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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-10-06 · 40 (6.10.1911) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
40 (6.10.1911)
Date
1911-10-06
Page
– (sequence 13)
Language
German
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•WBB5? Nr. 40 Dr. Blochs Wochenschrift Seite 673 legen sind. Dies gilt ganz besonders nicht sowohl von den europäischen, als den orientalischen Sprachen, unter denen die arabische Sprache ihrer großen Verbreitung nach eine der ersten und wichtigsten Stellen behauptet. Manchem möchte es wohl angesichts der zu überwältigenden Schwierigkeiten schon zweifelhaft erschienen sein, ob er es gerade in dieser schwer zu handhabenden Sprache so leicht zu einem greifbaren Resultate bringen werde? An der Hand der vorliegenden, in kurzer Zeit nach seinem ersten Erscheinen neu aufgelegten methodisch praktischen Lehrganges der arabischen Sprache des Jerusalemer Autors, der sich im Lande selbst eine eingehende Kenntnis derselben erworben bat, dürfte aber jeder des Studiums d r arabischen Sprache Best ssene mit einiger Ausdauer leicht und sicher ans Ziel kommen. Die grammatikalischen Erklärungen sind so durchsichtig und faßlich als möglich, die Beispiele und Uebungen und Konversationsstücke ans dem praktischen Leben gegriffen, daß sie sich leicht und sicher dem Gedächtnis einprägen. Die Chrestomathie-Auswahl gibt zudem ein recht anschauliches Bild über Denk- und Lebensweise, Geschichte und Geographie, Sitten und Gebräuche des Landes und seiner Bevölkerung, daß das Buch schon um dieses Beitrages zu der allgemeinen Landes¬ und Volkskunde schätzenswert ist. Niemand, der an eine Reise nach Palästina denkt, sollte dieses außerordentliche, zeitgemäße, praktische und nützliche Buch zu seinem eigenen, materiellen und spirituellen Vorteil unbeachtet lassen. Jerusalem. Phil. Kieferndorf. Ein hebräisches Wochenblatt in New-Aork. Seit dem 1. d. M. erscheint unter der Redaktion des bekannten hebräischen Schriftstellers Rubin B r a i n i n ein neues hebräisches Wochenblatt „Had’ror" („Die Freiheit"). Die ersten drei Nummern in vorzüglichster Ausstattung liegen vor, geben Zeugnis von der genialen Begabung des Herausgebers, der einen Stab vorzüglicher Mitarbeiter um sich geschart hat, um das neue Blatt nach Stil und Inhalt zu einem ersten Organ zu gestalten. Di*. Jac. Guttmann, Die philosophischen Lehren des Isaak ben Salomon Israeli. Münster, W 1911. Veilag Aschendorff, M. 2.50. Immer von Neuem überrascht der auf diesem Gebiete souveräne Autor durch die Gediegenheit und Gründlichkeit, mit der er von anderen behandelten Stoffen ganz neue Seiten abgewinnt. Was der auch auf dem Gebiete der Medizin nicht originelle, wenn auch in manchen Lehren, besonders für das praktische Verhalten seiner engeren Berufsgenossen sehr beachtenswerte, von den Medizinern und Philosophen des christlichen Mittelalters hochgepriesene Isac Judaeus als Kompilator philosophiert hat, ist hier mit unübertrefflicher Sorgfalt zusammengestellt und kritisch geprüft. Das Dunkel, das so lange über dem geistig regsamen Judentum Egyptens gelagert hatte, lichtet sich immer mehr. x. 34. Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest. Für das Schuljahr 1910—1911. Vorangeht: Die jüdische Ehescheidung und der jüdische Scheidebrief. Eine historische Untersuchung. Erster Teil von Prof. Dr. Ludwig Blau, Budapest. »Oesterreichische Gesetzeskunde*. Herausgegeben von Dr. M. L. Ehrenreich und K. Warhanek; „Die S'.rafprozessordnung“, Bd. II, „Das Strafgesetz“, Wien 1911. L. Altmann, patriotische Volksbuchhandlung (Wien, VIII., Pfeilgasse 21). Für die so eminent wichtige und dringend notwendige juridische Aufklärung des Publikums ist mit diesem gediegenen Unternehmen ein gründlicher Anfang gemacht. Was einsichtige Juristen wie Steinbach längst öffentlich als ein unumgängliches Desideratum bezeichnet haben, tritt nun endlich in die Erscheinung. Das Werk begnügt sich aber nicht mit der Kommentierung, es stellt Veraltetem und Unhaltbarem ein Idealbild entgegen. Auch das ist ein nicht zu unterschätzendes Novum. Von Juden ist hier nur gelegentlich der Eidesleistung die Rede, wobei nachträglich bemerkt werden mag, dass die Ausführungen über die jüdischen Ehevorschriften im 1. Bande einer vollständigen Revision bedürfen, da sie jeder tatsächlichen Begründung entbehren. Neuester Plan von Wien. Nebst einer Ansicht von Wien in der Vogelperspektive. 26. Auflage. Farbendruck. Oktav. In illustriertem Umschlag. Preis 60 H. 60 Pf. Wien. A. Hartleben’s Verlag, I., Seilerstätte 19. Diesen durch seine treffliche Ausführung und Verlässlichkeit ausgezeichneten Stadtplan können wir Jedem empfehlen, der nur immer einen Plan von Wien braucht, es wird Jedermann von demselben befriedigt werden. Im Verlage von J. H. W. D i e t z Nachf. in Stuttgart ist soeben erschienen: Aus meinem Leben. Von August Bebel. Zweiter Teil. VIII und 420 S. Preis broschiert ord. M. 2.50, gebunden M. 3.—. Der Autor entrollt vor dem Leser die innere Geschichte der Partei während der Jahre 1869 bis 1878, wie sie intimer nicht gedacht werden kann, unterstützt von einer fesselnden Darstellungsweise und Eindringlichkeit, die nur Dem zu eigen sein kann, der nicht nur Alles selbst erlebt, sondern in den Ereignissen eine anschlaggebende Rolle innegehabt hat. Zu gleicher Zeit erscheint: Aus meinem Leben. Von August Bebel. Erster Teil. Zweite, durcbgesehene Auflage. VIII und 23o 8. Preis broschiert ord. M. 1.50, gebunden M. 2.—. Zur Abwehr von Befürchtungen, als könnte durch die zweite Auflage die erste entwertet werden, möchten wir hier ausdrücklich feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Aenderungen wesentlicher Natur sind nicht vorgenommen worden. H. Strack, Pesachim. Der Mischnatraktat Passafest mit besonderer Berücksichtigung des Neuen Testaments und der jetzigen Passafeier der Juden, nach Handschriften und alten Drucken herausgegeben, übersetzt und erläutert. Leipzig 1911. J. C. Hinrichs. M. 1.80. Mit Recht erwartet Strack für die unsägliche Mühe, die er dieser Arbeit gewidmet hat, besondere Anerkennung. Die Aktualität — in mehrfachem Sinne —, die dem Gegenstände eignet, sichert dieser neuesten Leistung Stracks eine weite Verbreitung. Glänzend ist der Hinweis auf den Zusammenhang der Stelle Jes. 30, .9 mit dem Afikommen (S. 35), sehr bemerkenswert auch die Erörterung der Frage des gemeinsamen Kelches bei den Mahlzeiten der Juden S. 11 der Einleitung. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Begründet von Z. F r a n k e 1. Organ der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Herausgegeb. von Dr. M. Brann. Fünfundfünfzigster Jahrgang Neue Folge, Neunzehnter Jahrgang. Heft 7/8. Juli—August 1911. Inhalt: David Rau: Die Ethik R. Saadjas. — H. Lesczynsky: Das Laubhüttenfest Chanuka. — V. Aptowitzer: Unechte Jeruschalmizitate. — J. Elbogen: Die Tefilla für die Festtage. — J. Kracauer: Die Namen der Frankfurter Juden bis zum Jahre 1400. — Simon Eppenstein: Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäisehen Zeitalter (Fortsetzung). — H.Tykocinski: Lebenszeit und Heimat des Isaak Or Sarua. — Koebarnsche Verlagsbuchhandlung (Barasch und Riesenfeld), Breslau, Schmiedebrücke 17/18. „Das freie Wort“. Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Karl Saenger. Herausgegeben von Max Henning. XI, Jahrgang, Nr. 13. Erstes Oktoberheft 1911. Inhalt: Deutschlands Verhängnis. — Eckwart: Tu felix Austria nube! — E. Rofler: Artur Na p: Der Staat als Unternehmer. — Mercator: Krieg und Wirtschaftsleben. — Dr. J a c o b i: Zur Schulbildung des deutschen Offiziers. — Georg Prem: Ein offener Brief an die Missionäre vom heiligsten Herzen Jesu in Lieferung bei Salzburg. — Max Henning: Der erste Internationale Monistenkongress in Hamburg. — Kleine Mitteilungen. — Beilage: Der Dissident Nr. 7. Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H., Frankfurt am Main. „Die Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 39. 28. September 1911. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Marokko. — Th. J. Tantzen: Die Landtagswahlen im Grossherzogtum Oldenburg. — August Pfannkuche: Staat und Kirche in der neueren Philosophie. — Bruno Lewin: Freisinn und Kommunalwablrecht. — F. B.: Entschuldung der Landwirtschaft. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Gottfried Traub: Vieles. — Hei mann Kienzl: Entartete Fürstenkinder. — Paul Zschorlich : Gastliches Tagebuch : Budapest. — Paul Rohrbach: Palästina IV. — Hermann Wein* heimer: Patria 1912. — Büchertisch. — Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. Kriefkafte«. I. G. Oderberg. Wir notieren, was der verstorbene Ung.- Broder Rabbiner Hoffmann über den Ursprung des Mögen Dowid in seinem Werke rmwm nni ausführt: Bei den Anhängern des Pitagoras war der Glaube verbreitet, das Tragen eines Sechseckes am Leibe schütze vor dem Alpdrücke. — Nun erzählt der Talmud Tr. Berachoth: „David hatte stets böse Träume (Alpdruck). Achitofel hingegen stets ruhige, gute Träume.“ Da ist es wohl wahrscheinlich, hast David den Achitofel Hierüber befragte, und es ist anzunehmen, daß er dem David das Geheimnis der zwei auf einander gelegten Dreiecke, welche vor dem Alpdrücke befreit» mitteilte. Daher mag auch der Satz in den Sprüchen der Väter stammen: „Wer von seinem Nebenmenschen einen Abschnitt, einen Satz, ja, auch nur einen Buchstaben lernt, muß demselben Achtung bezeugen. Ein Beispiel hiefür finden wir bei David, König Israels, welcher von Achitofel nur zwei Dinge gelernt hatte und ihn dernoch Lehrer. Führer und Vertrauten nannte, wie es heißt: Du ein Mensch meinesgleichen, bist mein Führer und Vertrauter." Diescr Beweis von David scheint aber nicht stichhältig, da man aus „zwei Dingen" noch nicht auf „einen Buchstaben" schließen kann, wenn wir nicht annehmen wollen, daß diese »zwei Dinge", die

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