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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-04-14 · 15 (14.4.1911) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
15 (14.4.1911)
Date
1911-04-14
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 15 Dr. Blochs Wochenschrift Seite 245 Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Jakob Günbaüm: Von Ignaz und Louise Braun K 50, Josef Braun 20. I. Bäcker 10, Ernst Oplatek 20, Dr. Popper 20, Siegfried Popper 10. Karl und Willy Grünbaum 20, Leo Popper 10. Zusammen K 160. Anläßlich des Ablebens' der sei. Grethe Podzahradzky: Von Dr. Podzahradsky, kais. Rat, K 50, K. Podzahradsky 20, Ad. Podzahradsky 20, Julius Joant 20. Zusammen X 110. Anläßlich des Ablebens der sel. Anna Wilbelmine Bruck: Von Isidor uno Auguste Kanitz K 10, Ritter 20, Aktar 10, Teltscher 5. Zusammen L 45. Anläßlich des Ablebens der sel. Johanna Singer: Von Sigmund Singer 4, Simon Singer 4, Wilhelm Kätscher 5. Zusammen K 13. Brudermahl der Chewra-Kadischa. Am 23. April 0. I. findet im Sofiensaale das Brudermahl der Wiener Chewra-Kadischa statt. Diese von Zeit zu Zeitsich wiederholende Veranstaltung der ältesten jüdischen Vereinigung Wiens zählt zu den solennsten gesellschaftlichen' Ereignissen der Wiener Judenschaft. Sie sind ein schöner Ausdruck des traditionellen Gedankens der Bruderschaft in der Ausübung ^frommer und wohltätiger Werke. Das letzte Brudermahl, bas im Jahre 1906 stattfand, lebt noch in angenehmer Erinnerung aller Teilnehmer, und es ist begreiflich, daß auch Heuer die Zahl der Anmeldungen schon eine recht große ist und noch weitere zahlreiche Anmeldungen zu gewärtigen sind. Diejenigen Mitglieder, welche die Absicht haben, an dem schönen Bruderfeste teilzunehmen, und ihre Anmeldung noch nicht ausgeführt haben, mögen ' dies ehestens an die Adresse der Chewra-Kadischa Wien, I., Seitenstettengasse 2, im Interesse des rechtzeitigen Arrangements tun. Israelitische Allianz zu WiM: Zn der unter Vorsitz des Landmarschalls von Galizien Graf Badeni im Jänner 1911 abgehaltenen Enquete wurde der allgemeine Wunsch geäußert, daß die jüdische Bevölkerung im Wege der Selbsthilfe die Hebung der kulturellen und wirtschaftlichen Lage der Juden in Galizien anstrebe und zu diesem Zwecke ein Landesverein gegründet werde. Da der gleiche Gedanke schon vorher in einer Vorkonferenz am 28. November 1910 angeregt wurde, ist nunmehr am 5. April l. I. von jüdischen Bürgern aller Parteirichtungen ein Landeskomitee konstituiert worden, welches die Vereinsstatuten festgestellt hat und nunmehr unmittelbar an die Gründung dieses Vereines schreiten will, um ehestens eine praktische Tätigkeit im Lande entwickeln zu können. L > ' Wien. (Verein zur Versorgung hilfsbedürftger Waisen.) Im Kaiser Franz Joseph-Jubiläums-Knaben-Waisenhaus, XIX., Probusgasse 2, findet Sonntag den 23. April, 11 Uhr vormittags, die Schlußsteinlegung statt. Hierauf wird sich unmittelbar eine Generalversammlung des Vereines anschließen, mit nachstehender Tagesordnung: 1. Bericht. über die Tätigkeit des Vereines. 2. Bericht über die finanzielle Gebarung des Vereines. 3. Abänderung der Statuten. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Anträge der Mitglieder Kommerzialrat Baß als Jubilar. Der kommerzielle Direktor der k. u. k. Hof- und Kammer- Toiletteseifen- und Parfümerienfabrik Gottlieb Taussig, Herr Kommerzialrat Leopold Baß, begeht am 15. April d. I. das Jubiläum seiner dreißigjährigen ununterbrochenen Tätigkeit in genanntem Hause. Der Jubilar hat sich nicht allein um seine Firma, sondern auch um die Seifen- und Parfümeriebranche im allgemeinen hervorragende Verdienste erworben. Seiner Initiative und energischen Vertretung verdanken die Seifen- und Parfümeriefabrikanten die Begünstigung des steuerfreien Bezuges von Alkohol und Zucker für die Seifenfabrikation, ebenso den steuerfteien Bezug von Alkohol für die zur Ausfuhr gelangenden Parfümerien. Auch hat derselbe Begünstigungen im Veredlungsverkehr erwirkt. Herr Kommerzialrat Baß ist ein vorzüglicher Kenner des Markenschutzgesetzes und gilt als hervorragender Praktiker aus diesem Gebiete. Bei zahlreichen Versammlungen der Seifenindustriellen im Bund der Industriellen hat derselbe als Obmann mit Objektivität und Fachkenntnis die Verhandlungen geleitet, ferner hat er bei diversen Zollenqueten auf das Energischeste die Interessen der Branche vertreten. Im Jahre 1906 wurde Herr Kommerzialrat Baß zum Mitgliede der k. k. Permanenzkommission für die Zwischenverkehrs'' stalistik ernannt, welches Amt er mit Fachkenntnis, Eifer und Hingebung versteht. Im selben Jahre wurde er auch beim k. k. Handelsgerichte in Wien als Sachverständiger und Schätzmeister für die Parfümeriebranche beeidigt. Er ist Mitglied der Bezirkskommission für den XII.—XV. Bezirk sowie Vorstandsmitglied mehrerer humanitärer und wissenschaftlicher Vereine. („Fette und Orte" 1911 Nr. 7.) Wien. (Israelitischer Tempel- und Sch ul de re in, VI., Stumpergasse 42.) Die öffentliche Prüfung der Schüler der Vereinsschule findet Sonntag den 16. April. 10 Uhr vormittags, im Vereinstempel, VI., Stumpergasse Nr. 42, statt. Verband der isr. Religionslehrer an den Mittelschulen in Böhmen. Der Ausschuß hat sich in der Sitzung am 1. April 1911 folgendermaßen konstituiert: Obmann: Herr Prof. Dr. I. Hirsch. Rabbiner in Karolinenthal. Obmannstellvcrtrcter: Herr Professor Dr. A. Deutsch, Rabbiner in Prag. Kasiier: Herr Rabb. Dr. M. Klotz, Prag. Schriftführer: Herr Rabbiner Friedrich Knöpfelmacher, Prag. Es wurde die Abhaltung von Elternabenden beschlossen, von denen der erste bereits anfangs Mai a. c. stattfinden wird. Lotterie des Vereines „Einheit". Am 3. d. M. fand im Turnsaale der Talmud-Thoraschule, fl, Malzgasse, die 5. Generalversammlung des Vereines „Einheit" statt, die einen überaus zahlreichen Besuch auswies. Der Vereinsobmann, Herr Bernhard Hofbauer, begrüßte nach Eröffnung der Versammlung die erschienenen Mitglieder und Gaste, insbesondere die Gemeinderäte Dr. Mittler, Neustadt! und Schwarz Hiller, ferner Gemeinderabbiner Dr. Rosenmann, vom, Kultusvorstande Kultusvorsteher S. Brod, für die B'nai Brith Kommerzialrat Rosenzweig, für den „Verein Handlungsangehöriger Israeliten" Herr Siegmund KauderS. für den Tempelverein im VIII Bezirk Herr Hermann Pollak. für den Verein „Adaß-Jsroel" die Herren Dr. I. Reiniger und Wilhelm Kritzler, für den Unterstütznngsverein „Tomech Ewjonim" die Herren Markus Spiegel und Wilhelm Kohn. sowie die erschienenen Herren Oberkantor Mayer Schorr und Phillipp Bak. Direktor des israel. Taubstummen-Jnstitut Dr. Friedeberg und den Obmann des zionistischen Distriktskomitees Dr. Körner u. m. a. Hierauf wurde sowohl der Rechenschaftsbericht, wie auch der Kassabericht des Vorstandes zur Kenntnis genommen und dem Vorstande auf Antrag des Revisors Jakob Stern einstimmig das Absolutorium erteilt. In kurzen aber kräftigen Worten erklärte Herr Stern, es als innere Befriedigung anzusehen, in einem solchen Vereine, wie es die „Einheit" ist, Mitarbeiten zu können. Der interessante Bericht weist ein Kaffagebahrungsbudget von K 125.995-39 aus. Sehr lehrreich ist die mit großem Verständnis angelegte Statistik des Umsatzes und der Küchenfregnenz nach Monaten, die im Bctriebsjahre einen Besuchsdurchschnitt zu Mittag von 3521 und des Abends von 1422 per Woche ergibt. Nach Genehmigung des Berichtes wurde zur Wahl dreier Vorstandsmitalieder geschritten, aus welcher die Herren Alexander Eiger, Dr. I. Reiniger und Natan Schiff als gewählt hervorgingen. Zum letzten Punkte „Anregungen" entwickelte der Vertreter der die Mensa academica des Vereines „Einheit" besuchenden Studentenschaft, Herr Goldhahn, den Standpunkt der studentischen Besucher der Speisehalle, zu der vom Vereine veranstalteten Wohltatigkeitslotterie und forderte eine entsprechende Berücksichtigung der Wünsche der Studenten, die es gerne sehen möchten, daß ein Teil des Reinerträgnisses der Lotterie für die Errichtung einer „Reusa aeaderuiea judaica“ im eigenen Heime verwendet werde. Vorstandsmitglied Dr. Rybaczewsky stellt fest, daß der Vereinsvorstand den berechtigten Wünschen der Studentenschaft stets Rechnung getragen und schon in der ersten Sitzung des Vorstandes über die Angelegenheit der Lotterie den Beschluß gefaßt habe, von dem Reinerträgniffe der Lotterie einen noch festzusetzenden Betrag für dis Ausgestaltung der „Reusa aeaderuiea" des Vereines ^Einheit" abzufondern. Der Obmann des zionistischen Distriktskomitees Herr Doktor Körner zollte dem Gesamtvorstande und insbesondere dem Obmanne Herrn Hofbauer volles Lob für ihre Tätigkeit im Interesse der un

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