bringt Wolken", ein Bild, das man bei allen alten griechischen Dichtern findet. Deshalb sagt Plin. 11,48: „In Pontus läßt dieser Wind die Wolken aufziehen". b) ES läßt fich mit vollständiger Sicherheit Nachweisen, daß Trapezuut mit nnro oder nnne, welche Worte der Bedeutung nach sich decken, identisch sei. In Chulin 116 b wird erzählt: Levy sei bei R. Joseph 82V'i einget-off n und erwiderte auf eine Bemerkung des letzteren, er müffe mit seiner Ansicht zurückhalten, da dies in den Wirkungskreis eines anderen, nämlich des R. Jehnda nnro p falle. 82vi ist ein aus 828 v'i zusammengesetztes Wort — (ähnlich wi:d im Griechischen für „groß" in zusammengesetzten Worten ßouig gebraucht, wie fioüimg. ßoö Ttctig, ßobyoaog etc. und bedeutet soviel wie Macroc phater, wie Plin. (VI, 4, 1) die Bewohner deS Landstriches der Tibarener und Trapezuntier nennt. Ezech. 38, 2# nennt V8i Mac ocephaler und Moschier zusammen, was beweist, daß dieser Landstrich unweit von den Moschiern lag, dessen aram. Namen die I,XX mit rov apxovxa Tö)g wiedergibt Der Talmud Bab. Bath 126 nennt Mar Sutra 82v'ii'v und wird in einer anderen Strlle Git. 3ü a angegeben, daß sein Sohn Abbab. Sutra am Thermodon W8in. was dieselbe Gegend ist, wohnte. Ebenso lebte R. Papa in 82V'l Chulin 64 a östlich von Trapezunt, an der Grenze von Luzica; von ihm wird ferner in Iowa 77 d erzählt, daß er an dem einen Ufer des Fli.ffes Ophis 8BB 1,121 81128 stand, auf dem gegenüberliegenden Ufer aber R. Jehnda, sonst ,181121 aus Jndica (gleich Lazica) genannt. Der Fluß Ophrs trennt nämlich düseLandestcile von einander. — Die Geburt des R. Jehuda.iilNB p fällt nach der in Jerus. Sy h. VIII. 19 mitgeteilten Sage, zeitlich mit einer von den Aeltesten R. Gamliel, Elieser und Josua nach '211 (hier Trapezunt) unternommene Reise zusammen, woraus erh.llt, daß dieser R. Joseph und Levy tatsächlich jüngere Zeitgenossen oder Jünger des R. Jehuda Q°2 waren. Wir berühren dieses, weil daraus auch die Reiseroute von Parthien nach Trapezunt zu entnehmen ist. Die Aeltesten pflegten nämlich auf folgender, übereinstimmend auch von Plin VI. 19 und Strabo XII., m tzeteilten Handelsstraße, von Hyrcanien aus über den südwestlichen Winkel des Kaspischen Meeres (Mischna Eurubin IV, 1 heißt dieser Landstrich piaiß analog bei Plin VI, 17 7tap’ öoov „am Wege", weil er an die Pylaac Capiae grenzt) zur Mündung des Cyrus und denselben austoärts bis Colchis (das hier richtig mit *?8iE>-i 8pi8 bezeichnet wird s. w..u.) als dann zu Land über den H fen Apsarus nach Trapezunt. In Thaanith Ende und Midr. Echa Ende wird zwar der Name dieser beiden H'.sinp ätze nicht angegeben, nur daß (Aruch hat richtiger ,i8nn; so wie R. Chanina aas Apsarus am Schwarzen Meere (Pesach. 76 a 8'JiiPö, Fscharuk6) ibid. 9 a ,i8r>n. Aus all düsen Stellen geht zweifellos hervor, daß von den Südbai yloniern das im Norden um das Schwarze und Kaspische Meer gelegene Küstenland, mit dem sie einen so regen Handelsverkehr unterhielten, ,i8nn '2 genannt wurde. Demnach dürfte also 112, das im Talmud mit der eben besprochenen Gegend Win *2 identifiziert wird, irgendwo dort zu suchen sein. Bevor wir aber an die P.üfung der anderen, diesen Namen enthaltenden Stellen der talmudischen Literatur schreiten, um eine genaue Feststellung der Lage dieser Gegend 8'talB) 'b-fcsö bv nvlv.1 Vip Ipvvi sie hörten den Lärm von Platana dem Vorhafen Trapezunts auf die Distanz von 120.000 Schritt b'to TP (m. p. R.), P in. VI, 4 gibt aber die Entfernung von Trapezunt nach Bathys-limen mit 140.000 Schritt an; da nun Apsarus etwas südlicher als Bathl. liegt, trifft obige Angabe der Talmudisten ganz genau auf Apsarus zu. Nebenbei bemerken wir, daß im babyl. Talmud heißt es auch anstatt 'QU richtig ^33^, weil sie von Hy canien über Trapezunt in ihre Wohnorte am oberen Euphrat reisten. — Wir entnehmen auch aus rabb. Quellen, daß dieselbe Route auch vles vsrsa benützt wurde. Denn wir halten diesen R. Joseph 83L"1 für identisch mit R. Jose b. Jose in Jerus. Berach. III. 4 und Mid. Koh. 7, 10 (auch mit R. Joseph 8T1B p Eurubin 11, Paryadresbewohner, wie das Hinterland von Trapezunt nach dem gleichnamigen Berg genannt wurde, wofür Jeruschalmi idiä 81HÖ und Sed. Had. die Lesart niWB hat), der von VIVIB (in der Bibel fc"fcnn) nach Apsarus, dem Wohnorte R. Janais reist (siehe nächste Note), woraus wir klar ersehen, daß der Landstrich 82w'l auch „Tharschisch" heißt. Wie wir aus dem Berichte Arrians an Hadrian (Arriani, Peripl. Pont. Eux 17.) wiff n, war Trapezunt damals die größte Stadt Kleinasiens und römische Residenz. — In Nasir 56 d wird dem obenerwähnten R. Jehuda, aus Trop:zunt (nach manchen Lesarten unrichtig R. Josua) der Name sowohl der Stadt als des Bezirkes wii---ilNB beigelegt. «) Aus den angeführten Stellen, wonach der babyl. Talmud den Wohnort Mar Ukbas '211VB, hingegen der jerus. Talmud *»18, wie auch aus dem Umstande, daß R. Chanina hier '211VB. ans Apsarus und in Thrum. XI, 7 '122p 12 heißt, ist zu entnehmen, daß alle drei Ortsnamen identisch sind. Zweifellos war der urip üngliche Namen diesis Ortes oder ganzen Landstriches bei der dort seit ältester Zeit ansässigen sy ischen Bevölkerung ^318 oder ^31 (vergl. Chulin 49) dessen Wortfinn Sieb- oder Maschengewebe ist. Dieser Name kommt schon bei Hosea 10, 14 ^318 p,»3 I1tv3 vor; damit dürfte Salmanassar IV, gegen 900 v. Chr., gemeint sein, der wie aus verschiedenen keilinschriftlichen Texten bekannt auch die Gebiete des Kaukasus eroberte, was der Proph:t der Bevölkerung Samarias vorhält, die mit ihm ein Bündnis abgeschlossen hatte. — Dieselbe Bedeutung hat das Wort .1133 im Hebräischen und im Griechischen Die Griechen geben die alten aramäischen Namen mit Worten aus ihrer Sprache wieder. Daß mit ^,318 ein Landstrich im Norden gemeint sei, bestätigt sich auch aus der talmudischen Bezeichnung der dicken Leinwand ^318» D7*3,1 f'DI JJilPB '^>3 (Koh. Rad. I, 18; Ber Rab. 16 und 19), die anderweitig e'nfach colchischr (Kelim 29,1 rc.) genannt wird. Apsarus (^318) war^ein bedeutender Handelsplatz für den Transithandel, darum bezeichnen die rabb. Quellen die von dort kommenden Produkte nach ihrer P ovenienz mit '^318 ebenso wie die dort üblichen Maße mit 7,^318 ,18V 0w. u. Jer. Pea VII, 3). ,1122 hat ein 8 prostheticum oder j? wie niintS>8 und Jvnnt&T rc. *r,its>B ist der griechische Name Apsarus (Plin. VI. 4, 2) Do.t war der Wohnsitz R. Janais. weil es im Norden lag, heißt es in Jerus. Eurubin VIII. ,11335?^ Der Reichtum R. Jan. war wie der der meisten dortigen Juden sprichwörtlich (Kid. 11 d rc.). Die oben zitierten Stellen Ber. III. 4 und Mid. Koh. 7. 10 finden leicht eine Erklärung, angesichts Plinius (II., 105) Erzählung, daß im Schwarzen Meer ungefähr 300 Stadien (71/* Meilen) vom Lande der Coroxicer eine unermeßliche Tiefe vorhanden sei, wo bis jetzt noch kein Grund gefunden wurde, und nennt man diese Stellen ßa&e«*P<mti. Im Talmud wird diese den Seefahrern gefährliche Sülle unter dem Namen 'p'^3 '3 erwähnt; dieselbe spielt oft eine wichtige Rolle iu^der Sage von der Ueberfahrt nach Trapezunt (»an)- In Vajikra Rab. c 16 heißt der Wohnort R. Janais ,TJ'*?pTin2 ßa&o-xotXov «tiefe Bucht" (Aruch hat die Lesart auch hier '133p). Nebenan gab eS auch einen Ort namens BathyZ-limen; das heutige Batum. — Der Ort existierte zufolge Eschkol Hakofer 98 u. a., wo neben Abuamran aus T'flis, der Sectirer Jsmael aus '133p erwähnt wird, noch im Mittelalter und scheint solcher in der byz Zeit Auhabis geheißen zu haben.

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