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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-04-21 · 16 (21.4.1911) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
16 (21.4.1911)
Date
1911-04-21
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 16 Sette 267 Dr. Vkochs Wochenschrift Das Lied des Blutes. Von Hugo Salus. Du Bruder im Dunkel, was drängt mich zu Dir Und drängt auch dich, ich fühl's, zu mir? Du kennst mich nicht und ich kenn' dich nicht, Doch etwas in unserem Herzen spricht: Das ist dein Bruder! Ihn liebe! Und das kann nichts von gestern und heute sein, Ich würd' nicht so Sieger und Beute sein! Ist anders als Freundschaft und Liebe und Treu, Wie von Uranfang her und doch wieder neu: Dein Blut und mein Blut sind Brüder! Vor fünftausend Jahren — besinne dich doch — Trug mein Ahn' und dein Ahn' ein Sklavenjoch! Und vor dreitausend Jahren in Qual und Not, Denkst Du's nicht mehr? dein Ahne bot Meinen den Labtrunk der Liebe! Bruder, wie dunkel mein Herzblut rauscht! Ich fühl's, wie dein Ohr seinem Raunen lauscht, Und wir hören beide das gleiche Lied, Wie damals, da Ahn' bei Ahngekniet: E i n Gott drohte beiden vom Himmel! Und der Sturm verweht, er lischt die Glut Und Leid wird Lust: doch Blut bleibt Blut! Und ein Tropfen in dir und ein Tropfen in mir Wissen: Brüder, Brüder find wir, Brüder aus einem Dunkel ... gitarater. Der goldene Boden des Handwerks und der heutige Handelsstand. AufkUirencle Blicke in alle Zweige des Handwerkes und Handels, Arbeit und Verdienst. Ein Führer für die Wahl des Lebensberufes. Von Schulrat Dr. Willi. Letau. 200 Seiten. Preis Mark 1.80, gebunden Mark 2.-10 (Porto 20 Pfg.) Verlagsanstalt Emil Abigt, Wiesbaden. Im Handwerk bietet sich dem Tüchtigen die beste Gelegenheit vorwärts zu kommen, weil gegenüber der Fabrikarbeit die vom Kunsthandwerk gelieferten Erzeugnisse immer mehr Beachtung finden und gut bezahlt werden, Geschmack und Verständnis ihnen dauernd den Vorzug einräumen. Für Eltern und Erzieher wird daher sicher das uns vorliegende Buch willkommen sein müssen. „Die Hautkrankheiten oder Hautausscliliige, deren einheitliche Grundursache, Verhütung und naturgemäße Heilung.” Von Dr. med. Walser. III. Aull. (Preis 1.20.) Hof- Verlagsbuchliandlung Edmund D e m m e, Leipzig. Hautausschläge müssen für uns Fingerzeige sein, daß etwas im Innern des Organismus nicht in Ordnung ist und daß es unsere Pflicht ist, diese Ordnung wieder herzustellen. Wie das anzufassen, lehrt die interessante Schrift. „Rubens“. Von 8. L. Bensuan. Uebersetzt von Alice Fliegei. Band X der Sammlung farbig illustrierter Künstlermonographien „Meisterbilder in Farben“. Mit 8 Vorbildern in den Farben der Originale. Elegant kartoniert Mark 2.—. Verlag „Harmonie“, Berlin, 1911. Die herrlichen Bildwerke zu schauen, wie sie menschliche Sammelfreude in Museen und Bildergallerien aufgestapelt hat, ist nicht jedem Sterblichen vergönnt. Aber zugegeben, es glückte uns,- die Werke allein würden uns noch immer fremd anmuten, wenn wir den Meister, das Milieu, in welchem er geschaffen hat, nicht kennen. Diese Kenntnis bieten die obengenannten Künstlermonographien, deren zehnter Band Rubens gewidmet ist in knapper, aber für den Laien vollständig genügender und allgemein verständlicher Form. Auch dieser Band bestätigt das Lob, das diesem Unternehmen in unserem Blatte längst gesungen worden ist. Das freie Wort. Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Carl Saenger. Herausgegeben von Max Henning. XI. Jahrgang. Nr. 2. Zweites Aprilheft 1911. Inhalt: Das Fiasko der Gewalt. — Amtsgerichtsrat Wagemann: Ein Wahlrechtsvorschlag. — Doktor Josef Stark: Fortschritte der klerikalen Organisation in Oesterreich. — Dr. A. Zacher: Mönchtum und Klerikalismus in Italien. — Prof. Dr. Kocks: Hernack über das „Einbilden“ anderer. — Dr. jur. Wehberg: A. Theodor Stamm und die moderne Bodenreformbewegung. — Persius: Zur Naturgeschichte des Adels und Bürgertums. — Eugen Kalkschmidt: Die entgleiste Gebärde. — Kleine Mitteilangen. — Büchertisch. Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H., Frankfurt am Main. „Die Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 15. 18. April 19tl. Aus dem Inhalt: Friedrich Weinhausen: Der Kampf um die dritte Lesung. — Ferdinand Hoff, M. d A: Die Pfüchtfortbildungsschule. — Paul Rohrbach: Die Pest. — Heiirich Rüstige: Beleidigung und Wahrheitsbeweis. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Gottfried Traub: Karfreitag. — Friedrich Naumann: Ostergruss. — Andreas Schönuichsen: Die Psyche Witrands. — Karl Wilhelm F r i t s c h: Um Michelbarg. Roman. — Paul W e s t h e i m : Der Garten. — Büchertisch. — Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe*, Berlin-Schöneberg. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde. Herausgegeben von Dr. M. Gr an wald, Rabbiner dar israelitischen Kultusgemeinde in Wien, XV., Mariahilferstrasse 167. 14. Jahrgang, 2. Heft. (Der ganzen Reihe 38. Heft) Inhalt: 8. Goldschmidt — A. Marmorstein: Zeena ureena (Forts.) — M. Grün wald: Zur jüdischen Namenkunde. (Forts.) — M. Grunw ald: Kleine Beiträge zur jüdischen Kulturgeschichte. — L. Freund: Gegen Schlangenbiss. — N. M. Nathan: Jüdische Bräuche am Oberrhein. — A. Marmorstein: Die Wiener Exulanten in Hotzenplotz. — L. Horwitz: Eine alte Schulordnung. — A. Sander: Von allerhand Streichen. Jubiläumsbericht aus Anlass des 70 jährigen Bestandes des Nächstenliebe-Vereines zur Unterstützung verschämter israelitischer Hausarmen in Prag. Druck von Gottlieb Schmelkes in Prag. Verlag der Vereinsdirektion. Hofrat D- H. Müller, wirkliches Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaf en Gefälschte moabitische Tafeln. Mit einer Tafd. Aus dem Anzeiger der philosophisch-historischen Klaffe der kaiserlichen Akademie der Miss »schaffen in Wien vom 25. Jänner (Jahrgang 1911, Nr. III) separat abgedruckt. Kriefkaste«, „Sozialdemokrat". Wir bestätigen das Geschimpfe in Ihrem Briefe. Das hindert uns nicht, rund heraus zu erklären, daß wir jedem klaubenstreuen Juden empfehlen, die Wahl eines Fahnenflüchtlings und Renegaten zu bekämpfen, ohne Rücksicht, ob dadurch ein Antisemit mehr in den Reichsrat gelangt. Der Verrat und die Fahnenfiucht ist für das Judentum ungleich bedauerlicher, gefährlicher und beschämender, als der brutale Antisemitismus.^ Der letzte jüdische Wähler hat dafür Verständnis und dieses Verständnis zu verbreiten, wo es etwa noch nicht vorhanden sein sollte, erachtet die „Oesterreichische Wochenschrift" als ihre moralische Pflicht, in deren Ausübung sie sich durch feige anonyme Schmähbriefe nicht behindern lassen wird. Dr. F i« B.. Kaufmann K. in R. R.. Vorsteher L. Z. in S. Wir haben wiederholt auf verschiedene Zuschriften bereits brieflich geantwortet, daß unser Herausgeber Herr Dr. Josef S. Bloch nicht in der Lage ist, ein Mandat für den Reichsrat anzunehmen. Er hat die ihm angebotene Kandidatur abgelehnt und würde auch eventuell ein ihm etwa.zufallendes Mandat ohne Kandidatur nicht' akzeptieren. Ihre Anerbieten sind darum zwecklos. Gruß. „Nil admirari“. Ihre Zuschrift abzudrucken müffen wir leider ablehnen. Eine seriöse Behandlung verdient der Gegenstand nicht. Erst die Füße sich wund lausen in die Redaktionsräume der „Oesterreichischen Wochenschrift", um eine empfehlende Notiz, eine freundliche Besprechung sich zu erb—itten, und dann öffentlich als Held sich aufipielen, auf die „Oesterreichische Wochenschrift" und ihren Herausgeber zu schimpfen: diese eigenartige Figur — ein dankbares Objekt für einen genialen Salyriker — vervollständigt die Galerie der Charakterköpfe an der Spitze unserer Wiener Bubenpartei, die sonst nicht komplett wäre. Löwy. Ihr Ehrenwort — inzwischen stark lädiert und iür uns wertlos geworden — erliegt für Sie in der Redaktion; lassen Sie es abholen. Konkurs. An der fünfkiassigea Talmud-Thora-Vereins-Volksschule mit Oeffentlichkeitsrecht für Knaben, Wien, II., Malzgasse 16, gelangt mit Beginn des Schuljahres 1911/12 die Stelle eines Volkssdiullehrers mit den systemisierten Bezügen zur Besetzung. Die Anstellung wird bei entsprechender Dienstleistung nach einem Jahre definitiv. Gefordert werden Reife-, bezw. Lehrbefähigungszeugnis einer deutsch-österreichischen Lehrerbildungsanstalt, hebräische Kenntnisse und streng religiöse Lebensführung. Gesuche mit Zeugnisabschriften bis Ende April an den Vorstand der Schule, Wien, II., Malzgasse 16

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