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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-07-07 · 27 (7.7.1911) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
27 (7.7.1911)
Date
1911-07-07
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Dr. Mochs WochmWfft Rr. 27 Sette ML Verfasser hingegen (z. B. II, 40) ^ybrte, die, ohne zu übertreiben, edie Begeisterung bekunden. Manche „Kapitel, wie das über die Einführung der Eisenbahn und das Entsetzen der reaktionären Volksverädhtery-denen eszuwider war, m der Dauer der Fahrt, Zeit der Abfahrt usw, von der Eisenbahn mit dem.schlichtesten Bauer gleichmässig behandelt zn werden, lösen schon durch die Tatsachen, aber eben besonders durch ihre Gruppierung eine Heiterkeit ans, durch die uns die Unhaltbarkeit.„ jener politischen Biedermeier so recht zum Bewusstsein kommt. Was Oesterreich anbetrifft, finden wir die einzelnen Charaktere, wie Metternich, die Erzherzogin Sophie u. A. ganz besonders gut getroffen. Das Buch behandelte Gegenstände, die in der Hauptsache jedem Gebildeten geläufig sein müssen. Es bietet sie in einer Form und unter einem Gesichtspunkte, die jeder Vorurteilsfreie billigen wird. Schon der erste Band liest sich wie ein Roman und entzückt durch die Gediegenheit seines Inhaltes. In medias res der Juli-Revolution führt uns die erste Seite, um uns dann durch all die anderen Revolutionen und Revolutiönchen und die ihnen folgenden Neugründungen zu begleiten. x- Theodor Gomperz, Griechische Denker. L Bd. 3. Auflage. Leipzig 1910. Veit u. Co. Wie der greise Verfasser des berühmten Buches in der Vorrede selbst betont, hat die gelehrte Arbeit in den acht Jahren seit dem Erscheinen der zweiten Auflage zu Zusätzen, die einer Bereicherung des Quellenmateriales ihren Ursprung verdanken, keinen Anlass gegeben. Nur Berichtigungen und Verbesserungen haben bie und da Platz gefunden. Zum Lobe dieses klassischen Buches ist sehr viel gesagt worden, aber nichts, was nicht jede neue Auflage von Neuem bestätigte. Nur eines gibt uns ein Rätsel auf. Der Weite des Gesichtskreises, unter dem hier ein bestimmter Ausschnitt der Entwicklung des Menschengeistes betrachtet wird, entspricht die Heranziehung der anderen Kulturvölker und ihrer , Leistungen. Eine bewundernswerte Belesenheit liefert der Verfasser durch schlagende Parallelen oder Folien aus vielen Kulturkreisen. Ein einziger ist ausgeschlossen, der des alten Israels. Bei der Behandlung des Kapitels „Stellung und Pflichtenkreis der Aerzte“ zum Beispiel, in dem mit Recht die Ausschliessung abergläubischer Bräuche und Sprüche vom Heilverfahren bei Homer im Gegensatz zu der Heilkunde der Inder, Egypter usw. betont', wird, hätten wir neben den Griechen die Hebräer erwartet. Auch in der Erörterung über das Menschenopfer (8. 2b), und sonst ist nn« dieser Gedanke gekommen, Manchem vielleicht schon beim Lesen des Mottos: „Except the blind forces of Nature, nothing moves en this world wich is notj&reek in its origin." An wem liegt es, dass wir Juden noch so vvsnlg»ITeklthnOsind? x. „Inng-Juda“. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. Nr. 13.-30. Juni 1911. XII. Jahrgang. Inhalt: Eduard Mau t fine r': Die Rose von Saron. — Ben Jehuda: Und Samuel sprach zü ganz Israel. — Babette Fried: Zwei Freunde. (Schluss.) Dr. Adolf Heller: Die Lungenschwindsucht (Tuberkulose). — H. J. Z.: Reb Hirsch Tschelin (Fortsetzung, Illustration). — Rabbi Jehuda ha-Nassi (Schluss), — Briefkasten.,— Büchereinlauf, — Uebersetzungsaufgabe. — Rätsel und Rätsel- Auflösungen. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stephansgasse 630. »Die Hilfe.“ Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nr. 26. 89. Juni 1911. Aus dem Inhalte: Friedrich Naumann: Die Verurteilung Jathos. — Richard Charmatz: Oesterreich wacht auf. — Erich Eyck: Lloyd Georges nationale Versicherung H. — Paul Rohrbach: Syrien IV. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Erich Schlaikjer: Politik und Literatur II. — Theodor H e u s s : Der deutsche Werkbund in Dresden. — Gustav Werner Peters: Reinhold Lenz. — Paul Schubring: Sizilien I. — Helene Christaller: Der Wolf von Gubbio. — Büchertisch. Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. „Das freie Wort“. Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Karl Saenger. Herausgegeben von Max Henning. XL Jahrgang, Nr. 7. Erstes Juliheft 1911. Inhalt: Der Verband für internationale Verständigung. — Franz Josef wieder Kaiser. — Reay: Das religiöse Substrat im Sozialismus. — Pere - grins: Nach der Wahlschlacht. — Prof. Di. J. Jastrow: Der Religionsunterricht in der Fortbildungsschule. — A. Drews, W.R. Smith und J. Stern: Weitere Beitläge zur Jesus- Frage. — Henri. Fürth: Die Grenzen der Geschlechtsmoral. — Karl He ekel: Burckhardt und die Kultur der Renaissance. — Kleine Mitteilungen. Beilage: Der Dissident Nr. 4. Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H. Frankfurt am Main. . Eittgesendet.. 1 Sehr geehrter Herr Mdakteur! In der letzten Nummer Ihres geschätzten Blattes wurde die Vermutung ansgesprochen, daß der in den letzten Monaten oft erwähnte Wappenbries des. Prager Hofjuden Bassewi von Treuenberg sich im Adelsarchiv des Ministeriums des Innern befindet. Da ich mich schon vor Jahren — lange vor dem jetzt so eifrig betriebenen Nachforschungen — für dieses, sowohl vom historischen, als auch vom juristischen Standpunkt wichtige Dokument interessierte und auch Gelegenheit hatte, in die in, Adelsarchiv des Ministeriums des Innern auf Bassewi bezughabenden Akten Einsicht zu nehmen, so kann ich mitteilen, daß sich dort nicht der Wappenbrief selbst, sondern nur ein Konzept vorfindet, das wahrscheinlich dem Schreiber' des Wappenbriefes als Vorlage , diente. Auf diesem Aktenstück finden sich auch Notizen des Heraldikers v. Meyer, der auch in einem seiner Aussätze dieses Dokument erwähnt- Ich will noch bemerken, daß es nicht richtig ist, vom Adelsbrief Bassewi zu sprechen, da es, genau genommen, Wappenbrief heißen muß. weil es noch keineswegs feststeht, ob Bassewi trotz Wappen und Prädikat wirklich adelig wurde. — Ich bin übrigens gerne bereit,-Jnteresienten brieflich nähere Auskünfte zu geben. Hochachtungsvoll Cand. iur. Paul D i amant. §vufkaftm, P. R Laut Mitteilung des „Alldeutschen Tagblatt" wird das „Deutsche Volksblatt" in den Besitz des Herrn Weiskirchner übergehen, der es um den Preis von eineinhalb Millionen Kronen erwirbt. Argus. Die Mitteilung, daß Herr Lucian Brunner die Vermählung einer Tochter mit einem Marineoffizier gefeiert und daß die Trauung in der evangelischen Kirche, Wien, I., Dorotheergasse, stattgefunden hat, während das Hochzeltsmahl im Hotel „Sacher“ veranstaltet war, wollen Sie lieber der Redaktion des offiziellen Wiener zionistischen Parteiorgans, der „Jüdischen Zeitung", zusend.en. In den Spalten dieses Blattes wäre wohl gebührendermaßen ein ausführlicher Bericht über diese „Familienfeier" am Platze; die parteitreuen Leser dürfte es insbesondere interessieren, daß' der humoristische Toast des Brautvaters, Herrn Lucian Brunner „bei sämtlichen Festteilnehmern außerordentlichen Beifall und Heiterkeit ausgelöst-hat." Dr. H. in S. In Sauerbrunn (Savanyukut) besteht eine Koscher- Restauration Zöllner. M. A. Gerloczi. i« B. Sie dürften recht haben, doch möchten wir nicht die Diskussion ins Unendliche fortsetzen. Mathilde St., .VIL, Neustiftgasse. Es will uns scheinen, daß in den letzten Tagen eine Aenderung des Tones in den Spalten jenes Blattes wahrzunehmen ist, und wir glauben deswegen gut zu tun, wenn wir Ihre gesch. Einsendung nicht publizieren. T. in New-Nork. Ob der Emigrationskongreß zustande kommt, ist unsicher. Zwei für die jüdisch: Wanderung, sehr bedeutsame Organisationen, der Hilfsverein der deutschen Juden und die Jca, wollen sich an dem Kongreß nicht beteiligen. ß>S Die heutige Nummer enthält als Beilage einen Prospekt der Verlagsbuchhandlung Gustav Engel, Leipzig, ans welchen wir unsere Leser aufmerksam machen. Wir ersuchen unsere gesckätzlen Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnementsgebühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der.Beträge wolle man stch des in der heutigen Nummer beigelegten Posterlag« scheiwes bedienen. Bezugspreise: Für Oesterreich-Ungarn: Ganzjährig K 16.—, halbjährig K 8.—, vierteljährig K 4.—. —Für Deutschland und alle übrigen Länder: Ganzjährig K 20.—, halbjährig K 10.—. Die Administration. Aufruf an alle edelgesinnten Glaubensbrüder! Infolge Ablebens ihrer Ernährer sind in der letzten Zeit zwei Witwen mit ihren unversorgten Kindern hach angesehenen und bekannten Rabbinern und Lehrern, die jahrzehntelang in verschiedenen Kultusgemeinden Böhmens segensreich und äusserst verdienstlich gewirkt haben, Hunderte von Schülern zu gebildeten und nützlichen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft herangebildet und erzogen haben, in der grössten Not und gänzlich mittellos zurückgeblieben, unfähig, sich zu ernähren, da die Witwen infolge Kränklichkeit zu keinem Erwerbe mehr tauglich sind. — Die Gemeinden, in denen diese Bildner und Erzieher der Jugend gewirkt haben, sind ausserstande, den Hinterbliebenen eine auch nur geringe Pension zu gewähren und auch dem be-

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