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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-06-23 · 25 (23.6.1911) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
25 (23.6.1911)
Date
1911-06-23
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 422 Dr. Blocks Wochenschrift Nr. 25 „Die Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 24 15. Juni 1911. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Der evangelisch-soziale Kongress in Danzig. — Ernst J ä c k h: Die türkische Studienreise nach Deutschland. — Carl I m h o f f: Die türkische Armee. — Ernst von Düring: Vom Charakter des Türken. — Hielmer Schacht: Der aufsteigende Halbmond. — Bernhard Kahn: Die Juden in der Türkei. — Paul Bohrbach: Syrien II. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Gottfried T r a u b : Religion. — Martin Hartmann: Religion und Recht in der Türkei. — Ernst Kühnei: Vom türkischen Kunstgewerbe. — Paul Zschorlich: Stambul. — Hermann Kienzl: Adolf Wilbrandt. — Paul Schubring: Der Goethetag in Weimar. — Büchertisch. — Politische Notizen. — Buch Verlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. Wolfgang Schulz. Dokumente der Gnosis. Verlag Eugen Dieder ich, Jena. Kriefkasterr. . Z R. in Jer. Die österreichische von der jüdischen Kolonie in Pethach-Tikwah in Palästina ausgegebene Marke ist sehr selten. Die Marke, vor einigen Jahren von der österreichischen Post herausgegeben, kursierte eine Zeitlang zwischen Pethach-Tikwah und den anderen jüdischeu Kolonien. Sie zeigt einen Pflug mit der Ueberschrist „Pethach- Tikwah" in hebräischen Buchstaben. Sie ist jetzt stark begehrt, aber selten. R. F. Die bedeutendsten Buchverlagshandlungen im modernen Italien haben jüdische Besitzer. In Mailand ist es Comm. Emilio Treves, in Florenz das Haus Bcmvored, in Turin das Verlagshaus Lattes und in Livorno die berühmte Buchhandlungsfirma Belforto. Einer dieser Verlagsbuchhändler, Emilio Treves in Mailand, feierte vergangene Woche das fünfzigjährige Jubiläum seines Verlages und war ans diesem Anlaffe Gegenstand vieler Ehrungen, die ihm sowohl aus Regierungswie auch aus Gelehrten- und Schriftstellerkreisen zukamen. Emilio Treves, ein Sohn des verstorbenen Triestiner Oberrabbiners Prof. Marco Treves, kam als ganz junger Mann nach Mailand, wo er gemeinsam mit seinem Bruder, im Jahre 1861 einen Buchhandel eröffaete. Groß ist die Zahl der italienischen Gelehrten und Schriftsteller, die durch die Brüder Treves den Weg zu ihrem heutigen Ruhm gefunden haben. Treves ist berühmt wegen seines Talentes in der Entdeckung künftiger literarischer Größen. Auch als Publizist genießt Emilio Treves einen gute.! Namen in Italien. >, A. B. in Wie«. E. S. i« Sz. Die Stelle eines Oberkantors für den isr. Tempel der Leopoldstadt wurde, wie wir ja in der letzten Nummer ^richtet haben, gleichzeitig mit dem Posten eines Rabbiners und Predigers für diese Synagoge, in der Plenarsitzung des isr. Kultusvorstandes vom 8. Juni, besetzt. Zum Oberkantor wurde Herr Josef Morgenstern aus Sebastopol in Rußland gewählt. Die Wahlen, welche der Kultusvorstand vorgenommen, sind selbstverständlich rechtskräftig, unabhängig von den etwaigen Beschlüssen des Tempelvorstaudes. „GerneiadeMHglied" Schiffgaffe. Herr Bernhard Hofbauer hat in der Vertrauensmännerversammtung nicht im Namen einer „Partei", sondern für sich und seine engeren Freunde gesprochen. Eine anderweitige Auffassung wäre Mißverständnis. Ebenso ist bekannt, daß der Rabbiner Dr. M. Grunwald sich an dem Wettbewerb um die erledigte Rabbinerftelle in der Leopoldstadt nicht beteiligte und dies von Anfang an bei jeder Gelegenheit unumwunden betont hatte. B. in Trencstu-Teplitz. Wir nehmen zur Kenntnis, daß Herr Karl Oswald ein geborener Christ ist, der nur aus Menschenfreundlichkeit arme Juden unterstützt. Josestae Stark, Wie«. Der Wahlsieg bedeutet, daß man mit Hepp-Hepp-Phrasen in Wien nicht mehr Geschäfte betreiben kann; daß nicht mehr jeder Gauner, wenn er über die Juden schimpft, begeisterten Zulauf erhält. Das ist der Fortschritt gegen^ früher. Notiz. XXVIII. Staatslotterie. Am 22. Juni l. I. findet die Ziehung der XXVIIL Staatslotterie für Militär-Wohltätigkeitszwecke statt, deren günstige Gewinstchancen (21.135 Geldtreffer im Gesamtbeträge von 620.000 Kr.), darunter ein Haupttreffer von 200.000 Kr., bereits io früheren Besprechungen hervorgehoben wurden. Lose a 4 Kr. sind, soweit der Vorrat reicht, in Lottokollekturen, Tabaktrafiken, Wechselstuben rc. erhältlich. Ettel Goldschmidt-Stiftung für Hörer der tierärztlichen Hochschule. Anzahl der Plätze : Zwei im Betrage von je K2Q0.—. Bewerbüngsberechtlgt Sind: Jüdische Hörer der k. k. tierärztlichen Hochschule in Wien. üe8nch8beilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli I9ii. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, (Einreichungsprotokoll). näheres in den von der ElnrelchsteUe untgeltUch zu beziehenden Gesuchshlanketten. Max Ritter von Pfeiffer-Stiftunng für Juristen des zweiten oder eines höheren Jahrganges. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 398.—. Bewerbung8berechtlgt Sind: Mittellose israelitische Hörer der juridischen Fakultät in Wien des zweiten oder eines höheren Jahrganges. Bevorzugt: Nach Wien zuständige Bewerber. Verleibungstag: 18. Oktober 1911. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Index, Studienzeugnisse, eventuell Heimatschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Juli ldii. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Näheres In den von der Einrelchstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchshlanketten. Ettel Goldschmidt-Stiftung für Lehramtskandidaten. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 200.—. Bewerbungsberechtigt sind: In Frankfurt a. M. oder im österreichischen Kaiserstaate gebürtige israelitische Lehramtskandidaten in Wien. Bevorzugt sind: Verwandte des Stifters Herrn Moritz Ritter v. Goldschmidt oder dessen Gattin Frau Nanette, geh. Landauer. Gesuchsbellagen: Geburtsschein, Armutszeugnis; Studienzeugnisse, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 81. Juli I9ii. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll) . Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchshlanketten. Ettel Goldschmidt-Stiftung für Lehrers-Witwen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 200.—. Bewerbungsberechtigt Sind: Arme, israelitische Lehrers- Witwen, welche in Wien oder dessen nächster Umgebung wohnhaft sind. Bevorzugt sind: Verwandte des Stifters Herrn Moritz v. Goldschmidt oder dessen Gattin Frau Nanette, geh. Landauer, und unter gleichen Verhältnissen solche Bewerberinnen, welche eine grössere Anzahl unversorgter Kinder haben. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Totenschein des Gatten, Zeugnis über den Lehrberuf des verstorbenen Gatten. Letzter Tag der Einreichungsfrist: ei. Juli ldii. Einrelchstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Näheres in den von der Einrelchstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchshlanketten. Ettel Goldschmidt-Stiftung für Techniker. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 216.—. Bewerbungsberechtigt sind: in Frankfurt a. M. oder im österreichischen Kaiserstaate gebürtige, israelitische Hörer der k. k. technischen Hochschule in Wien. Bevorzugt Sind: Verwandte des Stifters Herrn Moritz Ritter v. Goldschmidt oder dessen Gattin Frau Nanette, geh. Landauer. Gesuch8beila :en: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfriet: 31. Juni ldii. Einrelchstelle : I., Seitenstettengasse 4. II. Stock (Einreichungsprotokoll). Näheres in den von der Einreicbstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchshlanketten. Donat Taussig’sche Armen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Siebzig im Betrage von je K 124 —. Bewerbungsberechtigt Sind: a) dem jüdischen Glauben ungehörige, männliche, ledige, verarmte, gebrechliche, kränkliche, erwerbsunfähige Personen, welche das 60. Lebensjahr zurückgelegt haben, in einem der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, mit Ausnahme Galiziens, geboren und dahin zuständig sind, mindestens seit einem Jahre in Wien wohnhaft sind, der Effektenbörse als Mitglied weder angehören, noch angehört haben, eine kriminelle Abstrafung nicht erlitten und auch nicht falliert haben. In Ermanglung derartiger jüdischer Bewerber sind zum Einschreiten berechtigt: b. männliche, ledige, gänzlich verarmte, gebrechliche, kränkliche, arbeitsunfähige Personen christlicher Konfession, die das 60. Lebensjahr zurückgelegt haben, dem Handels- oder Gewerbestande angehören, in einer der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder geboren und in Wien zuständig sind, der Effektenbörse als Mitglied weder angehören, noch angehört haben, keine kriminelle Abstrafung erlitten haben und seit mindestens einem Jahre in Wien wohnhaft sind. Bevorzugt sind: Unter sonst gleichen Verhältnissen: Bewerber, welche mit den am 18. Oktober 1907 verstorbenen Stifter

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