Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 50 (15.12.1911)
- Date
- 1911-12-15
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Or. 50 Dr. WoWs WoWstWM Sette 814 Sie beschäftigt sich mit der jüngeren Paläolithzeit ausserhalb Frankreichs. Der Verfasser hat sich in diesem Kapitel zumeist beschränkt auf die Würdigung jener Stationen, die durch ihren Reichtum an Funden besonders hervorragen. Wir sehen mit gesteigertem Interesse der Fortsetzung dieses herrlichen Werkes entgegen. R. Bei A. Deichert (Inh. W. Scholl), Leipzig, Königstr. 25, sind soeben die folgenden fünf Werke erschienen: Martensen-Larsen 6., Zweifel und Glaube. Erlebnisse und Erfahrungen den Suchenden gewidmet. Deutsch v. F. Buhl. 21 Bogen. M. 4.50, ged. M. 5.50. Ein ehrlicher Mann öffnet uns sein Innerstes und manchem wird auch sein Weg einen Ausweg aus Zweifeln bedeuten. Für uns von besonderem Interesse ist die ungemein hohe Bedeutung, die den Psalmen an der Lösung dieses Kampfes zukommt. Jirku A., Die Dämonen und ihre Abwehr im Alten Testament. 6l/sBogen M. 2.49. Der Verfasser schildert die verschiedenen Arten von Dämonen, die in den Schriften des Alten Testamentes Vorkommen, wie auch die Mittel, deren man sich zu ihrer Abwehr bediente. Von besonderem Interesse ist der Nachweis, dass unter den Obot und Jid’onim nicht Totengeister u. dgl. zu verstehen sind, sondern Gegenstände, mittelst deren man die Totengeister beschwor. Den Ursprung des Wortes Ithim sieht der Verfasser in dem babyloni-. sehen etimnm ----- Totengeist. Er sucht auch den Nachweis zu erbringen, dass die sogenannten Kultusvorschriften der Hebräer ursprünglich Vorkehrungen zur Abwehr der Dämonen waren, eine Schlussfolgerung, die er besonders durch die babylonischen Zaubeitexte nahegelegt findet, die aber auch durch die magische Bedeutung von Ysop und Zeder, des Mandelbaumes und anderer kultischer Gebräuche gestützt werde. Einer eingehenden Erörterung wird ferner die Erzählung vom Ringkampfe am Penuel unterzogen. DieReligiosität desPetrus. Ein religionspsychologischer Versuch von Lic. Dr. Werner Eiert. M. 1.50. Diese Studie sucht die Entwicklung des Petrus psychologisch zu begründen, wobei als Ausgangspunkt Petri Kenntnis des Alten Testamentes betont wird. Moe P. Olaf, Paulus und die evangelische Geschichte. Zugleich ein Beitrag zur Vorgeschichte der Evangelien. 15 Bogen. M. 4.50. Die Arbeit will der Einseitigkeit begegnen , die durch die historische Schule in die Evangelienforschung gekommen ist. H. Mandel, System der Ethik als Grundlegung der Religion. 1. Hälfte. Ethische Typenlehre (M. 5.80): 2. Hälfte: System der Sittlichkeit in ihren Grundzügen (M. 8.60). . Mit erschöpfender Gründlichkeit werden im ersten Bande alle Typen, welche die Geschichte der Ethik aufweist, vom protestantisch-theologischen Standpunkt geprüft, im zweiten ein auf christlich-dogmatischer Grundlage basiertes System der Ethik geboten.- Die Entwicklung des Christentums aus den Ideen des Alten Testamentes (S. 329) können wir nicht als überzeugend bezeichnen. Das vorteffliche Werk von Cohen, das ja sonst in diesem Buche gewürdigt wird, hätte über die Grundideen des Judentums belehren können. „Wir leben“, Monatsschrift zur Pflege schöngeistiger und künstlerischer Bestrebungen. Eigentümer und Herausgeber Josef Geißler, Redaktion Wien, 18/1, Währingerstrasse 113. Kommissionsverlag Hub er u. Lahme Nachf., Wien I., Herrengasse 6. Erstes Heft, 2. Jahrgang 1911. Inhalt: Thekla Bl ech-Mervin: Adolf Gelber und sein Schaffen. — Adolf Gelber: »Hamlet«, eine Szene, neu eingerichtet. — Josef Popper - Lynkeus: Adolf Gelber. — Ernst Dessauer: Ein Herbsttraum. —. Else Kästner -Michalitschke: Im Gnadenwinkel. —; Oskar Ewald: Der Rhythmus der Sympathie (Forts.) — Carl Braun: Monatsübersicht. —Bücher¬ und Zeitschriftenschau. —; Pariser Modentelegramm. — Briefkasten. — Dramatische Beilage: A. Halbert: Der Res volver (Schluß). . Le Traducteur, The Translator, II Tradnttore, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Diese Blätter sind so eingerichtet, daß dem französischen, englischen oder italienischen Original gute Uebersetzungen oder erklärende Fußnoten beigegeben sind, die dem Lernenden leicht über die Schwierigkeiten hinweghelfen und das Studium äußerst angenehm und fast mühelos machen. Außerdem vermitteln sie die Korrespondenz in fremder Sprache, so daß mancher -unserer Leser in ihnen ein ausgezeichnetes Mittel zu seiner Vervollkommnung finden wird. — Probenummern für Französisch, Englisch. oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur“ in La Chaux-de-Fonds (Schweiz). Hugo Friedländer, Interessante Kriminalpiozesse Inhalt: Der Tarnowska-Prozess. — Die Ermordung des Gymnasiasten Ernst Winter in Könitz. — Der Prozess Moltke-Harden. Hermann Barsdorf, Berlin. Alle drei Prozesse, besonders aber der Konitzer, fesseln unser lebhaftes Interesse. Eine Rekapitulation der erschütternden Eindrücke, die wir einst beim Lesen dieser Verhandlungen in der Zeitung gewonnnen hatten. „Das freie Wort“. Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Karl Saenger. Herausgegeben von Max Henning. XL Jahrgang, Nr. 18. Zweites Dezemberheft 1911. Inhalt: Die Reicbstagswahlen. — Herrn. Fern au: Der Kampf um die Schule in Frankreich. I. Teil. — Dr. Adolf S a a g e r: Die Orientierung der Nichtpolitiker im kommenden Reichstagswahlkampfe. — Dr. Heinz Hnaphoff: „Ultra montes^ in Bayern. — Josef Sonntag: Vatikanische Wäsche. — Emil Dosenheimer: Die römische Kurie und die staatliche Rechtspflege. — Friedrich II., König von Preussen: Die Kunst dts Regierens. (Zu Meinem 200. Gebutstage. — Dr. F. Mü Iler- Lyer: Eine systematische Soziologie. Selbstanzeige. — Keay: Das Lehramt des Tagesschriftstellers. — Dr. Max Seher : Iuternationalismus und Kulturfortschritt. — Kleine Mitteilungen. — Neuer Frankfurter Verlag, Frankfurt am Main. §txtfkafktn, Dr. I. ö. Der Herausgeber unseres Blattes, Herr Dr. I. S. Bloch, ist von W en abwesend und wird erst in einigen Wochen wieder in Wien eintrksfin. Antiklerikal. Daß die antisemitischen Blätter aller Länder die schauderbare Geschichte des „Rabbiners von Tours" für ihre unsauberen Zwecke ausniltzen werden, war ja vorauszusehen. Daß aber auch Sie gerade von dieser Seite Ihre Argumente gegen das Ribbiner» tum holen, ist ein trauriges Symptom für die Oberflächlichkeit, mit welcher Urteile wie das Ihrige gebildet werden. Das Interessanteste an der ganzen Geschichte ist, daß dieser „Rabbiner von Tours" überhaupt kein Rabbiner ist und auch niemals Rabbiner war. Er bekleidete die St-lle eines Knltusbeamten dritten Ranges, der zeitweise auch als Borbeter fungierte. Rabbinische Funktionen hatte er nie versehen. Sie haben durchaus keinen Grund, aus diesem Anlasse über die Rabbiner im allgemeinen den Stab zu brechen. Frl. Julie Adler, Wien. Das Feuilleton ist in Nr. 47 unseres Blattes vollständig abgeschlossen. Die Anmerkung „Fortsetzung folgt" ist blos ein in der Redaktion übersehener Jrrrnm des Setzers. N. R. Der in der AustrittMiste vom 29. Oktober bis 4. Nov. 1911 genannte Karl Hirsch ist Ges. der Speditionsfirma E- H. Hirsch & Co., I., Rudolfrplatz 8. Drohobyez. Die Regierung hat bereits für die Familien der bei den Exzessen tit Drohobyez Gelöteten und Verletzten hunderttausend Kronen aus Staatsmitteln bewilligt und den Statthalter in Lemberg angewiesen, wegen baldigster Verteilung der Unterstützungen das Nötige zu veranlaffen. Der Statthalter wird auch mit den verschiedenen Hilfskomitees, welche sich seine-, zeit in Drohotycz gebildet halten» in Fühlung treten, um mit ibnen gemeinsam die Hilfsaktion durchzuführen. Im Rahmen dieser Hilfsaktion sollen die besonders hart betroffenen Familien verhältnismäßig namhafte Zuwendungen erhalten. Die Untersuchung über die Vorfälle in Drohobyc; ist unseres Wissens noch nicht abgeschlossen. __ Notiz. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. »Hotel Stefanie", II., Taboritraße 12. Freitag den 15., Samstag den 16., Sonntag den 17. und Montag den 18. Dezember 1911: „Bar Kochba", Operette von Goldfaden. — Dienstag den 19. Dezember: Wohltat gkeitsvorflelluitg des Humanitären Unterstützungsvereines der Kolomeaer: Der wilde Mensch" von I. Gordin. — Mittwoch den 20. Dezember: „D a s P i n t a l e I ü ö" von B. Tomaschewsky. — Donnerstag den 21. Dezember: »Bl umal e", Operette von I. Latainer. — In Vorbereitung: „Das Tojrale und K i d i s ch Hasch e m". Zur gefl. Beachtung. Da in den nächsten Tagen mit der Drucklegung der Adresschleifen für das nächste Jahr begonnen wird, ersuchen wir unsere geschätzten Abonnenten uns alle gewünschten Aenderuugen oder Richtigstellungen in Namen, Titeln oder Adressen gefälligst umgehend bekanntgebeu zu wollen. Die Administration der „Oesterr. Wochenschrift" 1X1, Hahngasse 15.