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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-08-04 · 31 (4.8.1911) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
31 (4.8.1911)
Date
1911-08-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 608 Nr. 81 Dr. Blochs Wochenschrift Es kann daher als zweifellos angenommen werden, daß mit dem in der Prophetie Jesaias über Cyrus (45, 14) wo nur vom Norden gesprochen wird, erwähnten yT 0V3D1 ®»P: mci nur das Mizraim im Norden gemeint sein kann, desgleichen 43, 3, ec. wofür noch andere später anzuführende Gründe sprechen. Wir können schließlich nicht unterlassen, noch auf eine .Talmudstelle (Jerus. Sabb. XIII, 1, Baby. Sab. 121 a) rmnaw aipjn mraw-Tman ■nsco sai rcws p-iru nwon hinzuweisen, die nicht nur die geographische Lage des Landstriches Mizraim noch genauer bezeichnet, sondern auch als Kommentar zu einem Ausspruche Jesaias 7, 18, dienen kann, daß der Prophet an dieser Stelle zweifellos auch das Mizraim des Nordens meinte. * * Berichtigung siunstörender Fehler in Nr. 30. S. 493, erste Spalte, Zeile 35 von oben, soll es heißen: richtig wohl. Das. zweite Spalte 39 von oben anstatt irrtümlich Dedanim richtig Sabba. S. Spinner, Wien. (Fortsetzung folgt.) Vom Zabrmarlrt des Lebens. Dckr Synagogenbetsitz »st nicht pfändbar. Die königl. ungarische Gerichtstafel in Kaschau als Appellsenat erklärte aus Anlaß eines konkreten Falles daß die in den israelitischen Beihäusern befindlichen B.etstätten im Sinne des Punktes 1 des § 2 der Exekutiv nsnovelle von der Exekution befreit sind. Bisher konnten die in den Beihäusern befindlichen Einrichtungsgegenstände, sofern sie ein Privateigentum bilden, gepfändet werden. Demgegenüber verfügt die Erekutionsnovelle, daß die Einrichtungsgegenstände der Bethäuser ausnahmslos, selbst wenn der Eigentümer seine Zustimmung zur Vornahme der Exekution geben sollte, nicht gepfändet werden können. AusstMing d!tt SMersammlum des Lord Swaythling. Der junge Lord Swaythling (Montagu) hat die überaus wertvolle und an seltenen Exemplaren reiche Familiensammlung von Silbergeräten dem Albert and Victoria-Museul in London behufs öffentlicher Ausstellung zur Verfügung gestellt. Wie der „Daily Telegraph" berichtet, ist es die wertvollste und auch vom kunsthistorischen Gesichtspunkte interessanteste Ausstellung der letzten Jahre. Die, schönsten Stücke bilden drei silberne Turmpokale, alle drei aus dem Jahre 1611 stammend. Ein vieltes Exemplar ist im Besitze Pierpont warf des Soöncs Robbt's an spielen (Hori 1.13). aTB'aiP fob^ an ’ö en-ana 12« px omacn lto i:k R. Meier war aus dem Osten («'v«) und lebte zeirweise auch dort. . Der Talmud bezeichnet wiederholt (Babyl. Eurub 20 a, Jerusch. Eurub III, 1, u, A.) diesen Ort mit (Ardasake, wie der Dit Artoxata armenisch heißt). Darum wird N. Meier auch Eurukin 13 d nVtrv genannt, da diese Stadt am Fuße des Masisgebirges liegt. Er ist auch da oder in der Umgebung gestorben, obwohl es in Jerusch Kelaim IX, 6, ungenau heißt, er sei im Osten (n'DN) gestorben. Dies ergibt das Wortspiel. baß er in seinen letzten Stunden äußerte: „Da habt ihr die, Leuchte und deshalb setzet meinen Leichnam am Strande des Sees bei", womit auf seinen Namen Meier (Leuchte) und auf den Namen des unweit von Artaxata gelegenen „Lychnitissees" (ä.i>Xv6g Leuchte) angespielt wird. Es ist darum erklärlich, warum die Mischna auf 'die Verhältnisse des Nordostens zugeschnitten ist. Nach allen bisberigen Beweisen aus der Mdchna geht dies klar hervor, noch deutlicher aber aus der Mischna Bab Kam IX, 7, 'iv!? ib'su mnx tobr one nw rvariö bron. Ardasake lag nämlich unweit der Grenze Mediens und will diese Bemerkung besagen, daß man in diesem Falle die Verfolgung auch über die Grenze Armeniens ins Ausland nach Medien fortsetzen möge. Morgans, der es im Jahre 1902 .hei einer: Auktion um 4000 Pfund Sterling erstand^ DieW K^inplar fehlt jedoch die Turm-Ornamentik. Graß ist, auch die. Zahl silberner Kunstgegenstände aller, Konfessionen man begreift den Wunsch der englischen Presse, daß, dtefe. Sammlung, die. vorläufig dem Museum geliehen wurde, in nationalen Besitz übergehen möge. : Die Trauung LWrs impressionistisch en Malers - Wie eine Feengeschichte liest sich der Bericht der englischen Presse über die vor einigen .Tagen vollzogene Trauung des gefeierten jüdischen Malers Alfred A. Wolkmark mit Miß Bestie Tapper in London. .Die Trauung wurde im Studio des Künstlers vollzogen, der den Wunsch hatte, den wichtigsten Schritt seines. Lebens p.mgeben von seinen künstlerischen Schöpfungen zu. vollziehen.. Das Atelier war „ein orientalisches Paradies". Gegenüber dem Trauhimmel, der mit herrlichen Lilien geschmückt war, hingen die berühmten Bilder des Meisters „Der. Versöhnungstag" und „Das Freudenfest der Thora". Die Gäste des eindrucksvollen Familienfestes bestanden aus d en intimsten Freunden des Brautpaares,' zu denen auch der Rabbiner Prof. Dr. H. Gollanz, der die rabbinischen Funktionen versah, zählt. Ausbreitung der Esperantosprache. Während man vielfach die Zukunft der Esperanto-, spräche skeptisch betrachtet, zeigt eine, neue Statistik, daß die neue Weltsprache, immer mehr an Anhängern gcwinnt. Die deutsche Esperantoliga besteht heute aus 192 Gruppen, die zusammen 6000 Mitglieder aufweisen.. Dagegen zeigt die British Esperanto Associated nur 130 Gruppen mit 4000 bis 5ÖÖÖ' Mitgliederrt. An' der Spitze der Bewegung marschiert Frankreich, das 240 Gruppen, mit etwa 10.000. Mitgliedern zählt. Die Esperantofprache besitzt aus dem ganzen Erdenrund 1600 Vereinsgruppen. Ein jüdisches Regiment in Bulgarien. Inder Petersburger „Rjetsch" finden wir interessante Aufzeichnungen über ein jüdisches Kavallerieregiment in Bulgarien. Es ist das eigentlich ein .Freiwilligenkorps, in welches nur Juden aufgenommen werden. Die bulgarische.jüdische Jugend betrachtet es als eine besondere hohe Ehre und Auszeichnung, diesem Reiterkorps anzugehören, denn es hat bereits eine ruhmreiche kriegerische Vergangenheit. Dieses jüdische KavallerieregimMt rettete im Jahre 1885 anläßlich des serbisch-bulgarischen Krieges die bulgarische Armee vor dem sicheren tlntergange. Die bulgarische Armee zählte damals kaum 15.000 Mann.. Die serbischen Truppen bedrängten arg das bulgarische Heer, das schon bereit war, die Flucht zu ergreifen, als in der höchsten Not die jüdischen Reiter die Serben überfielen und sie zum Rückzuge zwangen. Die Mitglieder des jüdischen Reiterkorps rücken in Friedenszeiten jährlich zu wöchentlicher Waffenübung ein. Das Gckschäftswappen des Londoner Rsthschildhauses. Vorige Woche, wurde über dem Geschäftshause der Firma N. M. Rothschild in New Court,.. London/ ein künstlerisch ausgeführtes. Wappenschild angebracht. Auf rotem Hintergründe sieht man fünf ineinander geschlungene, vergoldete. Pfeile, entsprechend den fünf Zweigen, der Familie.. Darunter das Motto der Firma: „Eoncordia, Jntegritas. Jndustria"-

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