Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 32 (11.8.1911)
- Date
- 1911-08-11
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Seik 530 Dr. Biochs Wochenschrift M. 32 Vermisebtes. Wien. (Kaisers Geburtstag.) Anläßlich des Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers finden Freitag den 18. August 1911 in den Gemeindebethäusecn der Wiener israelitischen Äultusgemeinde feierliche Gottesdienste statt, und zwar: im Stadttempel, I., Seitenstettengafse 4, um 9 Uhr vormittags; im Leopoldstädter Tempel, II, Tempelgaffe 3^ um?/z10 Uhr vormittags; im Fünfhauser Tempel, XV., Turuergaffe 22, um 9 Uhr vormittags; im Ottakringer Tempel, XVI., Hubergasse 8, um halb 8 Uhr früh; im Währinger Tempel, XVIII., Schopenhauerstraße 39, um halb 8 Uhr früh; im Floridsdorf» Tempel, XXI., Schindlergaffe 4, um 7 Uhr abends. Wien. Anläßlich des Allerhöchsten Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers findet Freitag den 18. August l I.. um S Uhr vormittags, in der Synagoge, II., Leopoldsgasse 29, ein feierlicher.Gottesdienst statt. 80. Geburtstag des Präsidenten Dr. Alfred Stern. Der Präsident der Wiener israelitischen Kultusgemeinde T)r. Alfred Stern feiert am 29. d. seinen 80. Geburtstag. Dr. Stern weilt zum Sommeraufenthalt in Baden, woselbst er auch seinen Geburtstag feiern wird. Dem Jubilar sind zahlreiche Ehrungen nicht bloß seitens des Vorstandes der Wiener Gemeinde, syudern auch von vielen anderen Korporationen zugedacht, die Deputationen nach Baden entsenden werden. Wien. (Todesfall) Am 3. d. M. verschied in einem hiesigen Sanatorium die Tochter des im Jahre 1884 verstorbenen Palamentariers Dr. Ignaz Kuranda, Fräulein Olivia Kuranda, eine durch Eigenschaften des Geistes wie des Herzens gleich ausgezeichnete Dame, die sich in weiten Kreisen großer Beliebtheit erfreute. Die Ursache ihres Ablebens war eine Gehirnerschütterung, die sie sich durch eineu Sturz auf der Treppe der Villa, die. sie in Alt-Auffee bewohnte, zugezogen hatte. Das Leichenbegängnis fand am 4. d. M. unter überaus großer Beteiligung her , zahlreichen Freunde der Familie Kuranda statt. Oberrabbiner Dr. Güdemann hielt der Verblichenen einen ergreifenden Nachruf. Die kantoralen Funktionen versah Erster Kantor Matyas mit Chor. An der Bahre der. Verblichenen trauerten ihre drei Brüder, der Ministerialrat Reichratsabgeordneter Kamill Kuranda, der Direktor des Wiener Bankvereins Felix Kuranda und der Hof- und Gerichlsüdvokat Kultusvorstcher Dr. Artur Kuranda. Wisir'. (Trauung.) Sonntag, den 6. August 1911, um V21 Uhr, fand im orth. Tempel in Pretzburg dre Trauung des Fräulein Irma Nußbaum, Tochter des Herrn Philipp Nutzbaum, mit Herrn Oberkantor Simon Weiß, Sohn des Herrn Hermann Weiß, statt. . Wien.,(Leichenbegängnis) Dos Leickenbegängnis des Ersten Kantors und Amtsleiters Max Peterselka fand unter großer Beteiligung der Gemeindemitglieder im XVIII. Bezirke, sowie seiner Berufskollegen und der Beamtenschaft der Wiener Kultusgemeinde, am 4. d. M., 7ilP Uhr vormittags, statt Im Gemeindetempel in Währing, der Stätte semer 35 jahrgen Amtstätigkeit, woselbst auch Sarg aufgebahrt wurde, hatten sich unter anderen eingeftmden: Der BethaUSvorstand für den XVIII. Bezirk mit dessen Obmannstellvertreter Herrn Dr. Ignaz Winter, Kultusvorsteher Emauuel Grnuwald, die Beam'en der Kultuegemeinde mit dem I Sekretär kats. Rat Dr. Theodor Lieben und dem Sekretär Dr. Emil Adler an der Spitze^ ferner eine Deputation des Oesterr-una. Kantorenvereins, Abordnungen verschiedener Vereine u. a. m. Nachdem Rabbiner Dr. Bach in kurzen Worten darauf hinwies, daß der nunmehr entseelte Körper des Verstorbenen . deshalb in den Tempel gebracht:wurde, damit er von der Stätte seiner Wirksamkeit Abschied nehme,, trug I. Kantor Matyas mit dem Wäbringer Tewpelchor dos Jauschew Besesser vor..Zn der Zeremonienhalle des Zentralfriedbofcs hielt Rabbiner Dr. Bach dem Verstorbenen einen warmen Nachruf, in welchem er die Bedeutung des Kantorenberufes, den Pflichteifer und Ken großen Wohltätigkeitssian des Verblichenen rühmend hervorhob. Hierauf widmete der Obmannstkllvrrlrcter des Bethäusvorstandes Dr. Ignaz Wmter dem' Heimgegangenen tiefempfundene Abschieds Worte. Ooerkantor Bauer sprach namens des Kantorenvercinek. Am Grabe ' trug ein Doppel quartelt einen deutschen Sulrer'ichen Choral vor und Oberkantor Morgenfieru rezitierte das EI mole rachamiin. Zum Schlüsse widmete Prof. Nasche dem Verblichenen namens, der Freunde desselben einen Nachruf. Auch hier versah der Erste Kantor Matyas mit dem Tempelchor die kartoralen Funktionen. Wien. Am 6. d. M. beging Herr Edmund Donath seinen 70. Gebuistag. Seit 23 Jahren Inkassant des Vereines zur Unterstützung armer kranker Israeliten, erfreut er sich allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung und gedenkt infolge vorgerückten Alters in den Ruhestand zu treten. Austritte aus dem Judentum Vom 30. Juli bis inkl. 5. August 1911. Amdur8ky Samuel, geb. 3. Dezember 1882, Bialystock, Russland, II., Kl. Stadtgutgasse 14. Eichberg Felix, Galvaniseur, geb. 3. November 1874, Wien, VII., Bernardgasse 39. Follniek Karl, Uhrmachergehilfe, geb. 10. Juli 1874, Sternberg, Mähien. Follniek Therese, Private, geb. in Brünn, III., Keinergasse 4. Friedmann Alexander, geb. 31. März 1885, Kiew, II., Grosse -- ‘Mohrengasse 39 .jGesslerrManol Karl, Privat, geb. 16. April 1890, XVIII., Alsegger- ,0, Strasse 17. . Goetz Otto, Kapellmeister, geb. 17. September 1885, Perchtoldsdorf, I., Tuchlauben 11. Grottl Irma, geb. 29. März 1889, Wien, II., Rothe Stdrngasse 22. Maxi Karl, geb. 20. April 1881, Bruck a. d. L, Meier Strul Hersch, Lehrer, geb. 4. Jänner 1891, Jassy, II., Odeongasse 6. Munk Dr. Leo, Hof- und Gerichtsadvokat, geb. 2. Dezember 1861, Wien I., Franz Josefs-Kai i 5. ■- Pollak Benedikt, Ingenieur, I., Kärhtnegriixg: .-iSs. Schwarz Julius Josef,. Etuimachergehilfe, Galgpcz bei Neuha, III., Löwengasse 43. , V*r-t . Stromberg Leanie, Student, geb"4. November 1888, ’^dischachka, VII, Burggasse. T' Vecsler Felge, Lehrerin, geb. 22. August 1889, Potosany, Rumänien. Nikolsburg. Am 22. Juli 1911 fandii bier die konsiituiereude Generalversammlung des .„Jüdischem Turnverein in Nikolsburg" statt. Den Bemühungen des Obmanpes des Ex kutivkomitees, Herrn Oberoffizial D- Läwitz,, ist es zu danken, daß die Anregung der hi-siaen akademischen Jugend auf fruchtbaren Boden fiel. Die Generalversammlung ' wählte folgende Damen' und Herten: 1. in den Ausschuß: Herrn Dr. V. Steiner. Obmann«; Herrn D. Läwitz, I. Obmannst,Übertreter; Frau Ad. Abeles II. Obmannstelloertreter; Herr Cand. med. F Glogau, I. Tninwart; Herr M- Mährischl. II. Turnwart; Herr Jur: O. Glögau, DBibliothlkar; Fräulein S. Grauberg» II. Bibliothekar; Herr R. Teltscher, I. Kassier; Herr O. Wellward. II. Kassier; Fräulein G. Schey, I. Schriftführer; Herr Dr. O. Adler, II. Schriftführer; Herr A. Epstein, und Herr I Finsches, Materialverwalter; Herr S. Menzeles und Herr Cand. phrl. B. Spitzer, Beiräte; 2. zu Revisoren : Herr W.Fiusches, Herr S. Krakauer, Herr W. Spielmann; 3. in den Ehrenrat die Herren:. Bürkv-rmeister M. Abeles, Gemeinderat F. Deutsch. Fabrikant G. Abeles und Gustav Kohu. An dieser Stelle danken wir der jüdischen Bevölkerung N kolsburgs für die materielle Unterstützung und appellieren an die ehemaligen N'kolsburaer, den jungen Verein in seinen idealen Bestrebungen zu so dern. Der Turnrat. Meran. Das „Genesungsheim" des Vereines „Asyl für mittellose, kranke Israeliten in Meran" wird mit 1. Oktober 1911 für die Herbstsaison wieder eröffnet! Mittellose, israelitische Bewerber wollen sich brieflich wegen der ausführlichen Aufnahmsbedingungen an die Kanzlei des Vereines wenden unter der Adresse! „Asyl für mittellose, kranke Israeliten in Meran" (Tirol) und ihre Gesuche um Aufnahme möglichst bis Ende A u g u st einreichen. Zborow. (Trauung.) Dienstag den 15. August d. I. um 6 Uhr abends findet hier die Trauung: des Fräuleins Prpi L a b i n e r, Tochter des Herrn Juda L a b i n e r, Lehrer, mit Herrn Samuel Roth, Kaufmann, statt. Wsetin. Das tschechische Ensemble des Proßnitzer Stadttheaters -absolviert gegenwärtig in verschiedenen Städten Mährens Gastspiele. Unter Anderem spielt die genannte Theatergesellschaft drei . Dramen des Rabbiners . Professor Doktor I. Rabbinowicz in Mähnsch-Weißkirchen, und zwar: 1. „Pogrom", 2. „Viel" („Wölfe") Und 3. „Kde d o m o v m u j?“ („Wo ist meine Heimat?"). R a b b i n ow i cz wirbt in seinen Dramen um Sympathien für.unsere unglücklichen Brüder in Rußland und das scheint ihm auch ^gelingen zu wollen,. indem besonders vom Volke den Auffüh-