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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-04-21 · 16 (21.4.1911) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
16 (21.4.1911)
Date
1911-04-21
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 16 Dr. Bkochs Wochenschrift Sette 863 Anläßlich des Ablebens der sel. Hermine Fischer: Von F. Spira K 5. Anläßlich des Ablebens der sel. Antonie Schafranek: Von Leopold Schafranek K 20. Max Schafranek 10, Dr. Emil Löwy 10, Karl Landau, Mauer, 10, Sofie Schwartz 10, Adolf Aufrichtig 10. Zusammen K 70. Anläßlich des Ablebens der sel. Thekla Schwein bürg: Von Martin Colm und Frau K 30. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Baum: Von Viktor Schäffer, Bielitz, K 10, Wilhelmiue Borchardt, Berlin. 10. Zusammen K 20. Anläßlich des Ablebens des sel. Leopold Siebenschein: Von Dr. Ignaz Siebenschein K 25, Kathi Back 25, Rudolf Kann 25, Dr. Emil Kann 25, Dr. Moriz Siebenschein 25, Josef Siebenfchei» 25, Dr. Bum 25, Philippine Schneeberger 25. Zusam. K 200. Anläßlich des Ablebens der fel. Katharina P o r g e s : Von Jakob Themuann K 5, Alois Theumann und Frau 10. Zusammen K 15. Anläßlich des Ablebens deS sel. Adolf Kowanitz: Von Hacker L 10. Anläßlich des Ablebens des sel. Philipp Pick: Von Familie Max Zerner K 10. Anläßlich des Ablebens der sel. Anna Kann: Von Sandor Hirsch K 6. Wien. (Vortrag.) Im „Verein zur Abwehr des Antisemitismus" wird Dienstag den 25. d. M. der bekannte Schriftsteller Bibliothekar Dr. Bernhard Münz über „Die Stellung der Juden im Mittelalter, mit Streiflichtern auf Werner Sombart's jüngstes Werk: Die Juden und das Wirtschaftsleben" sprechen. Der Vortrag findet abends V28 Uhr im Klublokale des Cafe Habsburg, I., Rotenturmstraße 24 statt. Gäste willkommen. Präsident Dr. Alfred Stern beim Seder in der „Einheit". Der jüdische Verein „Einheit" hatte während des abgelaufeneu Pessachfestes schwere Arbeit zu leisten. Ungemein groß war jene Zahl unbemittelter Glaubensgenossen, welche die Volksspeisehalle der „Einheit" in der Malzgasse 12 aufsuchten, um am jüdischen Tische das Pessachfest zu feiern. Hiezu kommen auch eine Anzahl jüdischer Soldaten und andere Personen, welche auf Kosten der Kultusgemeinde in der Speisehalle der „Einheit" verköstigt wurden. Besonders imposant gestalteten sich die beiden Sederabende. An langen blumengeschmttckten Tischen saßen die Gäste in den geräumigen Sälen der Speisehalle und stimmten laut mit ein in die bekannte Hagadah-Melodie. In dem Mensasaale saßen Einjährig-Freiwillige, Hochschüler aller Fakultäten, absolvierte Juristen und Mediziner und folgten verständnisvoll dem Seder, der von einem Kommilitonen in vortrefflicher Weise rezitiert wurde. Großen Eindruck machte es unter den Studenten und Gästen, als am ersten Sederabende der greise Präsident Dr. Alfred Stern in Begleitung seiner beiden Neffen in der Speisehalle erschien, nach eingehender Besichtigung aller Räume an dem Sedertische in der Mensa Platz nahm und sich an dem Vortrage der Hagadah beteiligte. Beim Verlassen der Speisehalle wurden dem Präsidenten Dr. Stern, der seine Zufriedenheit über das Gesehene in die sinnige Form kleidete, daß er zwanzig arme Juden, die am Zugänge auf E'.nlaß warteten, auf seine Kosten zum Sedertische der „Einheit" lud, lebhafte Ovationen dargebracht. Am zweiten Sederabend konnte der Vereinsvorstand den Oberstabsarzt Dr. Fischer in der Speisehalle begrüßen, der gleichfalls am Seder teilnahm und sich über die Einrichtung der Anstalt überaus anerkennend aussprach. Der Andrang an diesen Abenden war so groß, daß sowohl der Seder als auch die Ausspeisung in zwei Schichten zu je 300 Gedecken absolviert werden mußte. Das Menu war reichlich und überaus schmackhaft, abgesehen davon, daß jeder Gast auch einen 7a Liter Wein als „Arbas Kansaus" vorgesetzt erhielt. Auch an den übrigen Festtagen blieb die Zahl der Besucher die gleiche und das Lob, das die Gäste selbst dem Vereinsvorstande für das Gebotene spendeten, ist der beste Beweis dafür, daß der Verein „Einheit" auf der Höhe seiner großen Aufgabe stand und es ist nur zu wünschen, daß der Verein, der zum Zwecke einer Erweiterung seiner Volksspeisehalle und zur Errichtung neuer Speisehallen in den übrigen Bezirken Wiens eine große Wohltätigkeits-Lotterie veranstaltet, seitens des Publikums durch Kauf und Verbreitung der Lose ä LI.— die größtmöglichste Unterstützung erfahre. B. F. Wien. (Verein zur Hebung der Gewerbe.) Am Sonntag den 23. April, 10 Uhr vormittags, unternimmt der Verein unter Führung seines Präsidenten S. B rod eine Exkursion nach dem neuen Industrie- Haus e, ferner dem Hause des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft, Schwarzenbergplatz. Zusammenkunft 3/410 Uhr im Vestibüle des Jndustriehauses. Wien. (Trauung.) Sonntag den 23. April 1911, um S/41 Uhr mittags, findet im Tempel, I., Seitenstettengaffe die Trauung des Fräulein Grete S t e g e r mit Herrn Albert P o l l a k, Sohn des Herrn kais. Rat Salomon P o l l a k aus Bielitz. statt. Wien. Die Tagesblätter melden: Herr Doktor Arnold Hildesheimer, Großgrundbesitzer im Gouvernement Cherson (Südrußland), wurde zum Kurator (im Range eines kaiserlich russischen Staatsrates) der unter dem persönlichen Protektorat der Kaiserin - Mutter stehenden Kinderasylestiftungen in Peterhof ernannt. Wien. („Hasomir", Verein zur Förderung jüdischer Literatur und Kunst.) Samstag den 29. d. M. findet im Festsaale des „Hotel Central", II., Taborstraße 8 ein musikalisch-literarischer Abend statt. Das nähere Programm wird demnächst bekanntgegeben werden. Wien. (Verein zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder des XII,, XIII., XIV. undXV.Bezirkes, XV., H erklotzg ass e 21.) Am 24. d. M. um 8 Uhr abends findet im Vereinshaufe, XV. , Herklotzgasse 21, eine außerordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: Beschlußfassung betreffs Uebernahme des Hortes durch unseren Verein. Wien. Im Hotel de l'Europe fand Samstag, den 8. d., eine gesellige Zusammenkunft des anläßlich des 80. Geburtstages unseres erhabenen Monarchen gegründeten „Verein der Leipniker Israeliten" statt, die einen nach jeder Richtung hin glänzenden Verlauf nahm. Eingeleitet wurde der Abend durch eine patriotische, in ein 3-maliges Hoch für unseren Kaiser ansklingende Begrüßung des Obmannes Herr Adolf Schräme!, während der künstlerische Teil des Programmes in erster Reihe von F:l. Henriette Zerkowitz gebildet wurde, deren glockenreiner, bis in die höchsten Lagen trefflich geschulter Sopran Bewunderung erregte. Auch in ihren Rezitationen bewies Frl. Zerkowitz geniale Begabung und tiefes Fühlen. Auch die Vorträge des Herrn Adolf Zerkowitz wirkten zündend auf das Publikum und wurden mit Beifallsstürmen belohnt. Nicht mindere Anerkennung fand der von der Volksoper bekannte Opern-Bariton He r Max Krieuer; er sowohl wie der Bassist Herr Dr. Ehrmann v. Falkeuau und der Pianist Herr Dr. Ludwig Kohl fanden durch ihre virtuosen Vorträge reichen Applaus. Chewra-Kadischa in Wien für den XII. bis XV. Bezirk mit dem Sitze XV., Turnergrsse Nr. 22. Die alljährige Generalversammlung der Chewra-Kadischa in Fünfhaus fand am Sonntag den 16. April 1911 um halb 10 Uhr vormittags im Sitzungssaale, XV., Turnergaffe 22, unter großer Beteiligung der Mitglieder statt. Der Präses Herr Heinrich Nenfeld eröffnete die 46. Generalversammlung mit der Begrüßung der erschienenen Mitglieder, sowie der Delegierten der Kultusgemeinde und des Tempelvorstandes. Der Rechenschaftsbericht vom Kassier Josef Löwy und der Bericht des Revisors Herrn Isidor Spitz wurden dankend zur Kenntnis genommen. Herr Kultusvorsteher Samnel Steiner beantragte, dem gesamten Vorstande für die ausgezeichnete Leistung den Dank durch Erheben von den Sitzen kundzugeben. Der Präses Herr Heinrich Neufeld dankte im Namen des Gesamtvorstandes dem Kaffier Herrn Josef Löwy. sowie den Turnusvorständen für ihre besondere Mühe und gibt bekannt, daß der Vorstand in der letzten Sitzung beschlossen hat, als Krankenunterstützungen für Mitglieder 20 Kronen wöchentlich zu gewähren. Ein Antrag des Herrn Bernhard Kohn, man möge doch endlich bei vorkommender Leichenüberführung einen Vorbeter, welcher die Gebete in würdiger Weise verrichten kann, von der Friedhofverwaltung dringlichst begehren, wurde nach lebhafter Debatte zum Beschlüsse erhoben. Bei der hierauf vorgenommenen Wabl der vier ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder wurden die Herren Jakob Dnschiusky, Arnold Landsberger, Alexander Simon, S. M. Hönigsberg einstimmig auf drei Jahre wiedergewählt. Mit diesem verkündete der Präses Herr Heinrich Neufeld den Schluß der Generalversammlung und dankte für das zahlreiche Erscheinen. Wien. (Erhöhung der Krankengelder.) Der Kranke n-, Witwen- und Unterstützungs-Verein »Chesed schel Emes« (Wahre Wohltätigkeit), I., Sterngasse 2, dessen Aufblühen unter der nunmehrigen rührigen Leitung wir wiederholt mit Vergnügen konstatieren konnten, hat neuerlich in seiner Entwicklung einen bedeutsamen Schritt nach vorwärts getan. lieber Vorschlag des Vereinsvorstandes wurde in der vor einigen Tagen statt-

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