Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 22 (2.6.1911)
- Date
- 1911-06-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 362 Nr. 32 Dr. Bkochs Wochenschrift Jude« i« der ir. «. k. Kriegsmarine. Aus dem soeben erschienenen Biographischen Handbuch, der in der I. u. k. österr.-ungar. Armee und Kriegsmarine aktiv gedienten Offiziere, Aerzte, Truppenrechnungsführer und sonstigen Militärbeamten jüdischer Nationalität (zirka HOO Biographien). Im Selbstverläge des Werkes: „Oesterr>ung. Juden in Heer und Marine" von Moritz Frühling, Wien, II., Taborstr. 20. (Preis K 3. -.) ^°Konter-Admiral Oesterreicher, Tob.Frh. v., geb.1831 in Piesling, Mähren. Absolvierte die Marineakademie und trat am 18. Dezember 1848 als Seekadett in die Kriegsmarine ein. In dieser Charge machte er die Kriegsjahre 1846/49 mit, wurde August 1851 Fregatten-Fähnrich, Juli 1853 Schiffs-Fähnrich, Oktober 1855 Fregatten-Leutnant, zwei Jahre später Schiffs-Leutnant und beteiligte sich als solcher am Kriege 1859. Als Fregatten- Kapitän tat er sich im Kriegsjahre 1866 rühmlich hervor und wurde mit dem Ritterkreuz des Leöpoldordens mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Oesterreicher absolvierte in den verschiedenen Chargen zahlreiche Einschiffungen, darunter die bedeutendsten auf S. M. Schiffen „Vulkan", „Achilles", „Fiume" und „Triest", auf der Brigg „Pylades", auf dem Schoner „Möwe" und S. M. Korvette „Erzherzog Friedrich". Oktober 1869 erfolgte seine Ernennung zum Linienschiffs-Kapitän, 1872 wurde er in den Ritterstand erhoben, 1873 mit dem Orden der Eisernen Krone 2. Kl. ausgezeichnet und 1874 ihm der Freiherrnstand verliehen. Vom November 1876 bis August 1881 wirkte er als Vorstand der 2. Geschäftsgruppe in der Marine- Sektion des Reichs-Kriegsministeriums. Anläßlich seiner Enthebung von diesem Dienstposten wurde ihm „in Anerkennung der in dieser Anstellung geleisteten ersprießlichen Dienste" der Ausdruck der allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben. Am 1. Februar 1882 trat er in den Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm der Titel und Charakter eines Kpnter-Admirals verliehen wurde. Starb am 26. August 1893 in Wien. Ausgetreten aus dem jüdischen Religionsverbande am 17. April 1856 als Fregatten-Leutnant. Linienschiffs-Kapitäne: Funk, Moritz Ritter von, geb. 1831 in Wien, Niederösterreich. Trat nach Absolvierung der Marine- Akademie am 18. Dezember 1848 als See-Kadett in die Kriegsmarine ein, nahm vom 29. Dezember 1846 bis 17. Dezember 1849 auf S. M. Fregatte „Bellona" an den maritimen Operationen der Kriegsjahre 1848/49 teil, absolvierte weitere Einschiffungen : vom 18. Dezember 1648 bis 14. August 1850 als diensttuender Offizier auf S. M. Schiff „Achilles", vom 4. Februar bis 11. Juli 1851 auf S. M. Schiff „Lücia", vom 12. .Juli 1851 bis 11. März 1853 auf der Goelette „Phönir" und avancierte an Bord der letzteren zum Fregatten-Fähnrich. Juli 1853 Schiffs-Fähnrich, September 1856 Fregatten-Leutnant,- November 1858 Schiffs-Leutnant, machte er in diHer Charge die Kriege 1859 und 1864 mit, September 1864 avancierte er zum Fregatten-K>apitän, beteiligte sich am Kriege 1866, war von Juli 1866 bis Mai 1671 Chef der Zentralkanzlei bei der Marine-Sektion des Reichs-Kriegsministeriums, rückte auf diesem Dienstposten April 1871 zum Linienschiffs- Kapitän vor,- wurde gleichzeitig in den Ritterstand erhoben und als Kommandant .S. M. Korvette „Fasans" eingeschifft. Juli 1879 wurde ihm „für seine besonders verdienstvolle Leistung bei der Ausarbeitung des Dienstregk.ements für die Kriegsmarine" das Komturkreuz des Franz Josef-Ordens verliehen: am 1. Mai 1881 trat er in den Ruhestand. Starb am 15. September 1905 in Triest. Pick Friedrich Edler v. .Seewart, geb. 1839 in Neustadt Böhmen. Am 1. Mai 1861 als See-Eleve assentiert, wurde Oktober 1861 Marine-Kadett und absolvierte seine erste Einschiffung vom 8. Jänner bis '12. Aug. 1862 auf S. M. Korvette „Daudolo", nahm am schleswig-holsteinschen Feldzuge 1864 teil und wurde mit der großen silbernen Tapferkeits-Medaille und dem königl. preußischen Ehrenzeichen 1. Kl. dekoriert. Mai 1866 zum Linienschiffs-Fähnrich ernannt, wurde er tguch für den Ktieg 1866 mit der allerhöchsten belobenden Anerkennung ausgezeichnet, beteiligte sich an den militärischen Operationen in Dalmatien und wurde 1874 Linienschiffs-Leutnant 2. Klasse, Oktober 1878 1. Klasse. Seine bedeutenderen Einschiffungen waren: vom 1. Jänner 1870 bis 6. Dezember 1871 auf dem Schoner „Kerka", November 1874 bis 31. Dezember 1875 auf dem Schoner „Möwe", 26. Juli 1877 bis 31. Dezember 1878 auf S. M. Schiff '„Schwarzenberg", 15. Februar bis 31. Dezember 1880 auf S. M. Fregatte „Laudon", 12. Jänner bis 31. Dezember 1662 auf dem Torpedoschiff „Velebich", 1. August 1885 bis 31. August 1886 auf S. M. Fregatte „Radetzky" und 22. Februar 1867 bis 26. Mai 1888 auf S. M. Schiff Triest". , , 1 ' : i i Mai 1888 avancierte er zum Korvetten-Kapitän, Mai 1891 zum Fregatten-Kapitän, in welcher Charge ihm 1892 der Adelsland verliehen wurde, Mai 1895 zum Lm'lenschiffs-Kapitän und trat am 1. November 1895 in den Ruhestand, bei welchem Anlasse er das Militär- Verdienstkreuz erhielt. Lebt in Wien. . Fregatten-Kapitän Koheu, Oskar, geb. 1862 in Wien, N.-Ö. War Zögling der k. k. Marine-Akademie zu Fiume, wurde am 1. Juli 1881 als See-Kadett assentiert, Mai 1886 Linienschiffs-Fähnrich, Mai 1892 Linienschiffs-Leutnant, Mai 1906 Korvetten-Kapitän und November 1906 Fregatten-Kapitän. «Seine wichtigeren Einschiffungen waren: Korvette „Minerva", Kksemattschiff „Lissa", S. M. Schiffe „Radetzky", „Hum", „Szigeivur" und „Babenberg". Am 1. März wurde er mit dem Ausdrucke der allerhöchsten Zufriedenheit pensioniert. Fregatten-Leutnant Kühne (Kohn) Emil, geb. 1862 in Protznitz, Mähren. Wurde September 1869 als Einj.- Frw. zum Jnft.-Rgt. Nr. 8 assentiert, kam April 1870 zum Hafen-Admiralat in Pola und wurde See-Kadett, Mai 1876 Linienschiffs-Fähnrich, nahm an den maritimen Operationen 1878 teil und wurde März 1865 pensioniert. Im Ruhestande erhielt er den Rang eines Fregatten-Leutnants. Lebt in Wien. Ausgetreten aus dem jüdischen Religionsverbande am 5. März 1882 als Linienschiffs-Fähnrich. (Fortsetzung folgt.) Der Ginstuß de» raddinischen Schrift tums auf die Kirchenväter. In der letzten Nummer bringen Sie unter obigem Titel eine Notiz über die Arbeit Hofrat Müller's: „Die Deutungen der hebräischen Buchstaben bei Ambrosius", in der derselbe zum Resultate gelangt, Ambrofius habe, da fich in den Schriften des Origenes und Philos ähnliche Deutungen der Buchstaben nicht finden, dazu eine ältere Quelle eines Midrasch