Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 36 (8.9.1911)
- Date
- 1911-09-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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L'-SLBLL- -ELL inrawre Nr. 3K Dr. Mochs vor Unnss oder Uliüsssrm obristen Hoffmarsehallambt statt 20 ihnen schuldig sein sollen," suchen und ausstragen und sich derselben settigen und benuegen lässeni Schliessiichen solle auch Unnsser Diener Jacob Bassevi von Treuenberg, seine Erben- und Nachkommen alle und jede in'ffeffefiRechten wohl versechenelinmuniteten, Beneficiä, lndulta, Trivilegia,'Begnadungen und Freyheiten, So in dissem Unnserm Kays. Brieff etwo nit begriffen, aber andere Unnssere befreyle Hoffjuden betten oder dieselben noch erlangen möchten, wie oder wass gestalt es seye, nichts aussgenomben, dieselben alle und jede ifi'^pecde et genere, soll er Bassevi sambt den seinigen gleichermassen, alss stundten sye ausführlich von Wortt zu Wortten hierinen geschrieben, vollkomlich zu genuessen, zu gebrauchen und zu betragen haben. Und hierauf so Ihnen, confifmiren, bestatten, ersire khen,' vermehren, gönnen, bewilligen und erlaubend Wir vorgeschriebenes alles, nochmahlen, von Recht, Billigkeit, sondern Gtfaä’ii und auss RömischerKhysserfcKhönigl. und Laridtsfür^!lieber MachtvollkommehBfdit ' wisSdhöiChium^Syoblbedächilich in Grafft diss Brieffs urtd' mäineöy -äezen ünd wöllön, dass mehr höchstgedächter Unäseret1 gdhebten1 Herrn Vettfem und Vattern Kayssers Rudolphi un'S*^läj.lhiA^‘‘ferfc. ühsserin befreyten Hoffjuden und Diener, Jacob 'BässevI von Treuenberg ertheilte Priviiegia und disse Unnssere vörii'heuen gegebene und verwilligte Extension und Begnadung eräfftig und mächtig sein, statt, vest -und unverbrüchlich gehalten und er Bassevi sambt den seinigen ruhiglich freuen, gebrauchen und genuessen sollen und mögen, von allermeniglich un verhindert. Gebietten demnach allen und jeden Unnssern naehgesezten geist- und weltlichen Obrigkheiten, Graffen, Freyen, Herren, Rittern, Knechten, Landtmärschallen, Landtshaubtleuthen, Landtvöggten, Haubtleuten, Vizdömen, Vöggteii, Pflegern, Verwesern, Khundigern der Wappen, Handtgraffen, Dreyssigern, Auffsschiägern, Meuttern, Gegenschreibern, Beschauern und andern dergleichen Ambtleuten zu Wasser und Landt, auch allen Undterthanen, wass Würden, Standts und Weessens die sein, insonderheit aller und und jeder Statt und Orthen Burgermaistern, Richtern und Rathen hiemit gnedigist und ernstlich, dass sye mehrermelten Unnssern befreyten Hoffjuden und Diener Jacoben Bassevi von Treuenberg, seine Erben und Nachkhommen für und für ewiglich an den obgeschriebenen Gnaden, Freyheiten, Gaaben, Wappen und Cleinod, Zulassungen, Confirmation und Fürsechungen nicht irren, noch hindtern, noch darwider procediren, sondern sye bey dem allen, wie obstehet, von Unnssertwegenhandthaben, schuzen und schirmen und: genzl ch dabey bleiben lassen, hierwider nicht thuen, noch des Jemandts andere zu thuen gestatten in kein Weiss noch Weeg, alss lieb einem Jedem seye Unnsser schwere Uhgnadt und Straff und darzue ein Poen, nemblich dreyssig Marckh löttigs Göldts zu vermeiden, die ein Jeder, so offt er freventlich hierwider thette, Unnss in Unnsser Kays. Cammer unnachlesslich zu bezahlen verfallen sein solle. Mit Urkundt diss Brieffs, besigelt mit Unnsserm Kays, anhangenden Insigl. Geben in Unnserer Haubtstatt Wien, den achtzehenten Januarji 1632, Unffsserer Reiche des Römischen in dritten, des Huiigärischen im yiertten und des Böheimbischen im viertten Jahre. . , > Ferdinand Ad mandatum Sae39 Caes*« Majestatis Johann Baptista Verda. proprium. - Tobias Gerlinger. .... Dass diese.Abschrifft gegen den, bey der N. ö. geheimen Hoffkanzley-Registratur sich befindenden Original-Concept von Wortt zu Wortt collaüonirt, auch demselben in allem gleich lautend befunden worden, uhrkundt mein Registratoris alda eigene Handtundterschrifft unnd gewöhnliche Pettschafftsfertigung. : : Wien, den 15. May 1688. L. S. Thomas-Leopold von Priesen m. p. {ibndtnr. Wolf. Schulz, Dokumente 'der-Gnosis. Jena 1910. Engen Dieder ich s. M 8, geb. M. 950. Mit unsäglichem Fleisse und unbeugsamer Ausdauer haben Reitzenstein. Dieterich, Grätz, Jellinek, Schmitt u. A. die dunklen Dokumente der Gnosis durchforscht, die den Menschengeist in seinem wühlenden Streben nach der Gottesschau auf den absonderlichsten Wegen zeigen. Schulz gibt in dem vorliegenden, prachtvoll ausgestatieten Bande eine Uebersicht über diese Maulwurfsgänge, und Jeder, der sich als Kulturhistoriker oder als Psychologe mit diesem Gebiete der Mystik zu beschäftigen hat, wird ihm dafür dankbar sein. Dass auch jüdisches Element in diesem Hexenkessel mitbrodelt, ist ganz natürlich. Man versteht, wie alles nur durch Vergleichung, auch den jüdischen Volksglauben erst in diesem Rahmen. x. Chesterfield’s Briefe an seihen Sohn. Frei bearbeitet von K. M u n d i n g. Stuttgart 1911. Verlag Schwabacher. Eine Schule der Politik für dass Alltagsleben und Jedermann, der sich nicht durch Verstösse im Benehmen um die Ernte ehrlicher Arbeit bringen will. MochErist .etütm Joh. Riem, Natur und Bibel in der Harme nie »hxer 0 f f e n b a r n n ge n. Hamburg 1910, Agentur des Rauhen Hauses. . . Der Scharfsinn, mit dem hier auf Grund eines weitschichtigen Materiales die Kosmogonie der Bibel mit den Ergebnissen der modernsten Forschung in Harmonie gebracht werden» iat erstaunlich, das Unternehmen höchst verdienstlich, das Ergebnis wert, in die weiteste Oeffentlichkeit getragen zu werden. Denn an den ersten Kapiteln der Genesis straucheln zumeist die Verbildeten oder Halbgebildeten, um das Weitere gar nicht mehr der Beachtung z» würdigen. Riem behandelt die Kosmogonie, Hauser die „Forschung und Lebenserkenhthia“, Hamann „Die Herkunft des Menschen im-Lichte der modernen. Anthropologie“. Es ist unseren jugendlichen, mitunter auch ergrauten Hitzköpfen diese Wärhung zdr Besonnenheit dringend-zu empfehlen. Jos. CHotzner, Hehrew -8a t!1911.- 'Kegan Pani, ^eMKTT?^S«'W'-Cp;- SET K- Ein Teil dieser-Aufsätze ist bereits in englischen Zeitschriften erschienen. Sie zeigen die grosse Belesenheit des Autors auf einem Gebiete, das von Davidson, Gross u. A. in letzter Zeit mit Eifer bearbeitet worden ist. Das Buch, in dem selbst das neueste Material .berücksichtigt ist, wird bei aller Gediegenheit jedem Leser obeudrem fröhliche Ständen bereiten. x. „Die Hilfe.'* Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. ü. R. Nr. 85. 31. August . 1911. Aus dem Inhalte : Georg W o 1 f: Vor den Landtagswahlen in Elsass-Lothringen, — Theodor Kapp stein: Schwarz und Rot. — Otto Corbsch: Die Monroedoktrm und amerikanisch-europäische SchiedsVerträge. — Hermann F er n a n, Paris: Die französische Kolonialpolitik. — Hans Hirschstein: Landwirtschaftliche Verschuldung nnd Schutzzölle. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Erich Schlaikjer: Ein Klassiker des Feuilletons. — Theodor Henss: Englische Reise III. —Georg Wolff: Die Physiologie des Schmerzes. — Andreas S ö n n i c hse n: . Jens Boysens Laden,— Büchertisch. — Politische Notizen. —: Buchyerlag der „Hilfe“ Berlin-Schöneberg. Aufschriften von Gebeten für Tempel sind soeben in der Bncbdrnckerei Samu Netrfeld in Galanta (Ungarn) erschienen, welche -- wie wir ans der uns vorliegenden Garnitur ersehen — mit sehr grossen Lettern, punktiert, in hübscher Ausstattung gedruckt sind. Diese Aufschriften bilden eine Zierde für jeden Tempel und haben den Zweck, beim Beten so manche Machscholim zn verhüten nnd können daher für jeden Tempel wärmstens empfohlen werden. Kriefkafte«^ M. A. W., Frankfurt. Wir haben die Notiz dem Krakauer „Tag" entnommen und die Quelle angegeben. Wir stehen natürlich nicht an, auf Ihre Lesart von dem „Z ppelin, der beim Hnsyatiner R bbe war", unteren Lesern weiterzugeben. In Wirklichkeit verhält sich also die Sache folgendermaßen: Der Direllor des Hamburger Kurhauses heißt zufällig auch ..Zeppelinund es ist üblich, daß der Direktor jedem reichen Kurgaste, insbesondere demjenigen, der mit einem stattlichen Gefolge kommt, einen Besuch abstatte, um ihn für dar nächste Jahr einzuladen. KG, Friedek'Mistek. Wir registrieren gerne, daß der jüngst in Friedet verstorbene Privatier Paul Broda, der, wie Sie hervorheben, weder selbst Jude war, noch von Juden abstammte, der dortigen Chewra» Kadischa Kr. 360.— und der rfr. Knltusgemeinde eine Schießstätte-AÜie vermachte. Deshalb aber große Jubelschalmeien anzustimmen, liegt fein Anlaß vor. Wir dürfen aber nicht vergessen an die ungezählten Hunderttausende, welche durch Legate und Stiftungen von Juden christlichen Zwecken direkt zugewendet wurden ober infolge der Bestimmung für Zwecke „ohne Unterschied der Konfession" indirekt zugefloffen sind. Herrn Dr.C. Duschiusky in London. Besten Dank für die freundliche Mitteilung, die wir gerne zur Kenntnis nehmen. Abraham Chomet, Tarnow. Fleißige Studenten erhallen in Wien Mittagstisch, eventuell auch Stipendien. Dr. I. T. in P. Die Stiftung zn notieren ist nicht von allgemeinem Interesse. K. F. in Wilna. Daß der zum Judentum übergetretene Graf Potocki auf dem jüdischen Friedhofe ruht, ist wohl bekannt. Ueber Ihren Wunsch notieren wir hier die kleine Episode der jüngsten Tage. In einer herrschaftlichen Kutsche fuhren zwei Damen der gräflich Potockischen Familie vor dem Haup tore des allen jüdischen FriedbofeS in Wilna vor und baten den Friedhofswächter, ihnen daS Grab des daselbst ruhenden Mitgliedes der Familie Potocki, der, wie bekannt, seinerzett zum Judenlume übergetreten war, zn zeigen. Der Wächter führte die Damen auf daS gewünschte Grab. Die Damen verlangte» allein zu