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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-10-20 · 42 (20.10.1911) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
42 (20.10.1911)
Date
1911-10-20
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 42 Sette 705 ^iii^'O-x'iÄi^jSJrwafBVjAÄ: ^V'^-es.Äir- Dr. Blochs WoHMchrift ^Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Begründet von Dr. Arthur R u p p i n. — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 7. Jahrgang. Heft Nr. 10. Oktober 1911. — Inhalt: I. Abhandlungen: 1. Dr. 8. Weissenb e r g, Elisabethgrad : Das Verhalten der Juden gegen ansteckende Krankheiten. Ein Beitrag zur Pathologie der Juden. 2. Doktor Heinrich L o e w e: Die Zahl der Juden in Pommern. — II. Statistisches Archiv. — Ehescheidungen in Berlin im Jahre 1909. — Kirchensteuern im Grossherzogtum Baden 1908 bis 1910. — Die Bewegnng der Geburten im Königreiche Bayern 1908 und 1909 mit Rückblick bis 1876. „Die Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 41. 12. Oktober 1911. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Tripolis. — Theodor H e u s s: Ludwig Bauer. — Fritz Siems: Der 25. deutsche Protestantentag. — Henriette Fürth: Mindesteinkommen und Teuerung. — Richard Schmidt: Zur Landarbeiterfrage. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Ernst Schnitze, Hamburg: Kultur und Talent II. — Paul Zschorlich! Oestliches Tagebuch: Bukarest. — Paul Rohrbach: Palästina. — Julius Knopf: Der Stempel. — Eine Skizze* — Büchertisch. — Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. Ost und West. Illustrierte Monatschrilt für das gesamte Judentum. Organ der Deutschen Konferenz-Gemeinschaft der Alliance Israölite Universelle. XI. Jahrgang, Oktober 1911. Heft 10. Inhalt: Genug der Versäumnisse. Ein Ruf zur Tat! — Illustrationen zu Russlands Judenpolitik in den letzten Monaten. — Nah um Sokolow: Die neuesten Arbeiten Leopold Pilichowski’s. (Mit 18 Illustrationen.) — Die Pogrome in Süd-Wales, ihre Ursachen und Wirkungen. — Dr. B. Wolff: Die Juden als Wehrvolk. — Theodor Zlocisti: Sein erster Vers. — Adolf Friedmann: Moses letztes Gebet. Gedicht. — Dr. A. C o r a 1 n i k : Der jüdische Stil. (Schluss.) — J. L. P e r e z : Geschenke. Aus den volkstümlichen Geschichten. — Dr. L. Hirschberg: Tondichtungen alttestamentlicher Texte von Job. Seb. Bach (I). Israels Klagelied. (Noten und Text.) — Mitteilungen aus dem Deutschen Bureau der Alliance Israölite Universelle : Die .Alliance Israölite Universelle an die Times, London. — Der Brand in Aidin. — Notizen. — Literarische Revue. — Inserate. — Verlag Ost und West Leo Winz, Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstasse 31. Kriefkafte« R. B. in MäHr.-Ostra«. Das uns geschilderte Benehmen des Obmannes R. in W. gegen den Rabbiner scheint uns unglaublich. Wir bitten um nähere Belege, bevor wir den Fall publizieren. Ab. Th. in O. Die Juden in Elsaß-Lothringen erhalten durch die neu eingefuhrte Wahlordnung einen eigenen Vertreter in der ersten Kammer des Landtages. Elsaß-Lothringen ist das erste Land der Welt, wo die Juden kraft Gesetzes einen Repräsentanten im Oberhause erhalten. Bosnien-Herzegowina hat allerdings die Prioiirät, doch gilt hier nur das Einkammer-Systew. Das Wahlverfahren in Elsaß- Lothringen ist durch 12 Paragraphen geregelt. Der § 1 lautet: „Die Wahl eines Mitgliedes der ersten Kammer durch die israelitischen Konsistorien wird von dem Statthalter angeordnet und im Bezirks- Amtsblatt bekannt gemacht. Diese Bekanntmachung geht an den Präsidenten des Konsistoriums in Straßburg, der sich mit den Präsidenten der Konsistorien zu Metz und Kolmar ins Einvernehmen setzt." C. D. in W. Die „witzige" Inschrift mancher „gebildeter" Antisemiten an der Pforte ihrer Häuser: „Juden und Hunden ist der Eintritt verboten", findet ihre entsprechende Ergänzung in der Inschrift mancher slavischen Pfarrhäuser, die da lauten: „Deutschen und Hunden ist der Eintritt verboten". Hans Bartsch weiß in seinem neuesten Land-- schaftsroman: „Das Deutsche Leid“ ebenfalls hiervon zu berichten. R. L. in B. Wir haben schon wiederholt darauf hingewiesen, daß in Rußland (wie auch in Rumänien) die orthodoxen Geistlichen das Hauptkontingent der Dorfwucherer stellen. Die Berliner „Germania" (7. 9.) hat dieselben Wahrnehmungen gemacht; in einem Artikel, der sich mit der Lage der russischen Popen beschäftigt und ihre Trunksucht und Völlerei beklagt, sie als eine „ganz schauerliche, völlig heruntergekommene Gesellschaft" bezeichnet, heißt es zum Schluß: „Die Geistlichen sind die Dorfwucherer und Dorftrinker und handeln selbst mit Schnaps". — Die Antisemiten in Deutschland und Oesterreich fabeln aber immer nur von der Ausplünderung der russischen Bevölkerung durch die „jüdischen Wucherer" und die „jüdischen Schnapshandler". M. R. Der -Chronist Chemnitz: „Vom kgl. schwedischen in Deutschland geführten Krieg", Stettin 1648, Tl. Il, S. 356 und 647, berichtet von einem jüdischen Obersten E r e m i t a; die „Allg. Zeitung des Judentums", 36. Jahrg., S. 722 von einem Judenrittmeister im 30jährigen Kriege; die Frankfurter Bürgermeisterbücher von 1635 von einem Frankfurter jüdischen Soldaten „Männle zum schwarzen Mohren"; über die jüdischen Soldaten unter Ferdinand II. vgl. G. Wolf in „Ben Chananja“ 1862, S. 61. M. S., Prag. Die Friesacher Grabsteine (nicht nur aus Judendorf, sondern auch aus Engelsdorf und Direnstein) sind gewiß nicht die einzigen bisher unbekannten oder doch noch nicht behandelten Denkmäler zur jüdischen Geschichte in Oesterreich. Herr Dr. Grunw a l d, an den wir uns wandten, verweist z. B. auf die Inschrift unter dem venetianischen Löwen am Palazzo murcipale in Muggia bei Triest, die von einer Vertreibung der Juden aus dieser Stadt meldet. Sie lautet: Am Duce Judaeos Veneto Migrare Senatu Praetor Et Omne Procul Jussit Abire Nefas Ac ßondumerus Nobis Monumenta Reliquit Andreas Meritis Clarior Ipse Suis Anno DNJ MDXXXII. Diese Inschrift ist und war bisher nicht veröffentlicht. Die Jewish Encyclopedia (s. v. Jstria) erwähnt nur, daß sie von einer Judenvertreibung aus Muggia i. I. 1533 handelt. Notiz. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. „Hotel Stefanie". II., Taborstraße 12. Ab Freitag 20. Oktober, und täglich „Al Naharojs Buwel“, Operette von I. Latainer, Musik von S. Mogulesku. Alle zionistischen Verbände werden auf dieses Stück aufmerksam gemacht. — Sonntag den 22. Oktober, nachmittags um halb 4 Uhr, *u ermäßigten Preisen: „Lüae und Wahrheit", von I. Latainer. — Dienstag den 24. Oktober unter Regie des Autors Herrn P e r e tz H i r s ch b e i n : „Die N e w e j l e“ von Peretz Hirschbein — Studenten zahlen an Wochentagen halbe Preise. — An Sonn- und Feiertagen zahlt jedes Kind ein? ganze Karte. — Kartenvorverkauf beim Portier des „Hotel Stefanie". AJbert Baum-Stiftung für Techniker. Anzahl der Plätze: Zwölf im Betrage von K 200.—. Bewerbungsberechtigt sind: Junge Leute jüdischer Religion, die sich der Technik widmen. Bevorzugt sind: Die Söhne des stifterischen Bruders Herrn Simon Baum (für solche Einschreiter beträgt der Stiftplatz K. 620.—. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1911. Einreichstdle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs-Protokoll). Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Dr. Adolf Sacks-Stiftung für Techniker. Anzahl der Plätze: Vierzehn im Betrage von je K 600.—. Bewerbungsberechtigt sind : Studierende der k. k. technischen Hochschule in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern, ohne Unterschied des Glaubensbekenntnisses, welche ihre Vermögenslosigkeit und die Armut ihrer Eltern nachzuweisen vermögen. Bevorzugt sind: Bewerber, welche bereits im Genüsse dieser Stiftung standen. Gesuchsbeilagen: Geburtsszeugnis, Heimatsschein, Armutszeugnis. Frequentationszeugnisse und Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1911. Einreichstelle: I, Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs-Protokoll). Näheres in den von der Einreiohstelle unentgeltich zu beziehenden Gesuchsbögen. Isaak Wolf Hassau’sche Stiftung für Kunstakademiker Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 84.—. Bewerbungsberechtigt sind: Israelitische Jünglinge, welche sich an der hiesigen k. k. Akademie der bildenden Künste, der Architektur, der Bildhauerei, der Malerei oder der Kupferstecherkunst widmen. Bevorzugt sind: Bewerber, welche sich als Verwandte des Stifters oder seiner Gattin Eleonore, geb. Wertheim, auszuweisen vermögen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse, Frequentationszeugnis der k. k. Akademie der bildenden Künste, sowie Bestätigung der Anstalt, dass der Einschreiter zur künstlerischen Ausbildung für das gewählte Kunstfach befähigt ist und eine gute Verwendung in demselben ausweist. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1911. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs-Protokoll). Näheres in den von der Einreiehstelie unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen.

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