Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 44 (3.11.1911)
- Date
- 1911-11-03
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. U Sette 73- -j.*z±l --an***, Der Mensch aller Zeiten. Allgemeine Yerlagsgesellschaft Berlin. Die vorliegende 8. Lieferung dieses Prachtwerkes reiht sich in Text wie Illustrationen den früheren würdig an. „Die Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. K. Nummer 43. 26. Oktober 1911. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Die deutsche Getreideausfuhr. — Paul Zsehorlich: Kreis Grimmen. — Walter ßempel: Wie der „alte Fritz“ es machte! — Otto Gorbach: Lebensmittelteuerung in Amerika. — Berlin in der ersten Zeit des Sozialistengesetzes. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Paal Qoche: Zur staatsbürgerlichen Erziehung. —Erich Schlakjer: In einer alten Stadt. — Paul Zsehorlich! Oestliches Tagebuch: Jassy und Constanz. — Paul Rohrbach: Palästina VIII. — Charles Val: Peterles Debüt. Novelle. — Büchertisch. — Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. „Das freie Wort“. Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Karl- Saenger. Herausgegeben von Max Henning. XI. Jahrgang, Nr. 15. Erstes Novemberheft 1911. Inhalt: Die „christliche“ Erziehung der Völker. — Eckwart: Der Dreibund. — Diplomaticus a. D.: Nochmals: Was soll uns Marokko lehren? — Ivo: Bischöfliche Wahrhaftigkeit. — Dr. Max J. Jakobi: Das deutsche Gesinderecht. — Ernst K r i e c k: Politik und Weltanschauung. — A. Bartels: Sittlichkeit und Kunst bei Anschauung der Nacktheit. — Dr. Rudolph P e n z i g : Moderne Predigt. — Kleine Mitteilungen. — Beilage: Der Dissident Nr. 8. Neuer Frankfurter Verlag G. m. h. H., Frankam Main. Kriefkafte«. W. F.. Wien. Aus der Regierungszeit des Herrn Dr. Weiskirchner zirkuliert eine interessante Geschichte, die jetzt, nachdem der Finanzminister die merkwürdigen für den Staat weder vorteilhaften, noch schmeichelhaften Borgäuge bei den Tabakeinkäufen in Holland der Otffentlichkeit überantwortete, ebenfalls zur Charakterisierung der christlichsozialen Moral erzählt werden soll. Zu dem Handelsminister Dr. Weiskirchner kam ein christlichsozialer Agitator, der später um anderer Dinge willen flücht n mußte, und demonstrierte ihm die absolute Notwendigkeit und Dringlichkeit einer Schiffahrtsverbindung mit der Insel Java. Oesterreich hat dahin so gut wie gar keinen Verkehr, aber Herr Dr. Weiskirchner in seinem Drange zur Hebung des Außenhandels der Monarchie begeisterte sich für die Idee des Proponenten und richtete die Schiffsverbindung ein. Sie erwies sich seither als total wert- und ertraglos, aber der christlichsoziale Agitator kassierte doch für seine ingeniöse Idee eine Provision von 50.000 nach Anderen von 55.000 Kronen ein. M. K. Nach dem hebr. Tagblatt „Hazefira“ leben in Jerusalem mehrere Täuflinge, die mitunter führende Stellungen einnehmen. Einer der Hauptpriester der Prawoslawite ist ein getaufter Jude, ein Sohn orthodoxer Eltern, aus Rußland stammend; drssen Bruder lebt in Paris als Zionist. Ein zweiter Täufling stammt aus Rumänien und ist hier Kirchendiener bei der katholischen Gemeinde, wohnt, aber im jüdischen Viertel, spricht Jargon und auch Hebräisch. Ein Dritter, der hier eine große Rolle spielt, ist Schlomo Feingold, oder wie er selbst sich nennt: „Schlomo ben Dawid", „Kohelet“ und auch „Apostel“. Dieser ist ein Zögling der Wloziner Jeschiba in Rußland« In Paris ließ er sich taufen, um die Nichte einer reichen Missionärin zu heiraten. Derselbe besitzt dort viele Häuser und gibt dort eine Zeitung, betitelt („Die Wahrheit") „Hoemet“ heraus. Diese Zeitschrift hat schon viel Unheil dort gestiftet. Josef Weinberger. I., Werderthorgaffe. Auskunft erhalten Sie bei der Wiener Jsr. Allianz, II., Untere Donaustraße 33. Notizen. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. „Hotel Stefanie“ II., Taborstraße 12. Ab Freitag den 3. November. „Das Wahre Pintale Jüd“, Operette von B. Thomaschewsky, Musik von Perlmutter und Wohl. — Sonntag den 5. November, nachmittags um halb 4 Uhr: „Der Jeschiwe Bücher“ von Zalatorewsky. — Donnerstag den 9. November. Auf allgemeiues Verlangen: „Die New eile " von Peritz Hirschbein. Auftreten des Herrn Schweid. (Hier ist der I. Haupttreffer 30.000 Kronen j der k. k. Polizeibeamten-Lotterie, so kann man lesen, in der k. k. Tabaktrafik, Schönbrunnerstraße 275, und in der k. k. Lottokollektur, Meidlinger Hauptstraße 34, der eine am 7. November 1908 und der andere am 8. Oktober 1910 durch Ankauf je eines Loses gemacht worden. Diese Lotterie, die mit 5009 vollwertigen und schönen Treffern ausgestattet ist, hat ihre Ziehung im heurigen Jahre garantiert am U. November 1911 um 8 Uhr abends unter behördlicher Aufsicht im Polizeidirektionsgebände und empfehlen wir unseren Lesern den Ankauf dieser L)se a 1 Krone, die in allen Wechselstuben, Lottokollekturen, Tabaktrafiken und im k. k. Polizeibeamten-Lotteriebureau, I., Schottenring 11, zu haben sind. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebuhr im Bückstande sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Ignaz Klepetasch Heiratsausstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 200.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, verwaiste Mädchen jüdischer Konfession, welche sich zu verehelichen im Begriffe stehen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis , Sittenzeugnis, Brautstaudsnachweis, Totenschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. November 1911. Einreichstdle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs-Protokoll). Bewerberinnen, welche sich vor Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jeden Anspruches an dieselbe verlustig. Näheres in den von der Einreichsteile unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Heinrich Klinger’sche Stiftung zur Unterstützung von Handels- oder Gewerbetreibenden. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 400. Bewerbungsberechtigt sind : In Wien wohnende, bedürftige und der Unterstützung würdige Handels- oder Gewerbetreibende jüdischer Konfession ohne Unterschied des Geschlechtes. Verleihungstag: 12. Jänner 1912. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Nachweis dos Betriebes eines Handels- oder Gewerbeunternehmens. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. November 1911. Einreichstelle : I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Ignaz Blumenfeld-Widmung für Bildhauer. Anzahl der Plätze : Einer im Betrage von K 1600 Bewerbungsberechtigt sind: Der Skulptur sich widmende israelitische Jünglinge mit besonderen Anlagen und bereits bewährten Leistungen. Bevorzugt sind : Oesterreichisehe oder ungarische Staatsangehörige. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Fachzeugnisse; Kuustbeilagen sind erst über Verlangen des Vorstandes zu erbringen. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Dezember 1911. Einreichstelle: Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Michael Strasser-Stiftung. Zu Ehren des Herrn Michael Strasser hat Herr 3alo Cohn, Vorstandsmitglied der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, eine wohltätige Stiftung errichtet, deren Zinsen im Betrage von K 244.80 anlässlich des Sahbath-Chanuka als Erinnerung an den Geburtstag des verewigten Vaters des Herrn Salo Kohn am Sonntag den 24. Dezember 1911 durch den Vorstand zur Auszahlung gelangen. Anspruch auf diese Stiftung haben mittellose, würdige Bewohner des VIII. Gemeindebezirkes in Wien, welche Israeliten, seit fünf Jahren im VIII. Bezirke ansässig sind und für eine Familie zu sorgen haben. Die Bewerber haben für diese Bedingungen einen glaubwürdigen Nachweis zu erbringen. Auch Personen weiblichen Geschlechtes, welche die obigen Qualifikationen ausweisen, haben einen Anspruch auf diese Stiftung. Das Ansuchen um Verleihung ist an den Vorstand, Wien, VIII., Neudeggergasse 12 (Tempelgebäude) zu richten. Das ordnungsmässig instruierte Gesuch muss bis längstens 28. November 1911 eingelaufen sein.