Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 50 (15.12.1911)
- Date
- 1911-12-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Sktte 831 Nr. so Dr. MMs m>mwm Sigmund Mayer's 80. Geburtstag. Im Festsaale des „Niederösterrieichischen Gewerbeoereines" fand am 11. d. M. eine glänzende Festversammlung zur Feier des 80. Geburtstages des Ehrenpräsidenten der „Oesterreichisch-Jsraelitischen Union" und ehemaligen Gememderates Herrn Sigmund Mayer statt. Zu derselben hatten sich eingefunden: die Reichsratsabgeordneten Baron Hock, Hofrat 5t u r a n b a, Dr. Ofner und Josef Sie rn, der ehemalige Reichsratsabgeordnete Dr. Ludwig Vogler, die Gemeinderäte Dr. von Dorn, Frank, Herold. Dr. Hein. Hohen sinn er, Melcher, Neustadt!, Doktor Schwarz-Hiller und Stein, die Universitäts- Professoren Hofrat Dr. A. Politzer und Dr. Ehrmann, die Schriftsteller Dr. Heinrich Friedjung, Dr. Necker, Dr. Zoll sch an, Upiimny. Regierungsrat Dr. Frankfurter und kaiserl. Rat Johann Li ch len stad 1, der Vizepräsident der Frachtbörse kais. Rat Jonas Weil, der Vizepräsident der Kultusgemeinde Landesschulrat Dr. Gustav Kohn mit dem ersten Sekretär kaiserl. Rat Dr. Lieben, die Kultusvorsteher Dr. Markus Spitzer, Lemberger, Brod. Dr. Schreiber, die Industriellen Leinkauf. kais. Rat Schefftel, Kommerzialrat Rosenzweig, Kommerzialrat Schweiger, kaiserl. Rat Anninger, Ig. Simon und Albert Mayer, die Advokaten Doktor Skr ein, Dr. Ornstein, Dr. Kornfeld, Doktor H öni gsm ann, Dr. Knöpfmach er, Dr. Brady, Dr. Bien, Dr. H a l b e r st a m m, die Rabbiner Doktor Feuchtwang, Dr. Rosenmann, Dr. Frankl- Grün, Prof. Kanitz. ferner in Vertretung des Bethausvorstandies der Wiener Kultusgemeinde die Herren Theodor Kohn und Rudolf Kohn, Direktor Fischer der Kinderbewahranstalt, Direktor Heller des Blindeninstituts, die Architekten Modern und R e i tz e r, der Obmann des Tempelvereins im 8. Bezirke Hermann Beck, in Vertretung des „Galizischen Hilfsvereins" die Herren L e i n k a u f, Dr. Pappenheim und Sekretär Dy. Löwy, für den fortschrittlichen Bürgerverein „Donauklub" Dr. Brady. Maler Goltz, Karl Fuchs, Bezirksrat Kleebinder und Philipp Vak, für den „Freiheitlich-sozialen Verein" Gemeinderat Dr. Schwarz-Hill er. Kommerzialrat Rosenzwe ig und S. M. Rübner, für die Kultusgemeinde Troppau Präsident Dr. Sonnenschein, für die Kultusgemeinde Baden Rabbiner Dr. Reich, für die Wiener Chewra-Kadischa Dr. Markus Spitzer und Leop. Otto, für den „Verein zur Hebung der Gewerbe" Präses S. Brod. für den Tempelverein im dritten Bezirke Obmann Adolf Hofmann, für den Frauenverein im fünften Bezirke Frau Karoline Hofmann. für den „Verein der deutsch-freisinnigen Partei im neunten Bezirke" der Obmann Gießkann. Auf schriftlichem Wege sind dem Jubilar zahlreiche Glückwünsche zugekommen, darunter von dem Reichsratsabgeordneten Prof. Dr. Masaryk, den ehemaligen Reichsratsabgeordneten Dr. Kronawetter, N o s k e und Dr. Mahler, Hofrat Dr. Kick, dem Oberrabbiner Dr. Eüdemann. Rabbiner Dr. Schmied!, den Direktoren Kur und James Klang, den früheren Präsidenten der „Union" Maximilian Paul Schiff und kaiserl. Rat R u z t c f a, Dr. Theodor Weltsch (Prag). Dr. Friedrich Löhner, Ernst Götzl, Direktor V. Planer, Schriftsteller Moriz Epstein und Frau, Bernhard Löw, Josef Wertheimer, Ludwig Stiaßny, Dozent Dr. Hayek, Industriellen Ernst Simon, Präsidenten der Krakauer Kultusgemeinde Dr. Till es, Doktor Hammerschlag (Prag), „Zentralverein zur Pflege jüdischer Angelegenheiten" (Prag), den Vereinen „Frauenhort", „Philanthropia", „Kaiserin Elisabeth- Lehrmädchenheim", Bethausverein „Bene Berith", Verein „Achwa", „Frauenverein in Floridsdorf", Schriftsteller Dr. Leiter und Frau, usw. usw. Entschuldigt halten sich die Gemeinderäte Eder, das Mitglied der „Zentralstelle für Armenpflege" Heinrich M e n d l, die Kultusvorsteher Steiner und G r ü n w a l d. Reichsratsabgeordneter Dr. Ofner feierte den Jubilar in einer schwungvollen Festrede, welche die Verdienste Sigmund Mayer's auf mannigfachen Gebieten des öffentlichen Lebens, als national-ökonomischer Schriftsteller, als freisinniger Gemeinderat und als Vorkämpfer für Freiheit und Gleichberechtigung rühmte. Namens der „Union" begrüßte Präsident Doktor S a m u e l y, namens der politischen Freunde Doktor Skr ein den Jubilar. Der Gefeierte dankte tief ergriffen für die ihm dargebrachten Ovationen. Wir lassen die Festrede Dr. Ofners und die geistvolle Antwortrede Sigmund Mayers in der nächsten Nummer folgen. „Oesterreichisch Israelitische Union". Es war ein dankenswertes Beginnen des Vorstandes der „Oesterreichisch-Jsraelitischen Union", die von ihm in Angriff genommene Regelung des jüdischen Wanderbettels in Oesterreich zum Gegenstände einer öffentlichen Diskussion zu machen und zu diesem Zwecke eine Vereinsversammlung einzuberufen. Dieselbe fand Donnerstag, den 30. November, im großen Saale des „Hotel Guth" statt und war zahlreich besucht. Unter den Anwesenden bemerkten wir die Herren: Reichsratsabgeordneten Dr. Ofner, die Kültusvorsteher S ch ramek und Lemberger, das Vorstandsmitglied der „Wiener Zentralstelle für Armenpflege" Heinrich Men dl, den Amtsleiter des Wohltätigkeitsamtes der Kultusgemeinde Herrn Krauß, den Sekretär der „Israelitischen Allianz" Dr. Kam inka. Rabbiner Dr. Rosenmann und viele Obmänner von Wiener Wohltätigkeitsvereinen. Entschuldigt waren der Vizepräsident der Kultusgemeinde Dr. Gustav Kohn und die Kultusvorsteher Richard Vettel heim und kaiserl. Rat Kauders. Referent Dr. S a m u e l y erinnert in seiner Einleitung zunächst daran, daß er schon vor zwei Jahren, gelegentlich der Vorschläge zur Reform der Armenpflege, als Grundbedingung einer rationellen Armenpflege die Trennung der Fürsorge für die einheimischen und die zuwandernden Armen festgestellt hat. Die jetzige Aktion der „Union" umgrenzt ihre Tätigkeit hauptsächlich mit der Aufgabe, die Mißstände des jüdischen Wanderbettels abzustellen oder mindestens einzudämmen. Es fand zu diesem Zwecke am 25. und 26. März d. I. eine Delegiertenkonferenz statt, die von 24 Repräsentanten verschiedener Kultusgemeinden besucht war und zu der 56 weitere Kultusgemeinden ihre Zustimmung kundgegeben haben. Das Referat des Herrn Fleischer ist den Mitgliedern der „Union" bereits in der „Monatsschrift" zur Kenntnis gebracht worden, ebenso die Ausarbeitung der grundlegenden Satzungen durch das bestellte Exekutivkomitee. Der Redner rekapituliert daher nur in Kurzem die Grundzüge der beabsichtigten Institution, die als Grundlage der heutigen Diskussion zu dienen hätten, aus der der Vorstand sich manche wichtige und noch durchzuführende Anregungen für die Aktion erwartet. Nur von einer Einwendung, die häufig bei allen größeren Aktionen von vorneherein gemacht wird, nämlich die Unmöglichkeit, solche weitgehende Aktionen durchführen zu können, 'bittet Redner im Interesse der Sache abzusehen. So wie es die deutschen Juden in relativ kurzer Frist dahin gebracht haben, im Einvernehmen mit dem „Deutsch-Israelitischen Gemeindebund", der