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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-09-15 · 37 (15.9.1911) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
37 (15.9.1911)
Date
1911-09-15
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 37.7 sv Dr. 1 Fll'O un? - HA -du nicht - tot, du wandelst und wirst wandeln unter uns, solange Trauernde Trost.suchen werden im Tempel, solange noch ein Andächtiger Tröstung heischend hintritt vor den Altar Gottes, solange ein Sparren unseres Gotteshauses vorhanden und noch ein Baustein im Gefüge bleibt, wird dein Sang, das Jisgadal, ba8 Adonai-Adonai el rachum wechanun klingen ins Ohr und haften in. der Seele. Deine verklärten.Vorgänger harren deiner in lichten Höben, die Himmel tun sich auf, die Seraphim rufen dir zu: . „Sei willkommen Mkistersanger; auf daß du uns anstimmest die Hymnen zu Ehr und Preis des Gottes der Wahrheit"- dahin ziehe Unvergeßlicher, in Frieden! , Namens der Synagogensänger gab Herr Salo Lemberge r. dem Schmerz des Chorpersonals um den Verlust des unvergeßlichen Meisters Ausdruck. Dann stimmten die Sänger mit dem Knabenchor unter Leitung des Cbordirektors Prof. Sulzer den ergreifenden Cboral »Scbiwisi« an. Oberkantor Don Fuchs sang in würdiger Weise das »Li moie rachamim«. Damit schloß die überaus erhebende Trauerfeier. Wien. (Todesfall.) Am 9. September verschied an den Folgen einer Lungenentzündung Frau Regierungsrat Luise Schnitzler, die Witwe des Direktors der Poliklinik, Johann Schnitzler. Literarisch und musikalisch hochbegabt, hat sie ihr künstlerisches Klavierspiel in jüngeren Jahren wiederholt in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt. Dank ihrer glänzenden Beherrschung aller modernen Sprachen, konnte ihr Vater, Doktor Markbreiter in der von ihm gegründeten medizinischen Zeitung, der späteren „Internationalen Klinischen Rundschau", zuerst die Wiener Aerztewelt mit den Publikationen des Auslandes bekannt machen, und diese ersprießliche Tätigkeit hat Luise Schnitzler auch in den ersten Jahren ihrer Ehe, als ihr Gatte die Zeitung leitete, fortgesetzt. In späteren Jahren war ihr Haus am Burgring durch ihre Familien und die beruflichen Beziehungen ihres Gatten eine der wenigen Wiener Salons, wo man die Koryphäen der Kunst, der Literatur und der Haute ^iuauee antraf. Dabei war sie die aufopferndste Mutter und Gattin. In ihrer namenlosen Witwentrauer hatte sie das Glück, ihre zwei Söhne, den Dichter Arthur und den Chirurgen Julius Schnitzler berühmt und anerkannt zu sehen, Söhne, die sicherlich ihr Bestes durch Vererbung und Erziehung der Mutter verdautem Eine reizende, leise humoristisch gefärbte Darstellung dieser seltenen Frau ist für die Freunde der Familie in Arthur Schnitzlers geistreichem, dramatischen Erstlingswerk, einem Gelegenheitslustfpiel. anläßlich des 25. Jubiläums der Klinischen Rundschau, aufbewahrt. — Unter sehr starker Beteiligung von Trauergästen hat am 11. d. M. vormittags das Leichenbegängnis vom Trauerhause, 9. Bezirk, Frankgasse Nr. 1, aus stattgefunden. Im Salon, in dem die Leiche aufbewahrt war, hatten sich die Kinder der Verblichenen, Schriftsteller Dr. Arthur Schnitzler, sowie Univ.-Prof. Dr. Julius Schnitzler, Frau Gisela Hajek und Frl. Helene Schnitzler, die übrigen Familienmitglieder versammelt. Unter den sonstigen Leidtragenden waren zu sehen: die Universitätsprosissoren Hofrat Dr. Eduard Lang, Hofrat Dr. Winternitz, Dr. S. Ehrmann und Gemahlin, Dr. Frankl Ritter v. Hochwart, Dr. Ludwig Mandl, Dr. Schiff, Dr. Pal, dann der Präsident des Journalisten- und Schriftstellervereines „Concordia" Dr. Sigmund Ehrlich, die Schriftsteller Chefredakteur Professor Dr. Isidor Singer, Hermann Bahr, Dr. v. Ludaffy, die Direktoren im Sanatorium Löw Dr. Czinner und Doktor Lindenbaum, der Direktor des Rotschildspitals Dozent Dr. Fleischmann, der Direktor des Sanatoriums Fürth Dr. Fürth, Direktor Dr. Hammerschlag der Kreditanstalt, der Präsident des Humanitätsvereines „Eintracht" Magistratssekcetär a. D. Doktor Wilhelm Löwy, der Präsident des israelitischen Humanitätsvereines „Wien" Dr. Edmund Kohn mit vielen Mitgliedern dieser beiden Vereine, weiter die Kultusvorstände Karl Lemberger und S. Steiner, Notar Dr. Julius Bermann, Bezirksrat Dr. Schnepp, Advokat Dr. Albert Kuh, die kaiserlichen Räte Arnold Fröhlich und Duschnitz, zahlreiche Mitglieder ärztlicher Vereine und Freunde der Familie. Oberkantor Don Fuchs trug um 10 Uhr, assistiert vom ersten Kantor Matyas, die rituellen Trauergesänge vor, worauf der mit zahlreichen Kränzen geschmückte Sarg gehoben und auf den Zentralfriedhof gebracht wurde. Auf der israelitischen Abteilung erfolgte die feierliche Beisetzung. WöWnschkift «***••' Wie» (58 b i sch e r H crwd kü n xSg ehklfenberda n d) II., .Schmelzgasse 1 (Souterrain). Dienstag, den 19.. d. M., &Ubr abends, Vortrag des Herrn Siegfried Schmitz. Thema: Eindrücke v o mze h nt e n Z io ni st e n k on gre tz. Gäste (Damen und Herren) willkommen. Austritte aas dem Judentum Vom 3. September bis inkl. 9. September 1911. Anhatzer Rudolf, stud. tecbn., geb. 1. Juni 1889, Wien, VI., Dürergasse 9. Goldberger Alfred, Handelsschullehrer, IV., Margaretenstrasse 31. Heller Simon, Musiker, geb. 26. Jänner 1882, Wien, Aussig. Horner Alfred, geb. 8. Juni 1888, Gross-Meseritsch, III., Gerlgasse 18. Langer Jonas recte Langer Julius, geb. in Suczawa, V., Zentagasse 5. Lifscbitz Edmund. Kleidermacher, II., Yolkert platz 12: Weiss Rudolf Stefan, geb. 29. Mai 1884, Wien, III., Obere Weisagärberstrasse 10. * * * Markbreiter Magnus geb. Rosenfeld, geb. 19. April 1881, Kozlov. Markbreiter Wilhelm, geb. 13. September 1882, Gyomo, II., Förstergasse 3, sind wieder zum Judentum zurückgetreten. Brünn. (Jüdisches Technikerheim.) ES gelangen für das kommende Schuljahr 1911/12 12 Freiptätze zur Vergebung. Der Einreichtermin endet am 18. September. Näheres ist beim Unterstützungsverein für mittellose jüdische Techniker in Brünn (Adresse: Franz Josephs techn. Hochschule) zu erfragen. Marienbad. In feierlicher Weise wurde Se. Ehrwürden Herr Dr. I. Diamant, früher B»zirksrabbiner in Krems, in sein hiesiges Amt eingefüart. Vom Temp-lvorstand erwartet, wurde er am Bahnhof vom Herrn Fischt uit herzlichem Willkommengruß begrüßt ii id im Wagen in die Wohnung g-bracht. Im Gotteshause hielten Frelaa abends Herr Kultusvoisteher Otto Wölfner und Herr Bankier Fritz Buxbaum an den Herrn Rabbiner herfliche Aniprachen. auf welcye Herr Dr. Diamant antwortete. Besonderen Beifall fand die vor einem besonders distinguierten Kurp'iblikum gehaltene Antrittspredigt, in welcher der Redner von den Pflichten des Rabbiners zur Gemeinde und von denen der Gemeinde zum Rabbiner sprach. Stryj. Anstatt der üblichen Neujahrsgratulationen haben Mgunsten des Vereines „Ognisko K biet Zydowskich“ und dessen Kinderheim in Stryj folgende Spenden an den Verein gesendet und senden auf diesem Wege ihren Verwandten nnd Bekannten die herzlichsten Nenjahrsglüuwünsche Frau PHUippme Heiselkorn 20 Kronen. Frau Witel Borak 5, Fran Wilhemine Reich 4 Fran Dr. Kiezales 3. Tr tu Dr. Helene Rosenman 3. Frau Dr. Fanni Aberdamm 2. Frau Dr. Franziskn Apfelgru 2. Fran Dr. Rosa Apfelgrün 2, Frau Dr. Friedericke Byk 2 Frl. Lola Eidman 2, Frau Dr. Anna n oldberg 2. Frau Rach ela Katz 2. Frl. Emma Körner 2 Frau Regina Koffler 2, Frau Dr. Salomea Lippel 2. Frau Helene Luft 2 Frau Cäzilie Luft 2. Fran Eugenie Polisnik 2, Frau Rosalie Reich 2, Frl. Toni Rotfeld 2 Frau Cäzilie Rosenf ld 2, Frau Lanra Rechter 2. Frau R. Rosenbcrg jnn. 2, Frau Fanni Seidel 2, Frau Klara Storch 2, Fran Tina Schönfeld 2, Fra« Jda Schönfeld 2, Frau Emma Schönfeld 2. Frl. Salomea Schönbach 2. Frau Blime Nnger 2 Frau Amalie Apfelgrün 1, Frau Sabina Allerhand 1. Fran Fanni Blaustein 1. Frl. Berta Dawidsohn 1, Frau Ewa Fried 1. Frau Pepi Fuß 1, Frau Rosa Findling 1, Fel. < ottdenker 1, Frl. Gottesman 1. Frl. Rosa Gartenberg 1. Frau Chaje Gärtner 1, Frau Marza Halver« 1. Frau H. Hänptman 1, Fran Zosia Ingber 1. Frau Fanni Klarsfeld 1, Frl E Kay 1, Frl. Löw 1, Fr! Manelcs 1. Frau Agata Mond chein l, Frau Rose Rosenberg sen 1 Frl. Zofia Rubin 1, Frau Amalia Semmel 1, Frau Gisela Stern 1, Frau Wilhelmine Sperling 1, Frau Friedericke Schaaf 1, Frau Dr. Faun! Schmorak 1. Fran Berta Schmorak 1. Fran Regina Schwarzberg 1. Fran Rose Schmerzler 1. Frau Mina Wolf 1, Fran Sali Zeisler 1. Frau Sidonie Scheer I. Frl. Eugenie Fried 1, Frl. Toni Zehngeboth 1. Frau rdes Mondschein 1 Fran Cäzilie Kanner 1. Frau Prof Bienenstock 1, Fra» Eugenie Neustem J Krone. Frau Ella Kahane 60 Heller, Frau Schemdel Probst 40 Heller, Fran Pepi Rosenkranz 60 Heller, Fra« Braneie Schönfeld 1 Krone 8 Heller. Neuhaus. Freitag den 1. September trat unser neugewählter Rabbiner Herr I. Utitz, früher in Brandeis a. d. E., sein Amt als Seelsorger und Religionslehrer der hiesigen Gemeinde, an. Derselbe wurde am Bahnhöfe vom Geiamtvorstande der Gemeinde mil dem Kultusvorsteher Herrn Sig. Singer au der Spitze erwartet und in sein Amtslokal geleitet. Beim Abendaottesdienste wurde derselbe in das festlich beleuchtete Gotteshaus geführt, wo die ganze Gemeinde ihres neuen Seelsorgers harrte. Der Tempelchor unter der Leitung des Kantors Herrn Jakyb Fürubevg intonierte beim Eintritte des Herrn Rabbiners das »Boruch habo« und »Mah towu«. Nach

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