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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-08-25 · 34 (25.8.1911) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
34 (25.8.1911)
Date
1911-08-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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3G£E3ESä.£; s**ß*aKHt~-Lai£5’acs£.. Nr. 34 Dr. WoOs WochchMrift Seite 561 mannl. weibl. Personen Krankenstand von 1908 verblieben ... 62 83 im Jahre 1909 ausgenommen . . 1150 Summe der behandelten Personen . . . 1116 1233 geheilt entlassen. 670 gebessert „ . 327 un geh eilt „ . ... 48 72 gestorben .... . ... 124 85 Die Durchschnittszahl der Verpflegstage für einen Kranken betrug 25 2. An gleicher Stelle finden wir das Rekonvaleszentenheim für arme israelitische Frauen und Kinder im XIII. Bezirke: Anzahl der Betten.12 von 1908 verblieben. 3 1909 ausgenommen..114 geheilt entlassen. 83 gebessert „ .. . 20 ungeteilt „ 6 Durchschnittszahl der Verpflegstage für eine. Person". 18-96 In diesem Abschnitte wird der von Jahr zu Jahr steigende Beitrag der israelitischen Kultusgemeinde zu den Kosten der ersten Anlage des Zentralfriedhofes unter den Einnahmen der städtischen Friedhöfe angeführt: 1905 .X 10.222-87 1906 .. 12.815.64 1907 ..„ 15.336.33 1908 ..„ . 15.942.14 1909 ........... 15.833.85 Im' Abschnitte XVII, welcher die Vereine anführt, die sich mit Arbeitsvermittlung befassen, finden wir auch den von der Bne Brith-Loge im Jahre 1899 begründeten Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, dessen glänzende Leistungen nicht hoch genug veranschlagt werden können. Der Verein zählte 1240 Mitglieder, die Zahl der vorgemerkten Stellen- und Arbeitsuchenden betrug 6436, darunter 1817 weibliche, die der vorgemerkten offenen Stellen (Arbeitsplätze) 5893, die der untergebrachten Stellen- und Arbeitsuchenden 3808, darunter 811 weibliche. Die rastlose, ununterbrochene Tätigkeit dieses eminent sozialpolitisch wichtigen Vereines zeigt sich am deutlichsten in den im Jahrbuche angeführten Ziffern über die in den einzelnen Monaten in Anspruch genommene Intervention, auf welche auch bei dieser Gelegenheit das wärmste Interesse aller Arbeitgeber gelenkt werden soll; es waren Arbeitsuchende offene Stellen vermittelte Stellen Jänner . ... 558 403 271 Februar . . . . 480 382 279 März . . ... 533 513 367 April . . . . .462 439 287 Mai . . ... 475 > 518 302 Juni . . . . .372 488 265 Juli . . - . .541 522 312 August . ... 610 561 369 September ... 629 660 325 Oktober . ... 697 569 435 November . . .621 467 333 Dezember . . . 458 371 263 Im Anschlüsse hieran sei auf die gleich segensreiche Tätigkeit des Vereines zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten verwiesen. Die Zahl der vorgemerkten Lehrlinge betrug 396, die der angemeldeten Lehrplätze 734, der untergebrachten Lehrlinge 344. Ende 1909 standen 778 Lehrlinge unter Obhut des Vereines, welcher 1909: K 58.588.59 Einnahmen, X 59,867.70 Ausgaben hatte; im Lehrlingsheime waren 14 Knaben untergebracht. Der letzte Abschnitt (XX) des Jahrbuches enthält auf 56 Seiten die Daten der kommunalen Armenpflege; während im Laufe der letzten 10 Jahre fast alle Abschnitte eine namhafte Bereicherung erfuhren und neue statistische Ermittlungen brachten, sind seit dieser Zeit die in früheren Berichten erwähnten Daten über die Anzahl der mit Armengeldern beteilten Juden u. ähnl. nicht mehr veröffentlicht worden.; es ist deshalb nicht mehr ersichtlich, wie viel Juden unter den 2504 männlichen und 113 weiblichen Armenräten sich befinden, wie viel von den Fonds für Zwecke der öffentlichen Armenpflege per K 48.697.365.57 Juden zugute kommen, wie viel von den 35.085 Personen, die bei den Armeninstituten mit X 520.470.10 und außerdem aus Legaten, Geschenken rc. mit X 110.896.17 beteilt wurden, auch unseren Glaubensgenossen zukam. Nur einmal finden wir das Glaubensbekenntnis angeführt: bei den im städtischen Asylhaus aufgenommenen Personen, und hier finden wir gegenüber den Vorjahren eine bedauerliche Steigerung: 1907 31 Juden, 5 Jüdinnen 1908 24 „ — 1909 79 (!) n 4 Als Lichtpunkt finden wir auch in diesem Abschnitte eine Reihe Ziffern über die unentgeltliche Verpflegung, bezw. Behandlung armer Personen im Spitale der Wiener israelitischen Kultusgemeinde; es werden die bereits angeführten Ziffern wiederholt, wornach 1116 männliche und 1233 weibliche Personen im Spitale unentgeltlich verpflegt, überdies aber 15.695 Personen ambulatorisch behandelt wurden; die Zahl der Verpflegstage betrug 59.206, die Auslagen (ohne die Auslagen für Vermögenserwerbung und -Verwaltung 398.608-82 Kronen. Die Bedeutung dieser Ausgabenpost wird wohl am deutlichsten aus der Tatsache erhellen, daß das Jahrbuch 18 Krankenhäuser anführt, in welchen unentgeltliche Verpflegung, bezw. Behandlung armer Personen aus Mitteln der Privatwohltätigkeit erfolgt und Ziffern anführt, wornach alle anderen 17 Institutionen zusammengenommen nur 469.955-27 Kronen verausgabten. Nur unentgeltliche' ambulatorische Behandlung armer Kranker aus Mitteln der Privatwohltätigkeit erfolgte überdies noch in 4 Instituten, darunter dem Frauen-Kcankeninstitute „Charite", welches zwar keinen konfessionellen Charakter besitzt, aber ob seiner unter der außerordentlich hingebungsvollen und opferwilligen Leitung des Gynäkologen Dr. Isidor Fischer entfalteten humanen Fürsorge für arme kranke Frauen dankbarst erwähnt werden soll; für die Behandlung von 933 Personen, von welchen 32 außerhalb Wien wohnten, wurden für den Anstaltszweck 7274-38 Kronen verausgabt. Das bereits oben erwähnte Rekonvaleszentenheim für arme israelitische Frauen und Kinder verausgabte 2218 X. In dem Verzeichnisse der Waisenhäuser stehen natürlich obenan die k. k. Waisenhäuser in Wien und Judenau (762 Zöglinge, Ausgaben 240.050 X) und die 8 städtischen Waisenhäuser (767 Zöglinge, Ausgaben 277.558 X), Anzahl der jüdischen Waisen ist nicht ersichtlich. Unter den aus den Mitteln der Privatwohltätigkeit erhaltenen Anstalten finden wir das insbesondere durch die hochherzigen Widmungen des Herrn David Ritter von Gutmann begründete und von dessen unausgesetzter, liebevoller Fürsorge behütete israelitische Waisenhaus für Mädchen (70 Zöglinge, Auslagen 51.480 X); der gleichen opferwilligen Initiative verdankt ja auch das vor wenigen Monaten eröffnete Knabenwaifenhaus im XIX. Bezirk seine Entstehung; die Begründung desselben ist umso dankbarer zu begrüßen, als bisher für israelitische männliche Waisen blos das unter der ausgezeichneten Leitung des Direktors Alexander Hecht stehende Waisenhaus der Max von Springerffchen Waisenhaus-Stiftung für israelitische Knaben bestand (52 Zöglinge, Ausgaben X 30.344-92). Von den sonstigen Anstalten zur Pflege armer Kinder nimmt unstreitig den ersten Platz ein der „Kaiserin Elisabeth- Lehrmädchenhort", welcher von dem Leopoldstädter Frauen-

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