Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 27 (7.7.1911)
- Date
- 1911-07-07
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 87 T». Mochs Wochenschrkst Sette 456, stehenden Israel. Lehr erpensionsver eine, der ja ebenfalls infolge mangelhafter Unterstützung seitens der israel. Kultusgemeinden und der Judenschaft Böhmens noch notleidend ist, gehörten die Verstorbenen nicht an, weil sie im Kampfe um das nackte Brot nicht -imstande waren, für ihre Zukunft sorgen zu können. — Traurig und bemitleidenswert ist das Los dieser zwei Witwen mit ihren unversorgten Kindern, niederschmetternd der Gedanke, dass diese armen Hinterbliebenen darben und betteln werden müssen, da ihnen von keiner Seite eine Hilfe winkt. Der Vorstand des israel. Landeslehrervereines in Böhmen hat sich deshalb entschlossen, einen Appell an die Mildtätigkeit und an die humanitäre Gesinnung aller Glaubensgenossen zu richten, die armen, hilflosen Hinterbliebenen durch Spenden zu unterstützen, damit sie in die Lage versetzt werden, ihren Lebensabend nicht in gänzlicher Not zu beschliessen. Helfen Sie uns, edle Glaubensgenossen und sonstige Menschenfreunde, dieses humane Werk volltühren. Jede Gabe wird durch das Bewusstsein, eine Pflicht der Dankbarkeit und ein gutes Werk gestiftet zu haben, reichlich belohnt werden. — Spenden nimmt jeder der Unterzeichneten Mitglieder des israel. Landeslehrervereines in Böhmen entgegen und werden in diesem Blatte veröffentlicht und bestätigt werden. Prag, im Juni 1911. Der Vorstand des israel. Landeslehrervereines in Böhmen. Oberlehrer Sigmund Springer; Prag 706/1, Obmann; Rabbiner S. Abeies, Azkow, Obmannstellvertreter; Rabbiner M. Freund, Bodenbach, Schriftführer; Religionslehrer Dr.Löwy, Prag, Tuchmachergasse 12, Kassier; Direktor J. Schwager. Königl. Weinberge, Eomenskygasse 16, Rechnungsführer. Rabbiner Siegfried Kraus, Senftenberg Rabbiner J. Goldstein, Nimburg. des Vereines zur Errichtung einer israel. Kultusgemeinde in Abbazia. Verehrte Glaubensgenossen! An der österreichischen Riviera, in dem herrlichen Abbazia finden jährlich 20.000. bis 25 000 Glaubensgenossen Erholung und Stärkung. Es ' ist selbstverständlich, dass ein ansehnlicher Teil hievon die gewohnten Andachtsübungen, besonders an den hohen Feiertagen zu verrichten Bedürfnis fühlt. Die ansässige jüdische Bevölkerung ist nicht im Stande, einen Friedhof, der ein unabweisbares Bedürfnis ist, zu erwerben, geschweige denn eine Synagoge. Wir richten daher an alle hochherzigen und edlen Glaubensgenossen die ergebene Bitte, durch Beiträge unsere Ziele — die Errichtung eines Tempels und eines Friedhofes — gütigst unterstützen zu wollen, zur Ehre Gottes und zum Wohle der Allgemeinheit. Spenden bitten wir zu senden an den Obmann Sigmund Kurz, Abbazia. (Postscheckkonto 1613). Alle Spenden werden öffentlich ausgewiesen. Für die Vereinsleitnng Sigmund Kurz, Obmann. Kundmachung. Konkurs. Die israel. sephardische Kultusgemeinde in 8arajevu,will . die ia dieser Stadt vakante Stelle eines Oberrabbiners besetzen lassen. Reflektanten, welche die nuten angegebenen Qnalifikationen besitzen, mögen ihre Offerten spätestens'bis zum 1. August 1911 an diese Gemeinde richten. Geforderte Qualifikationen sind: I. Diplom eines Rabbinerseminars* II. Diplom eines Doktors der Philosophie. III. Angehörend nach Oesterreich-Ungarn oder nach Bosnien oder dass er sich verpflichtet, dies zu erreichen. IV. Spricht das Serbo-Kroatische und eventuell das Deutsche ‘ und Spanische. V. Im Alter von 40-55 Jahren und verehelicht. Sarajevo den 23. Juni 1911. Konkurs. - Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Pohrlitz, Mähren, gelangt mit 1. September 1911 die Stelle eines Rabbiners und Predigers zur Besetzung. Bewerber, welche den gesetzlichen Bedingungen entsprechen den Doktortitel besitzen und befähigt sind, den Religionsunterricht an den Volks- und Bürgerschulen zu erteilen, wollen ihr» gehörig instruierten Gesuche bis spätestens 31. Juli d. i. an den Kultusvorstand einbringen. Gehalt 1500 K nebst den Emolumenten, aus Stiftungen 1500 K, ausserdem freie Wohnung und Erträgnisse aus der Matrikenführung. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Pohrlitz, am 26. Jnni 1911. Der Kultusvorsteher: Hermann Schnabl KONKURS Für den Tempel der Dentsch-Oesterr. israelitischen Knltasgemeinde zu Konstantinopel wird für die Herbstfeiertage (vom 1. September bis 20. Oktober d. J.) ein musikalisch gebildeter Kantor gesucht, der imstande ist, den Gottesdienst mit Chorbegleitnng zu verrichten. Honorar 700 (siebenhundert) Francs ohne jede weitere Vergütung. Offerte samt Zeugnisse sind unter folgender Adresse einzusenden: Vom Verstände der israel. Kultusgemeinde Wien wird hiemit über Plenarbeschluss vom 14. Mai 1911 verlautbart, dass die nachstehend verzeichneten Mohelim zur Vornahme der Beschneidungen von Kindern unbemittelter Personen auf Kosten der Kultus gemeinde bestellt sind. Med. n. chirg. Dr. Adolf Herzfeld, II., Praterstrasse 11. Med. Univ. Dr. Max Schönfeld, VH., Mariahilferstrasse 30. Med. Univ. Dr. Alois Hauser, XVII., Mariengasse 25. Med. Univ. Dr. Isidor Reiniger, II., Grosse Schiffgasse 5. Es wird hiezu bemerkt, dass seitens des Vorstandes der israel. Kultusgemeinde Wien nur die in dieser Liste namhaft gemachten Operateure (Mohelim) empfohlen werden können. Friedr. Hnsierl, Stamboul, Ananiadi-Han, Konstantinopel. Konkurs. Bei der israel. Knltnsgemeinde Ung.-Ostra (Mähren) gelangt mit 1. September 1911 die Stelle eines I. Kantors und Religionslehrers Israelitische Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Zufolge Plenarbeschlusses des Kultusvorstandes vom 20. Juni 1911 wird ab 1. Juli 1911 für die rituelle Besichtigung (Bedike) und Plombierung von ausserhalb Wiens geschächteten Kälbern 40 Heller pro Kalb als Gebühr eingehoben. Die bezüglichen Bolletten gelangen, gleichwie die für die Vornahme der Schächtungen, in den einzelnen Schlachthäusern zur Ausgabe. Wien, 26. Juni 1911. Der Vorstand _ -_der Israel. Kultusgemeinde Wien. Spezerei-Lehrling virrpflegnnsg an" genommen. Grünwald, Wien, XXI., Schlosshoferstrasse. der zugleich auch die Fähigkeiten eines Sekretärs und als Sehochet und Bodek haben muss, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein fixer Jahresgehalt von K 1700.—, den üblichen Nebenemolumenten und einer schönen Naturalwohnung verbunden. Bewerber, die das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche mit Zeugnisabschriften und curiculum vitae bis längstens 1. August 1911 an den gefertigten Kultusvorstahd einreichen. Ung.-Ostra, am 4. Juli 1911.; . Für den Kultusvorstand: J. Diamant, Knltnsvorsteher. Leistungsfähiger Lieferant für gute, leicht blasende -.• nnaup ------------- - gesucht Offerte unter „3. p. ja F.“ an die Expedition. '