Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 32 (11.8.1911)
- Date
- 1911-08-11
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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»* * - j, ^mag: antMiaMK Nr. 32 Dr. Mochs Wochenschrift Sette 5 Jos. Feiner, Gabriel Rlsssürs Lehen und Wirken. 3. Aufl. Leipzig 1911, Gustav Engel. Mk. 1. Das Bächlein verdient seine weite Verbreitung. Es ist schwer, überRiesser zu schreiben, ohne alle Herzen zu gewinnen. Feiner hat darin glücklich gewählt, aber auch der Aufgabe sich würdig gezeigt. Sigra. Freud, Ueber den Traum. 2. Aufl. Wiesbaden 1911. J. F. Bergmann. Mk. 2. Wie Methode selbst in die verworrensten Gegenstände Licht und Weg bringt,, beweist diese meisterhafte Anleitung zur Selbstbeobachtung. Jeder Leser wird aus eigener Erfahrung die beigebrachten Belege um manchen vermehren können. Jampel S., Esther und Purim im Lichte der Geschichte. Berlin 1911. (Rabb. Dr. Jampel, Schwedt a. 0.) Jampel, der mit Geschick der konservativen Bibelkritik manche wertvolle Provinz zurückerobert hat, setzt hier mit Erfolg mehr oder minder gewagte moderne Deutungen des Esterhuches auseinander. Wir sind begierig, ihn, wie Hofmann, auf dem entscheidenden. Schlachtfelds, in der Pentateuchkritik, Lorbeeren ernten zu sehen. Derselbe, Offenes Schreiben an Herrn Rabb. Dr. Breuer. Wir beklagen den Anlass zu dieser Verteidigung. Wann wird endlich solcher Kraftaufwand zu solchem Zweck den jüdischen Forschem erspart bleiben? - <; Ch. Rann Kennedy, Ein Diener des Hauses. Deutsch von Frank E. Washburn Freund. Stuttgart 1911. J. G. Cotta’s Nachf. Eide prächtige Satire auf die Business-G er gewisser Mitglieder des höheren; englischen Klerus. Die Folie bilden andere Vertreter dieser Geistlichkeit; ein versöhnender Zug, der die Polemik umso gerechter erscheinen lässt. Rieh. Voss, Erdenschönheit, Stuttgart 1911. J. G. Gott a’s Nachf. 'iJ'" 5 '• Ein neuer BÖwefs, wie ungezählte Male geschilderte Gegenstände in immer neuem Lichte! erscheinen, wenn ein echter Dichter sie behandelt. Das Buch wifd 1 allenthalben der Reiselust einen mächtigen Anstoss geben '■ V. Zapletal (0. P.), Der Schöpfungsbericht des Genesis (1, 1—2, 3). Regensbnrg 1911. G. J. Mauz. 2. Aufl. Mk. 3*20. Die allgemein günstige Aufnahme, die der ersten Auflage zuteil wurde, verdient diese Neuauflage in verstärktem Masse. Die erstaunliche Unbefangenheit, mit der der Verfassers bibelkritische Probleme behandelt,.;; gibt dem Buch einen . hohen Wert für jeden Bibelieser. W. Ahrens, Gelehrtenanekdoten. Berlin-Schöneberg 1911. H. Sack. Mk. 2*40. Wie der erste Band dieser wertvollen Sammlung, bringt uns auch der vorliegende manches, was für den Juden besonderes Interesse bietet. Wie fein ist z. B. die Bemerkung einer Bettina von Arnim: „Also auch das Recht, als Privatdozent zu verhungern, gönnt man den Juden nicht?" Heute si^d. wir doch schon bis zum „Ausserordentlichen“ avanziert. 8. Schiffer, Die Arämäer. Leipzig 1911. H i n r i c h s. Es ist die erste Zusammenstellung aller auf dieses Volk bezüglichen Daten, und wie man erfreulicher Weise feststellen kann, eine gründliche und umfassende. Felix Kanter; Mas.chal umeliza. Frankfurt a. M. 1911. J. Ka uff mann. Mk. 2. Von diesem Autor darf man nach seinen bisherigen Leistungen fast behaupten: es genügt, ein neues Buch von ihm anzukündigen, um ihm neues Loh zu spenden. Das Buch wird den Kleinen genau so wie den Grossen ein Liebling werden. D. Plntkl, Der Schatz, Tbeatervertag Ed. B l oe h, Berlin C, IS. 8. In Amerika haben es die Bemühungen angesehener Juden dufebgesetzt, dass antisemitische Dramen immer mehr von der Bühne schwinden. Wir müssen ans nicht nnr die Bndapester und besonders die schreienden Plakate an allen Strassenecken gefallen lassen und nun gar ein Naehtstück himmelschreiender jüdischer Unkultur, wie diesen „Schatz“ erleben. Gibt es gar kein Mittel gegen solche Selbstprostitution? x. „Die Hilfe.“ Wochenschrift für Politik, Literatur nnd Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nr. 31. 3. August 1911. . Ans dem Inhalte: Wilhelm Heile: Der Schutz der nationalen Arbeit. — Alfons Fischer: Der Frauenüberschuss. — Lawrence Freiherr v. Lakay! Die Gewerkschaftskrise in Englands — Fred Fakler: Eine Geschichte der Siebenbürger Sachsen. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Gottfried T raub: Vaterlandsliebe. — Willy Rath: Drinnen und Draussen. — Hans Bethge: Eindrücke in Holland.— Walter Bahrend: Hermann Bang. — Benate Mathias: Der Sumpf. — Büchertisch. — Politische Notizen. — Buch vertag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. Mohatschrift für Geschichte und Wissenschaft den. Judentums. Begründet von Z. Frankel. Organ der Gesellschaft zur Förde-ung der Wissenschaft des Judentums. Herausgegeben von Dr. M. Braun. 55. Jahrgang. Heft 5/6. Neue Folge.' Neunzehnter Jahrgang. Mai-Juni 1911. Inhaltsverzeichnis: M. Güdemanu: Die Juden nnd das Wirtschaftsleben. — Emil L e v y: Der Auszug aus Aegypten im Lichte der Wissenschaft! — A. P e rl s : Der Selbstmord nach der Halacha. — M. F r 9 L mann: Wie verhielt sich das Judentum zu Jesus und dem entstehenden Christentum? (Fortsetzung.) -— Simon ß p.penst e i n: Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen» Zeitalter, (Fortsetzung) — M. Weissberg: Josef Kohn-Zedek, der letzte neuhebräische Publizist der galizischen Haskala* — Notizen. — Besprechungen. — Protokoll der Sitzung des Ausschusses de# Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, — — Koebern’sche Verlagsbuchhandlung (Barasch nnd Riesenfeid), Breslau, Schmiedebrftcke 17/18. »Das freie Wort.« Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens: Begründet von Carl S a e n g e r, Herausgegeben von Max Henning. Kl. Jahrgang. Nr. 9. Erstes Augustheft 1911. Inhalt: Liquidation. —- Herrn. Fernau: Die Ergebnisse der Trennung von Kirche Md Staat in Frankreich. I. Teil. — Fr. Stendel: Zum Fall Juthö. — Dr. Felix Feldmann: Gottesfurcht und Königstreue. - Philät h e s: Neues von der „famosen“ Christnsreliquie deaüerheiligsten Präputiums. — Heinz Welten: Byzantinismus der Schule. — Werner D a i t z: Zur Aesthetik der Technik. —- Kleine Mitteilungen. — Beilage: Der Dissident Nr. 5. — Nene# Frankfurter Verlag, G. m. b. H , Frankfurt am Main. Bericht des Aktions-Komitees der Zionistischen Organisation an den zehnten Kongress. Basel, 9. bis 15. August 19U, ln? diesem Bericht ist ein ausführlicher Spezialbericht des Hauptbureaas des jüdischen Nationalfonds enthalten. Briefkasten Heinrich (?.... Die jüdische Sitte Verbietet jede Trostbezeugung Vor der Beerdigung. Erst wenn die Erde sich über den Verstorbenen gedeckt hat, rufen wir den Trauernden dis atte Trostformel zu: „Gott tiö-te Euch inmitten der Trauernden Zions und Jerusalems.“ Auch die Leichenrede ist nach jüdischer Auffassungkeine Trostrede, sie enthält die Klage um den Verlust des Dahmgeschiedenen und rühmt seine Tugenden. Vielleicht spielt in dieser Mischen Sitte noch die Anschauung mit. daß, so lange der Tote noch ußtzt unter der Erde ist» er noch gleichsam unter uns weilt» uns noch nicht verloren ist. Erst wenn die Beerdigung vollzogen ist, müssen wir qültig von ihm Abschied nehmen; erst da tritt daS Wort dei» Trostes in sein Recht. C. D.» London. „Berichtigung. In die Nummer 30 unseres Blattes hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Dev Artikel „Chief Rabbi Dr. Adler“ ist nicht von Doktor DaschinSky geschrieben, sondern stammt aus der Feder des unseren Lesern vorteilhaft bekannten Herrn Dr. Karl DuschinskgauS-LMdon. . K. Die große, hebräische Bibliothek deS Professors Kautsch ist von Jakob H. Schiff für das Newyorker Rabbinerseminar erworben worden.. B- Auf dem Konvent der Rabbiner in St. Paul. Minnesota, wurde beschlossen, darauf zu dringendaß ShakespeareT „Kaufmann von Venedig“ als Textbuch aus den öffentlichen Schule« verbannt werde, weil darin die Juden lächerlich gemacht werden; ebenso dahin zu wirken, daß alle Vorstellungen, welche eine Karikrerung der Jude» involvieren, von der amerikanischen Bühne verschwinden- Wir ersuchen unsere gesckätzien Äthonurntrn um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnements gebühr, damit die Zusendung dr» VlstteH keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Vekräge Mülle rnsn sich des zugesandten Posterlaqgchewea bedienen. Die Adminfstratioii. Heinrich Stern’sche Ausstattungsstiftimg, Anzahl der Plätze: Drei im Betrage von je K 250. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, braver, jüdische Mädchen, welche sich im Brautstande befinden. - Bevorzugt sind: Verwandte des Stifter» Herrn Heinrich Stern, gestorben in Wien am 14. September 188$. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein , Armutszeugnis!, Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis, eventuell VerwaadtschaffiBpacbweis, Letzter Tagder Einreichungsfrist: 31. August 101).