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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-09-08 · 36 (8.9.1911) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
36 (8.9.1911)
Date
1911-09-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 36 Dr. Bkachs Wochenschrift Seite 597 gelegenen Landes Edom genügen. In Meg. b hl'ißt es an» Sts> K'canja »a» Kjn map 'aSa Die Targumim geben das Wort, der Bibel, das sie für Armenien halten, ilr Ueb/reinstimmung mit der Tradition mehrerer nördlicher : Völker, wie der Armenier, Georgier, Lsgier, die ihre Abstammung von Thorßarma h rlett»n wollen (Klapprot nach einer Chronik und Moses Khorene I, c), mit oder i) "ne Z lsamkNensetzung. ■»jx qu auch Am-Kamach toteofc. Letzteres war die Metropole und Rpräsentanz Armeniens, weshalb es 'statt des Namens dieses L indes gebraucht wurde. Plinius XXXIII, * *6, 1 erwähnt den Tempel der Anaitis. in der Lrndschait Weftarmeniens gleichen N imens, die er auch in V, 20, 1, Anaitis nennt, wovon der ältere Name der Stadl Al i herrühren dürfte. In Ani war die Schatzkammer, das Archiv und die Grabstätte der Könige Armeniens (Mos Khorene II, 63). St. Martin (Mem. sur l’Arm. I, pag. 72) erklärt, Gamakh bedeute im armenischen „Knochenreste", gleich dem Aramäischen; dieser Beinamen in der Bedeutung „Pantheon" wurde der Stadt beigelegt. Aach die obengenannte Wortbildung Kan '"nop weist uns hierher. Moses Khorene erwähnt nämlich zu wiederoolten Malen die alte Institution von Kronwärtern in Armenien und nennt sie (II, 24) auch Tagkater, was in der zitierten Stelle getreu wiedergegeben ist. Hieraus ist der Sinn dieseauch sonst in die talmudische Literatur übergegangenen Wortes leicht erklärlich.. Wenn R. Abahn Meg. 6 a den BerS nppn pipy agadisch deutet: pSia-iaa nrrmß* an» na 'nop ri D'pVö bv f® wird auS d m ganzen Zusammenhang klar, daß damit die Hauptstadt Ani gemeint sei, die mit dem Namen nop belegt wird. Ferner heißt es dort 11 pan Sk 1221 dvtk Stp 8'22“ia und weiters onStü rv*m K'aa n-a womit offenbar aus den von den Acsaktden in Ani eiugefüdrten Ormudzdienst (Mos Khorene H, 50) indem neben der Mithra oder Anaitis noch Wonhumano verehrt wurde (Spiegel, Eran. Altert. II, 31 und Strabo XV, 3) angespielt wird. Mit ^va wird Wonhumano und mit 8'^ (Gallus) Kybele (Plin V, 42, 3) oder Anaitis gemeint. Der Name Caesarea für Ani findet sich aber auch anderweitig. Plinius Vl, 10,1 1, zä 4t als berühmte Städte in Kleinarmenien neben Aza und N kopolis auch C lesarea ans. Da eine andere Stadt ähnlichen Namens sich dort nicht findet, kann damit nur Ani gemeint sein, das an beiden Ufern des Euphrat liegt und darum zu Groß- und Kleinarmenien gezählt werden kann. Daß diese an beiden Euphratufern gelegene Stadt auch als zwei verschiedene Orte aufgefaßt wurden, ist aus Miichna und Talmud genügend ersichtlich. In der Mlschna Ohol 18, 9, heißt es: nnap pa-p any&vp-Dp m?a, wozu eine Stelle des jerus. Talmud Moed Kat III, 5, lautend: inirr pa'Sia n'aa p^apn papi p^'K jua mpaS Dipaa (Bergt. die Lesart Ascherls z, St.) als Kommentar dienen kann. Ani war eine alte Festung, deren östliche Seite etwas höher lag und Lxp« genannt wurde, weshalb der westliche Teil hier als (Ebene) bezeichnet wird. In der Tosista Ende Ohol wird die Frage ob p&p rein sei (wegen a'apn pnrr) erörtert und-darauf erklärt vSiv» na tp'rnn^ pap Sv . . ♦,..vyn Hiezu müssen wir erläu ernd bemerken, daß der Lattd^ strich links des oberen Euphratlaufes wie Sophene und die nördlichere Gegend als „Erez Jifroel" (s. w. u.) bezeichnet wurde und galt, während die rechts dieser Gegend g-legenen Landstriche trayn pan hießen. Auf Grund dieser Erklärung dürften schon die weiteren daselbst gemachten Aeußerungen leicht verständlich sein. Daselbst heißt es (?Kn).njn n'a naaa nvi .iS» pSisnaa. naaaa pDp nnu nrKi n«Vi nnina «'nv> 'n-nan lyia* .Sv ninmn mw "*i ryn nS# D'oyn pis awa n«aa nSa *) Dieser Ortsname darf nicht mit np'3ö"0 Grcmnoi(ca). das die jerus. Literatur für Gomer (Cimmerien) gebraucht und das der von tzerodot (IV. 20, 110) erwähnte berühmte Handelsplatz Sremnoi am Mäotischen See ist, verwechselt werden. woraus klar ersichtlich ist. daß der Euphrat diese Stadt in zwei Teile teilte. Östlich lag die Metropole, erftr.ckte sich aber mit einer Dependence aufs westliche User, die fast als selbständige Stadt behandelt wurde. Der Euphrat bildete hier zugleich die Grenze zwischen Groß- und Klemarmenien. Str bo XI dürfte mit der von ihm erwähnten, in der nördlichen Landschaft Sopbenes gelegenen berünmlen königlichen Stadl Karkathivkirta.(Kn'p "i k:“3 Festung, der Göttm Anaitis geweihte Sr.adt) Ani links des Euphrat gemeint haben. R. Abahn wendet in seiner agadischen D-utung der Lautähnlichkeit wegen, wie diein der Agada hermeneutische^Regel ist, den Vers "pvn pnpv aus Karkathiokirta oder piv" an 2). Bei der Erklärung dieses Punktes halten wir uns etwas länger auf. weil dies eine unerklärte, bisher in Dunkel gedüllte Partie' der Geschichte des NordweftenK aukhelll. Wir erachten es daher auch für notwendig, die anderen unerklärten Worte der zitierten Stelle, wie niie Snaa mit den variierenden Lesarten und iV des Aruchs, so auch niSinn pa na^v zu besprechen ») Im Altertume hieß die Gegend Kleinarmeniens bis zum Pontus 7ir (s. w. u.), welche Bezichnung mit dem hier in Frage kommenden p~cp am besten, in einem Ausspruche von R. Simon ben Lakisch (Jerus Kelaim 9, 4). niLi» p» nSit san rrya^V fankn'niaa.iV) pnopi irnnam n* »Sk D*mn -) R. Cb ia b. Abba, der rechts des Euphrat in ms (Jerus. Berach. III, 1, Kid III. 14. Scheb II, 2 2c) Wie Klein rmenien rc. genannt wurde li w. u), lebte, nennt dasselbe, obwohl darin ein Stadtteil noch zu Cäiaräa gehört, Ausland, (pn1? pm obet KJTiK Jer. Maas. Scheut V. 2; Chag. I. 8) während der link« des Flusses gelegene Stadtteil pop und „Erez Jrsroel." (Bic. HI, 3) beißt. Weil die rechte Seite in einer Niederung an den Cataracten deS Euph-at laa, hnßt die dort gelegene Synaaoqe arm» Knirja (3er. Ber ITI, 1 2c ). Dies erk'art auch den steten Verkehr Zwischen R. Abahu und R. Cb'ja b. Abba, wie auch zwischen der letzteren und R. Isaak b. E easer (Moed Kit. 2' h). den ia Jerus. Bicc. III, 3 als Funktionär jnDpn xnna Kirwaa angegeben wirb. 3) Die rabbiniichrn Quellen identifizieren auch pivp mit Aut. wie z B. R Chalafta in Midr. R rbb. C. 5l> K"ncp und G tttn 86 b aus Ani genannt wird; ebenso Sab. 147 a 'JTHS 'O'K und Koh. R ib. C. 0 j'iopn "v'U. Der Letzterwähnte dürfte mit R. Jo es ampi' jon wnl Carcathiokerta nur ein anderer Name desselben Ortes ist. identllch iem. Dies dü fte auch einen unaufgeklärten Ausspruch dieses R. Jo^fs, Krd. 6, U3n MNN »mpTn aufklären. Daselbst wird die A> sicht oräußert: Das Geschenk, das ein jüdischer Sklave bei seiner Freilassung erbält. sei sein Eigentum. R. Joses drückt nun hierüber m't obigen Worten, die etwa: „Wir hab^n doch hier nicht die V rhältniffvon Anarri» (Ani)?' bedeuten, seine Verwunderunq aus. Dort lebten nämlich, nach Mitteilungen Strabos, zah reiche H'erodulen, die Eigentum des Tempels der Göttin waren, wesbald auch die ihnen zustießenden Ge'chenke dem Temp»l zufi»>?n. Diese Th se galt R Joiepb bei einem freiaelaffenen jüdischen . Lk av^n ohnehin als ieldstverständlick. G«-W>ß rüh'l der Na neu Joi f ai'w Peiach ..110a auch von dem dikstr Sradt (AnnaitiS nennen die Rabbinen nw) her. Wir erwähnen dies ausführlicher, weil die einschläzige Literatur, wie Mannert's Geschichre der Geogr. der Griechen und Römer, V. 2. p 239, St. Martin, Mem. sur l^Arm. I, p. 96. Ritter, Erdkunde X 79 2c.. so auch Kienert, in seinem Atlas Ant quns keinen Anfschtnß über die Laae der Stadt Charkatbiokerta g-ben können. Leider wurden die taln'Udilchen Sckriflen als Quellen für die alte Geographie W^'tastens bis jetzt n'cht gewürdigt, obwohl sie in diese-- Hinsicht eine wah^e F ndgrube bilden. *) Da seit Iah-Hunderten daran ftstaehalteu wird, daß pcp Cäsarea tn Palästina sei, erachten wir es für erforderlich, wenigstens noch einige weitere markante Beweise für unsere Annahme zu erbringen. Greifen wir aus der Masse des Bweisstoffes nur ein Beispiel, den von R. Samuel b. Abbas mit den Rabbinen in Cäsarea chehufs Erörterung ritueller Fragen mündlich gepflogenen Verkehr (Jer. Jab. X, 13) heraus, so beweist dies alles. R. Sam. b. Ab. war au» K-jm Garina oder wnp, Carana (Plin V, 20; Strabo XI, Mos Khor.II, 90) wie die heutige Stadt Erzerum damals hieß (Bab. Kam. 7 und 88 Sab 11a, bergldazu Jerus. Moed Kat. III, 1, den Verkehr mit R. Nathan aus Garina (Joma 78al und R. Elaser b. Zaddok 2c. 2c) das, weil in nächster Nabe von Cäiarea gelegen, den mündlichen Verkehr ermöglichte. — Noch mehr beweist dies die bis nun unaufgeklärte Stelle Jerus. Bicc III Ende, wo mitgeteilt wird: Als R. Adadu i» Cäsarea ordiniert wurde, sckrieb er an R. Cbija C. Abba ia DaSeuia Dipoc*r in Kleinarmenien (Plin V, 20, 1) einen Brief, der wie an»

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